Einschlafstillen abgewöhnen

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von flocke7 06.10.10 - 14:51 Uhr

Hallo,

ich hab ein Problem. Unsere Tochter (16Monate) schläft nur ein, wenn sie in den Schlaf gestillt wird. Wenn ich versuche, sie anders zum schlafen zu bringen, brüllt sie so sehr, dass sie jedesmal erbricht. Dann lässt sie sich nur durch stillen wieder beruhigen.

Kennt jemand ähnliches? Und wie habt ihr euer Kind an ein "normales" Einschlafverhalten gewöhnt?

Danke und viele Grüße

Beitrag von perserkater 06.10.10 - 17:22 Uhr

Hallo

Jetzt muss mir mal jemand erklären, was am einschlafstillen unormal ist.

Ich stille meine Tochter (auch 16 Monate) in den Schlaf. Vorher ging das mit dem Schnuller auch noch ganz gut, aber den hab ich verbannt. Vielleicht nimmt deine Tochter den als Ersatz?

Grundsätzlich ist es ok wenn du etwas ändern möchtest, wenn du daneben liegst, sie im Arm hast oder ähnliches. Aber wenn sie erbricht ist sie eindeutig noch nicht so weit um anders einzuschlafen.

LG

Beitrag von flocke7 07.10.10 - 09:16 Uhr

Hallo,

meine Tochter hat von Geburt an jeden Schnuller und jede Flasche abgelehnt.

Am Einschlafstillen ist nichts schlimm.Aber da ich im nächsten Frühling nochmal Nachwuchs erwarte und dann 2-3 Tage Nächte im Krankenhaus verbringen werde, möchte ich sie frühzeitig an eine alternative Einschlafmethode gewöhnen.Schließlich bin ich dann von heute auf morgen nicht da und möchte nicht, dass sie bis dahin noch keinen anderen Weg zur Beruhigung gefunden hat.

Beitrag von ernabert 06.10.10 - 19:06 Uhr

Ich wollte meinen Sohn mit 9 komplett Monaten abstillen. Unsere letzte Stillmahlzeit war gegen circa 22 Uhr. Das hat erstmal nicht geklappt, weil er auch so sehr geschrien hat, dass er dann nass geschwitzt war (allerdings hat er sich nicht erbrochen). Fläschchen, Schnuller hat alles nix geholfen.

Ich habe das Unterfangen erstmal wieder auf Eis gelegt und weiter abends gestillt, auch ein Beruhigungs- und kein Hungersstillen. Irgendwann ließ er sich aber trotz des Stillens nicht beruhigen, bzw. nur in dem Moment wo er auch tatsächlich an der Brust hing, sobald ich ihn ins Bettchen zurück gelegt habe, hat er wieder geschrien.

Und dann habe ich ihn, auch wenn ich jetzt hier gesteinigt werde, dafür, dass ich es zugebe, schreien lassen. Ich bin bei ihm geblieben, habe versucht ihn durch Klopfen auf den Popo zu beruhigen aber habe ihn nicht gestillt. Es war emotional echt hart aber ich wollte einfach nicht mehr stillen. Zwischendurch ist auch mal mein Mann mal reingekommen und hat ihn auf den Arm genommen und geschuckelt. Als Nicht-Milchquelle habe ich es für besser gehalten, wenn er das macht. Er hat ungefähr 4-5 Abende geschrien und dann war es auf einmal gut.

Beitrag von ernabert 06.10.10 - 19:08 Uhr

9 Monaten komplett abstillen -kleiner Verdreher

Beitrag von schnee-weisschen 07.10.10 - 08:14 Uhr

Schrecklich... hättest Du ihm lieber von Anfang an die Flasche gegeben, dann hätte er wenigstens nie die Nähe vom Stillen genossen, um sie dann urplötzlich entrissen zu bekommen.
Wenn ich Deinen Beitrag lese, könnte ich heulen.
Mir unbegreiflich, wie man sich als Mutter derartig verhalten kann.

Beitrag von doz301 07.10.10 - 23:09 Uhr

Ich finde, es steht dir nicht zu, darueber zu urteilen, dass jemand nach 9 Monaten abstillen will. Auch wenn du es unbegreiflich findest, gibt es viele Gruende, warum das jemand moechte und macht. Und: "wie man sich als Mutter derartig verhalten kann" ist ein Tot-schlag-Argument und somit nicht hilfreich!

Beitrag von schnee-weisschen 08.10.10 - 07:10 Uhr

Mooooment.. Du willst mir hiermit sagen, dass beim Abstillen mit (immerhin schon) 9 Monaten JEDES Mittel völlig legitim ist?
Es geht nicht darum, dass sie abstillt, sondern WIE.
Und wie sie das getan hat, ist meiner Meinung nach schon Gewalt an Hilfsbedüftigen.
Totschlag-Argumente: Naja, immerhin für eine Erwachsene. Ihr Kind hat nicht mal die bekommen.

#kontra

Beitrag von ryja 06.10.10 - 20:50 Uhr

Ja, aber ohne erbrechen - nur brüllen.

Meine Kleine (3 Wochen) macht das so und meine Große hat das gemacht. Habe sie viel rumgetragen. Immer wieder ging es ein Stück besser. Langer Weg. Aber inzwischen geht sie alleine ins Bett.

Beitrag von klaerchen 08.10.10 - 14:20 Uhr

3 Wochen und das Einschlafstillen abgewöhnen????

Beitrag von muehlie 08.10.10 - 14:54 Uhr

Einfach gar nicht drüber nachdenken. Sie hatte sicherlich gaaanz viele triftige Gründe. #schein

Beitrag von blueangel2000 08.10.10 - 20:21 Uhr

oh weia, nicht wahr jetzt oder??????

Beitrag von julk 06.10.10 - 21:01 Uhr

Bei uns war es genauso. Geklappt hat es echt erst, als er vom Verstand her verstehen konnte, wenn man ihm sagte, das geht jetzt nicht, Du musst es so schaffen. Bei uns war das so mit 19 Monaten so - allerdings gibt es natürlich viele Kinder die das auch schon früher kapieren. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es klappt wenn Du selbst es versuchst. Kann es vielleicht Dein Mann oder Freund ein paar Abende versuchen. Ich glaube anders hätte es bei uns nie geklappt. Den ersten Abend bin ich sogar zum Sprot, und es muss furchtbar gewesen sein - nur jämmerliches Gerufe - MAma - Trinken, bestimmt zwei Stunden lang. Wir haben das dann aber 10 Tage so durchgezogen und dann war es kein Theater mehr, ich konnte ihn wieder ins Bett bringen und habe mich sogar gefragt, ob er sich noch an das "davor" erinnert, weil er nie wieder was davon gesagt hat.
Liebe Grüße JULK

Beitrag von hexe-6 06.10.10 - 22:19 Uhr

Hi Du,

bei mir war das auch so! Wollte erstmal nur das Einschlafstillen aufhören und mein Kleiner hat auch bei mir wie am Spieß geschriehen!
habe das ein paarmal versucht und immer aufgegeben und doch gestillt!
Am darauffolgenden Wochenende hab ich das Zubettbringen meinem Mann überlassen! Der hat dem Kleinen nochmal Wasser trinken lassen und dann einfach ins Bett gelegt und gestreichelt, da ist er dann eingeschlafen! Das haben wir dann ein paar Tage beibehalten und als ich es dann wieder versucht habe, hat er das bei mir auch aktzeptiert!

Also, lass am besten mal deinen Mann ran! ;-)

Lg Jessy

Beitrag von muehlie 06.10.10 - 23:21 Uhr

Hallo,

warum ist denn das Einschlafstillen für dich so ein Problem? MUSST du aus irgendeinem Grund abstillen? Oder ist es bei dir einfach nur der - häufig von außen eingeimpfte - Gedanke, dass ein Kind in diesem Alter nicht mehr gestillt werden sollte (was natürlich Käse ist)?
Also ich bin da immer noch recht entspannt. Meine Tochter ist mittlerweile 21 Monate und wird immer noch in den Schlaf gestillt. Wenn ich es wirklich drauf anlegte, könnte sie es sicherlich auch so (hat sie auch schon ein paarmal), aber ich würde es niemals mit aller Macht - und schon gar nicht mit Erbrechen - versuchen. Mein Sohn ist mit ca. 14 Monaten von einem auf den anderen Tag ohne Brust, dafür mit viel Singen, eingeschlafen. Mit 2 Jahren und ein paar Monaten ist er dann auch alleine (nach Geschichte und Lied) eingeschlafen. Und ich bin mir absolut sicher, dass auch meine Tochter es ganz alleine und ohne Zwang irgendwann mal ohne Brust schaffen wird. Ich habe auf solche "Umerziehungsmaßnahmen" abends oder nachts einfach keine Lust. Sowas würde ich nur durchziehen, wenn ich unbedingt etwas ändern müsste. ;-)

Beitrag von flocke7 07.10.10 - 09:11 Uhr

Nein, ich persönlich habe überhaupt kein Prolem mit dem Stillen. Ich habe meinen Sohn 14 Monate gestillt - bis er sich selbst abstillte. Auch wenn ich damals,wie heute, auf Verständnislosigkeit bzgl. des langen Stillens gestoßen bin.

Ich würde meine Tochter gerne genauso lange Stillen - bis sie keine Lust mehr hat. Es tut ihr gut und sie ist ein zufriedenes Kind. Allerdings werde ich im Frühling 2011 wieder Nachwuchs bekommen. Dann werde ich im günstigsten Fall 2-3 Tage nicht zuhause sein und möchte sie dahingehend bereits an eine alternative Einschlafmethode gewöhnen. Ich hätte auch kein Problem, danach abends 2 Kinder zu stillen. Aber die Tage,die ich ihm Krankenhaus verbringe kann ich sie nun mal nicht stillen. Und ich möchte nicht, dass dann ihre Welt zusammenbricht:Mama nicht da, plötzlicher Stillentzug etc.

Beitrag von muehlie 07.10.10 - 11:58 Uhr

Naja, aber bis zum Frühling ist es ja noch etwas hin? Bis dahin ist deine Tochter sicherlich auch schon viel reifer und verständiger. Meine Tochter hat sich vor Kurzem auch einfach so von ihrem Papa ins Bett bringen lassen, als ich nicht da war. Eventuell stillt sich deine Tochter bis dahin sogar selbst ab. Ist jedenfalls bei ca. 70% aller Kinder der Fall, wenn die Mutter erneut schwanger wird (war bei meinem Sohn allerdings nicht so).

Ich habe übrigens meine Tochter ambulant entbunden, war also nur ein paar Stunden weg. Sofern du keinen KS bekommst, wäre das ja für dich auch noch eine Überlegung, die dir hilft, der ganzen Geschichte etwas gelassener entgegen zu sehen. :-)