Jetzt schon Angst vor der Geburt, aber KS will ich auch nicht

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von lotte79 05.10.10 - 12:54 Uhr

Hallo zusammen,

mensch ich bin gerade mal in der 10. Woche und werde jetzt schon ganz kirre wenn ich an die Geburt denke:-(

Bei unserem ersten Sohn ging es irgendwie schief. Es kam zwar ein gesundes Baby raus mit nem guten Apgarwert, aber die ganze Geburt war für den Ar.....#aerger

Ne Woche nach dem ET und nachdem schon ein vergeblicher Wehenbelastungstest gemacht wurde, wurde dann erneut morgens mit ner Tablette eingeleitet. Tat sich allerdings grossartig bis zum nächsten Tag mittags nichts. Als es dann jedoch losging, hatte ich erstmal Dauerwehen (die Verkrampfung der Gebärmutter hörte gar nicht mehr auf, mann tat das weh) und die Austreibungsphase ging nicht voran. Zu guter letzt hatte ich gar keine Wehen mehr und der kleine Mann steckte in mir fest#schock

Es kam was kommen musste. Der Oberarzt (der herbeigerufen wurde) orderte die Saugglocke, man drückte quetschte auf meinem Bauch rum und schnibbelte an mir rum, um unseren Sohn aus mir raus zu holen... Ich weiss gar nicht was Sie da mit mir gemacht haben, aber die Aussage meines Mannes, das der Kreissaal wie ein Schlachtfeld aussah (habe etwas über 1L Blut dabei verloren) reichte vollkommen....

Mensch, so habe ich mir meine erste Geburt echt nicht vorgestellt.:-( Zumal wir auch im Babyalter noch Probleme durch die Geburt hatten (Schiefhals, Krankengymnastik etc.)...

Leute ich habe echt Schiss vor der nächsten Geburt#heul

Ich möchte so gerne eine schöne einfache Geburt. Und nicht wieder son Mist:-(

Hatte noch jemand so ein unschönes Erlebnis und nun auch Angst vor der Geburt???

LG
Silke

Beitrag von kleiner-gruener-hase 05.10.10 - 13:47 Uhr

Meine erste Geburt war ähnlich wie deine: Die Kleine blieb stecken, der Chefarzt saß auf mir und versuchte per Kristellerhandgriff die Maus rauszudrücken, während unten die Assistenzärztin und der Oberarzt mit Schere und Saugglocke zugange waren. Ich schrie geschlagene 20 Minuten wie am Spieß, weil ich dachte ich würde sterben und mein Mann stand komplett neben sich. Der musste nach der Geburt kurz mal raus, sonst wäre er wohl zusammengebrochen. Ich war danach ganze 4 Wochen nicht in der Lage mich auch nur ansatzweise anständig zu bewegen.
Ich bin heute der Meinung, dass die PDA zu diesem ganzen Geburtsverlauf ein erhebliches Stück beigetragen hat und war mir sicher die 2. Geburt gaaaaaaaaaanz anders angehen zu wollen.

Letzten Dezember kam unser Pieps zur Welt. Einige Stunden nachdem die FB geplatzt war ging es mit ordentlich Wehen los- richtige Hammerwehen, nix von wegen langsame Steigerung. Es ging so schnell dass nichtmal Zeit für die PDA blieb (nach der ich dann doch wieder bettelte... #schein). Aber wir 2 habens ganz allein geschafft! Es war toll so! Es war unglaublich schön und intensiv und einfach traumhaft- danach habe ich echt überlegt ob ich nicht noch ein Kind möchte...
Ich bin dann sogar mit Kind auf dem Arm aus dem Kreißsaal spaziert und habe erstmal alle angerufen... #bla #hicks

Ich kann dir nur empfehlen dir eine gute Hebamme zu suchen und vor der Geburt geburtsvorbereitende Akupunktur machen zu lassen. Und das wichtigste: Da ist jetzt schonmal ein Kind durchgekommen, das macht es für das zweite viel viel einfacher!


LG vom #hasi
LG und alles Gute

Beitrag von nele27 05.10.10 - 14:43 Uhr

***Die Kleine blieb stecken, der Chefarzt saß auf mir und versuchte per Kristellerhandgriff die Maus rauszudrücken, während unten die Assistenzärztin und der Oberarzt mit Schere und Saugglocke zugange waren. Ich schrie geschlagene 20 Minuten wie am Spieß, weil ich dachte ich würde sterben und mein Mann stand komplett neben sich. Der musste nach der Geburt kurz mal raus, sonst wäre er wohl zusammengebrochen. Ich war danach ganze 4 Wochen nicht in der Lage mich auch nur ansatzweise anständig zu bewegen.***

Hey, hast Du da meine Geburt erzählt?? Bis auf die Saugglocke war es bei mir genauso...
Ich dachte zwischenzeitlich, ich wäre schon tot, es hätte nur noch keiner bemerkt #gruebel

Naja, ich hoffe auf eine Entschädigung bei der 2. Geburt #zitter

Beitrag von lotte79 05.10.10 - 14:56 Uhr

Hallo,

danke Dir für die Antwort:-)

Hm... ich hatte auch ne PDA... Obs daran gelegen haben kann??#kratz

Naja Du machst mir auf alle Fälle Mut. Vieleicht wird die zweite ja wirklich viel kürzer und einfacher und ich sollte einfach so rangehen, als ob ich noch nie ein Kind geboren habe???:-)

Nach ner Hebamme schau ich mich auf alle Fälle um. Hatte ich bei der letzten Schwangerschaft nicht und ich glaube diesmal würde es mir doch ganz guttun....

LG
Silke

Beitrag von nele27 05.10.10 - 15:00 Uhr

Also in meinem KH hat mich die Hebamme beruhigt und meinte, so Horror-Pressaktionen, die 30 min und länger dauern, hat sie bei Zweitgebärenden ganz selten!

LG, Nele
34. SSW #zitter

Beitrag von anarchie 05.10.10 - 19:08 Uhr

Dann sag ich dir jetzt nicht, dass ich meinen Mori(Nr. 3) gute 2 Stunden lang rausgepresst habe...;-)#schwitz

ne, aber das war ja auch bissl anders, wegen Sternengucker mit 37cm KU und über 4kg und verkantet...aber: alleine und ohne Hilfe, hausgeburt nur mit nem kleinen dammriss#pro

zum Fred:

Such dir eine gute hebamme und ein KH, dass natürliche geburten ohne Routine-eingriffe unterstützt...eine entspannte Mutter ist die halbe Miete!

lg

melanie mit den 4 Kurzen

Beitrag von ira_l 05.10.10 - 13:50 Uhr

Hallo Silke,

mensch, das war ja echt ne harte Geburt!#liebdrueck

Ich würde dir unbedingt raten, dir eine Hebamme zu suchen, vielleicht auch ein GBH, wenns bei euch eines gibt. Dort entbinden mußt du ja nicht, aber dort geht man alles etwas ruhiger an und du kannst dich genau über Alternativen beraten lassen. Völlig unparteiisch!

Ich bin der Meinung, dass solche Szenarien oftmals durch die Ungeduld und Radikalität von Ärzten verursacht werden und hebammengeleitete Geburten viel reibungsloser verlaufen. Da wird nicht gleich eingeleitet und rumgezerrt. Die gehen auch mit einem Stillstand ganz anders um und vertrauen auch die Natur und ihre Erfahrung. Und ich vertraue jeder Hebi 100mal mehr als einem Artzt!

Ich hoffe, du findest jemanden, der dich gut bbetreut und berät und hast dann diesmal auch eine schöne Geburt!#klee

LG Iris ET-15

Beitrag von lotte79 05.10.10 - 14:59 Uhr

Hallo Iris,

danke Dir für deine Antwort.

Hm aufgrund des geringen Fruchtwassers und der Plazentaverkalkung schon ab der 32. Woche sehe ich es schon genau wie die Ärzte.... Ne Woche nach ET musste nun allmählich was getan werden, da sonst die Versorgung gefährdet war...

Aber das es so endete#schock Nie im Leben möchte ich das nochmal so haben...

Auf alle Fälle such ich mir diesmal wirklich eine Hebamme. Habe ich bei Niklas damals nicht getan, aber ich glaube, diesmal würde es echt helfen#hicks

LG
Silke

Beitrag von ira_l 05.10.10 - 19:26 Uhr

Hallo Silke,

also, ich würde immer meine Hebi dabei haben wollen, denn auch in der Klinik hast du dann einen Vermittler zwischen Ärzten und dir und jemanden, der dir alles erklärt und ggf. auch als "Anwalt" auf deiner Seite ist. Ärzte sind es nunmal oftmals gewohnt, allein zu entscheiden, ohne die Frauen zu fragen oder wenigstens mit ein zu beziehen.

LG Iris

Beitrag von tanjamami2006 07.10.10 - 12:45 Uhr

Ich bin der Meinung, dass solche Szenarien oftmals durch die Ungeduld und Radikalität von Ärzten verursacht werden und hebammengeleitete Geburten viel reibungsloser verlaufen. Da wird nicht gleich eingeleitet und rumgezerrt. Die gehen auch mit einem Stillstand ganz anders um und vertrauen auch die Natur und ihre Erfahrung. Und ich vertraue jeder Hebi 100mal mehr als einem Artzt!

Jawoll, genau so ist es!!!!
Unter Druck und Stress kann keine Frau normal entbinden!

Beitrag von stoepsel2707 05.10.10 - 14:26 Uhr

Ok ich hatte jetzt keine unschöne Geburten udn auch null Angst. Aber ne Freundin stand kurz vorm Wunschkaiserschnitt weil sie nach der ersten super unschönen Geburt völlig Panik hatte! Sie fand dann aber ne Hebamme schon früh in der SS die sie in der SS begleitete und viele Gespräche über die Geburt mit ihr hielt was ihr dann so gut half das sie eine wundervolle spontane zweite Geburt hatte! Du siehst mit der richtigen Vorbereitung kannste Deine Angst überwinden! Freu Dich auf das was Du nochmals erleben darfst, diesmal ohne diese Makel und mit einem tollen Ergebnis;-)

LG melli

Beitrag von uvd 05.10.10 - 14:47 Uhr

eingeleitete geburten enden oft im fiasko.
deshalb: einleitung bleiben lassen und schön natürlich gebären.
kinder im bauch haben keinen kalender, sie müssen nicht an tag x oder y mit gewalt auf die welt gezwungen werden (nichts anderes ist eine einleitung, hast du ja selbst erlebt).

am besten, du suchst dir eine kompetente hebamme und besprichst mit ihr deine ängste.

Beitrag von lotte79 05.10.10 - 14:53 Uhr

Hallo,

danke Dir für deine Antwort.

Naja wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir auch nicht eingeleitet:-D

Allerdings hatte ich schon seit der 32. Woche ne zunehmend verkalkte Plazenta und zu wenig Fruchtwasser. Daher bin ich davon ausgegangen, dass ne Woche über dem Termin nun allmählich mal was getan werden muss und habe dem Arzt vertraut, der sagte nun wird eingeleitet....

Das es dann allerdings so endete, konnte ja niemand ahnen... Ich bin nur mal gespannt wie mein Mann mit der 2. Geburt umgehen wird. Von Ihm war während der in"heissen Phase" nix zu sehen. Der war viel zu geschockt und hat sich hinterm Vorhang verkrümelt:-)

LG
Silke

Beitrag von uvd 05.10.10 - 15:22 Uhr

ich drücke euch ganz fest die daumen, daß es diesmal besser läuft.
alles gute!

Beitrag von minnie85 05.10.10 - 14:48 Uhr

Hallo,

ich kann dir nur raten, dir eine gute Hebamme zu suchen, die idealerweise auch mit zur Geburt geht (Beleghebamme). Sie kann jetzt schon Vorsorgen bei dir machen und ihr habt Zeit über deine Sorgen und Ängste zu reden und die erste Geburt aufzuarbeiten.
Ich hatte auch große Angst und meine Hebamme war wie ein Engel für mich, hat mich immer verstanden und mich unterstützt.

Alternativ überleg dir doch mal eine Geburt im Geburtshaus - es ist statistisch sicherer als im KKH und dort erlebst du eine intime, persönliche Geburt ohne Ärzte, die es nicht abwarten können oder hausgemachte Komplikationen.

Liebe Grüße, Minnie

Beitrag von cori0815 05.10.10 - 20:54 Uhr

hi Silke!

Ich hatte genau so eine Sch...-Geburt beim ersten Kind, auch mit ähnlichen Folge-Erscheinungen beim Baby. Dazu brauchten meine Verletzungen lange lange, bis sie verheilt waren... Du siehst, auch ich hatte das volle Programm. Trotzdem konnte ich es (schon im Kreißsaal) nicht erwarten, das nächste Kind zu bekommen. 18 Mon. später war es so weit und ich hatte eine absolute Traumgeburt. Mein Tipp: verzichte - wenn irgend möglich - auf eine PDA!!! Bei mir war DAS nämlich die Wurzel allen Übels, vermute ich.

Meine zweite Geburt wurde auch eingeleitet. Als die Einleitung endlich anschlug, dauerte es nach dem Blasensprung (bis dahin waren die Wehen eher seicht) nur noch knapp über 2 Stunden, dann war die Maus da. Sie war sogar schneller als der Arzt, weil ich innerhalb von 10 Min. von 5 auf 10 cm eröffnete - da staunte sogar die Hebamme.

Du siehst: bei Kind Nr. 2 ist alles ganz anders :-)

Hier noch ein Tipp, falls du auf Homöopathie vertraust:

Es gibt ein Taschenbüchlein, das "Homöopathie in der Schwangerschaft" heißt und von Sven Sommer herausgegeben ist. Da ist unter anderem eine Kügelchen-Kombi zur Geburtsvorbereitung angegeben, die in zwei französischen Studien getestet wurde. Ich habe sie auch genommen und siehe da: es war eine tolle Geburt.

Gut, ich kann den Gegenbeweis nicht antreten, wie die Geburt verlaufen wäre ohne Kügelchen. Aber das ist jetzt auch egal

Ich drücke dir die Daumen für eine tolle Schwangerschaft und eine klasse Geburt.

LG
cori

Beitrag von tanjamami2006 07.10.10 - 12:42 Uhr

Hallo,

nein , du hast die falsche einstellung:
Deine Einstellung ist: hilfe, das war ein horror, nein ich hab angst und will sowas nicht nochmal erleben!

deine einstellung sollte sein:
jawoll, es wird zeit dieses schlimme trauma mit einem guten geburtserlebnis zu verarbeiten!

hab ich selbst erlebt.
1 Geburt: unmögliches Personal, Stress und Druck ( warum geht es denn nicht weiter) und ein hausgemachter Geburtsstillstand der in einem KS endete. Daran hatte ich schwer zu kämpfen ich kam mir wie eine versagerin vor
2. Geburt tolles personal, gute atmosphäre, kein Druck bezg. einleitung etc und eine wirklich heilsame spontangeburt.
3ss: ich freue mich auf die geburts meines 3. Kindes!

meiner bekannten ging es nach ihrer 2. geburt so wie dir nach der ersten.
sie war zum dritten mal ss und hatte richtig panik vor der geburt.
die 3 geburt verlief so positv das sie sagte: dieses erlebnis hat meine alte geburtswunden also seelische geheilt.

Also, das wird diesmal besser verlaufen, denn soviel mist wie dir zugefügt wurde und du erlebt hast, dass kann man ja kaum steigern.

Denke daran: die einstellung die du jetzt hast, die angst und sorge wird dir wieder ein schlechtes erlebnis bescheren oder zujmindestens ist das risiko groß.

Viele grüsse Tanja

Buchtipp : the secret