An die Akademikerinnen: Welche TZ-Jobs habt Ihr?

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von pista 05.10.10 - 17:57 Uhr

Hallo,

mich interessiert, ob Ihr nach einer Baby-/Kinderpause in Eurem studierten Beruf eine TZ-Stelle gefunden habt?
Falls nein, in welchem Beruf (TZ) arbeitet Ihr jetzt?

Ich frage, weil ich Probleme habe, eine passende TZ-Stelle zu finden (ich habe Sport + BWL studiert und vor den Kindern im Sportmarketing gearbeitet). Selbst wenn ich den Sport mal weg lasse, finde ich kaum Marketing-Stellen in TZ und suche nach Alternativen.

Danke und Gruß,
pista

Beitrag von bi_di 05.10.10 - 18:57 Uhr

Ich bin Softwareentwicklerin und gerade im Jobwechsel.

Bisher klappte das eigentlich relativ problemlos. Wobei ich gar nicht drauf schaue, ob ein Job in Voll- oder Teilzeit angeboten wird. Ich bewerbe mich und erwähne gleich, das ich eine Wochenarbeitszeit von 30 Std anstrebe.


Grüsse
BiDi

Beitrag von rosastrampler 05.10.10 - 19:20 Uhr

Hallo,

Ja, ich habe einen Teilzeitjob in meinem Beruf und bin sehr glücklich über den Luxus, meine Kinder selbst betreuen zu können.
Ich bin Diplom Medienwissenschaftlerin und arbeite im Marketing/PR.

Wo kommst du denn her?
Wie viele Studen willst du denn machen?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Mittelstand oft flexibler und familienfreundlicher sind als die großen Weltkonzerne.

Ich habe mich mal bei einer großen Stiftung beworben für eine Stelle im Projekt "Vereinbarkeit von Beruf und Familie". Aufgrund verschiedener Sachverhalte war ich wirklich geeignet für die Stelle. Aber die wollten auf keinen Fall von ihren 40+ Stunden runter.
Unglaublich, oder? Eigentlich fast zum Lachen.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück.
Gruß

Beitrag von pista 05.10.10 - 20:16 Uhr

Danke für deine Antwort!

Ich möchte gerne 15 bis maximal 20 Stunden arbeiten und wohne am Rand des Rhein-Main-Gebiets, etwa 40km von Frankfurt. Ich überlege, mich nun weiter zu qualifizieren in Richtung Grafik o.ä.

Das mit der Stifung ist wirklich ein Witz, spiegelt aber eigentlich auch gut die Wirklichkeit wider: Vereinbarkeit von Familie und (qualifiziertem) Beruf....

Gruß,
pista

Beitrag von tina_b84 05.10.10 - 20:15 Uhr

Hallo,

ich bin Dipl.-Kffr. und arbeite ebenfalls im Bereich Marketing / PR. Ich arbeite mehr oder weniger unfreiwillig Teilzeit - die Stelle war von vornherein so ausgeschrieben. Ich habe die Stelle trotzdem angenommen, weil das Profil gut zu mir passte und ich dringend nen Job brauchte.

Heute (nach 6 Monaten) weiß ich, dass man einfach nur keine volle Stelle bezahlen wollte. Ich versuche jeden Tag das Kunststück zu vollbringen, einen 8-Stunden-Job in 4 Stunden zu erledigen... was einfach unmöglich ist. Das ist der pure Stress. Ich finde, es erfordert sehr viel Disziplin jeden Tag pünktlich Feierabend zu machen - für mich ist das nichts. Da man mir aber keine Verbesserung in Aussicht gestellt hat (Akademiker in Vollzeit sind schließlich teuer...), bewerbe ich mich gerade neu.

LG, Tina

Beitrag von violinista 05.10.10 - 20:45 Uhr

Hallo,

da ich zunächst nach dem Studium (Erziehungswissenschaften) nichts gefunden hatte, habe ich mich selbstständig gemacht (Eltern - Kind - Kurse, vormittags). Da damit aber nicht genug Geld zu verdienen war, war ich weiter auf Jobsuche - und ich habe in Teilzeit einfach nichts bekommen. Wenn es Teilzeitstellen waren, war die Arbeitszeit flexibel - ich hätte also so oder so eine Vollzeitkinderbetreuung benötigt. Daher haben wir uns für das Modell "beide Elternteile in Vollzeit tätig" entschieden.

viele liebe Grüße, Violinista

Beitrag von sternregen 05.10.10 - 20:45 Uhr

hallo,

ich bin Dipl. Volkswirtin und hatte zunächst eine Stelle als Projektkauffrau im Controlling.
nach Babypause war der Job weg, jetzt bin ich zwar noch beim gleichen AG, aber als Baukauffrau angestellt, mit 28 Std die Woche.
Es hieß, eine Projektkauffrau müsse Vollzeit arbeiten, das war bei mir aber nicht möglich...
Mal sehen, was nach der anstehenden 2. Babypause für mich dort noch drin ist...

kinderfreundliches Deutschland

lg

Beitrag von paddelboot-neu 05.10.10 - 20:49 Uhr

Hi!
Ich hab bei einer Familienbildungsstätte Kurse angeboten, am Vormittag / Nachmittag / Abend, je nachdem, wie es bei mir und der Kinderbetreuung geklappt hat.

Ruf mal bei einer an und sage, was du so anbieten kannst (bei Sport geht immer was, oder Info-Abende im BWL/Recht/Finanzbereich).

Ich habe da als Honorarkraft gearbeitet.

Viel Glück

Beitrag von nele27 06.10.10 - 11:24 Uhr

Ich selbst (Sprachwissenschaftlerin, Redakteurin) arbeite zwar Vollzeit als Pressesprecherin, aber viele meiner Berufskollegen arbeiten für Zeitungen als Journalisten. Einige schreiben nicht nur Texte, sondern machen mal einen Redakteur-Sonntagsdienst - aber immer auf freiberuflicher Basis.

Als feste Redakteurin oder in PR-Agenturen ists mit TZ eher schlecht, da werden eher so 24/7-Leute gesucht, die immer können und bloß keine Familie oder irgendwelche Verpflichtungen haben. Im Marketing siehts da nicht anders aus, denke ich. Ist halt immer noch eine Modebranche und dank der Zeitverträge kann man die MA immer entsorgen und wieder junge ungebundene einstellen #schmoll

Also in Agenturen etc. würde ich nicht suchen...

LG, Nele