Würdet ihr es machen? -Arbeiten und Großeltern passen auf???

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sadi84 05.10.10 - 14:33 Uhr

Hallo zusammen,

unsere kleine Maus (19 Monate) sollte eigentlich seid August in die Kita gehen. Das hat aber nicht geklappt. Sie hat sich sehr zurückgezogen und still getrauert, wenn sie alleine da war und die Erzieherin hat uns geraten es ab Februar nochmal zu probieren und sie erstmal rauszunehmen. Ich glaube aber ehrlich gesagt nicht, dass es dann klappt, denn solange ist es bis dahin auch nicht mehr und Sophie hat schon immer stark gefremdelt und war sehr auf mich bezogen...

Nun haben wir vor der Geburt neu gebaut und seit diesem Monat kommt ein weiterer Kredit hinzu, so dass wir finanziell zwar schon auskommen, aber uns nun einschränken müssen was z.B. Urlaub oder Klamotten angeht. Wir hätten auch gerne noch ein zweites Kind. Ich hatte eigentlich geplant zwischen den Kindern arbeiten zu gehen, aber mit der Kita klappt es jetzt eben nicht und wir möchten auch nicht so einen großen Altersabstand. Nun überlege ich, ob ich zwei Tage die Woche arbeiten gehen soll und einen Tag meine Schwiegereltern und einen Tag meine Eltern auf die Kleine aufpassen. Ich bin so hin und hergerissen. Einerseits würde es die Haushaltskasse aufbessern und ich wäre nicht so lange aus dem Job raus als wenn wir nun direkt ein zweites Kind bekommen.

Andererseits verstehe ich mich mit Schwimu nicht und bin irgendwie eifersüchtig, wenn sie meine Kleine hat. Habe auch immer den Eindruck, dass sie mich nicht respektiert und sie meint eben immer, dass sie besser mit Kindern umgehen kann und mehr Ahnung davon hat, was Sophia will oder nicht will. Dies würde sicherlich zu Problemen führen. Dennoch wüsste ich, dass sie gut auf die Kleine aufpassen würde und es gerne machen würde. Aber ich kann sie eben nicht so richtig leiden, weil sie mich z.B. auch immer bei meinem Mann schlecht macht. (Mein Mann ist 10 Jahre älter als ich und sie sagt regelmässig zu ihm, dass er aufpassen solle, dass ich nicht fremd gehe oder mir einen Jüngeren suche; jammert ihm ewig die Ohren voll, dass ich ja mit der Kleinen eher bei meiner Mutter bin als bei ihr -finde es in gewisser Weise normal, dass eine Tochter eher zu ihrer Mutter als zur Schwimu geht und sehe auch nicht ein, mich deswegen zu rechtfertigen) Und sie hat schon immer gegen mich gewittert als sie gehört hat, dass Sophia für 2,5 Tage in die Kita soll -ich würde mein Kind im Stich lassen und wäre nicht für sie da usw. Von daher fällt es mir schon schwer sie um Hilfe zu fragen bzw. ihr den Gefallen zu tun und ihr meine Maus anzuvertrauen...

Wie seht ihr die Sache??? Würdet ihr es machen oder eher nicht??? Wie gesagt, wir kommen auch so zurecht, aber wenn man den "bisherigen" Lebensstandard beibehalten will (z.B. einmal im Jahr zwei Wochen in die Sonne zu fahren) müsste ich was dazuverdienen...

LG, sadi

Beitrag von nepumuk2009 05.10.10 - 14:41 Uhr

Ich mach das schon länger so wie du beschrieben hast.
Montags (außnahmsweise diese Woche DI) ist sie bei meiner Schwiegermutter und Mittwochs bei meiner Mutter.
Meine Tochter hat damit kein Problem und ich auch nicht.
Natürlich wird an diesen Tagen mehr verwöhnt aber meine Regeln werden trotzdem eingehalten.

Wenn du aber mit deiner schwiegermutter ein Problem hast sehe ich das schwierig, aber versuchen würde ich es schon.
Am anfang hat es auch mal ein langes Gesicht gegeben wenn ich ging aber die Freude wenn ich wieder komm ist auch groß.
Inzwischen bekomm ich beim Abschied gewinkt.
Lg Yvonne

Beitrag von svealeonie 05.10.10 - 15:00 Uhr

Hallo sadi!

Bei uns stand eigentlich von Anfang an fest, dass ich wieder arbeiten werde. Zum einen liebe ich meine Arbeit und möchte sie nicht aufgeben, zum anderen der finaziele Aspekt. Kita kam bei uns nicht in Frage, da sie für meine sehr flexibele Arbeit zu starre Betreuungszeiten hat. Ich arbeite in einer Wohngruppe für geistig behinderte Menschen, meine Arbeitszeit ist überwiegend ab 16.00h.

Fenja geht seit dem sie 1 Jahr alt ist zu meinen Eltern und meinen Schwiegereltern, sie war aber vorher auch schon oft dort. Je nachdem, wie ich arbeite ist festgeregelt, sie geht von Montag bis Donnerstag zu meiner Schwiegermutter und Freitag und Samstag zu meinen Eltern.

Fenja tut das sehr gut. Sie erlebt einen große Vielfalt, Dinge die sie mit mir und meinem Mann nicht erleben könnte, da wir einfach andere Interessen haben. Sie hat bei allen ganz feste Rituale, die nur zu den jeweiligen Bezugspersonen gehören und die sind ihr super wichtig. Mit meiner Schwiegermutter singt sie z.B. sehr gern, das macht sie zu hause wiederum überhaupt nicht. Bei meinen Eltern ist sie viel draußen und hilft Opa ;-) beim Handwerken etc.

Ich finde es sehr wichtig, das auch schon kleine Kinder mehrere Bezugspersonen haben, natürlich sind Mama und Papa die allerwichtigsten. Das merkt man in den verschiedensten Situationen immer wieder. Aber ich weiß auch das Fenja sich in einer Notsituation immer wohl fühlt bei unsere Eltern, das erleichtert das Leben schon ungemein.

Und jetzt noch zu meiner Schwiegermutter, auch sie ist mir nicht immer die Liebste. Aber ich sehe wie wohl Fenja sich bei ihr fühlt und das ist doch das einzig Wichtige. Irgendwann wird sie so wie so selbst entscheiden, welche Menschen ihr wichtig sind und wer eben nicht.

Als letztes kann ich noch sagen, dass sich unser Familienleben nicht reduziert sonder einfach nur umstrukturiert hat. Ich genieße es wieder zu arbeiten und die Zeit die ich mit Fenja habe, bzw. wir als komplette Familie haben hat eine ganz andere Gewichtung bekommen.

So genug der vielen Worte ;-).

Nur Mut probiert es aus und guck ob deine Tochter sich wohl fühlt.

Liebe Grüße, Svea

Beitrag von fbl772 05.10.10 - 15:01 Uhr

Hi Sadi,

wenn du dich mit deine Schwimu nicht verstehst, dann würde ich es auf gar keinen Fall machen. Das gibt auf jeden Fall irgendwann böses Blut und das wird häufig über die Kinder ausgetragen. Es klang bei dir auch ein wenig an, von wegen Eifersucht ...

Deine Kleine braucht den Kontakt zu anderen Kindern. Bekommt sie den bei den Omas? Warum probiert ihr es nicht mit einer Tagesmutter? Die hat ganz wenig Kinder und das kommt zurückhaltenden Kiddies entgegen. Natürlich kostet die Geld, aber deiner Kleinen ist es piepschnurzegal, ob ihr 2 Wochen in die Sonne fahrt oder 2 Wochen zuhause zusammen verbringt.

VG
B

Beitrag von teufelchendani 05.10.10 - 15:04 Uhr

hi!

ich bin selbständig und muss oft selber ran. ich bin so froh, dass ich dann meine maus zur oma geben kann. die letzten 2 wochen war ich jeden nachmittag arbeiten und meine kleine war bis auf 2 mal jeden tag bei oma oder oma bei uns.

2 mal musste ich sie mitnehmen. mir mehr sorgen und schlechtes gewissen macht, wie wenn sie zu oma geht.

heute m usste ich sie auch wieder itnehmen, war aber nur 1,5h. oma darf 2 tage probearbeiten. ich denke mit grauen daran, wenn sie diesen job bekommt. aber was soll ic machen. ist auch schön wenn sie wieder arbeiten kann. ein lachendes und ein weinendes auge. oder 3 weinende!

ab zur oma mit der kleinen. arbeiten tut so gut!

Beitrag von cazie71 05.10.10 - 15:23 Uhr

Hallo Sadi.

Fakt ist doch, dass du
1. das Geld brauchst
2. Kita momentan nicht in Frage kommt

Also, sei froh, dass
1. die Omi die Kleine gerne nimmt
2. die Kleine scheinbar auch gerne zu Omi geht
3. du somit arbeiten gehen kannst

Wo ist das Problem? Ob du deinen Schwigertiger innig liebst, oder nicht - es spielt in dieser Situation keine Rolle. Hauptsache ist doch, dass deine Tochter in der Zwischenzeit in guten Händen ist und du mit gutem Gewissen zur Arbeit gehen kannst, oder nicht? Also, spring einfach über deinen Schatten. Evtl. wird das "Schwimu-Verhältnis" dadurch auch besser, wenn sie sieht, dass du ihr die Kleine anvertraust?! ;-)
Ein Versuch ist es doch wert, findest du nicht?

Alles Gute!

Beitrag von maundma 05.10.10 - 16:16 Uhr

Liebe Sadi,

ich kann dir ja mal schreiben wie ich es gemacht habe.
Unser Sohn wurde im September 2009 1 Jahr alt und ich habe seit dem 15. September 2009 wieder 2 Tage die Woche gearbeitet. Ich habe ihn, genauso wie du es geplant hast, 1 Tag zu meiner Mutter und einen Tag zu meiner Schwiegermutter gegeben.
Das hat super geklappt.
Jetzt wo er zwei geworden ist, wollte ich ihn dann gerne in den Kindergarten geben, aber die Omas involviere ich immer noch, da die Öffnungszeiten vom Kiga auch nicht ganz mit meinen Arbeitszeiten kompatibel sind, bzw. da er wohl auch noch ein wenig länger mit der Eingewöhnung zu kämpfen hat.

Ich würde, wenn es für euch möglich ist, euer Kind ruhig an die Omas abgeben, auch wenn deine Schwiegermutter nicht deine Liebste ist :-)
Ich bin auch immer etwas kritisch, wenn ich unseren Sohn an meine Schwiegermutter abgebe... aber beide genießen es sehr.

Also los... geh arbeiten :-)

Viel Erfolg,
wünscht MAUNDMA

Beitrag von bea-christa 05.10.10 - 18:05 Uhr

Hallo Sadi,

unsere Tochter Nina (27 Mon.) geht - seitdem sie ein Jahr alt ist - an meinen zwei Arbeitstagen in der Woche zu ihrer Oma. Sie hatte ab Geburt ständig Kontakt zu ihr, daher war das überhaupt kein Problem.
Auch meine Mutter meint, sie hätte die Kindererziehung mit Löffeln gefressen (das kann ich allerdings aus meiner Kindheit nicht unterschreiben) und wir haben deswegen öfters Diskussionen. Das wird aber - egal, wem Du Deine Tochter anvertraust - immer der Fall sein.
Ich würde an Deiner Stelle einen Teilzeitjob annehmen, und zwar aus folgenden Gründen:
a) es kann ja dauern, bis es mit einem zweiten Kind klappt
b) Du stockst Dein Folge-Elterngeld auf
c) Du verlierst nicht den Kontakt zu Deiner Arbeit (Akzeptanz der AG, wenn man lange aus dem Job heraus ist, ist sehr gering)
d) ich würde mich in der jetzigen Zeit, noch dazu mit anhängigen Darlehen, nicht auf einen Alleinverdiener in der Familie verlassen mögen


Lieben Gruß - Bea

Beitrag von massai 05.10.10 - 19:04 Uhr

ich verstehe nicht warum du dann ein 2. Kind willst? lass es doch bei einem und stehe dafür nicht so sehr unter Druck. mit dem 2 wird dieser Druck ja nicht weniger oder?

ich persönlich würde meinen Sohn nicht zu MEINER SchwieMutter bringen. zu meiner Mutter hingegen schon, was ich auch machen werde, wenn ich mal wieder arbeiten gehe.

aber da kann dir keiner einen Rat geben, denn das ist ja etwas emotionales. wenn dein Kind allerdings keine Probleme mit ihr hat und sich wohlfühlt und Spaß hat, dann würde ich über meinen Schatten bringen.

viel Glück!