Kirchenaustritt / Verlust Patenamtes

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Beitrag von neoline2 04.10.10 - 15:36 Uhr

Hallo,

ich überlege aus der Kirche auszutreten. Ich zahle je nach Monat zwischen 60€ und 90€ Kirchensteuer! #schock. Nicht verheiratet, keine Kinder.. (kommt wohl noch ;-) )
So, nu ist es so, dass ich dieses ich finde viele Geld nicht mehr in die Kirche investieren will. Mein Glaube hängt finde ich nicht mit dem Steuerzahlen zusammen.

Ich möchte das Geld nicht für mich haben, sondern ich möchte es in etwas aus meiner Sicht sinnvolles investieren. Ich möchte ein afrikanisches Kind unterstützen.

Aber ich habe 5 Patenkinder hier. Verliere ich mein Patenamt wenn ich aus der Kirche austrete? Denn dann gehts ja nicht...

Ich habe bei google noch keine genauen Infos finden können. Un bei der Gemeinde /Kirche mag ich dann doch nicht anrufen und fragen.... #zitter

Danke!!!


Viele Grüße
neoline

Beitrag von kleinehexe1606 04.10.10 - 16:46 Uhr

Nein das verliert man nicht.

Beitrag von tauchmaus01 04.10.10 - 17:41 Uhr

Keine Ahnung, finde aber auch das der Glaube nicht auf dem Papier stehen muß sondern fest im Herzen und der Seele verankert liegt.

Ist ja ganz schön viel was Du da zahlst......#zitter

Mona

Beitrag von ballroomy 04.10.10 - 18:10 Uhr

Soweit ich weiß erlischt die Patenschaft, wenn Du aus der Kirche austrittst. Ich wüsste jetzt aber auch nicht, wo man das nachlesen kann.
Aber Du kannst Dich ja trotzdem noch als Pate fühlen?


Grüße
ballroomy

Beitrag von moulfrau 04.10.10 - 20:38 Uhr

Hallo neoline,
man muß, wenn getauft wird und Pate wird, einer Kirche angehören. Danach fragt keiner mehr.

Gruß Claudia

Beitrag von wasteline 04.10.10 - 21:07 Uhr

Wann endet die Patenschaft?
In der evangelischen Kirche formal mit der Konfirmation des Kindes. Trotzdem ist eine Begleitung im Glauben weiterhin sinnvoll und möglich.
Die Patenschaft erlischt, wenn der Pate aus der Kirche austritt.


Quelle:http://www.ev-kirche-bad-arolsen.de/Lebenslauf/Taufe.htm

Beitrag von neoline2 05.10.10 - 08:25 Uhr

Irgendwie kann ich das mit meinem Gewissen dann nicht vereinbaren.... immerhin bin ich 5 mal Patentante..und irgendwie fände ich das dann nicht richtig aus der Kirche auszutreten wenn dann das patenamt erlischt... obwohl das für mich persönlich überhaupt nicht mit im Zusammenhang der Kinder besteht.. ich fühle mich dann genauso als Patentante...
aber ich glaube die Eltern fänden das nicht toll..och mensch...

Beitrag von ja-wer-schon 05.10.10 - 08:13 Uhr

Hallo neoline,
bei katholischen Glauben mußt du Kirchenmitglied zum Zeitpunkt der Übernahme des Patenamtes sein. Dann fragt da keiner mehr danach. Du wirst auch wg. des Patenamtes keinerlei "Verlusterklärung" seitens der Kirche erhalten.

Persönlich find ich doch eher wichtig wie du zu deinen Patenkindern stehst, das hat ja nix mit Kirchensteuer zu tun.

LG
C.

Beitrag von ja-wer-schon 05.10.10 - 08:13 Uhr

Hallo neoline,
bei katholischen Glauben mußt du Kirchenmitglied zum Zeitpunkt der Übernahme des Patenamtes sein. Dann fragt da keiner mehr danach. Du wirst auch wg. des Patenamtes keinerlei "Verlusterklärung" seitens der Kirche erhalten.

Persönlich find ich doch eher wichtig wie du zu deinen Patenkindern stehst, das hat ja nix mit Kirchensteuer zu tun.

LG
C.

Beitrag von neoline2 05.10.10 - 08:22 Uhr

Danke für eure Antworten!

Beitrag von siebzehn 05.10.10 - 08:58 Uhr

Mal ganz abgesehen von den Patenkindern - hast Du Dir auch Gedanken gemacht, ob Du mal kirchlich heiraten möchtest oder Deine eventuellen Kinder taufen lassen möchtest?

Ich fände es nämlich mehr als schäbig, wenn Du dann wieder in die Kirche eintreten würdest....

Beitrag von maischnuppe 05.10.10 - 09:14 Uhr

Möchtest du denn später einmal kirchlich heiraten und deine Kinder taufen lassen?
Fragt
Schnuppi#kratz

Beitrag von neoline2 05.10.10 - 09:45 Uhr

kirchlich heiraten muss nicht nicht sein....
Kinder taufen... ja, das schon..wenns denn irgendwann mit dem Kinderbekommen klappt....
Vielleicht kann man dann ja auch wieder in die Kirche eintreten.. mein Anliegen ist, dass ich für das viele geld lieber ein anderes ausändisches Kind unterstützen möchte....

Beitrag von nele27 05.10.10 - 12:41 Uhr

Tja, wenn das alle so machen würden, wäre die kirchliche Infrastruktur doch sehr gefährdet.

Sicher wird Dich keiner zwingen draußen zu bleiben, aber vielleicht ist Deine Gemeinde dann schon wegen Geldmangel aufgelöst oder hat keinen eigenen Pastor mehr - zumindest wenn alle so denken wie Du :-)

Beitrag von neoline2 05.10.10 - 13:08 Uhr

naja, ich weiss ja nicht wieviel Kirchsteuer du so zahlst.. aber ich finde übern dicken Daumen 90€ schon verdammt viel..

mit 1000€ kann ich etwas sinnvolleres anfangen..wirklich... ich will das Geld NICHT für mich! Aber ich möchte sehen wo es bleibt...

bei uns in der Gemeinde kann ich nicht erkennen, dass etwas von der Kirchensteuer gemacht wird.. wir haben z.B auch keinen ev. Kindergarten. Das Seniorenheim ist ebenfalls privat..

achso, einen Pastor haben wir übrigens schon nicht mehr... :-(
Ich finde das wie gesagt auch schade... ich überlege ja auch noch... irgendwie hast du ja auch recht...aber mein gefühl sagt mir, das ich an andere Stelle besser investieren kann...

Beitrag von nele27 05.10.10 - 13:36 Uhr

Ich kann mich nicht beschweren - zahle in der Stkl. 3 vergleichsweise wenig. Je mehr Kinder Du hast umso besser wird das Preis-Leistungsverhältnis ;-)

Ich habe aber auch schon in der Kl. 1 Unsummen bezahlt...

Schau mal in den Beitrag unten, da habe ich einige Summen aus meinem Kirchenkreis eingefügt (solche Zahlen sind übrigens auch nicht geheim :-) Da kann man ruhig mal nachfragen bei der Gemeinde z.B. wenn es einen interessiert.)

Beitrag von seelenspiegel 05.10.10 - 12:14 Uhr

Sollten Eltern nach einem Kirchenaustritt den Wunsch haben, ihr Kind taufen zu lassen, wird ein Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer der Gemeinde geführt.

Dabei werden dann die Gründe für den Taufwunsch erörtert. Kein halbwegs vernünftiger Pfarrer wird sich aber allzu sehr sträuben ein Kind zu taufen, auch wenn beide Eltern konfessionslos sind.

Monikommherichschlagdichindomino #schein

Beitrag von nele27 05.10.10 - 12:42 Uhr

Nein, wird er sicher nicht. Die Frage ist, wie viel Infrastruktur übrig bleibt, wenn alle nur kurz eintzreten, wenn sie was wollen und sonst ihr Geld sparen.

Nur von guten Worten überleben die Kirchengemeinden nicht.

Beitrag von seelenspiegel 05.10.10 - 12:49 Uhr

Ich würde Dir zustimmen, wenn die Kirche sich aus den Beiträgen ihrer "Schäfchen" selbst auch finanzieren würde, was aber nicht der Fall ist, da fast alle Gelder von staatlicher Seite aus zugeschossen werden !!!

Beitrag von neoline2 05.10.10 - 13:16 Uhr

ja, das habe ich auch schon gehört.. man..ich weiss echt nicht was ich machen soll...

Beitrag von nele27 05.10.10 - 13:34 Uhr

Ja, was glaubst Du denn, was mit den Kirchensteuern gemacht wird??
Also zumindest habe ICH die Verteilung unserer Steuermittel schriftlich.
Da stehen z.B. Diakonie mit 400.000 Euro und Mehrgenerationenhaus mit 200.000 Euro um mal zwei Beispiele zu nennen, die von vielen genutzt werden.
Pfarrbesoldung etc. ist natürlich auch dabei.
Bauunterhaltung sind bei uns derzeit schätzungsweise 2 Millionen (wir sind ein kleiner Kirchenkreis).

Sicher schießt der Staat was zu (Kitas, Diakonie), es werden aber auch Aufgaben dafür übernommen...

Beitrag von seelenspiegel 05.10.10 - 16:25 Uhr

Mh...da habe ich mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt:

Ich wollte nicht sagen dass mit den Kirchengeldern gar nichts sinnvolles gemacht wird, aber dennoch wird die Kirche, die in meinen Augen nicht mehr ist als ein Großkonzern, immernoch nach so alten Gesetzen übervorteilt, dass das ich das nicht wirklich nachvollziehen kann.

Die Gelder werden durchaus sinnvoll angelegt, aber die Kirche finanziert sich dennoch in keinster Weise selbst.

Die Kirche darf sich in/an der Wirtschaft beteiligen, ist aber von fast allen Steuern befreit. Dazu kann ich als Steuerzahler die Kirchensteuer in voller Höhe von der Steuer abziehen. Prima für mich.....blöd für den Staat, der somit im Prinzip das ganze dann doch finanziert.

Dazu kommen dann noch Gehälter für Pfarrer, Mönche, Nonnen etc. die in staatlichen (!aber hallo) Schulen unterrichten, und dafür extra bezahlt werden....vom Staat natürlich...von wem auch sonst.

Springen wir zur theologischen Fakultät, in der der Pfaffe von morgen heute schon ausgebildet wird...bezahlt von....NEIN...nicht von der Kirche, sondern vom Staat...sowas aber auch ;-)

Das Seelenheil der deutschen Soldaten bezahlt die Kir...nein...ups....doch nicht...auch der Staat.

Die Gehälter der kleinen Parreien und einfachen Pfarrer halte ich nicht für sonderlich erwähnenswert, aber was sich so ein Bischof in den Rachen stopfen lässt......unverschämt ist sowas.....ein Kardinal ist schon mehr als frech.

Aber das zahlt ja die Kir.....hoppala...nein, wieder nicht.....die Gehälter zahlt schon wieder der Staat...genauso wie den Fuhrpark der alten Männer, und da muss es schon Benz sein.....ich würde mal gerne einen Kardinal im Twingo sehen ! #rofl


Da könnte ich noch eine ganze Weile so weiter machen, aber das bringt ja nichts.

Grundsätzlich hast Du recht:

Die Kirche an sich ist sinnvoll.....die hohen Ränge und der Irrsin z.B. in der Verwaltung der dort zeilweise vorhanden ist (wie im echten Leben je höher die Ränger desto schlimmer), daran kann ich nunmal nichts gut heissen, denn da ist in meinen Augen so rein gar nichts göttliches mehr zu finden.

Nur meine Meinung, ohne jemanden an Beinchen pinkeln zu wollen *liebguckt*