Arbeitgeber sehr verärgert wegen KK wechsel

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Beitrag von liph70 04.10.10 - 22:15 Uhr

Hallo,

mein Mann hat von der AOK zu Barmer gewechselt, weil ich in der Barmer bin und mich mit Familienversichern musste, weil ich sonst kein Versicherungsschutz mehr gehabt hätte, ich wusste zu diesen Zeitpunkt der Kündigung noch nicht, das ich bald ein Job haben werde und somit die Kündigung hinfällig gewesen wäre. Wir haben uns für die Barmer entschieden und er wollte zwar sein Chef immer fragen ob er was dagegen hat, hat´s aber immer vergessen #aerger, ich dachte mir aber dann, was solls, ist ja "eigentlich" egal, man zahlt ja bei jeder KK die selben Beiträge..., dachte ich zumindest. Heute ruft der Chef meinen Mann an und schreit ihn an, das er nicht einfach so wechseln könne und er deswegen jetzt mehr Aufwand hätte #kratz, aber ich frag mich welchen?? Kann das sein das er bei der Barmer Zusatzbeitäge zahlen muss?Wer kennt sich da aus? Er meinte wenn er das innerhalb von einen Monat nicht rückgängig macht, dann muss er die 50% die der AG normalerweise zahlt, selbst übernehmen bzw. Ihm dann bar auszahlen, nachdem er seinen Lohn bekommen hat #aerger. Aber er kann doch sicher nicht jetzt einfach zurück wechseln in die AOK, er hat jetzt sicher eine Mindestlaufzeit bei der Barmer, ich glaub das ist doch so oder. Helft mir mal, was können da machen :-(?

LG

Beitrag von bibuba1977 04.10.10 - 22:19 Uhr

Hi,

der spinnt!
Es ist AN-Sache, welche KK gewaehlt wird. Der AG hat da kein Mitspracherecht. Abgesehen davon sind die Kosten fuer ihn auch unabhaengig von der KK gleich hoch.
Der einzige Aufwand, den er jetzt mehr hat, ist die Ummeldung.

Deinem Mann die AG-Beitraege zu belasten, ist nicht zulaessig. Damit wird er nicht durchkommen.

LG
Barbara

Beitrag von cherry19.. 04.10.10 - 22:21 Uhr

Hä? Sorry, aber der AG ist ja nicht mehr ganz gesund!
Er muss einfach in seinem PC-System die Kasse ändern und die Beiträge und gut ist.

Ich hab in unserer Kanzlei selbst die Lohnbuchhaltung gemacht. War vor meinen Kindern, ist schon ein Weilchen her. Ich hab das im PC geändert und gut wars. Ich glaube auch nicht, dass sich da dort irgendetwas geändert hat.

Es ist halt gut möglich, dass alle anderen AN bei der AOK sind und er der Einzige wäre, der bei der BARMER ist. Naund? Ist ja wohl sein gutes Recht, das selber zu entscheiden. Ich kann mich erinnern, dass mein AG in der Lehre mir auch vorgeschrieben hat, welche Kasse ich nehme. Damals hat sich herausgestellt, dass er dafür Mandanten zugeschoben bekommen hat von der Kasse. Vielleicht hat der Chef deines Mannes auch so einen Deal?

Auf jeden Fall kann dein Mann selbst entscheiden, wo er hinmöchte und muss dann selbstverständlich NICHT den AG-Anteil selber tragen.

Beitrag von kati543 05.10.10 - 08:54 Uhr

Ich nehme an, dein Mann arbeitet in einer kleineren Firma, wo eigentlich alle in der selben KK sind, oder? Dann ist es tatsächlich mehr Aufwand für ihn - ABER ihr habt die Wahlmöglichkeit. Alles andere ist Blödsinn. Die Buchhalterin meines Vaters meckert auch immer rum, weil wirklich jeder der 15 Arbeiter/Angestellten in einer anderen KV ist und sie so 15 Meldungen machen muß - anstatt nur einer, wenn sich alle einig wären. Es ist also auch monatlich mehr Aufwand und nicht nur eine Ummeldung. Aber wie schon gesagt, es ist euer Wahlrecht. Alles andere, was vom AG vorgeschlagen wurde, ist wahrscheinlich sogar illegal. In Deutschland müssen die Beträge vom AG abgeführt werden - wie will er das denn den Kassen erklären?

Beitrag von vwpassat 05.10.10 - 10:24 Uhr

Das ist völliger Blödsinn, was der AG da von sich gibt.

Ist halt nur etwas mehr Aufwand für ihn, aber da muss er durch.

In Deutschland herscht KK-Wahlrecht für den AN, sagt ihm das.

Beitrag von manavgat 05.10.10 - 13:45 Uhr

Ich würde mich ganz blond an die Barmer wenden mit der Bitte, diese Angelegenheit direkt mit dem AG zu klären....

Der hat eine Meise unterm Pony. Der AG.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sassi31 05.10.10 - 15:31 Uhr

Hallo,

der Chef von deinem Mann tickt wohl nicht ganz sauber.

Mehrarbeit hat er, weil er deinen Mann bei der AOK abmelden und bei der Barmer anmelden muss. Evtl. hat er bei der Barmer noch kein AG-Konto, weil seine anderen Mitarbeiter dort nicht versichert sind. Das ist aber überhaupt kein Problem. Da muss man dann halt einfach ein paar Daten bei der Barmer angeben.

Auf keinen Fall kann seine Pflicht zur Abführung der AN und AG Beiträge auf deinen Mann abwälzen.

Den KK-Wechsel einfach eben wieder rückgängig machen, kann man garnicht. Es gibt Kündigungsfristen, die eingehalten werden müssen.

Was dein Mann machen kann? Einen Arsch in der Hose haben und sich das vom Chef nicht gefallen lassen.

Gruß
Sassi