Das war's...

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von ramse79 06.10.10 - 17:23 Uhr

Hallo ihr.

Ich habe ja vor kurzem von meiner Warterei erzählt. Hier ist dann nun das Ende der Geschichte.

Also Dienstag morgen sind wir ja zu meiner Frauenärztin, die die Überweisung für's Krankenhaus gleich schon bereit liegen hatte. Seufz.
Mein HCG Wert war zwar Freitag super für die Zeit, aber am Montag war er dann rapide gesunken, so dass alles klar war.

Danach sind wir dann gleich weiter ins Krankenhaus, weil das fast nebenan war, und wollten uns einen Termin holen - hatte ja kein Zeugs mit. Die haben allerdings gemeint, das würde alles ganz schnell gehen und mich gleich untersucht, Blut und Urin abgenommen, mir ein Zimmer zugewiesen und auch das OP-Hemd musste ich schon anziehen. Das war acht Uhr morgens. Da habe ich dann ein Zäpfchen bekommen, damit sich mein Muttermund öffnet, weil mein Körper noch nicht verstanden hat, dass da nichts so ist wie es sein sollte...
Von diesem Zäpfchen kamen dann Blutungen und ich hatte so schreckliche Krämpfe, die immer wieder und wieder kamen - jetzt weiss ich wohl wie sich dann die Wehen anfühlen. Dagegen bekam ich dann eine Infusion, zum Glück.

Die Anästhesistin meinte dann, da ich ja ein wenig gefrühstückt habe, sollten wir bis 13 Uhr warten. Okay, so weit so gut. Dann lag ich allerdings um 15 Uhr da immer noch... und dann um 17 Uhr auch noch... Mein Mann, hat in der Zwischenzeit mehrmals die Schwestern und Ärzte genervt.
Um kurz nach sechs Uhr abends sollten wir dann die Entscheidung treffen, entweder um 22 Uhr noch in den OP oder halt am nächsten Tag morgens direkt. Ich hatte den ganzen Tag ja nichts weiter essen und trinken dürfen, war dementsprechend hungrig, müde und angespannt, weil ich es dann auch eigentlich hinter mich haben wollte. Da die mir aber nicht wirklich zusagen konnten, um 22 Uhr dran zu kommen, haben wir entschieden, dass ich endlich Abendbrot bekomme und am nächsten Morgen operiert werde.

Das hat dann heute morgen auch noch bis nach 10 Uhr gedauert. Vorm OP hab ich wie ein Schlosshund geheult und keinen Ton rausbekommen, weil ich mir gerade vorstellte, dass die mir nun mein Baby wegnehmen - verrückt nicht? - und die dachten alle, ich hätte Angst, waren aber alle auch wirklich lieb und haben mich gestreichelt und mir gut zugeredet und alles.
Im Endeffekt war die ganze OP dann mit rein- und rausfahren innerhalb von 15 Minuten erledigt.
Da fing ich dann wieder an zu weinen und die Schwestern haben mich schnell auf mein Zimmer gebracht, wo mein Mann ja zum Glück schon wartete.

Jetzt bin ich seit zwei Stunden zuhause, habe gott sei dank keine Schmerzen, nur 'normale' Blutungen. Meine Frauenärztin und der Arzt im Krankenhaus meinten, ich sollte so 3 - 6 Monate warten mit dem nächsten Versuch, damit mein Körper sich regenerieren kann. Mal sehen, wie das jetzt überhaupt wird mit meiner Regel, wie lange es dauert, bis sich das wieder eingespielt hat.

Grad bin ich einfach nur erschöpft... von der OP selbst, von dem Baby-Geschrei auf den Gängen... von meiner schwangeren Zimmernachbarin, die von ihren ganzen Besuchern Teddys und so schöne Sachen bekommen hat. Alles in allem ist das einfach eine Erfahrung auf die ich auch gerne hätte verzichten können.

Und jetzt lasse ich mein Sternchen ziehen...

Beitrag von kathiengel83 06.10.10 - 17:40 Uhr

Es tut mir wirklich super doll leid für dich., Lass dich #liebdrueck.
Ich weiß nur zu gut wie es ist, wenn man so blöde Zimmergenossen hat. Bei mir waren es aber alle Super-Coole Junge Mädchen, die nach ihren Aussageb kein blödes Kind haben wollten. Weißt du wie das ist, man selber kämpft um sein kleines Baby wie eine Löwen Mami, und dann muß man sich sowas anhören. Gemeine Welt#schock. Ich wünsche dir von herzen alles liebe.

Beitrag von nicki20 06.10.10 - 18:19 Uhr

Hallo, ich hatte auch schon vor der OP am 21.09 wegen schmerzen am Tropf gehangen. Und als ich dann aufwachte, wars noch viel schlimmer. Hab dann 3 Spritzen bekommen.
Was ich so (entschuldigung) scheiße finde: Da schicken sie eine Frau, die ein Baby aus was für einen Grund auch immer verloren hat auf die Geburtsstation zur Untersuchung und sonstiges. HAAAAAAAAAAAALLLLLLLOOOOOOOOOOOOO, wir wollten ein Baby, das ist nicht mehr da, DANKE für euer Verständnis und noch einen Schlag ins Gesicht.
Sorry. Das musste mal raus
PS: hab nach der OP heulen müssen im Aufwachraum. Kommentar von Schwester zu Schwester: Wieder so eine, man weiß nicht was man sagen soll.
Tut mir leid, ich hätte mein Sternchen lieber behalten------Doofe KUH
:-[

Beitrag von schachti2005 06.10.10 - 20:15 Uhr

Hallo!


Tut mir leid das du das ganze auch durchmachen musstest.
Ich hatte gestern meine AS, nachdem unser Krümel seid der 10.SSW nicht mehr lebte. :-(

Was ich aber nicht verstehe.
Bei uns im KH haben sie eine Entbindungsstation (B4) und eine Station für Gynägologie. (B5)
Und da passiert das überhaupt nicht dass Frauen welche ihr Kind verloren haben dann auf die Entbindungsstation kommen. #schock
Sowas unsensibles verstehe ich nicht!



LG Sandy