Umfrage: Kriegt Ihr regelmäßig Gehaltserhöhungen?

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Beitrag von nele27 05.10.10 - 12:33 Uhr

Hi,

da ich mir Gehaltserhöhungen nicht aussuchen bzw. nicht verhandeln kann (tariflich festgelegt), würde mich mal interessieren, wie das bei Euch so ist: Kriegt Ihr regelmäßig Gehaltserhöhungen? Fragt Ihr zumindest regelmäßig danach? Wie viel ist das dann so oder nach wie viel fragt Ihr?

Ich bin seit 2 Jahren in meinem jetzigen Job und bislang gab es 3 kleine tarifliche Erhöhungen und jetzt gerade eine größere persönliche, weil ich die nächste Stufe in meiner Entgeltgruppe erreicht habe (150 Euro - leider bleibt trotz Stkl. 3 nicht viel #heul).

Mich interessiert das, weil ich gern wissen will, ob das frei verhandelte Gehalt wohl schneller oder langsamer steigt als das tarifgebundene...

#danke

Nele

Beitrag von amelily 05.10.10 - 12:46 Uhr

Hallo,

ich bin im ÖD, bekomme also "regelmäßig" Lohnerhöhungen.

Mein Mann arbeitet in der freien Wirtschaft und hat einmal im Jahr Personalgespräche.

Er ist seit 6 Jahren in seiner Firma und wird immer wieder vertröstet, seine Leistung wäre super etc. etc, aber: Mal ist die Firma kurz vor dem Konkurs, mal ist er gerade aus der Elternzeit wieder da, Teilzeitkräfte bekommen "grundsätzlich" keine Lohnerhöhung #kratz#bla....

Fakt ist, er hat in den sechs Jahren noch nicht eine Lohnerhöhung bekommen, allerdings zwischendurch Sonderzahlungen.

Insgesamt kein Grund sich zu beschweren, die Gründe, warum er keine Lohnerhöhungen bekommt sind allerdings an den Haaren herbeigezogen.

Ich bin schon bei jedem Termin gespannt, welchen Grund der Chef diesmal hat.

VG
Amelily

Beitrag von nele27 05.10.10 - 13:04 Uhr

Wenn er seit 6 Jahren nicht mehr bekommt, ist das ja faktisch eine Gehaltskürzung, wenn man mal Inflationsrate und Preissteigerung gegenrechnet :-(

Beitrag von amelily 05.10.10 - 16:45 Uhr

Stimmt schon, aber das Grundgehalt stimmt, die Einmalzahlungen sind auch ein netter Bonus und er konnte sich in der Elternzeit selbst die Tage für die Teilzeitarbeit aussuchen, also es ist im Gesamtpaket schon ok.

Fürs nächste Jahr ist ihm dann endlich auch mal eine Gehaltserhöhung angekündigt worden, mal sehen, was daraus wird.

Beitrag von fred_kotelett 05.10.10 - 14:04 Uhr

Das ist echt bitter.

Beitrag von merline 05.10.10 - 12:49 Uhr

Bei meinem letzten Arbeitgeber musste ich schon selbst zum Chef gehen, und ihm mal einen Wink mit dem Zaunpfahl geben, das habe ich so alle drei Jahre gemacht und das hat auch immer geklappt. #pro (also alle paar Jahre nur, dafür aber ein nettes Sümmchen mehr)

Bei meinem jetzigen Arbeitgeber war ich sehr erstaunt, dass ich nach einem Jahr Zugehörigkeit die erste Erhöhung bekam #pro (ca. 2%), und im Folgejahr wieder #pro#pro und dieses Jahr auch wieder #pro#pro#pro also anscheinend jedes Jahr #huepf (steht aber nicht im Vertrag)

Ich werde übrigens nicht nach Tarif bezahlt. ;-)

LG Merline

Beitrag von fred_kotelett 05.10.10 - 12:58 Uhr

Hi,

also ich habe 1 mal jährlich ein Ziel- und Gehaltsgespräch in dem ich mein Gehalt neu verhandele.

Ich habe bisher auch jedes Jahr etwas raushandeln können, außer 2009 da es in dem Jahr keine Gehaltsrunde gab.

Im Schnitt hole ich im Jahr so um die 4,5% raus.
Wobei der tatsächliche Effekt, noch etwas höher ist da sich unsere Aktienoptionsprogramme und die Altersversorgung etc nach dem Grundgehalt berechen.

VG

Beitrag von nele27 05.10.10 - 13:06 Uhr

Die Altersvorsorge (Entgeltumwandlung) steigt bei mir auch mit dem höheren Gehalt.
Allerdings hab ich da erst was von, wenn ich mindestens 5 Jahre bei dem AG bin. Daher habe ich die Verträge erstmal in der Schublade verschwinden lassen :-)

Beitrag von fred_kotelett 05.10.10 - 13:09 Uhr

Das geht bei uns sofort los und ist keine Entgeltumwandlung.
Wir bekommen zusätlich 15% des Jahresgrundgehaltes, das wir in verschiedene Töpfe (Berufsunfähigkeit, lebensversicherung und Altersvorsorge) verteilen müssen.

Im übrigen hatte ich ja noch was vergessen.
Die 4,5% bezogen sich auf die normale jährliche Gehaltsrunde. Beförderungen hab ich da natürlich nicht eingerechnet.

Beitrag von kati543 05.10.10 - 12:59 Uhr

Die allermeisten nicht-tarifgebundenen Arbeitsverträge erfahren nie eine Erhöhung. Nur wenige Leute getrauen sich, regelmäßig zu ihrem Chef zu gehen und um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Mein Mann hingegen arbeitet in einem sehr spezialisierten Teilgebiet des Internets. Das können weltweit nur sehr, sehr wenige Leute. Er geht regelmäßig zu seinem Chef (mindestens alle 2 Jahre) - eben immer dann, wenn es etwas besonderes zusätzliches zu tun gab. Zusätzlich bekommt er jährlich sowieso eine vertraglich vereinbarte Gehaltserhöhung.

Beitrag von nele27 05.10.10 - 13:03 Uhr

Im Ernst, viele FRAGEN nicht mal?? #kratz
Also ich meine, Fragen kostet ja nichts, oder? Ich kann wie gesagt nicht wirklich mitreden, da immer Tarifvertrag. Aber fragen würde ich zumindest auch ab und zu...

Mein Mann war so dreist und hat schon nach Vertragsunterzeichnung die erste Gehaltserhöhung vereinbart ab bestandener Probezeit ... immerhin 100 Euro.
Der war jetzt so lange in Elternzeit und in Weiterbildung, dass er nun die Dollarzeichen in den Augen hat ;-)

LG

Beitrag von kati543 05.10.10 - 13:19 Uhr

Das kommt doch immer auf den Job an - die Jobs wie kaufm. Angestellte sind hoffnungslos überrannt. Da findet der AG auch jederzeit einen neuen AN. Da bist du schon beim einfachen "nachfragen" sehr schnell auf der Abschußliste. Und so kann dich Nachfragen auch deinen Job kosten :-(

Beitrag von nele27 05.10.10 - 13:25 Uhr

Ok, also vom Fragen schon auf der Abschussliste stehen... ist ja krass.

Ich arbeite auch in einer überlaufenden Branche mit sinkendem Gehaltsniveau (Medien), habe aber zum Glück schon den zweiten guten Job abgegriffen.

Mein Mann ist im Maschinenbau, da werden immer mal Leute gesucht.

Beitrag von kati543 05.10.10 - 13:32 Uhr

Bei meinem Mann ist es auch so - dort werden händeringend Leute gesucht. Er bewirbt sich auch permanent und hofft auf bessere Angebote als sein derzeitiges - und das nimmt er dann natürlich und geht zum Chef und verlangt eine Lohnerhöhung. Bisher hat er 1 Mal den AG gewechselt. Die "Gehaltserhöhung" mit der das verbunden war, war höher als mein gesamtes Gehalt gewesen. Ich komme übrigens aus dieser Branche, in der eh die halbe BRD arbeitet - Kauffrau. Ich hätte zu meinen Chefs nie gehen brauchen wegen einer Gehaltserhöhung. Da wäre ich schneller draußen gewesen, als drin.

Beitrag von fred_kotelett 05.10.10 - 13:37 Uhr

Arbeitgeberwechsel ist bei uns im IT Bereich immer die beste Taktik.

Ich bin auch einmal weg, für ein halbes Jahr und hab mich dann für 25% mehr wieder kaufen lassen.
Solange ich mir das erlauben kann, werde ich meinen Chef auch weiter in der Art vor mir hertreiben.

Beitrag von kathi.net 05.10.10 - 13:02 Uhr

Also ich bekomme jedes Jahr eine. Ist immer etwas unterschiedlich hoch, meist so um die 3% - ohne nachfragen oder betteln zu müssen ;-)

Beitrag von kruemlschen 05.10.10 - 13:10 Uhr

Hallo,

bei uns gibt es jedes Jahr ein Beurteilungsgespräch und basierend auf diesem eine "Gehaltsanpassung" die zwischen 0 und 2% liegt.

Um in unserem Konzern eine Gehaltserhöhung zu bekommen muss man schon sehr geschickt verhandeln.

Bisher war ich in den Verhandlungen nicht sehr geschickt... aber nächstes Jahr quetsch ich sie aus :-p

Als ich noch bei Siemens war, war das wirklich um einiges angenehmer.

Gruß K

Beitrag von nick71 05.10.10 - 13:18 Uhr

Ich werde auch nach Tarif bezahlt (BAT-KF).

Beitrag von nele27 05.10.10 - 13:23 Uhr

Ich dachte, den BAT gibts gar nicht mehr?? #kratz

Beitrag von nick71 05.10.10 - 13:34 Uhr

Nicht dass ich wüsste...

Beitrag von myimmortal1977 05.10.10 - 14:09 Uhr

Ich werde auch nach Tarif bezahlt, habe aber die Möglichkeit jedes Jahr um eine AT Zulage zu verhandeln. Allerdings kann die AT-Zulage bei schlechter Wirtschaftslage auf zukünftige Tariferhöhungen angerechnet werden.

Ist mir aber noch nie passiert.

Ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich gut in dem Unternehmen verdiene und das ich jeden Monat pünktlich mein Gehalt auf dem Konto habe. Ich spekuliere nicht auf größere Sprünge, denn wenn ich mal so auf andere Unternehmen gucke, bin ich froh, einen sicheren Job zu haben, eine Unternehmensleitung die gut wirtschaftet und ein gutes Arbeitsklima vorhanden ist.

Ich glaube nicht, wenn man nicht gerade in obersten Führungspositionen arbeitet, dass man frei verhandelt besser da steht, als tariflich.

Und selbst wenn, hängt dieses immer von der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens ab und diese ist auch abhängig vom Arbeitseinsatz der Mitarbeiter. Und gute Arbeit sollte dann, wenn was übrig bleibt, sicherlich auch honoriert werden.

LG Janette

Beitrag von fred_kotelett 05.10.10 - 14:12 Uhr

"Ich glaube nicht, wenn man nicht gerade in obersten Führungspositionen arbeitet, dass man frei verhandelt besser da steht, als tariflich."

Würde ich so pauschal nicht stehen lassen.
Gerade Akademiker haben ja auch in tarifgebundenen Unternehmen oft AT Verträge.




Beitrag von nele27 05.10.10 - 14:17 Uhr

***Gerade Akademiker haben ja auch in tarifgebundenen Unternehmen oft AT Verträge. ***

Mit abnehmender Tendenz... zumindest in der Medienbranche, wo ich herkomme, sind fast alle Akademiker (also in den Kreativjobs, nicht in der Verwaltung...) und übertariflich sind nur noch die Altverträge. Wenn man Glück hat so wie ich (oder war es Können ? ;-)) hat meinen einen stinknormalen tarifgebundenen Vertrag in einer vernünftigen Gehaltsstufe.

Neuerdings haben aber immer mehr Unternehmen Haustarifverträge oder machen Outsourcing und da werden die Konditionen schlechter...

Man kann dann höchstens, wenn man da Bock drauf und Zeit für die ausufernden Arbeitszeiten hat, versuchen, als Berater/Pressesprecher etc. in ein riesen Unternehmen zu kommen, das gut zahlt.

Beitrag von fred_kotelett 05.10.10 - 14:19 Uhr

Also in meiner Branche sieht das komplett anders aus.

mein Unternehmen hat gerade erst die Einstiegsgehälter stark erhöht um weiterhin die Top-absolventen zu bekommen.

Bei uns merkt man den fehlenden Akademikernachwuchs schon extrem stark.

Beitrag von nele27 05.10.10 - 14:36 Uhr

Tja und bei uns gibts weiter ein Überangebot, das man nur hinter sich lassen kann, wenn man wirklich eine top Ausbildung hatte und nicht das, was die anderen so gemacht haben...

Leider ist es unter Studenten immernoch verbreitet "irgendwas mit Medien" machen zu wollen und journalistische Tätigkeiten cool zu finden #augen
Also finden die Verlage immer einen Blöden, der für ne miese Tagespauschale kommt. Trotz Hochschulabschluss.

Was meinst Du, was für super qualifizierte Leute mit Uniabschluss, Volontariat und guter Berufserfahrung sich gerade auf meine kleine Elternzeitvertretung beworben haben ... und die Stelle ist auch noch auf 30 Stunden runtergrkürzt in der Zeit #schock
Trotzdem kistenweise Bewerbungen auch von Männern.

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