Ehevertrag

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Beitrag von emotionsflexibel 06.10.10 - 23:27 Uhr

hi zusammen,

ich wollte mal wissen wer von euch einen ehevertrag hat!?

was haltet ihr davon?

ist es vernünftig sich durch einen vertrag abzusichern wenn man einen bestimmten wert zu verlieren hätte! wenn ein eigenes haus auf dem spiel steht!?

ich gegenzug dazu würde es absicherung für den anderen partner geben, auslöse bei fremdgehen z.b gesicherter unterhalt für die kinder und den parnter...?

oder seit ihr ehr der meinung das wenn man heiratet dem parnter das vertrauen schenken sollte und das beschattende gefühl eines vertrages für die liebe nicht haben möchte?


mich würden mal die meinungen dazu interessieren!


fragende grüße #winke

Beitrag von gh1954 06.10.10 - 23:45 Uhr

Ich glaube, du hast vollkommen falsche Vorstellungen davon, was ein Ehvertrag abdecken kann/soll.

Beitrag von emotionsflexibel 06.10.10 - 23:53 Uhr

warum?

dann klär mich auf!

Beitrag von emotionsflexibel 07.10.10 - 00:00 Uhr

ich denke schon das ich weiß was ich meine...ausser du ahst noch eine andere art des ehevertrages im kopf....folgendes war gemeint udn auch so war meine fragestellung gemeint!!

Regelungsbereiche des Ehevertrages [Bearbeiten]
Vorrangig können drei große Regelungsbereiche von einem Ehevertrag erfasst werden:

Der Güterstand: Wird kein Ehevertrag geschlossen, leben die Eheleute nach deutschem Recht im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. In einem Ehevertrag können die Eheleute einen anderen Güterstand wählen, nämlich Gütertrennung oder Gütergemeinschaft. Es kann auch – bei grundsätzlicher Beibehaltung der Zugewinngemeinschaft – der Güterstand der Zugewinngemeinschaft modifiziert werden. Besonders häufig ist die Vereinbarung einer modifizierten Zugewinngemeinschaft, bei der als einzige Ausnahme festgelegt wird, dass ein Zugewinnausgleich im Fall der Ehescheidung nicht durchgeführt wird. Auch kann vereinbart werden, dass bestimmte Vermögensgegenstände nicht dem Zugewinnausgleich unterfallen. Dies kommt in der Praxis häufig vor, wenn ein Ehepartner ererbtes Vermögen oder das Eigentum an einem Unternehmen mit in die Ehe bringt, das im Scheidungsfalle in jedem Falle und auch in seinen Wertsteigerungen unangetastet bei dem betreffenden Ehepartner verbleiben soll.
Der Versorgungsausgleich: Hierunter ist der Ausgleich von Rentenanwartschaftsansprüchen zu verstehen, die die Eheleute während der Ehezeit erwerben. Kommt es zur Scheidung der Ehe, findet der Versorgungsausgleich statt, es sei denn, eine wirksame ehevertragliche Vereinbarung regelt Abweichendes. Ein im Ehevertrag vereinbarter Ausschluss des Versorgungsausgleichs ist jedoch unwirksam, wenn innerhalb eines Jahres nach Vertragsschluss ein Antrag auf Ehescheidung gestellt wird, § 1408 Abs. 2 S. 2 BGB. Diese Jahresfrist kann nur mit Genehmigung des Familiengerichts umgangen werden. Eine dem Versorgungsausgleich ähnliche Gestaltungsmöglichkeit, die aber nicht nur im Scheidungsfall greift, ist das Rentensplitting.
Der nacheheliche Unterhalt: Die Eheleute können abweichende Regelungen zum nachehelichen Unterhalt vereinbaren, der in den § 1570 ff. BGB geregelt ist. Vereinbarungen zum Unterhalt während der Ehe (etwa für die Zeit des Getrenntlebens) sind dagegen in aller Regel nicht wirksam.
In einem Ehevertrag können auch andere Dinge vereinbart werden, etwa, wann Kinder kommen sollen, ob überhaupt Kinder gewünscht sind, wie das Zusammenleben ausgestaltet werden soll etc. Solche Regelungen sind jedoch nicht einklagbar.


lg

Beitrag von anyca 07.10.10 - 00:00 Uhr

Klingt mir auch sehr undifferenziert. Zu Kindesunterhalt ist man als Elternteil verpflichtet, nicht als Ehepartner, das hat mit einem Ehevertrag schon mal nichts zu tun. Ein Haus, das einem vor der Ehe schon gehört, gehört einem ja weiterhin. Und was soll "Auslöse bei Fremdgehen" sein?

Es gibt sicher Konstellationen (eigene Firma o.ä.), wo ein Ehevertrag Sinn macht, aber da braucht es dann wirklich fachkundige Beratung. Für beide Partner einzeln natürlich, damit keiner über den Tisch gezogen wird.

Was das mangelnde Vertrauen angeht - letztlich hat man IMMER eine Regelung für den Scheidungsfall, nämlich das, was der Gesetzgeber vorsieht. Man kann sich lediglich für eine der eigenen Lebenssituation besser angepaßte Variante entscheiden.

Beitrag von emotionsflexibel 07.10.10 - 00:14 Uhr

vielleicht beschreibe ich es falsch!

mein partner hatte mit seiner ex-frau einen ehevertrag! da war darin festgehalten, das sie bei einer scheidung keinen anspruch auf das bestehende haus hat! (gehört ihm) er ihr und den kindern unterhaltverpflichtet ist (ja hat mich auch gewundert, da ich auch immer dachte das sei per gesetzt auch geklärt) dann mußte er ihr ja als gegenzug was bieten und dann wurde vom notar vorgeschlagen das wenn der scheidungsgrund SEIN fremd gehen sein würde, er ihr einmalig 10.000 euro zahlen muss!

ich persönlich finde das alles nur merkwürdig! erstens wie soll sie ihm beweisen können, das er fremd gegangen wäre (was er ja nicht hat, ist nur ein beispiel) genauso ist er eben eh unterhalt verpflichtet!

für mich hört sich das so an, als sei eigentlich mehr oder weniger nur der mann abgesichert gewesen!?

ich kann das mit dem eigenen haus vom kopf her schon verstehen, hat sich ja für ihn gezeigt das es richtig war! dennoch bin ich dermeinung wenn man heiratet das man dann ja nicht schon gleich wieder an die scheidung denkt, bzw die liebe von einem vertrag "überwacht" wird! weiß nicht wie ich es ausdrücken soll!

mal davon abgesehen das sie dann frem gegangen ist #schock

ich hoffe es ist jetzt etwas verständlicher?!


#winke

Beitrag von gh1954 07.10.10 - 00:30 Uhr

Eher nicht "verständlicher".
Wenn dein Mann eine schlechte Erfahrung hinter sich hat, verstehe ich, dass er auf einem Ehevertrag besteht.
Warum sollte er bei dir einen auf "Vertrauen" machen?

Beitrag von emotionsflexibel 07.10.10 - 00:36 Uhr

wo hab ich den geschrieben das wir heiraten wollen und er einen ehevertrag mit mir haben möchte?! #kratz

mich hat die einstellung und die art und weise gewundert, hat mich beschäftigt und wollte einfach mal meinungen hören!
ich mag seine ex-frau sehr gerne, wir kommen gut miteinander aus, aber gibt da einfach dinge die ich nicht verstehen kann!
wie man sich als frau so wenig absichern kann!

das hat einfach zu einem gesräch zwischen meinem partner und mir geführt und ich wollte einfach mal neutrale meinungen hören!

ich hab nicht vor zu heiraten ;-)

Beitrag von gh1954 07.10.10 - 09:34 Uhr

>>>wo hab ich den geschrieben das wir heiraten wollen und er einen ehevertrag mit mir haben möchte?! <<<

Wenn du im Forum "Hochzeit" schreibst, liegt der Gedanke nahe, ansonsten gehört dein Them eher in eine andere Rubrik.

Beitrag von -missalgeria- 07.10.10 - 01:42 Uhr

im ehevertrag sollte ein punkt nicht fehlen: wer fremd geht bezahlt die scheidung #rofl;-)

Beitrag von zubbeline 07.10.10 - 08:08 Uhr

Ich hatte auch in erster Ehe einen Ehevertrag und das war auch okay so. Wir hatten Gütertrennung. Seine Familie und der Steuerberater hatten dazu dringend geraten, weil er eben mit in der Firma hing.
Mir kam es letzendlich auch zu Gute, da mit der Scheidung dann garnicht die Frage aufkam, ob er auch in mein Haus investiert hat und ihm ein Teil zusteht.
Ich könnte mich heute noch gewaltig ärgern, dass wir nich auch den Versorgungsausgleich mit im Ehevertrag geregelt haben.
Wir haben dann aber auch tatsächlich während der ganzen Ehe so gut wie jeder für sich gewirtschaftet.
Bei einer Freundin bekam ich dann auch immer mit, dass sie sich eigentlich in dem Haus, wie es war nicht wohl fühlte, aber wegen der Gütertrennung nicht bereit war mit zu renovieren und modernisieren, weil sie im Trennungsfall ja eh nichts davon hätte.
Also neue Konflikte.

Und nu...heirate ich nochmal. Ich hab mir länger überlegt, ob mit Ehevertrag oder nicht. Ich glaub darauf kann ich diesmal verzichten. das Haus, was ich mitbringe bleibt ja eh meins und eine wahnsinnige Wertsteigerung wird es wohl auch nicht mehr erleben. rentenausgleich? dürfte eh fast gleich sein. Und ansonsten weiß ich nicht, was ich da groß absichern sollte.
So Zeugs wie fremdgehen etc. sicherlich nicht. finde ich ziemlich lächerlich

Beitrag von emotionsflexibel 07.10.10 - 08:32 Uhr

guten morgen #tasse

danke für deine antwort!

ich denke auch das es sowas wie fremdgehen oder sowas in der art...blödsinn ist!

so wie deine freundin...hm stimmt sowas macht wieder neuen ärger!

finde das ein total kompliziertes und kompaktes thema!

wünsch dir alles liebe und gute für deine hochzeit #blume

Beitrag von majleen 07.10.10 - 09:18 Uhr

Wir sind 7 Jahre zusammen und davon 2,5 Jahre verheiratet. Einen Ehevertrag haben wir nicht. Das kam für uns nicht in Frage. Wir sind glücklich wie am ersten Tag. Ich würde es genau so wieder machen #verliebt

Beitrag von emotionsflexibel 07.10.10 - 11:00 Uhr

danke dir!

wir lesen ja eh schon öfters voneinander, gelle?! ;-)

ich kann es schon verstehen wenn ein bestimmter wert da ist!
auf der anderen seite, denk ich halt wenn man so in eine ehe gehen würde, dann kann man irgendwie alles schriftlich festhalten und trennen...für mich persönlich hat das nichts mit der liebe zu tun!
vielleicht bin ich auch einfach zu gutgläubig!?


#winke

Beitrag von majleen 07.10.10 - 11:30 Uhr

Ja, wir lesen uns öfter :-p

Bei uns ist auch ein "Wert" da, haben aber nie an nen Ehevertrag gedacht. Und für mich hat das auch nichts mit Liebe zu tun. Aber andere ehen das eben anders.

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 11:42 Uhr

Hallo!

Unter Umständen kann ein Ehevertrag sehr sinnvoll sein! Da das Unterhaltsrecht zB geändert wurde, könnte bzw. sollte man als Frau den nachehelichen Unterhalt regeln, wenn man einvernehmlich seinen Job aufgibt und sich der Familie widmet.

Ich würde mir immer einen eigenen Anwalt nehmen, der nur meine Interessen vertritt und keinen gemeinsamen (am besten noch einen langjährigen Freund der Familie des Bräutigams #klatsch)!

Das meiste ist jedoch gesetzlich geregelt. Das sollte man als erstes prüfen. Wenn Dinge abweichend davon geregelt haben möchte, sollte man einen Vertrag aufsetzen.

Gruß nakiki

Beitrag von qrupa 07.10.10 - 13:34 Uhr

Hallo

wir haben bisher keinen udn ihn auich nicht vermißt, aber sollte es tatsächlich so kommen, das mein mann in ein paar Jahren einen eigenen Betrieb aufmacht, wie es bisher geplant ist, dann werden wir einen machen. Gar nicht mal für den fall einer Scheidung sondern sowas kann auch im Falle einer evtl Firmenpleite nützlich sein. Aber solange beide mehr oder weniger gleich viel oder wenig besitzen und da nicht wirklich was großes dran hängt, kann man sich das auch sparen.

LG
qrupa

Beitrag von kleenerdrachen 07.10.10 - 19:20 Uhr

Naja, es gibt ne Studie, dass Ehen mit Ehevertrag seltener geschieden werden als ohne, also kann das ja so beschattend nicht sein :-)
Ich denke aber, das liegt einfach daran, dass man sich mehr Gedanken macht, ob es wirklich der richtige Partner ist etc. wenn man nen Ehevertrag abschließt.

Ich würde es auf jeden Fall tun und wir werden es auf jeden Fall auch tun. MEin Baldmann hat ein Haus und wir werden das auf jeden Fall absichern- wenn er vor mir stirbt erbe ich es ja trotzdem.
Ein Ehevertrag deckt aber keine Entschädigung bei Fremdgehen ab, das ist nur im schönen Hollywood so- oder generell in Amerika, aber nach deutschem Recht sind diese Klauseln nichtig.

LG Steffi

Beitrag von emotionsflexibel 07.10.10 - 22:16 Uhr

ich danke euch für eure antworten!

ihr habt mir schon sehr geholfen, das ein oder andere aus einem anderen blickwinkel zu betrachten!!


habt einen schönen abend!!


#winke