Übermotivierte Mutter?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von bine3 05.10.10 - 15:43 Uhr

meine freundin hat eine 1jährige tochter. sie ist der meinung, dass viel beschäftigung ganz besonders gut für die kleine ist. diese beschäftigung sieht wie folgt aus: mo-kinderturnen, di-kindertreff, do-kinderkaffee, sa-babyschwimmen....
auf meine bemerkung: bist eine übermotivierte mutter mit freizeitstreß! war sie ziemlich eingeschnappt.....
komisch, aber gerade dieses kind schafft es nicht, sich allein zu beschäftigen... woher auch? wenn die kleine ständig mit millionen von reizen zugeschüttet wird....
hm... bin da irgendwie der meinung, dass diese aktivitäten ja eher nicht der beschäftigung des kindes, sondern vielmehr der mutter dienen....
zumindest wenn mans so oft in der woche macht....

Beitrag von nisi1982 05.10.10 - 15:50 Uhr

Hm,

weiß nicht, dann wäre ich das wohl auch.... hatte bisher immer montags unseren freien Tag. Dienstag waren wir Schwimmen, wenn wir es zeitlich hinbekommen haben (war kein fester Kurs), mittwoch 2 Stunden Pamperszwerge (das ist Kinderturnen) und Donnerstag 1 Stunde Stillcafé - Rest der Woche frei. Meinem Kleinen geht es dabei hervorragend. Er beschäftigt sich sonst auch wunderbar alleine hier zu Hause mit sich selbst. Er schläft sehr gut (nachts 12 Std am Stück, vormittags 1, nachmittags 2). Kann mich wirklich nicht beklagen. Ich wecke ihn aber auch nicht extra auf, nur weil wir da gleich hinmüssen. Wenn er wach ist, fahren wir, falls es sich noch lohnt. Sonst nicht. Mache uns da keinen Stress.

Deswegen würde ich mich jetzt nicht als übermotiviert oder übermutter bezeichnen.

Natürlich ist das auch für mich schön - der Austausch mit anderen Müttern. Aber es sind ja effektiv nur 3 Stunden die Woche und das Schwimmen ist ja eigentlich Bewegung. Da gehen wir ja freiwillig hin... #kratz

Bin gespannt auf die anderen Meinungen - ich glaube nicht, dass ich unserem Sohn (mittlerweile 14 Monate) zu viel zumute.

LG
nisi #winke

P.S. - Nicht übel gemeint, aber ich würde mich nicht in die Erziehungsangelegenheiten von anderen Müttern einmischen! ;-)

Beitrag von bine3 05.10.10 - 16:04 Uhr

danke für die antwort!! also sie weckt ihr kind um nicht zu spät zu kommen und motzt mich dann an, dass die kleine unausgeglichen ist... normalerweise misch ich mich nicht ein, aber sie hat nur mich und fragt mich eigentlich immer nach meiner meinung (hab selbst 3 kinder, die von natur aus sehr pflegeleicht sind), und die sag ich ihr dann natürlich auch....
überhaupt dann, wenn ich seh, dass meine kleine nichte damit irgendwie gar nicht klar kommt.... #gruebel

trotzdem, danke
bine

Beitrag von nisi1982 05.10.10 - 16:08 Uhr

Das kann ich dann aber verstehen :-)

Finde ich auch nicht gut. Wenn sie dich fragt, ist es auf jeden Fall richtig, auch ehrlich zu sein.

Meiner ist ja auch sehr pflegeleicht und ich stresse uns beide auch nicht so. Sonst wäre weder er glücklich (sondern müde) noch ich glücklich (genervt, weil er müde ist)....

Ich hoffe, dass Deine Schwägerin/Schwester? das bald einsieht. ;-)

LG und einen schönen Nachmittag!
nisi

Beitrag von nisi1982 05.10.10 - 16:09 Uhr

wer lesen kann, ist klar im Vorteil - Deine Freundin :-)

Beitrag von 69bine 07.10.10 - 14:37 Uhr

Hallo

Meine Antwort kommt zwar spät, aber sie kommt. ;-)
Ich bin mit der Kleinen Di in der Krabbelgruppe (1 1/2 Stunden), Mi beginnt jetzt Eltern-Kind-Turnen (1 Stunde), Do Musikgarten (45 min).
Ich dachte erst auch, ohje, so viel, ob das nicht zu viel wird. Aber sie macht es gern und es ist ca. 1 Stunde des Tages. Den Rest gehen wir spazieren, Spielplatz, oder sind auch ganz einfach zu Hause incl. "langweilen" und "mal was alleine spielen".

Mit meinem Großen war es anders. Da war ich erst mit 3 im Kinderturnen. Aber dem hat sowas auch nie richtig Spaß gemacht. Selbst das Kinderturnen war eine Qual und er hat nicht mehr mitgemacht, als später seine Cousine zu alt dafür war. #schmoll Wir haben uns damals eben mehrmals die Woche mit seiner Tante und Cousine getroffen. So hatte er wenigstens etwas Kontakt zu anderen Kindern.

So sind die Kinder manchmal einfach unterschiedlich.

lg bine

Beitrag von katzejoana 05.10.10 - 15:51 Uhr

Huhu,

also wir machen gar nichts in einer Gruppe-zumeinen hab ich ein Problem mit Ökomotivierten Müttern, die mir ihren Lebensstil aufquatschen wollen (ich mach es ja auch nicht) und zum anderen bin ich nicht der Typ, der sich bei sowas wohlfühlt.

Wir unternehmen jeden Tag was allein (meine Kleine und ich) oder mit ner Freundin, über die sie sich immer sehr freut.

Ansonsten hat sie auch Kontakt zu anderen Kindern-jeglichen Alters.

Ich finde es auch ziemlich viel, aber dass muss die Mama wohl selbst entscheiden, denn sie kennt ihr Kind ja am besten.

LG Joana

Beitrag von terryboot 05.10.10 - 16:05 Uhr

wir gehen nur mi morgens für 1,5 std zur spielgruppe und selbst die finde ich total bescheuert. diese mütter sind alle irgendwie #klatsch
sitze da auch meist alleine weil ich diesen öko mist hasse oder wie finanziell toll es doch allen geht #kratz
wir machen das noch bis dezember und dann ist schluß. mein sohn spielt selbst da auch viel alleine, also ob wir das sind oder nicht macht nix.

halte von solchen kursen gar nix!

Beitrag von katzejoana 05.10.10 - 18:49 Uhr

Genauso gehts mir auch, nur dass ich da eben nicht hin gehe-lieber mach ich was allein mit meiner Maus.

LG Joana

Beitrag von tauchmaus01 05.10.10 - 16:12 Uhr

Ob eine Mama nun einkaufen geht und an der Kasse mit Tante Erne redet, allein mit ihrem Kind mal ins Café geht oder im Wohnzimmer rumturnt oder ob sie diese Aktivitäten gemeinsam mit anderen Eltern macht ist doch Nebensache.
Es geht im Grunde auch nicht ums KIND sondern einfach mal darum rauszukommen aus der Bude, regelmäßig und zuverlässig andere zum Austauschen zu treffen.....

Warum sollte das Kind sich DESHALb nicht allein beschäftigen können???
Diese Aktivitäten beschränken sich im Durchschnitt auf 1-2 Stunden am Tag.

Du hast also schon Recht, es geht primär wahrscheinlich nicht ums Kind.
Zum Glück hatte ich bei meiner ersten Tochter auch all diese Möglichkeiten für mich genommen. Nebenbei hatte mein Kind Abwechslung und fand es ok.
Meine Tochter konnte sich dennoch schon immer allein beschäfitgen, sich stundenlang ein Buch anschauen und vor sich hin brabbeln.
Das ist eher eine Typsache ob ein Kind sich allein beschäftigen kann oder nicht.

Mona

Beitrag von christinaf 05.10.10 - 16:55 Uhr

Hallo,

also ich denke, du hast eher ein Problem. Meine ich nicht böse aber was soll daran falsch sein?! Das sind keine Ganztagesbeschäftigungen. Und besser als nichts machen.

Was sind denn dann die Mütter für dich, die ihre Kinder in die Krippe bringen in diesem Alter? Die haben den ganzen Tag oder zumindest sehr viel läbnger eine solche Beschäftigung, was eher gut und besser ist als alles andere.

Und ein Kind in diesem ALter ist nicht in der Lage sich wirklich schon länger alleine zu beschäftigen. Das hat definitiv nichts damit zu tun, dass es überfordert ist.

Also ich finde es absolut ok und richtig was deine "Freundin" macht. Davon mal ganz ab, wenn sie so etwas macht, nimmst du dir das Recht so zu urteilen? Ich glaube mit dieser Einstellung die du beschrieben hast über dich, ist eher das Gegenteil der Fall.

Es ist ok, wenn man jeden Tag was mit seinem Kind macht. Ob alleine ( ich persönlich finde es nicht gut) oder 4 mal die Woche für je max 1 1/ std ( länger geht so etas nie). Sie weiß besser was sie mit ihrem Kind machen kann und was nicht. Mach du es mit deinem Kind so wir du es meinst und gut ist.
lg

Christina

Beitrag von massai 05.10.10 - 18:53 Uhr

Dass ein Kind sich nicht alleine beschäftigen kann liegt sicher nicht daran, dass sie 3x die Woche etwas mit ihr unternimmt! wie kommst du denn auf sowas?

das kann viele Ursachen haben. mein kleiner beschäftigt sich z.B. auch nur alleine wenn ich im selben Raum bin aber lieber kommt er zu mir. ist doch klar!

wir hatten das ganze 1. Lebensjahr keine Spielgruppe, sondern nur hier mal ein Treffen mit Freundin und Kind und mal dort und trotzdem hat er sich mal schlechter mal besser alleine beschäftigt.
Und mal ganz ehrlich sind nicht die Mütter, die 3 x die Woche was mit ihrem Kind unternehmen übermotiviert sondern die , die nur zu hause bleiben und erwarten dass sich 1 jährige Kinder alleine beschäftigen,

NICHT genug motiviert! wir gehen auch 2x die Woche in eine Spielgruppe und manchmal noch ins Mutter-Kind Turnen. Warum? weil es riesen Spaß hat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Beitrag von koerci 05.10.10 - 20:47 Uhr

Wieso übermotiviert? Ich find das super, dass sie soviel mit ihrem Kind macht.
Klar dient es auch der Mutter, denn so kommt man mal in Kontakt mit anderen Müttern.

Wir gehen 1x die Woche zur Krabbelgruppe und 1x die Woche zum Kinderturnen. Bei schönem Wetter treffen wir uns noch mehrmals die Woche mit der KG auf dem Spielplatz. Ich find das toll, und meiner Tochter macht es riesigen Spaß. Wieso also zuhause einigeln oder alleine spielen?

Ich finde, das hat nichts mit übermotiviert zu tun.
Ist doch prima, wenn es Mutter und Kind Spaß macht.

Beitrag von amadeus08 06.10.10 - 14:31 Uhr

ich weiß nicht, ob das mit dem Nicht-Alleine-Beschäftigen Können damit zu tun hat. Immerhin hat sie ja doch bestimmt noch 8 Stunden am Tag, die sie somit nicht unterwegs ist und auch wenn ich mit meinem Kind einkaufen gehe oder Enten schauen oder was auch immer, bekommt er doch Reize, die er verarbeiten muss. Das kommt ja auch auf das Kind an. Manche brauchen einfach auch viel Programm, andere haben es lieber ruhiger. Ich wäre anfangs wahnsinnig geworden, wenn ich nicht rausgekommen wäre. MeinKleiner war von Geburt an extrem anstrengend und hat tagsüber immer schon total wenig geschlafen und so war ich froh um einige Termine. Wir haben auch einmal die Woche Pekip gemacht, das waren eineinhalb Stunden, dann einmal Babyschwimmen, das waren 45 Minuten und einmal die Woche privat mit vier Mamas treffen, das waren meist ein bis zwei Stunden. Mein Kleiner kann sich aber heute (jetzt 16 Monate) sehr gut auch alleine beschäftigen und ich habe nicht den Eindruck, dass es ihm zuviel geworden wäre.
Lg

Beitrag von lucie.lu 06.10.10 - 23:26 Uhr

Hallo,

dann dürfte sich unser Sohn auch nicht allein beschäftigen können, weil wir auch dreimal die Woche was haben - und zusätzlich besuche ich oft noch meine Freundin mit ihren 2 Kindern. Sind doch auch keine Millionen von Reizen - geht Ihr denn nirgends hin? Krabbelgruppe: Kinder + Spielzeug + Lieder, Musikgarten: Kinder + Lieder + Instrumente, Schwimmen: Kinder + Wasser + Spielzeug, Kindercafe: Kinder + Essen + Spielzeug.

Ich wecke mein Kind auch, allerdings nur da, wo ich für zahlen muss (also bei uns zur Zeit für den Musikgarten, früher für PEKiP). Ich wecke ihn auch, wenn ich einen Termin beim Arzt habe z.B. Finde ich nicht schlimm, ehrlich gesagt. Andere Kinder werden z.B. durch Geschwister geweckt - ist doch auch nicht schlimm.

Da mein Kind nicht mit 16 Monaten noch nicht in den Kindergarten/Krippe geht, finde ich es wichtig, Kontakt zu anderen Kindern zu haben - und wo kann man den besser (gerade bei diesem Wetter bzw. im Winter) bekommen, als in Gruppen? Auf dem Spielplatz werde ich im Winter wohl nicht mehr so viele Kinder finden wie im Sommer - jedenfalls nicht hier bei uns..

Und natürlich will ich auch hier aus der Wohnung rauskommen und mich mal mit jemanden anders als mit meinem 16 Monate alten Sohn und unserem Hund unterhalten... ist ja eigentlich klar. Und mein Sohn kann sich dort besser beschäftigen, als wenn er im KiWa sitzt und ich mit der Nachbarin spreche (z.B.).

Und die Gruppen haben doch nichts mit öko zu tun usw. #kratz


LG - Lucie