Partnerschaft und Finanzen

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von pensieri 06.10.10 - 17:48 Uhr

Hallo lesendene Mitglieder:-),

mich würde eure Meinung interiessieren zu folgendem Sachverhalt. Kurz Schilderung:

Ich habe 2 Kinder und lebe mit meinem neuen Partner in einer gemeinsamen Wohnung (er ist nicht! der Vater der Kinder).
Da ich das Glück habe einen gutbezahlten Beruf nachzugehen bin ich finanziell unabhängig. Wovon mein Partner meiner Meinung nach immer provitiert hat. Er musste mich nie finanziell unterstützen. Nun ist es so das wir uns schon desöfteren in streitgesprächen gestürzt haben aufgrund der finanziellen Aufteilung. Fakt ist die Miete beträgt 1200,00 er zahlt 500 Euro und den Rest ob es nun Strom, Telefon, Fernseher oder weiss der Teufel was ist bezahlte ich. Natürlich bezahlte ich auch die Unterhaltskosten für meine Kinder. Er kam noch nie auf die Idee mal ne Hose oder sonstiges für meine Kinder zu kaufen.
Zu dieser Thematik meinte er kürzlich man müsse die Quadratmeter der Wohnung nehmen sie Aufteilen auf die Bewohner aufteilen und dann ergäbe sich die Miete. Da ich mit meinen Kindern zu dritt bin muss er natürlich weniger zahlen! Zumal er die Kosten für das Auto alleinig trägt (Steuer und versicherung).
Ich persönlich fühle mich ausgenutzt eine Partnerschaft besteht ja auch daraus sich auch mal zu stützen.
Mich würde es interessieren wie ihr das sieht. Sicher es sind nicht seine Kinder warum sollte er finanziell für sie aufkommen. Aber das die Miete nicht halbe halbe gemacht wird find ich schon ein bisschen sehr berrechnend.
Was meint Ihr dazu.
vielen dank

Beitrag von emestesi 06.10.10 - 18:07 Uhr

Puh ... na, ihr mögt es wohl kompliziert ;-)?

Da ihr zusammen wohnt, zusammen esst und wohl auch eure sonstigen Bedürfnisse wie Kleidung, Auto etc.pp gemeinsam deckt, würde ich es so händeln, dass ein gemeinsames Konto eingerichtet wird, wo jeder von euch seinen Anteil jeden Monat überweist. Miete sind 50/50 (das auf die Kinder umzuschlagen finde ich total kleinlich - was soll der Bullshit?). Und alles andere auch. Die Kinder "hältst" du separat auf deinem Konto was Kleidung, Vereine etc.pp betrifft.

Vermutlich kann ich es nicht recht nachvollziehen, da ich noch nie in solch einer Situation war und daher ist mein Rat wahrscheinlich eher unter "Gut, sie weiß es halt nicht besser" abzulegen, aber dieses kleinliche Auseinanderrechnen finde ich schlichtweg kompliziert und belastend. Dein Partner wusste, dass du Kinder hast und dass er in eine Familie einzieht. Irgendwann muss Mann (!) doch auch mal sagen: Gut, es sind nicht meine Kinder, aber irgendwo sind wir jetzt auch eine Familie. Muss man da so kleinlich alles auseinander dividieren? ....

LG Emestesi

Beitrag von dominiksmami 06.10.10 - 18:10 Uhr

Huhu,


ohne das auch nur im Ansatz böse zu meinen:

ein Zusammenleben mit einer Person die mich dazu nötig derart penibel genau jeden Cent zu berechnen den wer, wann und wofür auszugeben hat oder eben nicht...würde ich niemals auch nur im Traum als Partnerschaft bezeichnen.

Das meine ich dazu.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von asimbonanga 06.10.10 - 18:29 Uhr

Ich würde garnicht erst zusammenziehen.

Beitrag von october 06.10.10 - 18:10 Uhr

Hallo,

ich finde es fair, dass du dich an den Lebenshaltungskosten der Familie mehr beteiligst als er, zumal du es scheinbar auch kannst.

Sollte ich einmal eine Partnerschaft eingehen, würde ich folgende Aufteilung (aller gemeinsamen Kosten) befürworten:
Anteilig an den Personen (also der mit Kind einen größen Anteil) und anteilig am Einkommen

Allerdings würde mich das penible Aufrechnen deines Partners wahnsinnig stören.

LG Annika

Beitrag von ernabert 06.10.10 - 18:12 Uhr

Wie ist denn seine finanzielle Situation? Verdient er auch gut? Muss er Unterhalt für eigene Kinder zahlen? Wie ist das denn mit Essen? Zahlst du das auch alleine?

Ich finde, wenn er ordentlich verdient und sonst keine größeren finanziellen Belastungen hat, die ihm zu schaffen machen, sollte er die Hälfte der Miete zahlen, schliesslich wohnt ihr als Gleichberechtigte Partner dort. Die Quadratmeter anteilig auszurechnen finde ich schon extrem kleinkariert und hätte da auch ein Problem mit.

Beitrag von anyca 06.10.10 - 18:31 Uhr

Nun ja, kommt wohl drauf an, wie ihr eure Partnerschaft definiert. Ist er "nur" Dein Freund, der aus Bequemlichkeit mit im Haus wohnt, aber kein Familienmitglied ist?

Oder ist er Dein Lebenspartner, ist er Stiefvater der Kinder, fühlt sich mit verantwortlich und würde auch zu Dir und den Kindern stehen, wenn Du in Schwierigkeiten bist (arbeitslos, krank, was auch immer)?

Beitrag von gh1954 06.10.10 - 18:36 Uhr

>>>Zu dieser Thematik meinte er kürzlich man müsse die Quadratmeter der Wohnung nehmen sie Aufteilen auf die Bewohner aufteilen und dann ergäbe sich die Miete. <<<

Mit so einem Korinthenkacker könnte ich nicht leben. Klar, mit Kindern braucht man eine größere Wohnung (mehr Zimmer), aber Bad und Küche hat man doch sowieso, egal ob man zu zweit ooder viert lebt.

Mit den 200 Euro, die du mehr Miete zahlst, sollte die "Miete" für die Kinder abgegolten sein.

Und was du "Rest" nennst (Strom, Telefon, Fernseher oder weiss der Teufel was), sollte hälftig bezahlt werden. Da würde ich mich nicht ausnehmen lassen.

Überleg mal, für 500 Euro hat er ne warme Wohnung mit allem drum und dran und eine Drau, die für Ordnung sorgt und sicher mal für ihn wäscht oder kocht.

Was zahlt er denn für die Lebenshaltungskosten?

Beitrag von pensieri 06.10.10 - 19:15 Uhr

hi danke für die vielen antworten hab garnicht mit soviel Resonanz gerechnet :-)
es ist nicht so das er penibel jeden Cent rechnet es war halt seine rechtfertigung warum er weniger bezahlt.
Er hat sonst keine sonstigen Kosten bezogen auf Unterhalt oder sonstiges. Er ist auch nicht sehr genau was das Geld bzw. bezahlen betrifft auf mich bezogen. Wenn wir gemeinsame Kosten haben zahlt er die Hälfte meist nur durch aufforderung von mir. wenn ich mich diesbezüglich beschwere da ich erwarte das er seinen teil ohne aufforderung trägt sagt er halt das muss ich ihm sagen weils er es sonst vergisst.
Tja das war wohl ein griff ins kloh.
vielen dank für eure hilfe. lg

Beitrag von coppeliaa 07.10.10 - 09:05 Uhr


scheint ein bißchen kleinlich zu sein, der gute. nicht ideal für eine partnerschaft, aber jetzt hast ihn halt schon :-p ist sonst für dich die beziehung ok?

ich würde an deiner stelle ähnlich antworten: wenn er genau sein will - bitte, aber dann auch überall. alle betriebskosten - strom wasser heizung fernsehen etc. muss er dann natürlich auch anteilig mitzahlen. das sieht er nicht, oder? putzt er auch? wäsche? wenn nein, würd ich ihm das auch noch mal in rechnung stellen.

"Ich persönlich fühle mich ausgenutzt eine Partnerschaft besteht ja auch daraus sich auch mal zu stützen."

das versteh ich.

lg

co

Beitrag von polar99 07.10.10 - 09:40 Uhr

Hallo,

ich bin ausgangstechnisch wie Du in der gleichen Situation:

2 Kinder, mein Partner ist nicht der Vater und wir leben zusammen und verdienen in etwa das Gleiche

Wir haben alle Kosten zusammen gerechnet: Miete, TV, Fernseher, Strom, Garten, Versicherungen (Hausrat etc).

Und wir beide tragen jeweils die Hälfte. (Egal, ob die Kids nun nicht seine sind und sie ja miettechnisch zu mir gehören).

Nur Dinge für die Kids (Bekleidung und Aktivitäten) zahle meistens ich. Das finde ich aber völlig in Ordnung so. Er bezahlt aber auch mal nen Anorak oder eine Hose, wenn wir unterwegs sind. Das ist dann aber meist spontan, ala ich stehe an der Kasse und will bezahlen, er bietet sich dann aber an und meint, dass er das jetzt mal macht.

Wochenendeinkäufe teilen wir uns. Eine Woche ist er dran, eine Woche ich.

Bei den Urlauben splitten wir auf, da zahle ich dann den Anteil der Kids.

lg polar

Beitrag von tammi04 07.10.10 - 09:43 Uhr

Für mich klingt eure Regelung eigentlich fair. Es sind deine Kinder (was ist eigentlich mit dem Kindsvater, beteiligt der sich gar nicht?), also zahlst du auch für ihre Miete, ihren Strom - und ihre Hosen.

Damit es keinen Streit mehr gibt, würde ich allerdings mal alle laufenden Gemeinschaftskosten (inklusive Nebenkosten und Auto, sofern du es auch nutzt) aufrechnen. Dann wisst ihr genau, wer wieviel Prozent zahlt.

Anders würde ich es sehen, wenn er insgesamt ein knauseriger Mensch ist. Aber das, was du beschreibst, klingt für mich völlig normal. Wenn er für deine Kinder aufkommen würde, würdest du ihn in meinen Augen ausnehmen.

Nix für ungut!
Tammi