Würdet ihr eine solche Fernbeziehung eingehen?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lieberso# 04.10.10 - 22:32 Uhr

Hallo,

hat eine solche Beziehung eine Chance auf die Dauer ( über 500km Entfernung) ? Einer von den beiden musste beruflich weit weg, der andere bleibt in seiner gewohnten Umgebung - weil KInd in der Nähe usw.


Gruß

Beitrag von marsupilami2010 04.10.10 - 22:46 Uhr

Machen wir seit 5 Jahren. Ebenfalls aus beruflichen Gründen. ist zu Beginn ne große Umstellung, aber die Beziehung kann davon auch profitieren. Man muss z.B. lernen Konflikte konstruktiv zu lösen. Zwei Tage schmollen geht da nicht :-p. Ab Februar wohnen wir dann endlich auch wieder zusammen. Im März kommt unser erster gemeinsamer Zwerg. Auch wenn ne Fernbeziehung nicht leicht ist, wenn man will, dann schafft man es

Beitrag von ria301 05.10.10 - 07:54 Uhr

Hi,

ich stimme masupilami da vollkommen zu.

Wir führen auch eine Fernbeziehung von ca. 460 km und das schon seit wir zusammen sind (über 7 Jahre), wobei ich sagen muss, dass er zwischenzeitlich auch mal zuhause war (war aber nur ein Jahr ungefähr).

Wenn beide Partner an der Beziehung festhalten wollen, dann muss man dies akzeptieren und auch hin und wieder etwas zurückstecken.

So eine Fernbeziehung hat aber auch seine Vorteile... Ich freue mich z. B. immer noch wie ein Flummi, wenn ich höre dass mein Freund nach Hause kommt. Es frischt die Liebe immer wieder auf´s neue auf!!! #verliebt

#winke
LG, Ria

Beitrag von gunillina 05.10.10 - 07:55 Uhr

Gerade mit Kind kann das auch schwer sein.
Mal davon abgesehen, dass unsere Beziehung enorm unter diesem einen Jahr gelitten hat, weil wir es eben NICHT geschafft haben, Konflikte konstruktiv zu lösen, wie hier erwähnt wurde, hat unser Sohn klar und deutlich mitgeteilt, dass es bei uns so nicht geht.
Soll meinen, er hat gelitten wie ein Hund, wenn sein Vater wieder für die Woche weg gefahren ist. Unsere Tochter fand das okay so, aber der Grosse, um Himmels Willen.
Vorrangig für ihn haben wir uns also dafür entschieden, die Karriere des Mannes ein wenig einzuschränken.
Damit tritt für uns Erwachsene ein neues Problem auf: Ich hatte mich gerade daran gewöhnt, meinen Alltag allein zu meistern, nun steht mir ständig einer im Weg#schein.
Andersherum muss ER sich nun in eine Familie einfügen, anstatt jeden Abend tun und lassen zu können, was er will (Hotelbar, Hotelsauna, Kneipentrips mit Freunden in der anderen Stadt etc.). Hier warten Elternabende, Wäschekörbe, Geigenstunden und volle Geschirrspüler darauf, gerecht auf uns beide verteilt zu werden... Aber das kriegen wir schon wieder hin...:-)

Beitrag von badguy 05.10.10 - 08:13 Uhr

500 km, seit acht Jahren, es klappt, sehr gut, erfordert viel Organisation, kostet viel Kraft aber wenn man den richtigen Partner an seiner Seite hat, ist es das wert.

Unser Vorteil, keiner lebt aus dem Koffer und hat seine eigenen vier Wände.

Beitrag von brummel-baer 05.10.10 - 08:37 Uhr

Wir haben eine Fernbeziehung (600km) über fünf Jahre geführt. Es ging solange gut bis einer anfing, auszuscheren. Es war aber mit der Zeit immer belastender und ich bin froh, dass das jetzt ein Ende hat. Für mich nicht nochmal.

Gruß
BB

Beitrag von musikerin 05.10.10 - 10:15 Uhr


Hallo an Dich,

ich/bzw. wir stehe/n gerade vor der gleichen "Entscheidung", die wohlmehr als Kampf zwischen Gefühlen und Verstand bezeichnet werden müsste.

Die Situation bei uns ist wie folgt:

ICH: Wohnhaft in der Nähe von Hamburg, 2 Kinder, arbeite Vollzeit, soziales Umfeld läuft gut, sehr familierbezogen aufgewachsen, Vater gerade gestorben - Mama ist nun alleine, behinderte Schwester lebt in einer Wohngruppe, Hobby ist die Musik, ...

ER: Wohnhaft in Lippstadt (Ruhrgebiet), regelmäßiger Wochenendpapa, Hobby ist Sport, arbeitet ebenfalls Vollzeit / auch am WE /,...

Wir haben auch schon einige Gespräche diesbezüglich geführt, ob es sich "lohnt zu kämpfen"...aber wir sind uns beide einig, dass wir kämpfen wollen. Wir kennen die jeweiligen Umstände des anderen und hören nun nur auf die Gefühle, denn wir leben nur einmal ;-)

Und ich muss sagen, es ist wunderbar #verliebt

Wir telefonieren regelmäßig und am Samstag kommt er zu mir und ich habe sogar beide Kinder über Nacht anderweitig untergebracht. Das wird eine sehr intensive Zeit zwischen uns werden. Ich freue mich schon sehr darauf #verliebt

Alles Gute für Dich / Euch

Claudia + Gianluca 8 Jahre + Chiara 2 Jahre

Beitrag von weit weg 05.10.10 - 10:21 Uhr

Wir hatten 4 Jahre lang eine Fernbeziehungg über 2000km. Teilweise haben wir uns nur 2-3x im Jahr gesehen. Bevor wir zusammen gezogen sind war der letzte Besuch 8 Monate her. Jetzt leben wir 3 Jahre zusammen und sind 2,5 Jahre verheiratet. Alles ist super und ich kann mir nicht vorstellen das nochmal durchmachen zu müssen.

Beitrag von sora76 05.10.10 - 10:25 Uhr

Hallo!

Hatte ich auch mal. Eine Zeitlang geht das gut, dann sollte man aber irgendwie zusammenfinden.
Mein Mann ist dann in meine Gegend gezogen.
Einer muß dann eben ein 'Opfer' bringen, wenn einem eine Beziehung wichtig ist.
Auf Dauer würde ich einfach nicht so Leben wollen. Es ist stressig und nervt gewaltig.
Für mich war diese Zeit (6 Monate) ganz schlimm.

LG Sonja

Beitrag von biene07 05.10.10 - 13:57 Uhr

Hallo!
Mein Mann ist schon seit über 9 Jahren auf Montage in Holland. Er kommt alle 14 Tage heim. Also er kommt Freitag abend und fährt Sonntag oder Montag wieder.
Es ist immernoch wahnsinnig schwer. Wir werden uns wohl nie daran gewöhnen.

Ich denk mal, es gibt 2 Möglichkeiten. Entweder diese Situation schweißt ein Paar noch viel mehr zusammen oder die Beziehung zerbricht daran. Bei uns trifft ersteres zu. Wir haben uns lange unterhalten, ob wir es wagen oder nicht. Aber die heutige Arbeitsmarktsituation lies uns keine andere Wahl.

Wichtig ist, daß man an die WE's, wenn er da ist, keine allzu große Erwartungen stellt. Das kann in die Hose gehen. Wichtig ist auch, daß man über alles immer und immer wieder redet.


Und.....Vertrauen!!!! Das muss felsenfest und lückenlos sein. Zwischen euch beide darf eigentlich kein Blatt Papier passen, so müsst ihr zusammen halten.

Ihr schafft das schon. Wenn noch Fragen sind, kannst du mich gern über meine VK kontaktieren.

Beitrag von qrupa 05.10.10 - 16:58 Uhr

Kann funktionieren, wenn man versucht das bißchen was man an gemeinsamer Zeit (per Telefon, Internet,...) hat wirklich nutzt um weiter an der beziehung zu arbeiten. Mein Mann (damals noch Freund) hat 7 Monate gut 2000km weit weg arbeiten müssen. Das war hart, aber hat gut funktioniert

LG
qrupa

Beitrag von magdalene84 06.10.10 - 19:35 Uhr

Hallo,

ist die Situation bei euch denn von Dauer? Oder ist es absehbar, dass es wieder "normal" wird, wegen einer befristeten Beschäftigung oder so?

Bei uns funktioniert es mittlerweile seit 5 Jahren, mal mehr mal weniger, das muss ich zugeben, aber es ist absehbar, dass wir in 1,5 Jahren "richtig" zusammenwohnen und nicht nur gemeinsam im Mietvertrag stehen #huepf
da kann man so manches eher hinnehmen, bzw. das schafft man auch noch.

Wichtig ist für mich gewesen, wie auch schon vor mir gesagt wurde, dass man wirklich nicht krampfhaft versucht, das Wochenende zum Wochenende des Lebens zu machen und mit Besonderheiten vollzustopfen, es sollte die zeit sein, in der ihr als Paar "Alltag" habt. Hoffentlich verstehst du was ich meine..

Insgesamt ist mein Fazit: erfordert Kraft und Durchhaltevermögen, kann aber auch lohnend sein!

Alles gute