Sohn (3 Jahre) spielt nichts im Kiga, was tun???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von simone7772 05.10.10 - 13:36 Uhr

Hallo!

Seit 6 Wochen geht mein Sohn, letzte Woche 3 Jahre geworden, nun schon in den Kiga.
Seit 4 Wochen weint er beim Abschied, läßt sich aber sehr schnell von den Erzieherinnen trösten.
Allerdings spielt er nichts, sitzt auf dem Stuhl und beobachtet nur.
Die Erzieherinnen fordern ihn auch immer wieder auf, aber nichts passiert. Den Morgenkreis macht er gut mit und ist auch interessiert, aber danach nichts.
Die Erzieherin meinte heute zu mir, das es ihm am liebsten wäre, wenn sie sich nur mit ihm alleine beschäftigt, aber das geht ja nun mal nicht. Von ihm aus kommt nichts. Er isst und trinkt auch nichts.
Wenn ich ihn abhole wirkt er aber nicht unglücklich und gestern wollte er sogar noch mit in den Hof.

Zuhause ist es ähnlich, er will immer nur beschäftigt und bespaßt werden, er kann sich mal 10 Minuten alleine beschäftigen und das wars dann wieder.
Habe mittlerweile auch keine Lust mehr, ständig auf dem Boden zu sitzen und zu spielen, das mache ich dann oft alleine und er guckt zu. Er sagt auch oft, ihm ist langweilig. Spielsachen hat er genug, aber auch nicht zu viele, bin auch oft mit ihm draussen.

Bin ratlos, was soll ich tun? Was sagt ihr zu unserer Situation.

Ach ja, er geht im Moment von 9.00-11.30 Uhr in den Kiga.

LG Simone

Beitrag von redrose123 05.10.10 - 14:19 Uhr

Ihn daheim eben nicht dauerbespassen und beschäftigen, er wird von alleine mal sich packen und mitmachen gib Ihm die Zeit udn lass Ihn auch mal daheim sich einfach mal langweilen, können die Kinder heut gar nicht mehr weil sie ja dauernd bespasst werden ;-)

Beitrag von anja1971 05.10.10 - 15:11 Uhr

Wer hat schon Zeit, sein 3jähriges Kind permanent zu bespaßen? Gerade Kinder haben doch die Fähigkeit, sich mit NICHTS stundenlang zu beschäftigen....

An Deiner Stelle würde ich ihn langsam aber sicher daran gewöhnen, alleine zu spielen, oder mit einem Freund. In diesem Alter sollte er das nämlich schon können. Bestimmt wird er das im KiGa dann entsprechend umsetzen.

Beitrag von zahnweh 05.10.10 - 23:22 Uhr

Hallo,

bei meiner 3jährigen war es auch länger so, dass sie alleine nichts machen wollte. Konzentrationsspanne insgesamt eher 15 Minuten.

Zu Hause hab ich es dann so gemacht: Spielzeug aufgeteilt.
Duplo ins Kinderzimmer. Bauklötze ins Wohnzimmer. Kinderküche in die Küche.
Das war für meine schon mal sehr wichtig.

Dann hab ich auch angefangen mir Buch-Pausen zu gönnen. Ich habe mich ins Kinderzimmer gesetzt (selbes Zimmer ist auch jetzt noch oft wichtig), ihr an der Uhr gezeigt, wann ich wieder bereit bin (am besten von 10 vor auf halb. oder von Bsp. 15:15 - 15:30) ... so dass der Zeiger dann immer klar unten ist ;-)

anfangs hat sie die Uhr immer beobachtet. Später, als sie merkte, dass ich da wirklich Pause habe (Buch vor dem Gesicht und dahinter gedöst :-p oder beobachtet), meckerte sie anfangs eine Viertelstunde.
Nicht geschrien, sondern einfach Langeweile-gemeckert!
Trösten war auch ok, aber eben nicht mit ihr Spielen. Nur ankuscheln und ich "lese" weiter.

Nach ein paar Tagen, wurde ich ihr zu langweilig und sie von sich aus an Ideen zu entwicklen. Kurz nach ihrem 3. Geb. war es dann sogar so, dass sie nicht mehr mit zur Toilette wollte, sondern ankündigte, dass sie jetzt in ihr Zimmer geht und puzzelt, bis ich fertig bin. #huepf
Das hat sie von sich aus gemacht.

Wichtig ist bei ihr oft, dass sie sich tatsächlich eine Viertelstunde richtig langweilt, bis sie auf Ideen kommt.
Ich selbst muss dazu aber auch eine Ruhe ausstrahlen. mache ich in der Zeit Haushalt, will sie mitmachen und fragt mir nebenbei Löcher in den Bauch ;-)


Im Kindergarten braucht er vllt einfach noch die Zeit! Manche Kinder lernen ihr Umfeld erst durch beobachten kennen und gehen dann aber ganz direkt auf etwas zu.
So lange er nicht heult oder unglücklich ist, würde ich ihm einfach die Zeit geben. Aus der Langeweile heraus, entstehen oft die Tollsten Ideen! (eigene Erfahrung)

Beitrag von simone7772 06.10.10 - 19:56 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für eure Antworten!

Ich werde das jetzt mal so umsetzen und sehen ob es was bringt.

LG Simone