Bin so wütend- Krankenhausbesuch

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von 79sternchen 05.10.10 - 19:25 Uhr

Hallo,

Bin immer noch so wütend. Mein Grosser(3,5) ist heute mittag mit dem Fahrrad gestürzt und konnte seitdem nur unter Schmerzen auftreten. Er weinte arg und anderst als sonst, wo er nach nem Sturz sich wieder beruhigen lies.

Also bin ich hier bei uns in die Unfallchirurgie, da mein Kia heute zu hat. Meine Kleine musste ich auch mitnehmen.
(Mein sohn hat vor Ärzten immer etwas Angst)

Als wir dann endlich drankamen kam der Arzt zu uns hat fragte was ist etc. Mein Sohn war natürlich schon ängstlich hat geweint und wollte nicht auf die Liege. Auf die Frage, wo es ihm denn weh tut, hat er nicht geantwortet. Da meinte er, dass er ihm dann auch nicht helfen kann . Und das in nem ton, wo ich gemerkt habe, jetzt ist bei meinem Sohn alles vorbei.
Sein Vorschlag war dann, dass wir ihn noch röntgen lassen, um zu sehen, ob doch etwas gebrochen ist.
Sohn immer noch geweint und gezappelt. Da packte der Arzt ihn um ihn auf den Boden zu stellen und sagte dabei in etwa" Hör jetzt auf so hysterisch zu schreien da kann man dich ja nicht behandeln " und dann noch irgendetwas was ich jetzt nicht mehr weiss. und richtig genervt und laut.

Ich dachte echt ich hör nicht recht!

Das röntgen hat dann natürlich auch nicht geklappt.

Später sollte ich dann nochmal zum Oberarzt. er entschuldigte sich für seine Worte. Als Begründung, dass er grad ne 11 Std Schicht hinter sich hat und das
es bei manchen Kindern helfen würde, wenn man sie anschreit.
Danach hat sich noch die Schwester für den Arzt entschuldigt.

Bin ich zu empfindlich- aber ich finde das geht gar nicht. Erstens, dass ein Fremder mein Kind anschreit und als hysterisch bezeichnet, und zweitens in ner Situation, wo manche Kinder eh Angst haben, als Arzt nicht einfühlsamer zu sein.

Weiss grad auch nicht- aber es tut gut, dass mal von der Seele zu schreiben.
(Das meine Kleine auch dabei war- hat die Situation auch nicht leichter gemacht.)


Trotzdem Danke,

Lieben Gruss









Beitrag von corinna2202 05.10.10 - 19:40 Uhr

hi
NEIN dass ist nicht ok auch nicht wenn er sich hinterher entschuldigt :-(

ich hab das so ähnlich nur in schlimmerer version mit meinen sohn auch erlebt und habe dann einen saftigen beschwerdebrief verfasst, und es hat NICHTS gebracht naja wenigstens mein gewissen war etwas leichter, es ist jetzt gute 2 jahre her und ICH hab noch immer ein trauma von diesen arzt und meine kinder von ihm auch nicht mehr behandeln lassen (leiter der kinderunfallambulanz)
mit meinen sohn mußte ich zu einem homöopathen damit er überhaupt wieder in der lage war das kh zu betreten. ich ließ ihm natürlich in einen anderen kh weiterbehandeln (hatte einen komplizierten ua bruch mit bohrdraht op)
dennoch läßt es mich nicht los dass ich in diesem moment nicht stark für meinen sohn war ich nicht in der lage war dem arzt zu sagen dass es reicht ich war wie gelähmt und ich kann es mir nicht verzeihen :-(
ich hoffe du und dein sohn können das erlebte schnell vergessen und hab nicht einmal den gedanken dass das OK war was der arzt gemacht hat das war es NICHT!
alles gute für dich und deinen sohn
corinna

Beitrag von 79sternchen 05.10.10 - 19:51 Uhr

Hallo,
Danke für deine Antwort.

Und dass ihr das auch schon mal erleben musstet mit den"Folgen" tut mir leid.

Lieben Gruss

Beitrag von sunflower2008 05.10.10 - 19:41 Uhr

so nen Netten Arzt hab ich auch...
mein Augenarzt hat sie mal angemeckert, weil sie es sich erlaubt hat, aufzustehen.
sie wollte halt zu mir.
da hab ich den Arzt angemeckert, dass er so nicht mit meiner Tochter redet....
aufeinmal war er total freundlich...

hast du in der Situation nichts gesagt?
wenigstens hat er sich entschuldigt....
Darf eingentlich nicht passieren, aber Ärzte sind auch nur Menschen...

lg
Sunny

Beitrag von 79sternchen 05.10.10 - 19:55 Uhr

Hallo,

Natürlich hab ich ihm was gesagt, schon nachdem er ihn hochgehoben hat. Dass er ihn loslassen soll!

Und bei dem letzten Gespräch, wo er sich entschuldigt hat, hab ich ihm auch gesagt, dass niemand sowas sagt. Und die 11 Stunden Schicht auch keine Entschuldigung ist. Mensch, ich war so sauer und auch entsetzt, wie ein Arzt sowas sagt.

Lieben Gruss



Beitrag von zwillinge2005 05.10.10 - 20:44 Uhr

Hallo,

was willst Du denn noch, ausser dass sich alle entschuldigt haben? Soll er seine Approbation zurückgeben, nur weil Dein Kind unbegründete Ängste hat und sich auch von Dir nicht zu erforderlichen Untersuchungen überzeugen lässt?

Dein Kind ist drei Jahre alt und sollte zu seiner Mutter ausreichend Vertrauen haben, dass es sich in Ihrer Anwesenheit von einem Arzt zumindest Untersuchen lässt bzw. in Deiner Anwesenheit ein Röntgenbild machen lässt.

Was hatte Dein Sohndenn jetzt? Wirklich etwas schlimmes, so dass sich Deine Aufrgeung wenigstens lohnt (also Knochen gebrochen, Bänder gerissen?)

LG, Andrea (die leider weiss, wie man sich fühlt, wenn man auch mal 36 Stunden am Stück in einer Klinik gearbeitet hat. Da können auch die Nerven bei Lappalien versagen).

Beitrag von schwarzesetwas 05.10.10 - 20:07 Uhr

Oh...
Da hätte ich aber vorher die Notbremse gezogen.

Arzt hin oder her, es gehts ja auch darum, dass Dein Kind vielleicht ein Leben lang skeptisch bzw. ängstlich sein wird.

Mache es immer so: Wenn ich merke, dass meine Kinder dicht machen, breche ich lieber ab.

So dem auch neulich in der Ortho-Praxis, wo meine Tochter (knapp 2) 1,5 h (es war dann schon 18.30!) auf den Arzt warten musste.
Sie brüllte auch nur noch, hatte Hunger und wollte nach Hause.
Dass Röntgen dann nicht mehr ging, hat mich nicht gewundert, aber den Arzt.
Ich meinte nur: Sorry, wir müssen JETZT gehen. Es ist zu spät, wir haben noch Heimweg.
Er versuchte uns zu überreden, da es ja nur noch 5 min. dauern würde.
Ich verneinte und ging.

Lg,
SE


Beitrag von gluecksschnecke 05.10.10 - 21:13 Uhr

Ich finde die ganze Situation klingt ziemlich komisch. Warum muß dein Dreijähriger allein auf Liege, wenn du doch weißt, dass er Angst vor Ärzten hat. Und warum hast du dem Arzt denn nicht die Stelle gezeigt, an der es weh tut.

Klar könnte man von einem Arzt verlangen, dass er Kindern gegenüber einfühlsam ist, und der war sicher ein nicht sehr herzliches Exemplar, aber ich würde das von Unfallchirurgen per se auch nicht wirklich annehmen ;-).

Für mich gibt es Situationen, durch die man (als Kind) einfach durch muß und wenn ich es dann selber nicht schaffe, mein Kind zu beruhigen und ihm Mut zu machen, hätte ich für einen gestreßten Arzt schon ein klein wenig Verständnis.


... ich zieh den Kopf ein ... und wünsche Gute Besserung
Elvira

Beitrag von 79sternchen 05.10.10 - 21:26 Uhr

Hallo, Danke für deine Antwort.

So wie ich geschrieben habe, habe ich meine Kleine dabei gehabt!

Und mit 2 Kindern ist das nicht so einfach.

Ich konnte ihn nicht mit auf die Liege nehmen, da ich noch meine Kleine auf dem Arm hatte und sie müde war. Im Nachhinein würde ich das auch anderst machen. Und warten bis mein Mann von der Arbeit kommt- aber in dem Moment, wo du denkst, dein Kind hat Schmerzen -wollte ich ihn nur zum Arzt bringen.

Und ich habe dem Arzt natürlich die Stelle gezeigt, die ihm weh tut und wie es passiert ist.
Das war einfach die Situation, dass der Arzt ihn selber gefragt hat. Wie das Ärtze halt so machen" Wo tut es denn weh?" Dann habe ich für ihn geantwortet.

LG