Rechtsfrage - Nachmieterin nimmt Whg. nicht und hält Versprechen nicht

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von superstar01 05.10.10 - 09:57 Uhr

Hallo,

ich habe ein großes Problem.
Wir hatten unsere Wohnung inseriert und eine Nachmieterin hat uns gesagt, dass sie die Wohnung haben möchte. Wir haben dann bei einem Termin gesagt, dass sie uns unterschreiben soll, dass sie die 2300 Euro bezahlt, die wir mit ihr als Abstand ausgemacht haben. War für sie auch kein Problem, denn sie wollte die Sachen haben, uns aber nicht unterschreiben, dass sie uns das Geld zahlt, weil sie den Mietvertrag nicht unterschrieben hatte. Kann ich verstehen.
Sie hat uns aber angeboten, uns eine halbe Miete zu zahlen, für den Fall, dass sie den Mietvertrag NICHT unterzeichnet.
Sie hat ihn nicht unterzeichnet und uns unterschrieben, dass sie eine halbe Miete bezahlt.
Jetzt hat sie uns von dem unterschriebenen Betrag nur die Hälfte überwiesen, weil sie sagt, es wäre Auslegungssache.
Sie ist Anwältin.
Ist es aber meiner Ansicht nach nicht, denn es kann ihr egal sein, zu wann wir die Wohnung vermietet haben. Wir "durften" sie nur nicht zum 1.10. vermieten. (Sonst hätten wir uns ja bereichert).
Haben wir auch nicht.

Was sagt Ihr zu dem Fall?

Danke für Eure Hilfe!

Beitrag von bezzi 05.10.10 - 10:06 Uhr

"Was sagt Ihr zu dem Fall? "

Sehr schwer verständlich ! #kratz

Wieso sollte jemand freiwillig Geld zahlen, wenn er eine Wohnung NICHT mietet ?

"Sie hat ihn nicht unterzeichnet und uns unterschrieben, dass sie eine halbe Miete bezahlt.
Jetzt hat sie uns von dem unterschriebenen Betrag nur die Hälfte überwiesen, weil sie sagt, es wäre Auslegungssache. "

Das heißt, sie hat eine viertel Monatsmiete an Euch gezahlt, weil sie die Wohnung jetzt NICHT nimmt ?
Seid froh, dass ich so eine Dumme gefunden habt.

"Sie ist Anwältin. "

Schwer zu glauben, dass sich eine Anwältin so über den Tisch ziehen lässt.

"denn es kann ihr egal sein, zu wann wir die Wohnung vermietet haben. Wir "durften" sie nur nicht zum 1.10. vermieten. (Sonst hätten wir uns ja bereichert).
Haben wir auch nicht. "

Sorry, da verstehe ich nur Bahnhof.



Beitrag von superstar01 05.10.10 - 10:43 Uhr

Versuche es einfach zu erklären.

Person X hat uns mündlich zugesagt, die Whg. zum 1.10. zu mieten.

Wenn Sie den Mietvertrag nicht unterschreibt, zahlt sie uns eine halbe Miete (weil sie ja zugesagt hatte und wir deswegen keine weiteren Besichtigungen unternommen hatten).

Sie hat sich Tage nicht gemeldet und dann nicht einmal uns, sondern nur der Vermieterin mitgeteilt, dass sie die Wohnung so kurzfristig nicht mieten kann.
Sie wollte eine Bestätigung, dass die Whg. nicht zum 1.10. vermietet wird.

Verständlicher???

Problem: Wir haben durch ihre Zusage die Wohnung nicht zum 1.10. vermietet, sondern erst zum 15.10. und müssen so Kosten tragen, die sie verursacht hat.

Beitrag von nightwitch 05.10.10 - 11:11 Uhr

Hallo,

sehe ich das richtig? Ihr seit Mieter der Wohnung und habt einen Nachmieter gefunden, der die Wohnung zum 01.10. anmieten wollte. Der Interessent (also die Anwältin) ist aber abgesprungen.

Und jetzt wollt ihr Schadensersatz haben, oder wie?

Seid doch überhaupt froh, dass die Wohnung zum 15.10. vermietet wurde. Normalerweise hätte der Vermieter auch sagen können, dass ihr bis zum Ende der Mietzeit (schätzungsweise 31.10. oder 30.11) eure Miete selbst zahlen müsst.

Wieso hat die Anwältin Kosten verursacht, die ihr im Normalfall eh zu tragen hättet?

Sorry, aber ich finde die Forderung von euch unverschämt! Zumal sie ja auch einen Teil der Kosten bezahlt hat. Man könnte nur noch damit argumentieren, dass sie mit euch eine Nebenabmachung geschlossen hat, dass sie die Hälfte der Miete übernimmt (ich frag mich aber ernsthaft wieso, wenn sie doch eh die Miete ab dem 01.10. an den Vermieter hätte errichten müssen).

Also entweder seid ihr ganz schön naiv oder einfach nur dreist oder bei der Geschichte stimmt vorne und hinten was nicht.
Ich glaub kaum, dass sich eine Anwältin zu so etwas überreden lässt.

Gruß
Sandra

Beitrag von bezzi 05.10.10 - 11:16 Uhr

"Also entweder seid ihr ganz schön naiv oder einfach nur dreist oder bei der Geschichte stimmt vorne und hinten was nicht.
Ich glaub kaum, dass sich eine Anwältin zu so etwas überreden lässt. "

Genau so sehe ich das auch. #pro

Beitrag von arkti 05.10.10 - 11:12 Uhr

Hmmm ist es nicht euer Problem wenn ihr euch auf mündliche Zusagen verlaßt?

Beitrag von bezzi 05.10.10 - 11:18 Uhr

So wie ich es gelesen habe, haben sie es wohl schriftlich, dass die Interessentin eine halbe Monatsmiete zahlt, wenn sie die Wohnung nicht mietet. Für mich völlig unverständlich, wie ich sowas als Interessent unterschreiben kann.

Beitrag von bezzi 05.10.10 - 11:22 Uhr

OK, danke. Ich glaube jetzt habe ich es verstanden.

Ob die Interessentin eine halbe Monatsmiete zahlen muss oder nicht, hängt von Eurer schriftlichen Vereinbarung ab.

Du kannst den Text ja mal zitieren.

Beitrag von windsbraut69 05.10.10 - 12:40 Uhr

Und sie übernimnmt die Hälfte der Kosten.
Ich finde das vollkommen fair und okay.

Gruß,

W

Beitrag von sassi31 05.10.10 - 13:39 Uhr

Finde ich auch.

Gruß
Sassi

Beitrag von windsbraut69 05.10.10 - 14:47 Uhr

Man könnte es schon fast "blöd" nennen :)

LG

Beitrag von wasteline 05.10.10 - 19:39 Uhr

Sie zahlt die halbe Miete?! Ihr habt ab 15.10. einen neuen Mieter?!
Also zahlt Ihr die halbe Miete für Oktober (bis 14.10. - ab dann der neue Mieter) und sie zahlt die Hälfte der halben Miete?! Ist doch alles ok. Ansonsten würdet Ihr Euch bereichern.

Beitrag von wasteline 05.10.10 - 19:42 Uhr

Nachtrag: sei froh, dass sie überhaupt was gezahlt hat.

Beitrag von bezzi 05.10.10 - 11:26 Uhr

"Sie hat ihn nicht unterzeichnet und uns unterschrieben, dass sie eine halbe Miete bezahlt.
Jetzt hat sie uns von dem unterschriebenen Betrag nur die Hälfte überwiesen, weil sie sagt, es wäre Auslegungssache. "

"Eine halbe Miete" oder "die halbe Miete" ?

Großer Unterschied !

"Die halbe Miete" von einer Monatshälfte ist tatsächlich nur ein Viertel.

Beitrag von kathi.net 05.10.10 - 11:27 Uhr

Sie hat unterschrieben, dass sie EUCH eine halbe Miete zahlt, obwohl es gar nicht eure Wohnung ist? Und das, obwohl sie sich offensichtlich zu dem Zeitpunkt noch nicht sicher war, ob sie die Wohnung nimmt?

Das kann ich ja gar nicht verstehen #kratz

Beitrag von superstar01 05.10.10 - 13:08 Uhr

sie hat es uns unterschrieben, weil sie ja mit ihrer Absage "schuld" ist, dass wir die halbe Miete bezahlen müssen.
Wir konnten die Wohnung ja erst zum 15.10. vermieten, weil sie so spät abgesagt hat.

Beitrag von seikon 05.10.10 - 13:32 Uhr

Also ich sehe es so, dass ihr überhaupt froh sein könnt, dass sie euch was bezahlt hat. Nicht ihr habt zu entscheiden, wer die Wohnung mietet, sondern immer noch euer Vermieter. Es war naiv von euch, dass ihr aufgrund der Aussage einer Interessentin weitere Besichtigungstermine absagt. Was wäre denn gewesen, wenn die Vermieterin die Anwältin nicht als Mieterin genommen hätte? Ihr könnt doch nicht einfach eigenmächtig entscheiden, wer die Wohnung nach euch mietet und welche Bemühungen ihr bezüglich Besichtigungen betreibt.

Beitrag von windsbraut69 05.10.10 - 14:48 Uhr

Ihr könnt gar nix vermieten :) und froh sein, dass sich der Vermieter überhaupt auf einen Nachmieter eingelassen hat.
Grundsätzlich ist die Miete in der Kündigungsfrist ja Euer Problem.

Beitrag von fienchen 05.10.10 - 17:30 Uhr

Hallo

seit wann inseriert der Mieter die Wohnung und sucht sich seinen Nachmieter aus?

Ich denke ihr könnt euch damit zufrieden geben, daß sie euch was gezahlt hat. Ein Wunder, daß sie sich auf sowas eingelassen hat.

LG Nadine