Hauskauf - welche Versicherungen sind wirklich nötig? Und die Steuer??

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Beitrag von krokolady 06.10.10 - 13:07 Uhr

Wir sind ja derzeit beim Hauskauf...... bisher immer nur Mieter.

Welche Versicherungen muss man bei Eigentum denn unbedingt haben???
Ist nen Einfamilienhaus.....

Und wie ist das bei der Einkommenssteuererklärung.....was kann bzw. muss man denn da angeben?

Beitrag von moeriee 06.10.10 - 14:04 Uhr

Hallo!

Hm, wirklich richtig nötig (zusätzlich zu den Versicherungen, die ihr sowieso schon haben solltet, z.B. Hausrat, Privathaftpflicht) ist eigentlich nur die Wohngebäudeversicherung. Lasst euch dahingehend aber am besten mal beraten, was da alles eingeschlossen sein sollte. Wir haben das volle Paket genommen: Sturm, Hagel, Leitungswasser, Vandalismus, Elementarschäden (Erdrutsch, Überschwemmungen, Erdbeben) und Bruch der Außenverglasung.

Bei der Einkommenssteuererklärung fällt mir derzeit nur ein, dass ihr Kosten für Handwerker angeben könnt. Allerdings dürfen diese nicht schwarz bei euch arbeiten. Sollte klar sein, denn sonst habt ihr keine Rechnungen, die ihr einreichen könnt. ;-) Vielleicht wissen andere ja noch mehr.

Liebe Grüße

Marie

Beitrag von moeriee 06.10.10 - 14:04 Uhr

Achso: Hausratversicherung auf jeden Fall anpassen!

Beitrag von wemauchimmer 06.10.10 - 14:28 Uhr

Nur weil Du ein Haus besitzt, mußt Du noch keine Versicherungen haben.
Allerdings, wenn Du das Haus nicht bar bezahlst, sondern mit einem Hypothekendarlehen, dann wird die Bank eine Wohngebäudeversicherung verlangen. Die kostet je nach Wert des Objekts... aber so mit ca. 20€/Monat bist Du dabei.
Wenn Du baust solltest Du eine Bauherrenhaftpflicht haben. Entfällt, wenn Du was fertiges kaufst.

Für den Fall der Fälle, daß der Hauptverdiener den Löffel abgibt, sollte das Haus den Hinterbliebenen wenigstens gehören als Absicherung. Da gibt es Risikolebensversicherungen, bei denen immer die Restschuld versichert ist (also je mehr Du den Kredit abträgst, umso geringer wird die Versicherungssumme). Hier hängts natürlich auch vom Hauswert und vom Eintrittsalter usw. ab, da kannst Du aber auch mit so 10-20€ im Monat dabei sein.

Steuerlich kannst Du das total vergessen, sofern Du selber drin wohnst. Nur vermietete Objekte wirken sich aus, also evtl. auch eine Einliegerwohnung. Klar wie immer kannst Du haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Heizungswartung...) absetzen, aber diese fantastischen Abschreibungsmöglichkeiten, die es vor 20 Jahren noch gab, sind Geschichte. Mit etwas Glück kannst Du vielleicht noch Umzugskosten geltend machen (wenn Haus näher an der Arbeitsstelle) und damit verbunden ein paar Anschaffungen wie Gardinen usw.

LG

Beitrag von krokolady 06.10.10 - 14:35 Uhr

Danke :-)

Also LV oder so ist klar......bisher hatte mein Mann keine private, sondern nur eine über die Firma....also UV und LV.....die täte aber nicht greifen wenn privat was passiert.
Da müsste er also schauen.....

Bei Kreditabschluss wird zusätzlich ne Versicherung abgeschlossen wegen Verdienstausfall und sowas....Arbeitslosigkeit etc.

Nur war ich mir nicht sicher was man so braucht....Gebäudeversicherung....klar....Glasbruch.....sicher lohnenswert. Aber zahlt die auch wenn ne Scheibe durch Eigenverschulden kaputt ging - oder muss das über ne Hausrat laufen?

Ich merk schon.......wir müssen uns wohl Allen Ernstes nen Versicherungsfuzzie ins Haus holen #augen

#augen


Beitrag von wemauchimmer 06.10.10 - 15:12 Uhr

Wieso wird denn beim Kreditabschluß eine Kreditausfallrisikoversicherung abgeschlossen? Ist in D nicht vorgeschrieben, Verbraucherschiützer mahnen zur Vorsicht, ist oft ziemliche Abzocke... also wir haben keine...

Beitrag von krokolady 06.10.10 - 15:17 Uhr

müssen wir auch nicht abschliessen - wollen wir aber!

Keine Arbeitsstelle ist 100%ig sicher - und passieren kann auch immer was das man plötzlich auf lange Zeit ausfällt im Job.

Der Konzern wo mein Mann ist, ist zwar weltweit vertreten und macht gute Umsätze.
Aber grad bei so großen Konzernen kann es passieren das die mal eben ne Aussenstelle dicht machen nur weils nicht mehr genug Profit einbringt.

Beitrag von wemauchimmer 06.10.10 - 16:07 Uhr

Ist ja die Frage, was der Spaß kostet....
Ich denke halt, wenn man ein Haus kauft, kann man es nicht unter allen nur denkbaren Umständen auch behalten.
Und wenn man(n) arbeitslos wird, und nicht ganz schnell einen neuen Job findet, dann rettet einen so eine Versicherung auch nicht vor dem steilen sozialen Abstieg...
und wenn ich umgekehrt ohne diese Versicherung das Häuschen ein paar Jahre früher abbezahlt habe, hab ich ebenfalls was zur Verringerung meiner Lebensrisiken getan...
LG

Beitrag von krokolady 06.10.10 - 16:35 Uhr

liegt bei um die 25 Euro im Monat die Versicherung.

Ich schätz mal wir verkaufen das Haus sogar eher wie es komplett abbezahlt ist *g*
Wir machen 2 % Tilgung mit Zinsfestschreibung auf 15 Jahre.

Wir gehen davon aus das wir das Haus in 20 Jahren wieder verkaufen werden......dann sind wir 60 und brauchen den Platz wohl nicht mehr.
Wenn man davon ausgeht das des Haus in 20 Jahren "nur" noch 100 000 einbringt gehen wir auf jeden Fall mit Gewinn raus.

Beitrag von moeriee 06.10.10 - 14:57 Uhr

Müssen muss man nix! Da gebe ich dir Recht! Nichts desto trotz würde ich immer zu einer Wohngebäudeversicherung raten. Nicht nur, wenn die Bank es verlangt. Die wenigsten haben so viele Rücklagen, dass sie Schäden mal eben nebenbei bezahlen können. Erst vor ein paar Wochen hatten wir 20 km von hier einen Tornado. #schock Oder bei meiner Mutter war die Wasserzuleitung kaputt. Die Straße musste aufgerissen werden, etc. pp. Gekostet hat der Spaß stolze 10.000€. Von dem Geld hätte sie jahrelang ihre WGV zahlen können. Ich würde das Risiko nicht eingehen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Wir zahlen jährlich ca. 180€ bei der Mecklenburgischen. Das sind monatlich gerade mal 15€.

Eine Risiko-LV finde ich auch sinnvoll. Wir zahlen bspw. nur 50€ im Jahr für mich. Dafür ist das Haus aber abbezahlt, wenn ich mal den Löffel abgebe. Umgekehrt bin ich natürlich auch abgesichert. Das Ganze läuft zusätzlich zur normalen LV.

Beitrag von lilja27 06.10.10 - 15:27 Uhr

Also glaueb man muss eine feuerversicherung haben.
Dazu haben wir noch eine Lebensversicherung beide, das wenn einer von uns stribt der andere nicht in eine fianzielle notlage gerät und das haus abbezhalt ist, dann Haftpflichtversicherung welche man auch glaube ich bei der einkommensteuererklärung mit absetzten darf zumindest eine pauschale dafür.
Und eine versicherung die elementarschäden/glasschäden/hausrat usw abdeckt.

lg

Beitrag von sternschnuppe215 06.10.10 - 16:14 Uhr

nur eine Wohngebäudeversicherung zusätzlich!

... als Eigennutzer kann man seit Jahren steuerlich nichts mehr geltend machen. Lediglich die "Arbeitsleistung" bei Modernisierungen oder Haushaltsnahen Dienstleistungen