Enweder natürliche Geburt oder direkt Kaiserschnitt. Ist das möglich?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von tanjusha 05.10.10 - 10:33 Uhr

Zur Zeit beschäftigt mich das Thema Geburt und ich hätte nur einen einzigen Wunsch an das Ärzteteam, dass wenn es mit der natürlichen Geburt nicht klappen sollte, wenn Komplikationen auftreten sollten o. ä., dann sollen mich die Ärzte aufschneiden und das Kind per Kaiserschnitt holen.

Ich will auf gar keinen Fall, dass Saugglocke oder Zange ins Spiel kommen. Meine Schwester hat nämlich davon eine Behinderung fürs Leben und deshalb sind beide Dinge für mich tabu.

Was meint ihr, ist so ein Ablauf möglich? Oder gibt es Momente, in denen die Ärzte sagen, für einen Kaiserschnitt sei schon zu spät.

Liebe Grüsse

Tanja
(30. SSW)

Beitrag von ibiza445 05.10.10 - 10:52 Uhr

Hallo!

Ich kann dich gut verstehen... ich hatte eine Horror-Geburt bei meinem Sohn, die ich nur knapp überlebt habe. Jetzt möchte ich das ganze auch gern so handhaben wie du. Wenn alles glatt geht, dann natürlich spontan - aber sollten probleme auftreten, welche auch immer, dann will ich auch sofort einen Kaiserschnitt. Obwohl ich immer ruhiger werde je näher der termin rückt. Ich freu mich schon fast ein bisschen auf die Geburt #verliebt ... aber die angst ist immer noch da. Ich hab das bereits mit meine FA und eine hebamme im Kh besprochen, beide meinen, ein WKS ist möglich, aber es gitb keine medizinische Indikation dafür, da die chance, so ein pech nochmal zu haben relativ klein ist...

es gibt momente wo es für einen KS zu spät ist - zB wenn das kind schon im Geburtskanal ist usw...

ich werde es auf jeden fall spontan versuchen! rede mit deinem FA UND einer hebamme darüber, das hilft!

glg, ibiza mit boy 2 jahre und krümel 29. ssw

Beitrag von nele27 05.10.10 - 10:55 Uhr

Hallo Tanja,

also bei mir war es so, dass es nach Eröffnung des MM zum Geburtsstillstand kam, also Anton nicht durchs Becken gerutscht ist. Er bekam Herzrasen, ich Fieber.

Mir wurde gleich ein KS angeboten - genau wie Du es in der Situation wollen würdest.

Ich habe den allerdings abgelehnt und vereinbart, dass ich spontan weitermache und dann ggf. die Saugglocke o.ä. benutzt wird. Habe diese dann zum Glück nicht ertragen müssen, dafür aber eine fiese Pressphase mit Kristellerhandgriff & Co. Auch nicht schön. Bin trotzdem froh über meine Entscheidung und würde es wieder tun :-)

Aber was ich damit sagen will: Ich hätte ja auch gleich den KS nehmen können und ich kenne auch viele, die in genau der Situation so entschieden haben - das scheint also ein normales Vorgehen zu sein. Besprich das mal beim Anmeldegespräch im KH und lass es als Wunsch notieren.

Darf ich fragen, was Deine Schwester für eine Behinderung hat?

LG, Nele
34. SSW

Beitrag von tanjusha 05.10.10 - 11:39 Uhr

Ja, darfst du.

Ins Deutsche übersetzt würde es heissen: Zerebrale Kinderlähmung, rechte Seite. Bei der Geburt ist zu viel Druck auf das Köpfchen ausgeübt worden und eine Gehirnhälfte durch Bluterguss verletzt worden.

Beitrag von nele27 05.10.10 - 12:27 Uhr

Oje, die Arme :-(

Aber informier Dich doch mal über Risiken bezgl. Saugglocke/Zange. Ich hab keine Ahnung, aber die Technik entwickelt sich ja immer weiter. Vll sind die Risiken heutzutage gar nicht mehr so groß #kratz

Als die PDA (oder ihr Vorgänger) neu war, gab es das nicht allzu kleine Risiko einer Querschnittlähnung, hat meine Mutter erzählt. Heute ist das nicht mehr so...

LG, Nele

Beitrag von muffin357 05.10.10 - 11:05 Uhr

hi --

ich kann Dich schon verstehen, - aber es gibt tatsächlich Situationen, da ist der Kopf schon fast draussen, aber man schafft den letzten Rest nicht und die Herztöne fangen genau dann an zu spinnen, weil die Nabelschnur um den Hals ist, -- dann ist es tatsächlich zu spät für einen KS, weil der Kopf ja unten schon fast draussen ist, -- in solchen Situationen bleibt nix anderes, ausser irgendwie "nachzuhelfen", weil es schnell gehen muss...

bei Julian war es so -- da hab ich es einfach nicht geschafft, den Kopf ganz rauszupressen (war zu K.O. nach 42std)

Du solltest Deine Bedenken einfach mit der HEbi vor Ort besprechen, wenn du dann im Kreissaal bist... - vielleicht lässt sich einiges beeinflussen, aber eben nicht alles...

#winke tanja

Beitrag von bunny2204 05.10.10 - 11:49 Uhr

Also soweit ich weiss, wenn die Suagglocke ode Zange kommt, dann ist es für einen KS zu spät.

Bei einer Kollegin war das Kind schon zu weit "geboren" dass es keinen KS mehr gab.

Also wenn du so Panik hast ,würde ich einen KS vorziehen.

Bunny #hasi mit 3 KS Kids

Beitrag von klaerchen 05.10.10 - 15:01 Uhr

Jepp!

Solange das Köpfchen noch nicht im Becken drin ist, gibt es den Kaiserschnitt.
Aber ab der Übergangsphase kann man da nur noch mit Instrumenten die Geburt unterstützen.

Beitrag von minnie85 05.10.10 - 14:50 Uhr

Wenn du Komplikationen vermeiden willst, ist der beste Weg entweder eine Geburt im Geburtshaus (idealerweise) oder eine Geburt mit Beleghebamme, mit der du vorher alles optimal absprechen kannst.

Komplikationen sind oft "ärztegemacht" durch Einleitungen, ungünstige Lageregeln etc, daher sind sie bei hebammengeleiteten Geburten deutlich geringer und die Geburt statistisch sicherer.

Beitrag von tempranillo70 05.10.10 - 15:49 Uhr

Hallo,
um drei wollte ich ne PDA, da sagte die Hebi, jetzt nur noch Presswehen, in 20min ist das Kind da. Also weiter...
Bis halb sechs hab ich gepresst und gepresst, aber es ging nicht weiter.
Habe Glucose bekommen und Akupunktur und Wehenmittel - nix!
Man (einschl hinzugerufenen Oberarzt) wußte aber nicht warum. Dann wollte man die Saugglocke holen, ich wollte nen KS!!! Hat man auch gemacht
Habe einen Wehenhemmer bekommen, ab in den OP um 5:52h war die Maus da!
Kenne aber auch von ner Freundin:
Sie hatte viele Myome gehabt und die Gebährmutter ist davon recht vernarbt, so dass man einen geplanten KS durchführen wollte. Sechs Wochen zu früh wollte die Maus raus. Das ging so schnell, das für einen KS überhaupt keine Zeit war...
Aber beide haben es super überstanden. #winke
Wird schon!
Gruß, I.

Beitrag von nic10704 05.10.10 - 20:35 Uhr

Bei mir war es der fall dass es für einen Kaiserschnitt zu spät war.. der kleine stecktte schon so weit und fest dass man die saugglocke ( + Kristellerhandgriff und und und ) nutzen musste...

Bei mir war es allerdings nicht die Ärztin die die Komplikationen hervorgerufen hatte, denn es war nur die Hebi vom KH da.. Die hat die Geburt einfach zu lange hinausgezogen. . . Uns wäre allen viel erspart geblieben..

LG NIC

Beitrag von cori0815 05.10.10 - 21:29 Uhr

hi Tanja!
Bei mir wurde auch die Saugglocke eingesetzt, allerdings wirklich erst ganz zum Schluss, so dass mein Sohn nichtmal einen Abdruck auf dem Kopf hatte. Für einen KS wäre es in jedem Fall zu spät gewesen. Da müsstest du dich ggf. schon entscheiden, bevor das Kind in den Geburtskanal eintritt.

Aber ich finde, du solltest auf jeden Fall gelassen bleiben: denn wenn es die zweite Geburt ist, dann weißt du ja, dass du es schon einmal geschafft hast. Und das zweite geht auf jeden Fall leichter und schneller.

LG
cori

Beitrag von tanjusha 06.10.10 - 07:57 Uhr

Es ist meine erste Geburt.

Die von mir beschriebene Geschichte passierte mit meiner älteren Schwester.

Beitrag von germany 06.10.10 - 05:57 Uhr

Morgen,

also ich glaube zu dem zeitpunkt, wo die die Zange oder Glocke benutzen müssten, wäre es zu spät für einen Ks. Allerdings denke ich, dass wenn Probleme auftreten die früh genug bemerkt werden.


Mach dich nicht verrückt, es wird bestimmt alles gut gehen



lG germany

Beitrag von gussymaus 06.10.10 - 13:45 Uhr

Es gibt so einen punkt, nachdem man keinen KS mehr machen kann, aber dann ist die geburt schon sehr weit fortgeschritten. Aber überhaupt ist das alles immer sehr individuell. deine sorge versteh ich aber... ich würde glaub ich auch den normalen KS den anderen tausend möglichkeiten vorziehen... die sind mir irgendwie nicht geheuer, auch wenn ich kein so drastisches beispiel in der familie habe (meiner schwester hat es so weit gut bekommen und ich war viel zu klein, lag aber eh falschrum..)

Ich würde frühzeitig mit deinem frauenarzt über deine sorgen sprechen. mitunter können die da schon einiges abschätzen. vielleicht liegt dein kind eh falschherum und die frage nach normaler geburt stellt sich gar nicht... mein Gyn hat mir dann gleich ne überweisung zur geburtsplanung gegeben, sodass ich mich vorgher in der klinik in ruhe vorstellen konnte, da kann man dann auch solche fragen und wünsche äußern. Es gibt ja immer frauen die das eine oder andere bevorzugen, die einen wollen lieber schneller einen KS, andere wllen ihn um jeden preis vermeiden. bei uns versuchen die das immer zu berücksichtigen wenn es irgendwie geht.