Werden schlechte Esser auch "gemacht"? Essen kleinschn. bei 4Jährigen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von donaldine1 06.10.10 - 09:29 Uhr

Hallo,
ich würde gerne mal eure Meinung zu etwas hören.
Meine Nichte ist eine sehr schlechte Esserin, d.h. sie ißt sehr wenig, mäkelt viel herum und vieles schmeckt ihr nicht. Bisher war ich beim Essen selten mal dabei. Ich wuße es immer nur von den Aussagen meiner Schwester her.
Nun sind meine Schwester mein Schwager und die beiden Kinder (4 Jahre + 1 Jahr) gerade für eine Woche bei uns zu Besuch.
Es stimmt, was meine Schwester zum Eßverhalten meiner Nichte immer gesagt hat.
Mir ist aber auch aufgefallen: Meine Schwester schneidet das essen meiner Nichte immer noch total klein (Pizzastücke z.B. so klein, daß der Belag kaum noch drauf bleibt; Spaghettis werden kurze Nudelchen, die man weder aufdrehen noch "hochziehen" ( ;-) kann; etc.). Außerdem mäkelt meine Schwester (ist mir früher nie so aufgefallen) auch an ihrem eigenen Essen dauernd rum. Gestern z.B. schmekcte die Eiswaffel bitter ( #kratz ) und sie warf ihr Eis in eine Mülltonne. Nur ein paar Sekunden später sagte meine Nichte "Ich mag mein Eis nicht."
Da kam mir mal der Gedanke: Ob das Eßverhalten bei ihr vielleicht auch anerzogen ist?
Und dann noch eine weitere Frage, weil ich das bei meinen Kinder eher seltener mache: Schneidet ihr das essen bei 4-5 jährigen noch so klein?
LG
donaldine1

Beitrag von donaldine1 06.10.10 - 09:30 Uhr

PS: Ich meine jetzt natürlich meine große Nichte. Die Kleine ißt meistens noch Brei.

Beitrag von zimmiuhu 06.10.10 - 09:39 Uhr

Also meine Tochter ist 3 1/4, und isst ihre Pizzaecke so ohne kleinschneiden!
Sie ist auch ein schlechter esser, aber wenn sie reinhaut dann aber richtig!!! Es kommt einem manchmal so vor, als würde sie so alle 2 Wochen alles nachholen wollen, was sie da nicht gegessen hat.
Beim Eis ist es aber bei ihr auch manchmal so das sie es nicht mehr will, es ist ihr manchmal zu kalt oder schmeckt nicht!
Haben aber rausgefunden das sie nur schoko, erdbeer und banane mag, natürlich bekommt sie jedesmal nur eine kugel, aber auch die ist ihr manchmal zu viel.


Aber ich glaube das man Eßverhalten auch anerziehen kann, die Kinder schauen sich ja doch einiges bei den Eltern ab!
Siehe ja deine Geschichte mit dem Eis!!! Hätte ihre Mutter das Eis aufgegessen, hätte sie es vieleicht auch gegessen!

Beitrag von sterni84 06.10.10 - 09:42 Uhr

Hallo!

Ich denke die Kleinen schauen sich wie in so vielen anderen Bereichen, auch beim Essverhalten viel von uns ab. Wenn deine Schwester also selber häufig am Essen herummäkelt, wird es deine Nichte von ihrer Mutter übernommen haben.

Bei uns ist es noch heute so, sollte ich vor meiner Tochter mit dem Essen fertig sein, ist sie selbst schlagartig satt und möchte aufstehen. Ich versuche also langsamer zu essen, um ihr keinen Grund zum Aufstehen zu geben.

Natürlich schneide ich das Essen meiner 3jährigen Tochter noch klein, aber nicht mehr so klein, wie vor 1 Jahr noch.

Generell sollte man mit dem Thema Essen gelassen umgehen und keinen Druck auf die Kinder ausüben, das geht nach hinten los.

LG Lena

Beitrag von nineeleven 06.10.10 - 09:44 Uhr

Hallo.

Nööö, mache ich nicht mehr. Meine Tochter ist auch 4, bekommt aber ihre Stulle schon von anfang an in einem Stück, es sei denn sie hat zB Scheibenwurst drauf wo ich weiß wenn sie abbeißt zieht sie die ganze Scheibe mit vom Brot. Da werden dann großzügige Happen geschnitten oder die Stulle wird halt zusammengeklappt.

Bei meinem Neffen war das so, dass mein Bruder ihm die Stulle immer in kleinstmögliche Bissen geschnitten hat. Auch mit 4, 5 Jahren noch. Bis ich dann mal meinte, ob er (mein Bruder) der Meinung ist dass es besser sei das Abendbrot nur noch zu schlucken. Schließlich hatte der Bengel beizeiten Zähne und könnte auch was tun. Meinem Bruder war es sichtlich peinlich.

Ist genauso als mich meine Schwägerin letztens fragte ob wir nicht nen Buggy mithaben. Schließlich ist es doch ganz schön anstrengend für eine vierjährige so lange zu laufen. Häää? #kratz Hab dann nur gemeint, hm, ich bin schwanger, wer schiebt mich???

Dass deine Schwester selber am Essen rummäkelt hat meiner Meinung nach tatsächlich ne Menge mit dem Essverhalten deiner Nichte zu tun. Meine Nichte und mein Neffe von besagten Bruder zB trinken beide keine Milch pur, obwohl sie nie gekostet haben und daher gar nicht wissen wie sie schmeckt. Warum? Weil meine Schwägerin von anfang an immer meinte, IIIHHH, Milch ist doch eklig. Hmmm, meine Tochter trinkt gerne pure Milch und wird dafür oft als "Milchbaby" betitelt. Tja, so sind se halt alle.

Würde an deiner Stelle mal mit deiner Schwester reden, ob sie es nicht merkt dass sie ihrer Tochter das schlechte Essverhalten vorlebt. Sie wird es bestimmt noch gar nicht so bewusst mitbekommen haben. Auch wenn sie danach bockig mit dir ist, solltest du es riskieren was zu sagen.

LG und viel Glück #klee

Beitrag von carmen7119 06.10.10 - 11:11 Uhr

uih uih uih....

Ich muss zu deinem Beitrag einfach was schreiben.Nimms nicht all zu persönlich, ok!

Mein Mann und ich trinken täglich Milch und das in rauhen Mengen.Unser Sohn trinkt nicht einen Schluck!
Mein Mann und ich essen täglich Gemüse,Salat,Soße,Nudeln,Kartoffeln,Eintopf,Suppe etc.
Unser Sohn ist hauptsächlich Nudeln und diese in der Regel trocken ;-)
Wir sitzen zu jeder Mahlzeit gemeinsam am Tisch und leben ihm das essen vor.Er bekommt täglich das selbe auf den Teller wie auch wir(auch wenn ich weiß er wirds nicht anrühren).Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Weder mein Mann noch ich mäkeln am Essen(wir essen gerne).

Also...sei dankbar das es bei euch klappt!
Und misch dich bitte nicht ins Essverhalten anderer.Es ist so schon anstrengend und krampfig genu.Man benötigt da nicht noch jemanden der es einem schlau auf die Stulle schmiert:-p

LG
Carmen#sonne

Ps:Der Spruch in meiner VK passt auch zu deinem Beitrag wie Faust auf´s Auge;-)

Beitrag von nineeleven 06.10.10 - 21:06 Uhr

#winke

Musste grad schmunzeln als ich eine Antwort gelesen habe.

Es gab nur mal so nebenbei diesen einen Spruch wegen dem klitzekleine Häppchen schneiden zu meinem Bruder. Ist nicht so gewesen dass ich das ständig gesagt habe und meinen Bruder in die richtige Richtung weisen wollte. Er hats ja danach weiter gemacht.

Das mit dem Milch trinken ärgert mich insofern dass meine Schwägerin, die selber keine Milch trinkt zu ihren Kindern sagt Milch sei eklig, ohne dass die die Möglichkeit hatten es mal probiert zu haben. Und weil meine Tochter gerne Milch trinkt weil ich sie kosten hab lassen (wie bei allen Lebensmitteln sage, sie soll es probieren bevor sie mäkelt) ist sie in deren Augen ein "Milchbaby".

Aber wie gesagt, es ist jetzt nicht so dass wir da Streit oder Ärger miteinander haben. Mittlerweile ist meine Nichte fast 13 und mein Neffe 8. Das oben beschriebene ist nun mehr wie 4 Jahre her. Es sind da halt mal Spitzen geflogen, genauso wie sie es jetzt bei meiner Tochter machen.

Achso, und wollt noch anmerken, dass mein Bruder (mein Mann teilweise auch) manchmal wie ne Glucke ist. Männer trauen ihren Kindern im allg. weniger zu. Ich glaube mein Bruder hatte damals nur Angst der arme Junge könnte sich verschlucken #rofl

LG
#winke

Beitrag von sternenzauber24 06.10.10 - 10:01 Uhr

Nein, ich schneide für 4-5 jährige bistimmt keine Pizzastücke mehr Klein.

Die Pizza mit dem Rad in Eckchen schneiden, finde ich völlig okay, aber ich habe ja kein Baby mehr bei Tisch sitzen.

Fleisch, das schneide ich den Kindern ( den Kleinen) Klein, alles andere wird so gegessen. Auch Äpfel etc. haben meine Kinder schon vor dem Zweiten Geburtstag, im ganzen gegessen.

Natürlich wird auch das Eßverhalten Teilweise anerzogen, Kinder sind Spiegel ihrer Eltern!

LG,
Julia

Beitrag von hanni123 06.10.10 - 10:35 Uhr

Huhu,

natürlich geben wir die Essgewohnheiten innerhalb der Familie bzw auch im Kulturkreis weiter.

Im Großen ein Beispiel: Kinder in kleinen Dörfern in Afrika fangen z. B. Termiten im Flug und verspeisen diese mit Genuß! ;-)

Im Kleinen:
In einer Familie, in der Fertigprodukte mit viel Geschmacksverstärkern verwendet werden, wird sich das Geschmacksempfinden bei Kindern m. E. ganz anders ausprägen, als in Familien, die frisch, gesund und viel naturbelassenes zubereiten.
Eine Mutter, die am Essen herummäkelt, wird sicher dadurch Einfluß auf das Essverhalten ihrer Kinder haben, da sie es nur so kennen.

Bei meinem Sohn hatte das Mittagessen im Kindergarten anfänglich einen großen Einfluß darauf, was er plötzlich nicht mehr mochte. Er kommentierte das ganze dann auch noch mit einem lautstarken "Bäh!"
Mittlerweile hat sich das wieder gegeben, aber nach den ersten 2 Monaten Kindergarten mochte er auf einmal keine Erbsen mehr, keinen Reis mehr,...
Davor hat er echt alles gegessen, sogar Zwiebeln und Pilze, weil wir zuhause sehr gerne alle zusammen kochen.

LG

Hanna

Beitrag von daddy69 06.10.10 - 10:42 Uhr

Hallo,

ja, ich bin mir sicher, dass das zu einem sehr großen Teil anerzogen wird.

Wir kochen und essen mit Spaß und Lust. Unser Kleiner schon sehr früh ins Kochen mit einbezogen. Wir kochen viel Frisches, auch sonst gibt es viel Obst und Gemüse - Süßigkeiten sehr wenig.

Er ist einer der besten Esser im Kindergarten, im Normalfall zieht er Obst Süßigkeiten vor, wenn er was angeboten bekommt.

LG
Peter

Beitrag von hongurai 06.10.10 - 10:49 Uhr

ich möchte nicht gross ausholen, unser sohn ist ein furchtbarer esser. Das essen inetressiert ihn auch nicht. Wir haben schon vieles versucht, allergietests, logopädie, physio, psychologie, etc... Er hat auch ständig gewürgt und erbrochen.

Was nun bei ihm bischen hilft (auch 4 jahre alt) - ist Sanostol, dieses multivitaminsaft. Er hat einfach mehr appetit dadurch... Den bekommt man bei DM auch. Er macht zwar auch viel sport nun. Vl auch die Kombination. Aber seitdem wir ihm jeden tag ein Löffelchen Sanostol geben, isst er mehr und erstmal mit appetit :)

Beitrag von carmen7119 06.10.10 - 11:15 Uhr

Sanostol bekommt Lasse auch:-)
Aber mehr isst er dadurch nicht :-(
Ist wohl eher ein Zufall!

LG
Carmen#sonne

Beitrag von carmen7119 06.10.10 - 10:58 Uhr

Hallo :-)

Zu deinem Beitrag passt mal wieder der Spruch aus meiner Vk wie Faust aufs Auge ;-)

Aber ich kann da mal was zu sagen...Mein Sohn wie AUCH meine Nichte sind wenig Esser.Sie sind sehr schlanke Kinder und gott sei Dank selten krank.
Mir sagt mal der Kinderarzt:"Es gibt keine schlechten Esser!"Wir Eltern würden die KInder zu dem machen was sie sind #schein

Natürlich wird auch deine Schwester ihren Teil dazu beigetragen haben was ihre Tochter isst.
Aber ganz sicher ist sie nicht verantwortlich was ihre Tochter für Mengen isst.

Ich arbeite an dem Essverhalten meines Kindes!Aber ich ich kann dir sagen,das ist alles andere als einfach:-(
Mein Sohn ging gerstern z.B.ohne Abendbrot ins Bett:-(
Oftmals durchlebt er einen Tag ohen Mittagessen:-(
Aber besser ist es noch nicht wirklich geworden!

Ich denke das es ein Machtkampf ist;-)

LG
Carmen#sonne

Beitrag von charliey 06.10.10 - 11:15 Uhr

Hallo,

meine Tochter, fast 4, ist unkompliziert beim Essen. Sie probiert alles und mag eigentlich auch alles.

Vllt. schaut sich Deine Nichte tatsächlich einige "Macken" Deiner Schwester ab. Ich an Deiner Stelle, würde sie mal drauf ansprechen.

Isabel benutzt schon über ein Jahr das Messer. Manchmal rutscht mal was über den Tellerrand, aber ansonsten klappts.

Sie wollte irgendwann selbst nicht mehr, dass wir ihr das Essen klein schnippeln.

LG

Kerstin

Beitrag von bessi 06.10.10 - 11:23 Uhr

Hallo,

kleine Kinder haben mit Sicherheit ihre Lieblingsspeisen, die sie gerne und ohne viel Murren essen. Auf der anderen Seite gibt es genügend Dinge, die nicht so gerne gegessen werden. Meine Maus ist 4 Jahre alt und hatte auch eine Phase, in der sie immer rumgemeckert hat, wenn es mal keine Nudeln oder Reis gab.

Ich habe ihr immer gesagt, dass sie wenigstens 1x probieren soll und wenn sie es nicht mag, dann darf sie es stehenlassen, aber ums Probieren kommt sie nicht, ansonsten gibt es auch kein Eis oder dergleichen zum Nachtisch. Gezwungen wird sie auf jeden Fall nicht.

Ich denke schon, dass das Essverhalten der Eltern eine große Rolle spielt, bei der Entwicklung des Essverhaltens der Kinder. Kinder imitieren, gucken ab etc.. Wenn die Mutter pingelig ist, wird es das Kind wohl auch. Wie soll es auch anders sein. Deine Schwester muss sich erst mal an die eigene Nase fassen, eh sie ihrem Kind Stress macht.

Alles klein zu schneiden halte ich für den völligen Schwachsinn. Deine Nichte ist kein Baby mehr. Sie hat Zähne im Mund, mit denen sie abbeißen kann. Wie schade, dass Spaghetti klein geschnitten werden. Es macht doch so viel Spass, sie auf den Löffel zu drehen oder sie in den Mund zu ziehen. Vielleicht auch mal ein Anreiz, dass Essen anders zu gesalten. Essen soll doch auch irgendwie Spass machen und nicht nur den Hunger befriedigen.

LG Bessi

Beitrag von zahnweh 06.10.10 - 11:52 Uhr

Hallo,

ja, auch, aber nicht pauschal.

Zum einen ist es denke ich auch ein bisschen Veranlagung, aber das Verhalten der Bezugspersonen/Anwesenden prägt auch sehr!!!

Zu euch zuerst, da ich noch weitere Aspekte ergänze, inwieweit das Essverhalten geprägt wird.

Ich mochte als Kind Rosinen in allen Variaten. Eine Person der Familie pobelte sie überall raus. Ich nahm mir unbewusst ein Beispiel und seither mag ich keine mehr. Erst in der Pubertät wagte ich mich wieder an rohe heran. Nun ja, immerhin...

Paprika ähnlich. Damit mein Kind das aber nicht übernimmt, biete ich ihr immer wieder welche an und erkläre ihr bewusst: ich mag das nicht, sowie du keine Karotten magst. Aber du darfst gerne mal probieren.


Weitere Appeitkiller: schlecht über das Essen reden.
Mir wurde bei JEDER Fischmahlzeit von einer vrschluckten Gräte erzählt. In allen Einzelheiten und Details!!! :-[ in schildernden Schilderungen...
Danke. Bis heute esse ich einmal im Jahr FischSTÄBCHEN und nur wenn sie garantiert Grätenfrei sein können (sind sie auch nicht immer- auch hier "Horrorgeschichten") Mein Kind liebt Fisch, aber ich muss mich echt überwinden welchen zu machen. ... Noch Alternative. Sie Fisch aus dem Gläschen als Beilage. Sie soll es essen dürfen.

Eltern sind Vorbilder. In allen Lebenslagen! Das ist uns nicht immer bewusst, aber so ist es.



Bei mir war es auch so, dass an mir immer gemeckert wurde. Ich war zierlich und leicht. Ein Butterbrot genügte mir durchaus bis zum Abend! Aber im Laufe der Zeit kam auch viel Anerziehung dazu:
Folgende Sätze haben mir aber gehörig den Appetit verdorben, woraufhin ich noch weniger aß.
- probier doch mal, das ist so lecker!
- (wenn ich doch mal probieren wollte): das schmeckt dir sowieso nicht :-( (ich kenn dich doch)
- nimm dir nicht so viel auf den Teller, das schaffst du eh nicht (bei meiner sage ich lieber: bitte nicht so viel auf einmal. wenn es nicht reicht, darfst du dir noch mal holen)
- das hab ich extra für DICH gekocht (super, 1. schmeckte es furchtbar und 2. dann noch schlechtes Gewissen, das auf den Magen schlug 3. war ich nicht die einzige Person dit mitaß)
- du isst ja wieder wie ein Spatz (oder vor anderen: die isst immer so wenig)
- keine schöne Tischatmosphäre

das prägte! Dieses ständige Tamtam ums Essen, das Ständige Thema dazu. Bitte alle mal winken, die es mögen, wenn ihnen jemand bei jeder Mahlzeit auf den Löffel/die Gabel schaut und die Menge kommentiert. Also ich nicht. Ich esse lieber, so viel wie mein Körper gerade braucht. Mal mehr mal weniger.

Bei meiner 3jährigen lasse ich diese Sätze weg.
Sie darf alles probieren was sie möchte (OHNE Kommentare! .... und sie mochte lange Zeit keine Schokolade und liebt bis heute Sauerkraut #mampf) sie möchte alles einfach mal probieren und entscheidet selbst, was sie mag. Ihre Portionen reichen von 2 Löffelchen je 3 Mahlzeiten am Tag bis zu 3 Erwachsenenportionen je 5 Mahlzeiten am Tag. Sie weiß selbst am besten was sie braucht und das lasse ich unkommentiert.

Beitrag von ichclaudia 06.10.10 - 11:56 Uhr

keine Ahnung, inwieweit das Essverhalten anerzogen ist oder nicht.

Bei uns ist es so, dass mein Sohn auch lange nicht alles isst. Er mag zum Beispiel überhaupt kein Eis. wir essen das schon im Sommer gelegentlich. Er mag auf Brot auch keine Butter/Margarine. Wir Eltern schmieren unser Brot immer mit Margarine und dann der Belag. Bei ihm kommt nur trocken Brot und dann der Aufschnitt/Käse. Unser Sohn ist nix, wo eine Soße dran ist. Kartoffeln und und Gemüse ist er (pur- ohne Soße). Fleisch ist er ausschließlich helles Fleisch (Schwein, Pute, HÄhnchen). Dunkles Fleisch geht er gar nicht bei..

Wir selbst essen normal. Natürlich gibt es zum Essen eine Soße, natürlich gibt es auch mal Rind etc...

Übrigens: Selbst Nudeln isst unser Sohn ausschließlich OHNE Soße !

LG

Beitrag von zahnweh 06.10.10 - 12:07 Uhr

ach so zum Kleinschneiden:

das mache ich auf Wunsch. Mein Kind darf mir sagen, wenn ihr die Stücke zu groß sind, dann mache ich das.

Je nachdem welches Essen es gibt, wie heiß es noch ist und wie man es essen kann.
Spaghetti werden beim Kochen einmal gebrochen (wegen Topf). Bei anderen Sachen bittet sie mich, dass ich es ihr schneide (vergesse es auch mal). Wenn es ein ruhiger Tag ist, darf sie jetzt mit 3 Jahren auch mal selbst probieren. Wird noch lange dauern, aber probieren ist ok.

Wichtig ist denke ich eher die Vorbildfuntkion. Wie schon beschrieben.

Beitrag von sohnemann_max 06.10.10 - 12:48 Uhr

Hi,

ich würde mal sagen ja und nein.

Ja eindeutig zu dem was auf den Tisch kommt. Das stimmt. Bei uns z. B. kommt ganz, ganz selten Rosenkohl usw. auf den Tisch - eben weil wir es als Eltern gar nicht leiden mögen. Und da gibt es so einiges was uns überhaupt nicht schmeckt - schmeckt unserem Großen dann natürlich auch nicht.

Auf der anderen Seite muss ich trotzdem eindeutig nein sagen. Unsere beiden Kinder sind grundverschieden. Max, der Große ist ein ganz schlechter und sehr knerschiger Esser. Unsere Kleine dagegen isst alles. Der Große liebt Süßspeisen wie Pfannkuchen, Arme Ritter, Baggers. Die Kleine wiederum ist davon gar nichts.

Sicherlich spielt das Verhalten der Eltern eine große Rolle, nicht aber zu 100 %.

Nein, das Essen wird bei 4 - 5jährigen kaum verkleinert. Ab und an zerschnippel ich Max (6 Jahre) noch seine Spagetti - aber aus dem Grund, weil es seine kleine Schwester (16 Monate) auch geschnippelt bekommt.... in der Regel macht er es aber selbst.

Pizza wird weder für die Kleine noch für den Großen zerlegt. Da gibts ein kleines Stück für jeden in die Hand und gut ist es. Wozu hat der Mensch Zähne?!

LG
Caro mit Max 6 Jahre und Lara 16 Monate

Beitrag von tanjamami2006 06.10.10 - 12:59 Uhr

auf jeden fall kucken sich die kids das meist von eltern ab.
die kinder die ich kenne wo mäkelig sind, deren eltern sind es immer auch.

wir sind alle sehr gute esser, essen fast alles, mein mann am liebsten fleisch und die kleine rührt auch am liebsten fleisch an,
gemüse ist eher unbeliebt, aber ansonsten wird idR gegessen was auf den Tisch kommt.

ich finde es schrecklich wenn Leute so schrecklich schneubisch sind,
letztendlich ist das einfach eine wohlstandsfrage.

wenn es hunger und mangel an lebensmittel gäbe dann wären viele leute glaub ich nicht so verwöhnt.

nur um das klarzustellen: ich finde es ist kein problem einige lebensmitel nicht besonders zu mögen, ich finde es nur schlimm wenn jemandem so gar nichts recht ist.

wenn ich mal was koche wo ich weiß das mögen meine mädels nicht, dann kriegen sie halt an dem abend ein butterbrot, basta.

tanja

Beitrag von sobinichnunmal 06.10.10 - 13:32 Uhr

Hallo,

ich habe zwei Kinder, die Große war seit der Beikostzeit eine schlechte Esserin, bis heute, sie ist 7 Jahre alt. Die Kleine war von Beginn an eine gute Esserin, bis heute, sie ist 3 Jahre alt. Wir haben keine Unterschiede gemacht, unser eigenes Essverhalten hat sich zwischen den Geburten der beiden Kinder nicht verändert. Bei meiner Schwester ist es genau umgekehrt, der Große war immer ein guter Esser und der Kleine ein schlechter Esser.

Meine Große teilt sich Süssigkeiten immer ein, wenn sie eine Tafel Schoki bekommt, dann isst sie ein Stück und legt den Rest weg. So geht es dann ein paar Tage, bis die Schoki weg ist. Die Kleine ist dagegen ganz anders, sie isst alles an einem Stück weg und wenn sie die Schoki der Schwester noch in die Finger kriegt, isst sie die auch noch weg....

Ich denke, es ist einfach in den Kindern drin.

Ein schlechtes Vorbild der Eltern ist natürlich auch ein Faktor, der sowas fördern kann.

LG Sandy

Beitrag von leonie110 06.10.10 - 14:27 Uhr

Fragt sie die Tochter denn, ob sie es kleinschneiden soll?
Meiner würde toben, wenn ich im etwas klein schneide, was er so essen oder selbst schneiden will. Alternativ isst er es dann auch einfach nicht.
Er ist noch keine 3 und schmiert und schneidet sich Butterbrot seit heute komplett alleine. Nudeln mag er gerne geschnitten haben, die Pizza schneidet er je nach Teig auch schon selbst.
Heute hat er gesehen, dass ich ein Brot mit einem Wurstring belegt habe und aus der Hand abgebissen - was hat er gemacht - das Gleiche.
Ok, die Wurst fiel ihm beim ersten Versuch runter, danach hat er das Wurstbrot aus der Hand gegessen, wie wir es auch gemacht haben...mit 4 ist sie sicher so weit, dass sie das selbst könnte...vielleicht würde sie dann wirklich besser essen. Aber letztlich können das nur die Eltern selbst hinbekommen...schwierig.