Erst Wutausbrüche nun ständiges Heulen....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tamara4 06.10.10 - 14:44 Uhr

Hallo,
meine Tochter wird Ende Oktober 3 Jahre. Sie ist eigentlich ein sehr ausgeglichenes, lustiges Mädchen.
Vor ca 4 Monaten fingen dann ihre extremen Wutausbrüche an. Fand ich auch ok, denn auf die Trotzphase bin ich ja vorbereitet.
Worauf ich nicht vorbereitet bin sind ihre Knatschereien! Seit ca 5-6 Wochen gibt es kaum noch Wutanfälle nur noch hysterisches Heulen. Immer wenn sie was nicht darf, kann oder wenn sie müde ist. Sie ist dann kaum noch zu beruhigen. Ich nehme sie dann in den Arm, versuche ihr die Situation zu erklären und warte bis es aufhört.

Kennt ihr das??? Was macht ihr um diese Situationen zu umgehen bzw wie schaffe ich es, dass sie diese Heulerei aufhört.
Ich muss ehrlich gestehen mit den Wutausbrüchen bin ich besser klar gekommen....
LG

Beitrag von gluecksschnecke 06.10.10 - 14:53 Uhr

Ich sage meinem Sohn, dass es mit dem Geheule aufhören soll, wenn es keinen Grund gibt. Ich biete ihm an, dass ich ihn in den Arm nehmen kann, wenn es ihm dann besser geht (was ihn aber meißtens noch mehr zum Toben bringt) und machmal schnappe ich ihn auch einfach und lenke ihn ab.

Wenn gar nichts hilft, kündige ich an den Raum zu verlassen und sage, dass ich erst wieder komme, wenn er zu heulen aufhört, weil mir schon die Ohren weh tun. Darauf gibt es zwei Reaktionen: 1.- er hört auf und 2. - er weint "echt" - worauf er sich dann auf dem Arm ziemlich leicht trösten läßt.

Lg Elvira

Beitrag von lilith78 06.10.10 - 14:59 Uhr

Kenne ich.
Das macht mein Sohn etwa seit er 2 ist.
Null Frustrationstoleranz, keine Geduld und ziemlich viel Egoismus... allerdings ist er zu disem Zeitpunkt auch großer Bruder geworden und was macht das Baby (mittlerweile 1), um auf sich aufmerksam zu machen??? Es quengelt und schreit!
Bei meinem Großen macht mich das rasend (aber das ist ja auch häufig Sinn und Zweck, z.B., wenn ich telefoniere - mich zu provozieren, auf sich aufmerksam zu machen und seine Grenzen auszutesten #schwitz).
Da er mittlerweile 3 ist und ein wirklich kluges Kerlchen denke ich er versteht, warum das Geheule und Gekreische auf Dauer im Zusammenleben nicht funktioniert.
Deshalb haben wir die Regel eingeführt, wenn er kreischt kann er das in seinem Zimmer, im Flur, im Hof, auf dem Balkon tun, aber nicht da, wo wir sind - sprich: wer grundlos kreischt fliegt raus.
Wenn er sich weh getan hat ist weinen natürlich okay, aber eben auch nicht hysterisch und ewig - nach dem Trösten sollten sich alle wieder beruhigen können...
Schwierig finde ich das trotzdem, da die Kleine natürlich immer noch häufig scheinbar grundlos schreit und so auch meistens die Aufmerksamkeit bekommt, die sie haben will, aber sie ist eben erst 1 und kann sich nur wenig anders artikulieren :-(

Auf alle Fälle bin ich häufig an meinen Grenzen und schreie auch oft Genug zurück (pädagogisch besonders wertvoll #gruebel), vielleicht hat ja hier noch jemand ein paar gute Tipps, wie man mit so etwas umgeht...

LG, lilith

Beitrag von 03.05.03 06.10.10 - 16:23 Uhr

Hallo Tamara,

leider kenn ich die Situation. Meine Tochter ist im Juli 3 Jahre alt geworden und seit ca. 3 Wochen abends ganz extrem und morgens manchmal. Ich komme mir vor wie auf einem Minenfeld #zitter#schwitz. Gestern Abend dauerte es 1,5 h, bis sie endlich im Bett lag.

Ich habe es schon mit einem Belohnungssystem versucht (ist ihr in dem Moment aber auch egal), habe es ihr erklärt, habe geschimpft oder bin auch aus dem Zimmer gegangen, wenn es mir zu viel wurde (ich bin ja auch nur ein Mensch).

Bis jetzt habe ich keine Lösung gefunden und hoffe, dass wir bald durch diese Phase durch sind.

LG Kirsten

Beitrag von bessi 06.10.10 - 16:49 Uhr

Hallo,

dieses Geknatsche kenne ich auch - sogar heute noch...und meine ist 4 Jahe alt.

Das ist wohl eine andere Form des Trotzes..., die aber genauso nervenaufreibend ist, wie ein Wutausbruch.

Meistens passiert so etwas ja, wenn die Kleinen mal wieder ihren Willen nicht bekommen haben. Gestern noch passiert. Ich war mit meiner Tochter in der Stadt bei family. Dort hat sie ein Prinzessinnen-Kleid entdeckt, das sie unbedingt haben musste. Natürlich habe ich ihr erklärt, dass ich nicht jedes Mal etwas kaufen kann und schon gar kein Prinzessinnen-Kleid. Darüber könnten wir dann Karneval reden. Ihr Gegenargument auch ganz schön schlau, dass es dann bestimmt schon verkauft ist. Ich habe mich da aber nicht erweichen lassen. Na ja, dann war die Knatscherei mit Krokodilstränen vorprogrammiert...Im Grunde genommen kann man hier gar nicht mal so böse sein, sie war halt enttäuscht, aber mit Enttäuschung muss man auch fertig werden.

Letztens wollte sie ihre Malstift nicht vom Küchentisch räumen als das Mittagessen fertig war. Ich habe ihr dann gesagt, wenn ich sie wegräumen muss, könnte sie auf ihr Zimmer gehen. Sie hat es darauf ankommen lassen. Dann musste sie in ihr Zimmer. Schreierei und Geknatsche hoch 10. Später kam sie dann aber wieder und hat sich entschuldigt.

Manchmal darf man sich darauf als Mutter nicht so einlassen - Du kannst ja unterscheiden, ob sie wirklich traurig ist oder nur bockig. Beim nächsten Mal kannst Du ihr ja sagen, dass sie erst mal auf ihr Zimmer gehen soll, um sich dort zu beruhigen. Da sie ja noch recht klein ist, würde ich dann nach kurzer Zeit hinterher gehen und sie in den Arm nehmen.

LG Bessi

Beitrag von cludevb 06.10.10 - 19:52 Uhr

*grins*

ganz einfach: wenn sie im heuligen/jammerigen ton spricht verstehst du sie einfach nicht!
kannst ihr ja gern erklären "wenn du im normalen ton redest, versteh ich dich, so kann ich dich nciht gut hören" und wenn sichs schon reingefressen hat als gewohnheit: die sätze üben so wie sie es richtig sagen soll. du sagst vor, sie nach, und es passiert rein gar nichts wenn sie jämmerlich und heulerig spielt.

ich meine sie hat ja nen mega erfolg... die trotz-nummer hat überhaupt nicht geholfen (hast selbst gesagt damit bist du gut klargekommen weil du drauf vorbereitet warst) und somit probiert sie jetzt die jammern/heul-nummer aus...
und deine reaktion ist totale aufmerksamkeit (du nimmst sie in den arm und redest fleissig mit ihr, bis sie sich überlegt aufzuhören, wie du so schön geschrieben hast ;-) sie hat also somit die kontrolle über dein verhalten und wie lange du dich verhältst (mit trösten).

sie hat also einfach ne methode gefunden die besser funktioniert als trotzen, bocken und zicken.

ignorier das geheule, versteh sie nur wenn sie im normalen tonfall redet ABER unterscheide wann es wirklcih heulerig ist weil sie einfach nur todmüde ist, dann ist natürlcih kuscheln angesagt ;-)

oder willst du dass dein kind sich die jämmerliche nummer zur gewohnheit macht...?! das geht dir ja jetzt schon auf den keks :-P dann doch lieber trotzen und zicken ;-)

ist übrigens anscheinend normal, das haben wir auch schon hinter uns, nach 2 wochen hab ich die handbremse gezogen und ihn konsequent nur noch verstanden wenn er im normalen ton geredet hat und evtl. mit ihm den normalen ton geübt wenns nicht von allein klappte... noch 2 wochen dann war das thema jämmerlich durch und der "macker" kam wieder raus ;-) ist ja auch blöd wenn man mit einem jämmerlichen "mamaaaa ich hab duuuuuurst..." ignoriert wird obwohl man durstig ist :-p

LG Clude, Lukas (bald 4) und Michel (1,5)