Wohnungskauf mit oder ohne EK?

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Beitrag von diana1608 06.10.10 - 09:14 Uhr

Ich poste hier für ne Bekannte, die ha folgende Frage:

Sie bewohnen eine Wohnung zur Miete, die ihren Eltern gehört. Nun möchten sie sich eine eigene Wohnung als Altersvorsorge kaufen und diese vermieten.
Eigenkaptial haben sie nicht viel. Deshalb sind sie am überlegen, ob sie eine 100 % Finanzierung machen und das Geld, das sie jetzt beiseite haben für Notfälle (Renovierung etc.) aufheben.
Was hat sie bei einer 100 % Finanzierung im Gegensatz zu einer Finanzierung mit ca. 20 % EK für Vorteile und für Nachteile.
Wie sind eure Erfahrungen? Wie wirkt sich das steuerlich aus?

Gruß Diana

Beitrag von sternschnuppe215 06.10.10 - 09:23 Uhr

... nur der Zinssatz ist geringfügig höher (ca. 0,3%) ... doch die Zinsaufwendungen können ja steuerlich geltend gemacht werden, von daher ist es egal...

wenn Sie eine günstige 100% Finanzierung bekommt, soll sie es machen und die Rücklagen lieber behalten.

Beitrag von kathi.net 06.10.10 - 09:38 Uhr

Auch wenn jetzt viele mit dem Kopf schütteln werden:

Kapitalanlagen wie Immobilien sollten mit Kapital und nicht 100%-finanziert werden. Sagt ja der Name schon ;-)

Man sollte sich also ganz genau überlegen, ob man die Kosten von Eigentum auch in schwierigen Zeiten (Leerstand, Renovierung/Sanierung, Mietausfälle) auffangen kann.

LG Kathi

Beitrag von wemauchimmer 06.10.10 - 12:04 Uhr

Wenn sie 100% finanzieren, wird der Kredit deutlich teurer. Klar, die Zinsen lassen sich als Betriebsausgaben absetzen, aber sie muß ja erstmal entsprechene Mieteinnahmen generieren oder Steuerlast haben, daß es sich überhaupt rechnet.
Ich würde das Eigenkapital - bis auf absehbare Ausgaben - auf jeden Fall einsetzen. Für Renovierungen usw. kann sie ja die Wohnung wieder beleihen, wenn erforderlich.
Es wäre was anderes, wenn sie schon Wohneigentum hätten. Dann wär es auch keine Vollfinanzierung.
Hier raten immer so viele so locker-flockig zu Vollfinanzierungen, als ob es das normalste auf der Welt wäre. Komischerweise, im Real-Life sehen das meine Bekannten alle ganz anders. Vielleicht wollen die entsprechenden Poster sich ihre eigene waghalsige Entscheidung nur schönreden.
Es sind schließlich gigantische Summen, die einem am Hals hängen und da sind 20% weniger doch ein deutlicher Unterschied.
LG

Beitrag von krokolady 06.10.10 - 13:42 Uhr

also wenn, dann täte ich eigentum kaufen und dieses auch selbst bewohnen.

Mal grob geschätzt:
Haus- oder Wohnungskauf für 170 000 Euro
zzgl. 6 % Maklergebühren
zzgl. 5 % Notar, Grundbuch und so

Bei 15 Jahren Zinsfestschreibung - was bei den derzeitigen Zinssätzen sicher nicht verkehrt ist, und dann mit 2 % Tilgung liegt die monatliche Belastung um 900 Euro

Wenn man dann neben diesem Betrag noch Miete zahlen muss wäre das eine sehr hohe Belastung.

Warum wollen die nicht direkt Eigentum dann bewohnen???

Beitrag von baltrader 06.10.10 - 19:44 Uhr

Wenn ich das richtig gelesen habe, wohnt sie in der Wohnung ihrer Eltern. Außerdem kann sie die Abträge ja durch Mietzahlungen des Mieters bestreiten, ändert ja unterm Strich nichts.

Beitrag von krokolady 06.10.10 - 19:48 Uhr

jo, sie wohnen zur Miete bei den Eltern.

Aber mal ehrlich....wer zahlt denn woanders Miete und steckt woanders Geld in Renovierungen etc. wenn er/sie das alles ins eigentum stecken kann?