Wie macht ihr das mit dem Malen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 12:44 Uhr

Hallo,

Helena (im September 3 geworden) malt für ihr Leben gerne - egal ob Aqua Doodle, Doodle Pro, Buntstifte, Filzstifte, Tusche, Fingerfarben, etc.

Sie hatte schon einmal eine Phase, in der sie schöne Dinge gemalt hat (Figuren und Tiere), dann kam mal wieder eine ausgeprägte Kritzelphase und seit Neuestem malt sie wieder Gegenständliches (am liebsten sich selbst mit Mama rechts an der Hand und Papa links an der Hand, gestern aber zum Beispiel auch eine Erdbeere). Manchmal möchte sie gerne, dass ich mitmale - dann verliert sie aber schnell die Lust, weil sie so perfektionistisch ist und merkt, dass sie nicht so gut malen kann wie ein ERwachsener. Außerdem versucht sie dann, meine Bilder zu kopieren. Sprich: wenn ich eine Katze male, dann weiß ich, dass ihre nächsten Katzen genauso aussehen würden. Irgendwie habe ich Angst, ihre Phantasie einzuschränken, aber andererseits denke ich, dass Anregungen wichtig sind.

Wie macht ihr das? Malt ihr mit euren Kindern zusammen oder lasst ihr sie lieber alleine malen?

LG Berna

P.S. Als stolze Mama stelle ich euch mal einige ihrer Kunstwerke auf die VK. ;-)

Beitrag von gluecksschnecke 06.10.10 - 12:56 Uhr

... zeig mal die Kunstwerke!!!

Ich bin schon ganz gespannt darauf, denn mein 3,5 Jähriger malt tolle Wollknäule oder Striche - in die er dann allerdings Wasserwerke, ICEs und Bauernhäuser hineininterpretiert (meine Kunstlehrerin wäre stolz auf ihn #augen). Wir malen meistens zusammen, was jedoch so aussieht, dass er einen Strich malt und ich dann weiter malen soll #aerger.

Ich glaube nicht, dass du sie einschränkst. Im Gegenteil, du zeigst ihr Neues wovon sie lernen kann.

Ich würde sie fragen, ob sie lieber allein ein Bild malen will, oder wir zusammen malen sollen. Je nachdem, was sie will, würde ich es dann machen.

Lg Elvira

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 13:12 Uhr

Hallo,

Bilder sind nun online.

Meist richte ich mich nach ihr. Wenn sie von sich aus sagt, dass ich auch mitmalen soll, dann tue ich das, wenn nicht, dann lasse ich sie alleine malen. Mich irritiert es nur, dass sie dann so schnell die Lust verliert, wenn wir gemeinsam malen (alleine kann sie sich damit ewig beschäftigen). Und traurig stimmt mich dann der Spruch: "Mach du das lieber Mama, du kannst das besser als ich"... Mir ist klar, dass keine Meister vom Himmel fallen - aber ihr offensichtlich nicht und ich weiß einfach nicht, wie ich es ihr erklären soll, dass man manche Dinge einfach erst üben muss, bevor sie richtig klappen, wie man es sich vorstellt...

LG Berna

Beitrag von cludevb 06.10.10 - 13:21 Uhr

Hi!

Das ist doch super dass sie dir die Sachen nachmalt.
Du zeigst ihr ja nur wie sie kindgerecht einen Gegenstand malen kann.
Wenn du ihr eine schnecke malst wirst du ja wohl auch eine Spirale malen mit einem Abstehenden End und fühlern, so kann sie selbst eine darstellen. schon mal probiert eine schnecke original und detailgenau zu malen? frustrierend für eine 3-jährige, sie freut sich wenn jeder ihr kunstwerk erkennt und du zeigst ihr wie sie dann malen muss
jetzt nur mal als beispiel :-D
ich habe meinem zwerg auch schon vieles als anregung gemalt... eine blume mit stiel, blatt und blüte, ein auto mit 2 rädern(;-)), hab ihm bei seinen personenzeichnungen einmal gezeigt wie er schuhe an die strich-beine malt und wie er 5-finger also 5 striche an die strich-arme malen kann um finger darzustellen...

keine angst: sobald du die grundlage geschaffen hast, werden die zwerge selbst kreativ ;-)
ich hab z.b. bei seinen porträts von mir inzwischen lange lockige haare, einen gürtel und "tittis" :-p:-p:-p DAS hab ich ihm nicht gezeigt ;-) also führt er somit nur mein grundbeispiel mit seinen details weiter, das auto ist inzwischen ein 4-türer mit auspuff, und die blätter von der blume haben blattäderchen bekommen, auch ohne dass ich ihm das gezeigt habe. ich denke mal dass man das eindeutig kreativ nennt #schein

Also: Grundriss nachzeichenbar geben und dann die details erfinden lassen :-p

Mach dir keinen Kopf, das ist schon OK wie dus machst!

LG Clude, Lukas (3 3/4) und Michel (1,5)

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 13:38 Uhr

Hallo,

ich weiß eben nicht, ob ich es wirklich super findet, wenn sie mir was nachmalt - shcöner würde ich finden, wenn sie das Original nachmalt... Aber um so genauer ich darüber nachdenke, umso unbegründeter erscheint mir meine Aussage: ob sie nun gemalte Katzen im Buch anguckt und dabei (nben den echten natürlich) lernt, wie sie aussehen oder ob ich sie ihr vormale (natürlich kindlich - viel besser kann ich eh nicht... ;-) ) - eigentlich sollte da doch kein Unterschied sein, oder?

Na ja, ich werde es wohl am besten weiter so halten wie bisher: entweder sie möchte von sich aus mit mir malen oder ich lasse sie alleine malen...

LG Berna

Beitrag von schildi77 06.10.10 - 13:22 Uhr

Hallo,

echt Klasse, was deine Tochter so malt. #pro
Mein Sohn war im Juni 3 und ist noch weit entfernt von erkennbaren Bildern...zumindest do "detailgetreu"

Louis malt ne Sonne, Ostereier oder manchmal ist auch Gesicht mit NAse Mund Augen erkennbar #schwitz

VG, Sandra

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 13:40 Uhr

Hallo,

da bin ich auch wirklich stolz auf sie, aber sie malt ja auch wirklich viel - hat also eine Menge Übung... ;-) Und wie gesagt: zwischen den Gegenständlichen Sachen gibt es bei uns auch immer wieder ausgeprägte Kritzelphasen...

Und wie sollte es auch anders sein: dafür kann sie bspw. mit Lego oder Bausteinen nicht sonderlich viel anfangen... Die Interessen sind halt verschieden!

LG Berna

Beitrag von schildi77 06.10.10 - 13:45 Uhr

Wahrscheinlich ist es der Unterschied zwischen Junge und Mädchen.

Mein Sohn spielt liebend gern mit LEGO..baut Gargagen, Tunnel...und das liebste ist sein Holzeisenbahn mit Brücke und Signale und Schranken #gruebel

Louis mag auch puzzeln..so bis 30 Teile.
Aber malen ist echt nicht sein Ding..naja vielleicht kommt das noch #zitter

#winke

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 13:51 Uhr

Wer weiß das schon? Helena kann auch einen Turm und eine Brücke bauen, aber so wirklich Begeisterung zeigt sie dafür nicht - muss sie ja auch nicht.

Und puzzlen ist so eine Sache für sich: sie will immer wieder, dass ich mit ihr puzzele, aber alleine hat sie echt Probleme. Bis 12 Teile geht es, aber ihr größtes Problem: sie hat einfach noch nicht verstanden, dass eine glatte Seite der Rand sein muss und manchmal zweifele ich auch daran, dass sie verstanden hat, dass es am Ende ein komplettes Bild ergeben muss... Sie setzt die Teile nämlich liebend gern einfach irgendwie zusammen (am liebsten als Schlange... :-D)

Das wäre auch nicht schlimm, wenn sie nur nicht so beharrlich darauf bestehen würde, dass wir gemeinsam bitte ganz viel puzzeln... ;-)

LG Berna

Beitrag von bessi 06.10.10 - 14:24 Uhr

Hallo Berna,

ich würde Dir den Rat geben, nicht zuviel darüber nachzudenken. Heutzutage machen sich die Mütter über alles und jedes einen Kopf - völlig unbegründet wie ich finde.

Wenn Deine Tochter gerne malt, ist das doch toll. Wenn sie Deine Sachen nachmalen will. Na und? Was ist denn dabei? Mit Sicherheit wird darunter nicht ihre Fantasie leiden!!!

Und wenn sie die Lust verliert...ein Zeichen dafür, dass sie Ehrgeiz hat. Ist doch auch schön. Ermuntere sie, indem Du sagst, dass man halt viel üben muss und das Du in ihrem Altern auch noch nicht so gut malen konntest. Wo ist das Problem?

LG Bessi

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 14:42 Uhr

Hallo,

wahrscheinlich hast du Recht. Ich habe ja selbst schon gemerkt, dass meine Sorge im Grunde unbegründet ist (denn sie sieht ja nicht nur meine gemalten "Vorlagen", sondern auch in Bilderbüchern, in Trickfilmen, etc.).

Ehrgeiz ist ja gut und schön - kann aber auch ermüdend sein. Es ist nicht nur beim Malen, sondern eigentlich fast immer so: sie macht Dinge erst, wenn sie sich zu 100% sicher ist, dass sie es kann (sie ist mit knapp 10 Monaten an der Hand gelaufen, aber "erst" mit 13,5 Monaten frei - dafür aber ohne hinzufallen; sie hat "erst" mit 12 Monaten angefangen erste Wörter zu bilden, konnte aber mit 16 Monaten bereits Zwei- bis Dreiwortsätze sicher und richtig bilden und einsetzen, etc.)

Natürlich erzähle ich ihr, dass man Dinge erst lernen muss und ermuntere sie, es zu versuchen - aber meist ist es vollkommen zwecklos...

Ich hab halt nur Angst, dass sich das manifestiert (dass sie Dinge, die sie sich nicht perfekt zutraut gar nicht erst probiert) und würde mich freuen, wenn ich ihr helfen könnte, das zu überwinden...

LG Berna

Beitrag von bessi 06.10.10 - 16:36 Uhr

Hallo Berna,

wer hat behauptet, dass es mit Kindern immer einfach ist??? ;-)

Ich an Deiner Stelle würde in solchen Situationen, in denen sie nicht weitermachen möchte, weil es nicht perfekt genug für sie wird, gar kein Aufhebens machen. Sag dann doch einfach: OK, dann versucht Du es halt ein anderes Mal wieder. Lass sie - interpretiere nicht irgendetwas Negatives in dieses Verhalten.

Ich denke, dass es legitim ist, dass Kinder, die etwas nicht sofort schaffen, traurig sind, trotzig oder wütend werden. Meine Maus (4 Jahre) wird auch schon mal laut, wenn etwas nicht so geht, wie sie es sich vorstellt.

Trotzdem habe ich keinen Zweifel daran, dass sie ihren Weg machen wird und immer auf ein Neues probieren wird, dass zu erreichen, was sie möchte. Sie hat selbst schon erkannt, dass Erfolge erzielt werden, wenn man immer mal wieder übt.

Meiner Meinung nach, ist Deine Angst, dass es sich manifestieren könnte, das sie sich gar nichts mehr zutraut, unbegründet. Mach nicht die Pferde scheu...es gibt eben Kinder, die möchten alles gaaaaaaaaaaaaaanz richtig machen.

Das, was Du oben beschreibst, hat aber nichts mit Perfektionismus zu tun, sondern das sind Entwicklungsstufen, die jedes Kind durchmacht. Oder glaubst Du allen ernstes, dass sich Dein Kind mit 12 Monaten gedacht hat "Ich spreche erst, wenn ich zwei- bis dreiwortsätze sagen kann!" Das kenne ich aus dem Bekanntenkreis auch. Erst haben die Kinder so gut wie gar nichts gesagt und auf einmal fingen sie in ganzen Sätzen das Plappern an.

Mehr als gut zureden in bestimmten Situationen kannst Du nicht.

LG Bessi

Beitrag von ida85 06.10.10 - 14:33 Uhr

hallo berna

wow, deine tochter mal wirklich super! mein sohn ist ein jahr älter und malt nicht annähernd so gut! er ist in einigen dingen wirklich gut aber feinmotorische sachen sind nicht sein ding. er verliert extrem schnell die lust und geduld am malen, deswegen machen wir dies nicht so oft.

und wenn doch, dann je nach lust und laune zusammen oder er malt auch mal alleine.

lg

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 14:56 Uhr

Hallo,

wie gesagt: sie macht es ja auch wirklich viel und ausdauernd und hat dementsprechend jede Menge Übung... ;-)

Und natürlich kann sie dafür andere Dinge, die ihr nicht so viel Spaß machen weit weniger gut (oder zeigt sie zumindest nicht so wirklich). Mit Lego und Bausteinen kann sie nur begrenzt was anfangen und auch mit dem Puzzeln hapert es noch ganz schön (obwohl sie eigentlich will, aber das Prinzip hat sie irgendwie noch nicht so wirklich geschnallt... ;-) )

LG Berna

Beitrag von cori0815 06.10.10 - 14:56 Uhr

hi Berna!
Ich male nicht so oft mit meinen Kindern zusammen, wenn sie mit Bunt- oder Filzstift malen. Denn das können sie schon so schön allein, dass ich die Zeit gern mal nutze, um etwas anderes zu tun. Aber wenn wir tuschen oder kneten, dann mische ich kräftig mit und wir kneten dann z.b. mal was gemeinsam. Neulich habe ich ein Sofa geknetet und die Kinder haben etwas geknetet, was darauf gehört. Sie haben einen liegenden Papa geknetet #rofl#rofl#rofl Womit ja mal wieder alles gesagt war ;-)

Ich finde übrigens, für gerade 3 Jahre malt deine Tochter recht gut. Mein Sohn (4,5) malt nicht viel besser. Allerdings ist er sehr detailverliebt: Männer erkennt man an dem knielangem Penis und mich hat er neulich mit einem MEGA-Gewölle zwischen den Beinen gemalt (auch bis zum Knie runter), dass ich verschärft über eine Intime-Rasur nachdenke #rofl

Mach doch einfach eine gute Mischung: male mal mit ihr und lass sie mal ohne dich malen. Gib ihr mal einen Auftrag und lass sie mal ohne malen.

LG
cori

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 15:02 Uhr

Hallo,

ich stelle mir gerade die Bilder deines Sohnes vor und muss herzhaft lachen... #rofl Danke!

Kneten und tuschen tun wir auch zusammen - gar nicht, weil es mir soviel Spaß macht, sondern vielmehr, damit ich das ganze ein wenig im Blick habe... ;-)

Meist malt sie alleine, manchmal möchte sie gerne, dass ich mitmale - das mache ich dann ja auch und ich glaube, das sollte ich einfach beibehalten.

Ich hatte mal gelesen, dass es nicht gut wäre, den Kindern Dinge vorzumalen, da sie prototypisch wirken würden und somit die Phantasie des Kindes einschränken könnten. Allerdings: umso mehr ich darüber nachdenke, umso unwahrscheinlicher erscheint mir das - sie sieht ja nicht nur meine Zeichnungen, sondern auch die von Freunden, in Büchern, in Trickfilmen, etc.

LG Berna

Beitrag von cori0815 06.10.10 - 16:06 Uhr

hi Berna!
Du solltest nicht so viel lesen! Wusstest du es noch nicht? Lesen gefährdet die Dummheit ;-) Und die kann manchmal ganz schön nützlich sein, nämlich wenn es darum geht, nicht alles zu verkopfen.

Ich bin mit den Sachen, die man so Tag für Tag in irgendwelchen Ratgebern und Eltern- und Pädagogenzeitschriften liest, vorsichtig geworden. Denn: jeder braucht ja seine Daseinsberechtigung. Und das gilt auch für Pädagogen, Therapeuten und Psychologen. Und so fließt schon mal der ein oder andere Satz aus deren Feder, der nicht allzu wörtlich genommen werden sollte.

Sieh es mal so: wenn du deiner Tochter keine Blume mehr vormalen sollst, weil das ihre Phantasie einschränkt, dann solltest du ihr auch unbedingt - wenn ihr rausgeht - beide Augen zukleben. Denn der Anblick einer echten Blume würde womöglich auch ihre Phantasie diesbezüglich zerstören ;-)

Gerade eben hatte ich folgende Situation: mein Sohn war bereits um 14.30 Uhr vom Mittagsschlaf erwacht und sollte sich nun ruhig beschäftigen, da seine kleine Schwester noch schlief. Ich schlug ihm vor, er könne doch ein Bild malen. "Aber was SOLL ich denn malen?" fragte er unmotiviert. Ich antwortete "Wie wäre es mit einem Auto?". Er daraufhin: "Ich kann kein Auto malen". Ich habe ihm dann eines seiner Autos (mit leichter Linienführung) rausgesucht und es ihm auf den Maltisch gelegt. Und siehe da: er hat ein Auto abgemalt. Aber damit beschneide ich doch nicht seine Phantasie. Denn Autos sieht er jeden Tag und sie sind kein Phantasiegebilde.

Was anderes wäre es, wenn du sagst "ich male dir jetzt mal auf, wie ein Gespenst aussieht " oder "...wie der liebe Gott aussieht". Das sind ja Sachen, die bei jedem in der Phantasie anders aussehen sollen und dürfen. Die würde ich nicht vormalen und auch nicht abgebildet zeigen.

Ich hoffe, ich hab dich mit meinen langen Ausführungen nicht allzu sehr gelangweilt.
Lg
cori

Beitrag von knutschka 06.10.10 - 16:16 Uhr

Nein, du hast mich nicht gelangweilt - ganz im Gegenteil.

Du hast wohl Recht mit dem, was du über die fleißigen Schreiberlinge sagst. Und wenn ich so drüber nachdenke, kann ich dir auch sagen, woran es liegt: wenn jeder nur die "Wahrhheit" schriebe, wäre ja irgendwann alles gesagt und die Leute dann arbeitslos... ;-)

Na ja, ganz so wird es hoffentlich nicht sein, aber ganz so weit entfernt davon sicher auch nicht (nur eben meist unfreiwillig).

Helena malt noch nichts auf Ansage von mir - da kommt dann immer "kann ich noch nicht". Das liegt aber an ihrem Perfektionismus - ich hab mich deswegen dahingehend zurückgenommen. Nun fragt sie häufiger, ob sie dies und jenes malen soll und ich darf dann aussuchen. Das gefällt uns beiden! Und ich glaube, bis zum abmalen von Gegenständen dauert es bei uns sowieso noch eine ganze Weile - aber sie hat ja auch alle Zeit der Welt dafür!

LG Berna

Beitrag von zahnweh 06.10.10 - 21:51 Uhr

Hallo,

meine 3jährige ist noch weit davon entfernt Gegenstände zu malen. Bei ihr ist es kritzeln. ;-)

Bisher habe ich mich immer dazu gesetzt (meine Wände wollte ich nicht dauernd putzen), inzwischen kann sie wirklich dabei bleiben und bleibt auch auf dem Papier. Ihr Neuestes ist mit der Schere schneiden.

Wenn ich müde bin ,gebe ich ihr Papier und Stifte. Nebenher lese ich ein bisschen was oder koche.
Gegenstände oder ganz besonders Buchstaben soll ich ihr immer vormalen. Die schaut sie an und "kritzelt" drüber. Wenn ich Lust habe, mache ich es, wenn ich müde bin, sage ich ihr ehrlich, dass ich jetzt nicht will, weil ich müde bin.

Wenn sie deine Zeichnungen "kopiert" was soll's. Maler haben sich die Landschaften ja auch angeschaut und dann vom echten optisch "kopiert" ;-)

So lange sie fragt, würde ich es tun (außer du hast grade wirklich keine Lust, ist ja auch nicht immer) und wenn sie nicht fragt, wird sie sich schon ihre eigenen Gedanken machen.
Die Mischung macht es!
Wenn du immer ablehnst, kann es auch sein, dass sie dein Verhalten "kopiert" und irgendwann gar nicht mehr will, weil Mama auch nicht will ;-)