fragen an dorf...-schul-..mamas

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von brotli 05.10.10 - 14:34 Uhr

hallo,

ich fange mal mit meinen fragen einfach an und bin gespannt auf die antworten.
ein richtiges dorf...kein neubaugebiet im dorf, mit tausend familien und kindern drumherum....wie lebt es sich dort mit kindern?
die entfernungen sind ja groß zu den kindern die dort in die schule gehen? ein paar wohnen im dorf, ein paar kommen mit bussen aus den umligenden dörfern an.
kleine klasse, wenig kinder.

kennt das jemand?
klappt es mit verabredungen ?
spielen die kinder überwiegend alleine ?

gibt es freundschaften der kinder , trotz entfernung?
sportverein gibt es ja meißt einen , in dem die auswahl ja nicht grade groß ist, aber sind denn alle dort, wenn es einen gibt bei euch?
lebt ihr gerne so? vermisst ihr was? seit ihr zugezogen? dort aufgewachsen?

l.g.

Beitrag von 3wichtel 05.10.10 - 14:45 Uhr

Ich wohne in einer Kleinstadt, die umgeben ist von echten Dörfern.
Die Kinder treffen sich natürlich schon mal alle in der Schule, da ja alle dort mit den Bussen hingefahren werden.

Für Verabredungen muss ich (hier inmitten der Kleinstadt) genauso oft fahren, wie die Dorfmütter.
Das hat den einfachen Grund, dass eben auch in unserer Grundschule viele Kinder aus den umliegenden Dörfern sind. Und wenn meine Kinder sich mit denen verabreden möchten, dann muss ich fahren.
Aber auch unsere Stadt selbst ist so großflächig, dass Grundschüler die Wege nicht alleine bewältigen können.

Für die Sportvereine meiner Söhne muss ich ebenfalls fahren (obwohl wir, wie gesagt, sehr zentral wohnen): Die Sportvereine haben hier alle Kooperationen. D.h., mehrere kleine Dorfvereine haben sich zu grösseren "Spielgemeinschaften" zusammengeschlossen. Und das bedeutet für mich, dass ich meinen einen Sohn in die eine Richtung 6km fahren muss, den anderen in die andere Richtung 5km.

Also, Fahrerei könnte auch auf dem Dorf nicht viel schlimmer sein.

Das Einzige, was mir auf dem Dorf (ggf.) fehlen würde, wären Einkaufsmöglichkeiten. Wenn ich hier den totalen Budenkoller bekomme (besonders in der dunklen Jahreszeit), kann ich doch noch mal schnell fußläufig die Innenstadt und/oder einen Supermarkt erreichen.

Das hätte ich auf dem Dorf nicht. Und das könnte mir dann schon fehlen.

Beitrag von brotli 05.10.10 - 17:02 Uhr

ja, das stimmt, wir haben auch schon in der großstadt gelebt und sogar da musste ich von ein stadtteil in den anderen fahren oder kam zumindest auch nicht zufuß dort hin.

Beitrag von eisengesicht 05.10.10 - 15:24 Uhr

hallo!
wir leben in einem dorf, direkt am feldrand. dort gibt es zwar einen kindergarten und eine schule aber meine kinder gehen zwei dörfer weiter in den kindergarten und in die grundschule, weil dort meine eltern leben und im notfall/arbeit einspringen.
sie haben dort ihren sportverein und ihr freunde auch. die entfernung behindert die freundschaften überhaupt nicht. es ist nur manchmal eine ziehmlich nervige fahrerei, wenn zwei kinder erst von der schule abgeholt, dann zu verschiedenen zeiten wieder dorthin gebracht werden müssen und wieder abgeholt #schwitz. das sind bei uns nur zwei tage in der woche, die anderen bleiben sie bis abends in der schule. aber diese tage haben es in sich. auch weil der kleine immer aus seiner beschäftigung ins auto verfrachtet werden muss und wieder zurück #schrei. allein mit dem rad mag ich sie nicht fahren lassen, es passiert einfach zu viel...
ich würde mir das gut überlegen...

gruss
susanne



Beitrag von brotli 05.10.10 - 17:06 Uhr

ja, so klingt es ja ganz gut, für mich war nur wichtig, das kinder dort nicht total alleine auf so einem dorf rumstehen und die kontakte nicht da sind, weil alle auf ihren höfen oder an ihren häusern nur sind und die eben weit auseinander liegen.

nein, mit dem rad alleine fahren lassen würde ich nie, ich glaube sowas kann man nur, wenn man selber so groß geworden ist und keine ängste in sich hat. wobei solche ängste sind ja berechtigt, da ja leider grade solche radwege an feldrändern gefahren sind.
l.g.

Beitrag von lena10 05.10.10 - 16:19 Uhr

Hallo,

das ist MEINE Frage - ich bin da Experte ;-)!!!

Zuerst einmal: Ich wohne in einem Dorf mit knapp 400 Einwohnern. Hier gibt es nichts - keine Schule, keinen Kindergarten, kein Geschäft - nur einen Briefkasten!

Ich bin hier aufgewachsen, habe mit meinem Mann aber zwischendurch auch schon in Kleinstädten gewohnt. Wir haben dann schließlich im Dorf gebaut.
Ich kenne sowieso jeden, aber auch mein Mann ist hier völlig integriert. Und für unser Kind ist es ein Traum! Er hat die gleiche Kindheit, wie ich sie auch noch haben durfte: Er darf seit er vier Jahre alt ist alleine raus gehen und in einem abgesteckten Radius mit Freunden spielen. D.h. er geht raus und schaut, wen er findet oder klingelt irgendwo. Dann spielen alle zusammen im Wald oder fahren Fahrrad (Sackgasse!) oder irgendetwas anderes. Besser könnte er es nicht haben!
Allerdings geht hier ohne Auto gar nichts! Ich muss immer und überall hin mit dem Auto fahren (Busverbindungen kann man vergessen!), eben auch zu Vereinen oder zu Freunden, die woanders wohnen (natürlich hat er die!). Das macht mir aber nichts aus, da ich es so gewohnt bin und sich die Entfernungen wirklich in Grenzen halten.

Wir lieben das Leben hier und würden niemals in die Stadt ziehen wollen!

LG Lena

Beitrag von brotli 05.10.10 - 17:12 Uhr

danke für deine antwort.
ja, also, so gar nichts...#kratz

okay, ihr fühlt euch wohl und so wie es klingt, ist es auch gut.
aber wenn kinder eben nirgends mal eben klingeln können, weil nichts da ist, also vielleicht hier und da ein haus, aber in dem auch nicht unbedingt kinder wohnen, dann sind die kinder ja ganz alleine,wenn sie rausgehen und man muss verabredungen schaffen oder zusammen was machen.
ja, man muss es hin und her denken.

Beitrag von lena10 05.10.10 - 17:35 Uhr

Nein, das hast du falsch verstanden! Natürlich gibt es Häuser und andere Kinder, nur eben keinerlei öffentliche Einrichtungen.

Das macht es ja eben hier aus: Die Kinder können noch einfach raus gehen und sich spontan Spielkameraden suchen. Verabredungen sind nur nötig, wenn es halt mal andere Freunde sein sollen (die woanders wohnen).

Beitrag von pummelchen74 05.10.10 - 16:31 Uhr

Hallo,

wir wohnen auch in einem relativ kleinen Dorf (1500 Einwohner), haben hier einen Kindergarten, Schule und einige Geschäfte des täglichen Bedarfs.
Meine Kinder besuchen hier die Grundschule und ihre Schulfreunde kommen auch aus unserem Ort. In der Paralleklasse sind die Fahrkinder aus dem umliegenden Ortschaften.
Die Freunde sind hier alle zu fuß zu erreichen, ich muß die Kinder nicht mit dem Auto zu Freunden bringen.
Außerdem können sie Vereine usw mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen.

Ich würde jederzeit wieder hier hin ziehen, allerdings auch nur hierher.
Bin in einem ganz kleinen Dorf aufgewachsen und da war man auf ein Auto angewiesen und mußte sogar in den Kiga mit dem Auto gebracht werden.

LG Pummelchen

Beitrag von brotli 05.10.10 - 17:21 Uhr

ja, das ist doch dann gut, wenn ihr da mittendrin seit.

ist den in dem sportverein ein größeres angebot?
also, nicht nur kleinkinderturnen und fußball?

irgendwie fehlen da ja auch angebote, so das nicht alle altergruppen was finden könnten oder eben fußball spielen müssen. jedenfalls hab ichs bei den meißten so gelesen.
l.g.

Beitrag von luka22 05.10.10 - 16:39 Uhr

Wir haben mal für kurze Zeit in einer richtigen Einöde gewohnt und ich fand es schrecklich. Es gab nicht einmal einen Gehweg. D.h. wenn ich mal mit dem Kinderwagen spazieren gehen wollte, musste ich immer um mein Leben fürchten. Das nächste Geschäft war 3 km weit. Das heißt für ein popliges Brötchen musst du entweder ewig Fahrradfahren oder eben Autofahren. Kindergarten oder Schule...nichts vor Ort. Mir war klar, dass ich dort nicht lange wohnen werde.
Nun wohnen wir auch wieder auf dem Dorf, aber ganz anders. Schule, Kindergarten, Laden, Sportplatz und Sporthalle sind keine 5 Gehminuten von unserem Haus entfernt. Dass die Kinder alleine zur Schule gehen und sich ohne Fahrerei nachmittags verabreden können, entspannt meinen Alltag ungemein. Die nächste größere Einkaufsmöglichkeit mit Lidl, Müller etc.pp. ist 10 Gehminuten entfernt und liegt direkt am Bahnhof. Ebenfalls toll, da mein Mann im Winter mit dem Zug ins Geschäft fährt.
Was ich bei uns ebenfalls super finde: Der große Teil unseres Dorfes ist neu zugezogen. Von anderen Dörfern hört man schon noch, dass es gewisse Clans gibt und man Schwierigkeiten hat, sich einzuleben.
Ich lebe gerne hier und genieße es, dass jeder jeden kennt. Da es viele junge Familien sind, ist es ein offenes Miteinander und nicht ein Getuschel hinter dem Rücken, was man in einem Dorf vermuten würde.
Einfach nur ein schönes Haus würde mir bei der Wahl meines Wohnortes nicht reichen. Wenn ich schon nicht in der Stadt wohne, dann muss es doch andere Vorteile geben!

Grüße
Luka

Beitrag von brotli 05.10.10 - 17:16 Uhr

oh ja #schock so ein dorf habe ich auch angesehen.

man lief da echt nur die strasse lang und ich habe nach ein paar metern bemerkt, das es total bescheuert ist so zu wohnen.
dorf , okay, aber wenigstens ein bäcker und fußwege und eigentlich auch die schule im dorf.
l.g.

Beitrag von kloos 05.10.10 - 17:45 Uhr

Wir leben in einem Dorf.....Einwohner ca. um 600.

Kleines Lebensmittelladen mit Bäcker (am Sonntag, Montag zu...Dienstag und Mittwoch nur Vormittags auf).
Sportverein (Fußball und Schießen).
Grundschule die ersten 2 Jahre. 3 und 4 Klasse werden mit Bus in das nächste Dorf ca. 5 km gefahren.
Jugendhaus, Feuerwehr, Büchereich, Kirche vorhanden. Jogga, Senieorentreff+Seniorengymnastik wird angeboten.
Bis zur Stadt ca. 15-20 Minuten. Nächster Dorf mit Einkaufsmöglichkeiten (edeka) und Bäcker der am Sonntag auf hat ca. 10km.
Krankenhaus mit Kinderklinik ca. 30 Minuten fahrt. Kommt immer ein Hubschrauber ins Dorf, wenn etwas schlimmes passiert (Sportunfall, Herzinfarkt ect.)
Kindergarten im anderen Dorf ca. 15 minuten fahrt mit dem Kigabus. Unsere Kinder gehen in ein anderes Kiga 7 minuten fahrt mit Auto.
Spielplatz. Sportplatz.

Wir sind vor 6 Jahren zugezogen, gebaut...zwar Neubaugebiet, aber nicht viele Häuser und auch wenig Kinder.

Unsere Kinder spielten alleine als sie kleiner waren. Jetzt sind die 7 und 5 und spielen schon mit anderen Kindern. Haben auch Freunde, wenig im Dorf mehr auswärts, müssen immer gefahren werden. Natürlich klappt es mit Verabredungen, aber seit dem die Große in die Schule geht.
Die Kinder sind nicht in einem Sportverein, weil die kein Fußball mögen......für das Schießen sind die noch zu klein.

Ich mag das Leben hier. Das einzige was mich stört, das man nicht einfach so um die Ecke mal abends ausgehen kann, wenn man einen Babysitter hat. Man muss immer fahren, auch mal Essen gehen. Für ein Taxi bezahlt man hier, wenn man von der Stadt zu uns nach Hause fährt 50€.
Das alles ist aber nicht so schlimm. Ich mag die Ruhe hier und auch meine Freiheiten, die ich in der Stadt nicht hätte.


Gruß,

kloos

Beitrag von grizu99 05.10.10 - 19:08 Uhr

Ich wohne in einem Dorf, zwar im Neubaugebiet, aber mein Sohn hat "nur" 5 weitere Kinder im Neubaugebiet die in seine Klasse gehen.

Alle anderen und auchs eine Freunde aus dem Waldkindergarten wohnen weiter weg (5-15Min. Autofahrt)

Ich muß ihn größtenteils fahren, auch zum Fußballtraining. Zwar gibt es im Dorf einen Verein, aber der gefiel uns nicht. Nun spielt er zusammen mit Kindergarten- und Schulfreunden Fußball. ;-)

Manchmal geht mein Sohn auch alleine raus (in die siedlung) und spielt dann mit klassenkameraden oder Kinder die er so kennen gelernt hat.

Beitrag von lisasimpson 05.10.10 - 20:14 Uhr

aufgewachsen bin ich in einem dorf mit ca 3500 einwohnern, kindergarten und grundschule.
als kind fand ich das toll dort, aber recht bald wars ziemlich öde.
als ich nach der 4. klasse in die 7 km entfernte kleinstadt aufs gymnasium ging hatte ich sowieso freundschaften über mehrere ortschaften verteilt.

als Jugendliche fand ichs schrecklich dort, weil es echt schwer war "wegzukommen" busse fuhren bis 19 uhr!
also sind wir getrampt, wo immer wir hinwollten.

wir haben danach eher stadtnah/ innenstadt bereich kleinerer großstädet gewohnt und uns dan nentschieden mit Kindern in eine typische neubausiedlung eines weiter entfernten stadteiles zu ziehen, der jedoch eine hervorragende anbindung durch den öffentlichen nahverkehr hat.

hier wachsen meine kidner auch frei auf. die können auf der straße spielen. kinder gibts in massen und diese haben die straßen voll im griff.
es gibt äcker und felder, wald und spielplatze auf denen man sich sutoben kann.
jedoch habe ich die meisten meiner freunde eben nicht heir vor ort und muß deshalb noch viel mit dem auto fahren.
die kinder fangen aber langsam an eigene freunde zu finden und da ist schon gut ,wenn man diese auch fußläufig erreichen kann.

ich würde jedenfalls nie wieder in ein kaff ziehen- ländlich gerne- überschauber und mit döflichen struikturen. von mir aus. aber nicht merh ab von schuß..

lisasimpson

Beitrag von butler 05.10.10 - 20:57 Uhr

Viele Fragen:
wie lebt es sich dort mit kindern? super entspannt
die entfernungen sind ja groß zu den kindern die dort in die schule gehen? ja aber das stört nicht
klappt es mit verabredungen ? ja (die Eltern untereinander helfen schneller als in der Stadt)
spielen die kinder überwiegend alleine ? Neee, die spielen bei jedem mal meist incl. Essen (das heißt statt 3 Personen sitzen dann mal 8 am Tisch)

gibt es freundschaften der kinder , trotz entfernung? ja und Fahrräder
sportverein gibt es ja meißt einen , viele verschiedene auch außerhalb mit Elternshuttle klappt super
lebt ihr gerne so? ja darum wohne ich hier
vermisst ihr was? ja den Bäcker/die Eisdiele
seit ihr zugezogen? ja vor über10 Jahren
dort aufgewachsen? in einem anderen Dorf und in der Großstadt Berlin
LG

Beitrag von ratzemann 05.10.10 - 21:42 Uhr

hallo!

ich wohne schon mein ganzes leben lang (35 jahre) in einem kleinen ca. 400 einwohner dorf.

und ich möchte hier auch nie wieder weg!

meine kinder (5 + 8) haben hier das paradies, wie auch ich es schon gehabt habe damals!

die große geht in die 3. klasse, 2 dörfer weiter. sie fährt mit dem bus, klappt alles super. 15 kinder in der klasse.
der kleine geht in den kiga, den haben wir hier im ort. ist zwar nur ein kleiner kiga ( 1 gruppe mit 25 kindern) aber wir kennen uns alle und der kiga ist super!

die kinder haben hier im ort ihre freunde, und das sind nicht wenig. hier spielen alle altersklassen sehr oft zusammen. grade jetzt, wo es wieder früh dunkel wird, treffen sich alle zum verstecken spielen. so wie wir früher! irgendwelche kinder sind immer da zum spielen. langeweile - fremdwort!

hier im ort gibt es einen spielplatz, einen sportplatz, die feuerwehr, die schützen. es gibt alle 4 wochen kinderkirche.
jeden montag ist kinderturnen auf dem saal. auch wieder 2 dörfer weiter (in dem ort wo auch die schule ist) gibt es musikschule, taek-wondo.

zum fußball wie auch zur leichtathletik fahren wir 2 dörfer weiter. reiten ist im ort. hier hat fast jeder pferde.

verabredungen mit den kindern aus den anderen dörfern klappt auch immer. man bildet halt fahrgemeinschaften, das ist kein problem.

wir haben hier noch einen kiosk, der hat auch jeden tag frische brötchen/kuchen im angebot. unser lebensmittelladen hat vor ca. 10 jahren zu gemacht. leider!

ich lebe gerne hier und möchte auch niemals hier weg. auch als ich älter war fand ich es gut. die dorfjugend hält zusammen und wir haben sowieso die allerbesten partys gefeiert!!

aber - ohne auto ist man aufgeschmissen, es sei denn, man hat liebe freunde die mal einspringen. oder man arrangiert sich mit den anderen muttis.

zur nächsten "größeren" stadt mit einkaufsmöglichkeiten fahre ich 10 min., in die großstadt zum shoppen 30 min.

öffentl. verkehrsmittel - fehlanzeige!

meine kinder sind glücklich, die spielen draußen im feld, im wald und erleben jeden tag neue abenteuer und bauen sich geheimverstecke. es ist hier alles sehr übersichtlich, jeder guckt aus dem fenster, und alleine sind die kinder nie, immer in größeren gruppen!

wir kommen vom dorf - und das ist gut so!

liebe grüße!

Beitrag von tine258 05.10.10 - 22:02 Uhr

Hallo, ja, hier !!!

Im Dorf aufgewachsen, dann in der Stadt gewohnt, sehr nahe der Innenstadt, nun wohne ihc wieder im Dorf (ca. 30 min vom "alten" Dorf entfernt, aber selbe Region).

Lage: Herrlich! Bestes Ausflugs- und kinderparadies
LEute: Nett, hier gibt es noch echte Nachbarn und man kennt sich
Die Kinder können auch mal alleine raus, im Notfall würde sie überall Hilfe bekommen.
Ich bin im "neuen" Dorf (wir wohnen seit 11 Jahren hier) komplett integriert. Witzigerweise kam auch mein Jugendfreund aus diesem Dorf hier (ist aber schon laaaaange her, wir sind schon über 15 jahre getrennt) und ich kannte mich aus.
Mein Mann hat mit seinen Eltern sogar richtig in der Einöde gelebt, mit Hausbrunnen und so. Dazwischen in der Stadt.

Schule: Nur 16 Erstklässler. Aber 2 Lehrerinnen pro Klasse.
Mein Sohn kann mit insgesamt 4 Kindern laufen, 1 Kind ist neu hergezogen, das wird aber einfach "mitgeschleppt" :-p
Es gibt auch viele Busschüler.
Bisher verabredet er sich nur mit seinen "alten" Freunden vom Kindergarten und zu 2 weiteren Freunden, die nicht an seiner Schule sind. Zu 3 kindern kann er laufen oder radeln, zu den anderen muß ich ihn fahren.
Wir haben 2 Autos. Es würde mit 1 Auto gehen, aber dann müßte ich alle Termine und Einkäufe akribisch planen, denn wir sind dann schon länger unterwegs. Alleine der Fußmarsch bis zur Bushaltestelle hat es in sich. Von daher habe ich, obwohl der Kleine bald 3 Jahre alt wird, den Kinderwagen noch nciht verkauft.

Und wenn mein Sohn zum Sport möchte (er hat ein spezielles Hobby), dann muß ich ihn 20 min mit dem Auto hinfahren. Aber das ist es mir einmal die Woche wert und ich gehe solange mit dem Kleinen ein paar Dinge erledigen, wenn wir sowieso unterwegs sind.

Es gibt hier: 2 Kirchen, Schule, Kindergarten und katholischen Kindergarten. Tagesstätte oder dergleichen nicht. Aber eine private Initiative und eine kirchliche, die Babygruppen usw anbieten.
Einen Bäcker, 3 (!) Metzger, einen kleinen Schreibwarenladen der dies und das anbietet, einen kleinen Buchladen, eine Kneipe, oben am Berg ein bekanntes Restaurant, beliebtes Ausflugsziel.
Jede Menge Rad- und Wanderwege und Skilifte.
Sportverein.
Waldschwimmbad.
Am Kindergarten, der erhöht liegt, gibt es eine Bushaltestelle, die wird aber nur von den Schul/KiGa-Bussen angefahren.
Von unserem Haus aus laufen wir schon ein Stückchen. Man gewöhnt sich aber daran. Schlimm ist nur, daß der Heimweg IMMER nur bergauf geht #schwitz
Uns gefällt es hier super.
In die Stadt mag ich nicht mehr zurück, wenn es nicht unbedingt sein muß.

Grüße
Tine

Beitrag von rienchen77 06.10.10 - 06:31 Uhr

wir wohnene auf den Dorf... ich wohne in einer Straße wo meine Kinder die einzigen sind...die anderen leben komplett im Neubaugebiet unseres Dorfes...

da ist nichts mit einfach vor die Türe gehen und spielen...

die Kontakte kamen eigetnlich allesamt über den Kindergarten und ich bin bei der Kleinen Taxi Mama und die Große fährt ihre Dinge selber ab, außer zum Fußball der Platz liegt außerhalb....

wir sind zugezogen und haben und hatten immer noch mit Ausgrenzung der anderen zu tun...die Alteingesessenen nehmen nicht gerne in ihren Club neue auf, haste nix...biste nix...so hab ich das Gefühl

aber ich habe auch eine handvoll Freunde und Bekannte hier gefunden, auch alles über den Kindergarten...

ich lebe hier gerne, aber derzeit wurde ich hier in ein internes Ding mit reingezogen das ich manchmal denke wo ich hier den nur reingeraten bin und am liebsten schreiend abhauen würde...

ich bin in einen anderen Dorf großgeworden deswegen kannte ich ja schon die Eigenheiten der Dorfbewohner und ich mag die Dorffeste und lass mcih auch bei jeglicher Veranstaltung hier gerne blicken...

Beitrag von hezna 06.10.10 - 07:51 Uhr

Wir leben in einem 2500-Seelendorf am Niederrhein.

Wir sind vor 5 Jahren zugezogen, vorher haben wir in einer Großstadt gelebt.

Unser Dorf hat einen Bäcker, einen Arzt, einen Friseur, Kindergarten und Grundschule.
Das wars.

Ich liebe das. Und die Kinder auch.

Die Kontakte entstanden bei uns durch Kindergarten und Schule, ein paar Kinder leben auch im näheren Umfeld.
Viele Kinder sind per Fahrrad erreichbar, zu manchen müssen meine gefahren werden.

Da ich aber arbeite, mein Mann kein Auto zu Hause hat, geht das nur, wenn die Eltern "der anderen" meine Kinder abholen oder direkt nach der Schule oder Kiga mitnehmen.

Bisher war das nie ein Problem.

Wenn das nicht klappt, schnappen meine zwei (6 und 11) ihre Räder und düsen ins Dorf zum Schulhof. Dort sind eigentlich IMMER KInder.

Sport gibt es bei uns Tanzen für die Mädchen oder Gymnasikkurse, für die Jungs - klar - Fußball :-)

Meine Jungs sind im Verein, mein Mann auch. Er stand eigentlich nur rum, durfte zu Anfang mal eine Sporttasche eines Trainers halten und schwupp, durfte er auch die Trainerscheine machen und traniert nun die F2-Jugend :-)

Wir lieben unser Häuschen samt Garten und möchten nicht mehr tauschen.

So frei hätte ich meine Kinder in der Stadt nie rauslassen können.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von rosabuntstift 06.10.10 - 08:32 Uhr

Guten Morgen

Auch ich kann hier mitreden und unterbiete hier noch jeden mit der Einwohnerzahl.

Ich wohne schon immer auf dem Land. (oder sollte ich eher Kaff sagen? ;-) )
Es hat alles seine Vor und Nachteile.

Mir persönlich, als Erwachsener, gefällt es gut. Man sollte aber bedenken, dass man ein zweites Auto benötigt ansonsten ist man total aufgeschmissen.
Wie hat schon jemand weiter oben geschrieben... "nur ein Briefkasten" #rofl

Wenn ich jetzt meine Beiden anschaue, dann würde ich sagen, als Kind bis zum Teeniealter ist das eine super tolle Sache.
Es gibt ein paar Kinder im Ort, in jeder Jahrgangsstufe 1 manchmal auch zwei. Sie spielen somit auch mit jüngeren Nachbarskindern.
Die Kinder können (könnten) den ganzen Tag streunen.
(im Ort aufhalten, aber nicht in den nahen Wald gehen!)
Da wird halt mal schnell geklingelt und fragt ob man Zeit hat zum spielen.
Wenn JA, dann sind sie weg oder das Haus ist voll. Wenn NEIN, dann wird halt am nächsten Tag wieder nachgefragt.

Verabredungen mit Schulfreunden gibt es natürlich auch.
Wir haben es jetzt so gemacht, das sie gleich nach der Schule mit dem Bus kommen, Essen und Hausaufgaben machen und anschl. spielen können.
Dann fällt schon mal ein Fahrtweg für die Eltern weg.

Ansonsten gibt es hier bei uns am Ort auch keinen Sportverein, keine öffentlichen Nahverkehr oder sonstiges. Die Kinder benötigen immer die Eltern als Taxifahrer.


Jetzt im Teeniealter meiner Großen ist es für sie nicht einfach.
Es gibt halt nix, wir haben immer ein Druckmittel in der Rückhand wenn sie zickt. Das gefällt ihr natürlich nicht. Und im Ort herumlaufen ist dann auch uncool.

Eine größerer Ort oder eine Kleinstadt ist bestimmt auch nicht verkehrt, aber ansonsten ist das Landleben schon in Ordnung.

Ach noch was.... das Getratsche ist auf dem Land natürlich auch größer. Da bleibt fast nichts geheim außerdem haben es "Zugreiste"auch nicht leicht , wenn es nicht gerade eine Neubausiedlung gibt.

Gruß
:-)

Beitrag von brotli 06.10.10 - 10:41 Uhr

danke allen antworten.
vieles von dem was ihr schreibt stimmt und man muss viel durchdenken.
auch, das überhaupt !aufgenommen" werden ist nicht überall selbstverständlich und auch liegen viele häuser in eingen dörfern sehr weit auseinander.

und auch genau der eine punkt mit jugendlichen hat mir viel kopfzerbrechen gemnacht. kinder ja, bestimmt in einigen dörfern besser als in einigen städten, aber was danach.
die jugendlichen stehen da wirklich nur rum, weil sie gar keine anlaufstellen haben und auch das ist wichtig.
nur kann man kinder tatsache als jugendliche nochmal ins stadtleben "verpflanzen" wenn man später wieder umziehen würde in die nächste stadt. ich meine, grade als jugendlicher ist es schwer dann nochmal neue freunde zu finden. leute die kaufen oder bauen bleiben ja auch in den dörfern.aber bei miete kann man sich das ja durchdenken.
ohje, ich lese mir nochmal alles hier durch.

l.g.

Beitrag von butler 07.10.10 - 19:58 Uhr

Meine große hat nie doof rumgestanden. die Jugendlichen haben zusammen abgegammelt,am Teich geangelt, freiwillig im Stall/Bauernhof geholfen. Party in den Gärten gefeiert Zb. in unseren.
Im Winter wurde unsere Küche oft Jugendclub mit Rommee spielen, .... Sylvester fand immer bei einer anderen Familie statt.
Und Shuttletransport von zur Disco hat auch immer geklappt.
Jetzt geht das mit meinem mittleren los. (Übrigens als wir in dieses Dorf gezogen sind saßen die Jungs als "Weihnachtsbaumbeleuchtung" in der Tanne um nach meinem Mädel zu schauen.)
LG

Beitrag von gussymaus 06.10.10 - 14:05 Uhr

also wir leben wohl in so einem dorf, wie du meinst. ich finde es schön, vor allem schön einsam.

eine siedlung wo mir jedes tag die nachbar nauf den teller gucken fände ich grausig. da fahre ich lieber mal nen kilometer zum sportverein oder so..

wir haben hier um die ecke eine alte siedlung, wo so langsam die zweite generation kinder einzieht, also die 3 oder 4 die mit meinem sohn in den bus steigen, nur eins ist davon genausoalt wie er, geht in die selbe klasse. die anderen wohnen 1-4 kilometer weit weg, nahezu alle fahren mit bussen oder taxen, wo sich kein bus lohnt.

freunde haben sie hier trotzdem alle. sie treffen sich zwar nicht mal eben so auf der straße, aber das finde ich nicht hinderlich... sie verabreden sich in der schule und nachmittags kommt der eine zum andern, wenn zufällig ein kind in der nachbarschaft wohnt, kommt es gelegentlich dazu, oft sind aber dann eben die beien verabredeten unter sich, dafür von mittags bis abends und unter aufsicht der einen mutter, ist mir ja ehrlichgesagt liebr als 10 streuner hinter der siedlung #schein

ich selber bin genauso aufgewachsen. ich hatte nie freunde, aber das lag nicht fdaran, dass es keine kinder gegeben hätte. die 1-3kilometer hätte ich spielend mit dem rad zurücklegen können. da gab es andere probleme wegen meiner eltern... anderes thema. ich fand es immer gut, weil es ruhig war. keine nervigen klingeleien an der tür von irgendwelchen nachbarskindern mit denen man eigentlich nicht spielen wollte. die mädchen in der siedlung mussten immer mit einer spielen, die keiner mochte, weil sie eben nachbarin war und man sie ja nicht ausladen konnte, wenn sie mit ihrem täschchen schon vor der tür stand. so ist es alles etwas geplanter, und mir als mutter gefallen diese planbaren nachmittage ganz gut... und wenn meine kinder etwqas größer sind können sie ja auch selber mal wo hin fahren, ohne dass ich sie bringen muss. aber einfach so weg sein und sich nicht abmelden will ich eh am liebsten nicht haben, und das verbietet sich so schon von selber... auch nett...

eine siedlung ist sicher schön, wenn man sich mit allen versteht, nur hat man ja meist irgendwelche querolanten dazwischen die eben nicht so einfach sind, mit denen es dann ärger gibt, oder es bilden sich grüppchen und wer mit dem ... der kann/ darf/ soll dann nicht mit dem ... darauf hätte ich keine lust. da besuche ich lieber meine freunde direkt und fahre mal 10 minuten mit dem rad um hinzukommen. hat auch noch keinem geschadet... unser auto nutzen wir trotzdem nur zum einkaufen was nicht auf den gepäckträger passt.

Beitrag von schnuputor 06.10.10 - 15:48 Uhr

Ich hab mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen. Jeder hat so seine eigenen Wünsche und Vorstellung und entsprechend positiv oder negativ sind dann die Erfahrungen. Du mußt Dir erst einmal klar darüber sein, was Du willst.

Ich persönlich hätte nie gedacht, daß ich irgendwann mal in einem 400-Seelen-Dorf leben würde und mich auch noch wohl fühle! 30 Jahre habe ich in einer Großstadt gelebt. Ein Berufswechsel stand an und wir hatten schon unsere zwei Kinder, haben uns dann für das Landleben entschieden, 5 Jahre Klein"stadt" mit 3000 Einwohnern, Kiga, Schule, Geschäften und vor einem Jahr noch einen weiteren Schritt ins Haus auf dem Dorf! Die Kinder fahren mit dem Schulbus. Ich bin das Autofahren gewohnt, Freunde im Dorf gibt es (noch) nicht und jeder Freund wohnt auf einem anderen Dorf. Das ist hier ganz normal. Trotzdem genieße ich auch die Ruhe hier, ich denke, Kinder können kaum schöner aufwachsen. In 2 Minuten sind wir auf dem freien Feld, können Rehen "Gute Nacht" sagen. Wenn wir Lust auf Action haben, fahren wir halt in die Großstadt, 40 Minuten von hier. Ich finde diese Mischung für mich/uns perfekt.