Elternzeit...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ella-emi 05.10.10 - 16:19 Uhr

Hallo zusammen, mal eine Frage für die Experten:

Situation: Ich befinde mich zur Zeit in unbefristetem Arbeitsverhältnis, bin in Woche 24 schwanger und würde gern nach der Geburt so lange wie möglich zuhause bleiben. Da alledings nach etwa einem Jahr ja nichts mehr bezahlt wird stellt sich mir nun die Frage, wie ich das hinbekommen soll, so ganz ohne Einkommen. Mein Partner kann und soll uns nicht komplett finanzieren. Dazu kommt, dass ich nicht wirklich wieder zu meinem alten Arbeitgeber zurück möchte, da ich so oder so wahrscheinlich bald gekündigt hätte...

Frage: muss/soll ich Elternzeit nehmen und dann erst nach einem Jahr kündigen? Dann vermutlich in die Arbeitslosigkeit gehen, bekomme ich dann erstmal eine Sperre? Wie kann ich das umgehen? Da muss es doch eine logischere Lösung geben, oder? Ich hoffe ihr könnt mir helfen, bin etwas am verzweifeln... DANKE Ella #winke

Beitrag von anyca 05.10.10 - 16:21 Uhr

Du kannst doch drei Jahre Elternzeit nehmen, das sollte genug Zeit sein, um einen neuen Job zu finden!

Beitrag von cdfiregirl 05.10.10 - 16:24 Uhr

Also ich würde noch nicht Kündigen, kann dir aber zur Sperre keine Auskunft geben...ich hätte mich wärend der Elternzeit nach was anderem umgesehen und dann erst gekündigt oder redest mit deinem arbeitgeber, dass er dich kündigt, um die Sperre ganz zu umgehen...wenn gar nichts von allem klappt, dann musst du kündigen, aber wie gesagt würde ich erst nach der elternzeit machen.

Beitrag von windsbraut69 05.10.10 - 16:25 Uhr

Sie hat Kündigungsschutz, das wird nix.

Beitrag von cdfiregirl 05.10.10 - 16:37 Uhr

Aber nach der Elternzeit nicht mehr und Urlaub kann man auch noch nehmen.

Beitrag von windsbraut69 05.10.10 - 16:39 Uhr

Was hat Urlaub jetzt damit zu tun?
Das Ende der Elternzeit ist lange hin, es ging Ihr um die Zeit nach dem Elterngeld.

Beitrag von tdhille 05.10.10 - 16:25 Uhr

Erstens: Du kannst bis zu 3 Jahren Elternzeit nehmen. Kannst aber auch, ich glaub 4 Wochen, vor Ablauf (nach einem Jahr EZ) die Elternzeit verlängern. So musst du dich nicht direkt entscheiden wie lange du haben möchtest! ;-)

Zweitens: Dann kannst du dir das Elterngeld auch auf 2 Jahre aufteilen. D.h. du bekommst dann monatlich die Hälfte!

Drittens: Du darfst während der Elternzeit bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten gehn. Egal ob bei deinem AG oder woanders! :-)

VLG Tanja #sonne

Beitrag von forfour 05.10.10 - 18:14 Uhr

Zu Drittens:

Dazu ist die Zustimmung des aktuellen AG notwendig, sonst ist das ein Grund für eine fristlose Kündigung.
Die Zustimmung kann der AG verweigern weil er sagen kann das die 30 Stunden Teilzeit auch bei ihm geleistet werden können.

VG forfour

Beitrag von windsbraut69 05.10.10 - 16:27 Uhr

Solange Du in Elternzeit bist und Zuhause bleiben möchtest, bekommst Du kein ALGI.
Ob Ihr bedürftig genug seid für ALGII, müßt Ihr wissen bzw. kann Euch die zuständige ARGE ausrechnen.
Die Frage, ob es moralisch okay ist, Deinen Partner finanziell nicht belasten zu wollen, auch nicht nach einem Jahr arbeiten zu wollen und staatliche Unterstützung zu fordern, müßt Ihr Euch selbst beantworten.

Gruß,

W

Beitrag von ella-emi 05.10.10 - 16:32 Uhr

Ich denke es ist zumindest für mich moralisch okay zu sagen ich bekomme ein Kind und möchte so lange wie nur irgend möglich für mein Kind zu 100% da sein, und das zu meiner Hauptaufgabe machen. Ich könnte natürlich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen, dann müsste ich allerdings bei meinem Job und meinem Gehlt Vollzeit arbeiten um eine Betreung finanzieren zu können. Was da richtig und was falsch ist, ist schwer zu sagen. Wie macht ihr das denn alle? Ich verdiene in guten Monaten 1200 Euro netto, da ist auch mit aufteilen nicht viel...:-(

Beitrag von nadja.1304 05.10.10 - 16:37 Uhr

Ich verdiene auch nicht viel mehr, davon 65 oder 67% ist nicht die Welt, dann nochmal durch 2 plus 184 Euro Kindergeld, da bin ich dann auch bei vielleicht 550 Euro im Monat. Und mal ehrlich, dass ist nicht wenig! Früher gabs das gar nicht. Und mein Freund wird uns da eben mitfinanzieren müssen, schließlich bring ich sein Kind zur Welt und kümmer mich darum. ;-) Nach den 2 Jahren werd ich mir ne Teilzeitstelle suchen.

Beitrag von nadja.1304 05.10.10 - 17:08 Uhr

Ok, ich hab grad mal grob errechnet, was dir an Elterngeld zusteht bei 1200 netto die letzten 12 Monate. Das sind 750 Euro + 184 Euro Kindergeld für 1 Jahr oder eben 375 Euro + 184 Euro Kindergeld für 2 Jahre. Dann bist du auch für 2 Jahre bei knapp 560 Euro + Gehalt deines Freundes, das müsste doch für eine 3-köpfige Familie reichen, oder nicht? Und danach müsstest halt doch wieder arbeiten gehen. Ich versteh zwar, dass dein Partner euch nicht voll finanzieren soll, aber für die 2 Jahre würde ich sagen, kann und sollte er dich doch unterstützen. Würde das denn so gar nicht gehen?

Beitrag von windsbraut69 05.10.10 - 16:42 Uhr

Du bist ja nicht alleinerziehend und mußt Euer Familieneinkommen zugrunde legen, nicht nur Deins.

Betreuungskosten werden bei geringem Einkommen vom Jugendamt übernommen und sind meist einkommensabhängig.

Sich aber mutwillig kündigen zu lassen, um dann Sozialleistungen zu beziehen, weil man sich 3 Jahre oder mehr zu 100% um sein Kind kümmern möchte, finde ich nicht okay. Diese Unterstützungen sind für Notsituationen gedacht, nicht, um 3 Jahre Auszeit zu nehmen und andere müssen dafür arbeiten gehen und möglicherweise ihre Kinder in Fremdbetreuung geben.

Beitrag von ella-emi 05.10.10 - 16:50 Uhr

Liebe Windsbaut69,
damit hast du ja Recht. Deshalb suche ich ja nach antworten.
Ich habe auch nicht vor mich "mutwillig" kündigen zu lassen, ich bin einfach nur mit meinem Arbeitgeber nicht mehr glücklich und denke, das ist eine Situation die viele Mit-bald-Mütter hier kennen, und versuche herauszufinden wie diese mit der Situation umgehen. Ich will einfach nicht wieder zurück zu meinem alten Job. So. Ich hoffe es fühlt sich jetzt keiner mehr auf den Schlips getreten...!#klatsch

Beitrag von windsbraut69 06.10.10 - 07:04 Uhr

Vielleicht hab ich Dich auch falsch verstanden.
Ich bin einfach über die Kündigung gestolpert und darüber, dass Du nicht möchtest, dass Dein Partner Dich/Euch voll versorgt.

Kündigen solltest Du aber dennoch erst, wenn Du einen neuen Job hast - Du bist während der Elternzeit beitragsfrei versichert und kannst bis zu 30 Wochenstunden arbeiten, mit Genehmigung des AG auch woanders.

ALGI bekommst Du nur für die Zeit, die Du auch nachweislich (Betreuung des Kindes muß gesichert sein), der vermittlung zur Verfügung stehst und ALGII ist meiner Ansicht nach nicht für geplante Auszeiten gedacht.

LG und alles Gute,

W

Beitrag von nadja.1304 05.10.10 - 16:28 Uhr

Hallo Ella,

zum einen kannst du dir das Elterngeld auf 24 Monate geben lassen, statt 1 Jahr z.B. 600 Euro kriegst du halt 2 Jahre 300 Euro, dazu kommt ja dann noch das Kindergeld. Damit hast du schonmal länger feste Einkünfte. So werd ich das machen.
Kündigen würde ich nicht nach 1 Jahr. Nimm doch die vollen drei Jahre erstmal, und nach 1 1/2 (falls du das Elterngeld splittest), kannst du ja anfangen, nen Job zu suchen. So hast du mehr als genug Zeit und umgehst die 12-wöchige Sperre.

LG Nadja mit Bauchmaus 24+3