Einschlafen dauert so lange!

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von sonnenkind09 07.10.10 - 00:00 Uhr

Guten Abend,
langsam habe ich keine Lust mehr. Das muss doch irgendwann mal besser werden... Mein Sohn, er ist fast 17 Monate alt, braucht sowohl tagsüber als auch abends meistens 45-60 min, um einzuschlafen, und so lange darf ich den Raum nicht verlassen. Ich habe die Geduld einfach nicht. Es macht mich irre und wütend. Ich begleite ihn gern in den Schlaf, aber warum muss das so lange dauern? Vor allem tagsüber steht das in keiner Relation zur Schlafdauer... eine dreiviertel Stunde tragen oder auf meinem Schoß schuckeln oder neben seinem Bett sitzen, dabei immer wieder Geheule... für nur eine Stunde Schlaf... Und am Abend wird es meistens 21 Uhr. Vor 2 Monaten habe ich aufgehört, abends zu stillen, vor 2 Wochen tagsüber. Ich stille jetzt nur noch morgens im Sitzen, tue ich es im Liegen, lässt er mich 2 Stunden lang nicht mehr los (und schläft dabei). Also Stillen würde helfen. Aber ich möchte das nicht mehr.

Ich bin mir sicher, dass er müde ist... irgendwann wälzt er sich nur noch stumm unruhig hin und her, aber auch da muss ich bleiben, sobald ich gehe, stellt er sich hin und weint. Meine Mama rät, konsequent das Kinderzimmer zu verlassen, immer wieder reinzugehen, um ihn wieder hinzulegen, wenn er meckert, aber auch wieder zu gehen. Klingt eigentlich nicht völlig abwegig, aber leider irgendwie auch nach kontrolliertem Schreienlassen.

Nach Familienbett und nach dem Stillen schlafend ins Bettchen legen und in den Schlaf tragen, ist es ein großer Schritt für uns, dass er überhaupt in seinem eigenen Bett einschläft, aufeinmal hat er es akzeptiert. Aber eigentlich hätt ich gern, dass er allein in seinem Bettchen einschläft, zumindest sobald die ewige Wälzerei anfängt. Vorher hebt er immer wieder den Kopf oder setzt sich hin, verlangt was zu trinken oder bittet um Küsschen. Das ist zwar süß, hindert ihn aber am Einschlafen. Und warum immer dieses Geheule? Warum schläft ein Kleinkind nicht einfach, wenn es müde ist, sondern weint? Ich werde es nie verstehen...

Es gibt doch genügend Kinder unter 2 Jahren, die werden ins Bett gelegt und dämmern dann einfach alleine weg, oder meinetwegen sind sie noch eine Stunde wach, aber für sich und zufrieden...

Wenn der Papa am Abend mal mit unserem Sohn allein ist, trägt er ihn in 10 Minuten in den Schlaf. Aber mir ist das Kind inzwischen zu schwer und ehrlich gesagt auch zu alt dafür.
Vielleicht wird es besser, wenn er länger in die Kita geht (heute war der dritte Eingewöhnungstag) und er abends total geschafft vom lebhaften Tag ist, nachdem er dort schon ab 11 Uhr Mittagschlaf macht (bzw. machen soll). Aber ich gehe nachmittags auch immer mit ihm raus und lasse ihn viel laufen, damit er es übt und sich auspowert.

Also vielleicht hat jemand einen Rat, vielleicht muss ich auch meine Erwartungen oder Einstellung überdenken, oder vielleicht gibt es auch praktische Tipps...

Gruß, Caro

Beitrag von lady_chainsaw 07.10.10 - 08:37 Uhr

Hallo Caro,

oh, das kenne ich. Meine Tochter hat auch Ewigkeiten zum Einschlafen gebraucht. #gaehn

Auch aus dem Bekanntenkreis habe ich es schon oft gehört und hier bei Urbia schon oft gelesen.

Tipp?

Überdenke Dein Tun, Handeln und Verhalten bei der Schlafbegleitung!

Meine Tochter hat immer lange gebraucht, wenn ich selbst innerlich nicht zur Ruhe kam. Ich hatte doch eigenlich soviel zu tun #schwitz, der Geschirrspüler, die Waschmaschine, Katzenklos...... Ich war so mit meinen Gedanken bei den Dingen, die ich eigentlich tun müsste, dass meine innere Unruhe sich auf meine Tochter übertragen hat :-(

Also fing ich an, die Zeit für mich zu nutzen: in Ruhe über den vergangenen Tag nachdenken, an schöne Ereignisse (z.B. den Zoobesuch) oder ich habe einfach meine Augen zu gemacht (und bin oft schneller eingeschlafen als das Kind ;-))

Denke also nicht an das, was Du alles in der Zeit tun könntest - sondern nutze die Zeit für Dich !!

LG

Karen

Beitrag von muehlie 07.10.10 - 12:10 Uhr

"vielleicht muss ich auch meine Erwartungen oder Einstellung überdenken"

Jap! ;-)

Was DU gerne hättest, ist völlig irrelevant. Dein Sohn kann nun mal nicht einfach so und alleine einschlafen. Wenn du ihm also das Stillen als Einschlafhilfe entzogen hast, dann musst du ihm eben anders helfen. Aber einfach rausgehen und ihn alleine lassen, ist in meinen Augen der falscheste Weg. Sowas kann einfach nur dazu führen, dass Kinder ihr Bett mit etwas Negativem verbinden.
Als mein Sohn in dem Alter war, wurde er noch in den Schlaf gesungen. Das dauerte phasenweise auch so ca. 45 Minuten. Aber egal, diese Zeit ist vorbeigegangen. Mittlerweile schläft er längst nach einem einzigen Lied alleine ein.

Und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass sich die eigene innere Unruhe auf das Kind überträgt.