Finanzamt zum kotzen!!!!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von saw123 07.10.10 - 08:59 Uhr

Hallo,

also....Anfang des jahres habe ich meine Steuererklärung abgegeben.
Meinen bescheid bekam ich am 15.09.2010 über lächerliche 24,95 €!!!

Das Finanzamt hat mir meine gefahrenen Kilometer zur Arbeit nicht angerechnet.Ich fahre pro Strecke 22 km...

Das Finanzamt ist der Meinung wenn ich die kürzeste Strecke fahren würde, dann bräuchte ich nur 13km zu fahren.
Die kürzeste Strecke führt direkt durch die Innenstadt Hamburgs...und dan soll ich morgens um 07:30 durchfahren..
Stau ohne Ende und Ampeln ohne Ende...da bräuchte ich mindestens über ne Stunde zur Arbeit.
Meine Strecke fürht durchs Industriegebiet und somit fahre ich zwar 9km mehr zur Arbeit aber dafür fahre ich nur 25min.

Dann wurde einfach vergessen mir die Betreungskosten für die Kita zu berechnen.

ich habe am 16.09.2010 Einspruch gegen diesen Bescheid eingelegt und ausm Internet einen Ausdruck beigelegt der meine gefahrene Strecke zeigt mit den dazu gefahrenen Kilometern...Eindeutig 22 km!!!!

Jetzt habe ich dort gerade angerufen weil ich noch keine Rückmeldung hatte.
Da sagt mir die Bearbeiterin das die das nicht anerkennen wollen mit meinen tatsächlich gefahrenen Kilometern.

Das ist doch eine bodenlose Frechheit!!!

Was kann ich nun machen???

Ich fahre diese Kilometer definitiv und kann das auch beweisen...

Eine Strecke beträgt 22 km.....!!!!

Beitrag von ikarya 07.10.10 - 09:03 Uhr

Hallo,

es gilt die kürzeste Strecke, auch wenn Du eine andere fährst. Das ist dann halt Dein Privatvergnügen.

Liebe Grüße!

Beitrag von saw123 07.10.10 - 09:07 Uhr

Wenn ich die kürzeste Strecke fahren würde, dann müsste ich eine Stunde früher von zu HAuse losfahren als ich es jetzt tue.
Mein Sohn müsste insgesamt 2 Stunden länger am TAg im Kiga bleiben dass heisst ich müsste die zu betreuenden Stunden erhöhen und hätte dadurch auch einen höheren Beitrag zu zahlen.

Für mich als alleinerziehende ist das NICHT möglich...!!

Ich habe keine Zeit mich morgens ne Stunde länger auf den Weg zur Arbeit zu machen nur weil das Finanzamt der Meinung ist ich MUSS die kürzeste Strecke fahren....!!!!!!!!!

Ich wohne in einer Großstadt und morgens ist hier Berufsverkehr ohne ENde...

Beitrag von ina_bunny 07.10.10 - 09:12 Uhr

Du MUSST doch gar nichts.
Niemand schreibt dir vor welche Strecke du fahren sollst.

Du DARFST eben nur die kürzeste Strecke absetzen.
Wo ist das Problem?

LG Ina

Beitrag von brummel-baer 07.10.10 - 09:27 Uhr

Falsch!

Wer mit dem Pkw zur Arbeit fährt, kann aber auch eine längere Entfernung als die kürzeste Straßenverbindung ansetzen, wenn diese Fahrstrecke offensichtlich verkehrsgünstiger ist und von Ihnen regelmäßig genutzt wird (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 Satz 4 EStG).

Wann aber ist eine Fahrstrecke »offensichtlich verkehrsgünstiger«?

Der Bundesfinanzhof hat in seinem Grundsatzurteil ausgeführt, dass eine andere als die kürzeste Straßenverbindung dann offensichtlich verkehrsgünstiger ist, wenn der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen in der Regel schneller und pünktlicher erreicht. Im konkreten Fall reichte deshalb eine tägliche Zeitersparnis von 20 bis 30 Minuten aus. Dabei belief sich die kürzeste Straßenverbindung (Innenstadt) auf 13km, die anerkannte verkehrsgünstigere Strecke zur Umgehung der Innenstadt hingegen auf 20km (BFH-Urteil vom 10.10.1975, BStBl. 1975 II S. 852).

Beitrag von arkti 07.10.10 - 09:18 Uhr

Häää?
Die schreiben dir doch nicht vor wie du fahren sollst?
Es ist aber doch logisch das sie nur die kürzere Strecke anerkennen.
Das Finanzamt interessiert doch nicht ob du dann früher losfahren musst.

Beitrag von litalia 07.10.10 - 09:20 Uhr

du hast einen denkfehler.

du kannst fahren wo lang du willst, absetzen kannst du allerdings nur die kürzeste strecke und die ist nunmal nicht 22 km

ganz logisch oder?

Beitrag von saw123 07.10.10 - 09:25 Uhr

Ich finde es aber ungerecht dass ich meine tatsächlich gefahrenen Kilometer nicht erstattet bekomme...

...aber der kleine arbeitende Bürger hat sowieso immwer die Arschkarte!!!!!!!

Beitrag von ikarya 07.10.10 - 09:28 Uhr

Ja, die Welt ist ungerecht, fies und gemein. Und Du das Opfer. Mit der Einstellung wirst Du es weit bringen.

Beitrag von brummel-baer 07.10.10 - 09:30 Uhr

Immer erst denken und recherchieren, dann gegebenenfalls rummaulen!

Beitrag von saw123 07.10.10 - 09:33 Uhr

Deshalb habe ich mir hier Rat geholt und den zum Glück auch bekommen...!

Erst lesen dann meckern!!!

Beitrag von brummel-baer 07.10.10 - 09:37 Uhr

Ist das jetzt der Dank von Dir? Ich stehe Dir bei, liefere Dir das passende Urteil (siehe meinen Beitrag von 9:27) und werde dann auch noch blöd angemacht ...

Beitrag von ikarya 07.10.10 - 09:40 Uhr

Sie dachte Du meinst sie mit dem Kommentar und nicht mich.

Aber genau das meine ich. Nicht, dass sie fragt. Das ist vollkommen gerechtfertigt. Sondern dieses Quengeln und jammern ist es, was ich nicht ertrage. Alle anderen sind schuld, wollen ihr absichtlich böses, und sie ist das arme Opfer.

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 09:41 Uhr

Hallo!

Ja, so läuft es hier!
Wer eine Überschrift wie hier "Finanzamt zum kotzen" verfasst, dem helfe ich grundsätzlich schon einmal nicht.
Ich kann auch nicht erkennen, dass um Hilfe gebeten worden ist, sondern hauptsächlich meckert die TE nur rum und will kundtun, dass die gesamte Welt gegen sie ist!

Gruß nakiki

Beitrag von brummel-baer 07.10.10 - 09:44 Uhr

Jeder bekommt halt den Finanzbeamten, den er verdient.

Beitrag von windsbraut69 07.10.10 - 10:18 Uhr

Ja, genau von derjenigen, die Du hier anmaulst!

Beitrag von susannea 07.10.10 - 10:01 Uhr

Es ist ja auch eine falsche INfo, die du hier bekommen hast. Wenn du eine Stunde länger brauchst darfst du natürlich die längere Entfernung absetzen!
Paragraph dazu wurde dir ja spgar schon geliefert.

Also brauchst du gar nicht mit den Unwissenden hier zu diskutieren ;)

Beitrag von susannea 07.10.10 - 09:59 Uhr

Die Zeiteinsparung ist die Begründung, die zu akzeptieren ist, alles andere nicht. Somit ist es aber anzuerkennen, denn es ist eine deutliche Zeiteinsparung.

Beitrag von susannea 07.10.10 - 09:52 Uhr

DAs ist totaler Unsinn!

Wenn die längere Strecke schneller ist und zwar deutlich, dann wird die anerkannt!

Beitrag von brummel-baer 07.10.10 - 09:24 Uhr

Hallo.

Die Finanzbeamtin erzählt Unsinn. Eine längere Strecke akzeptiert das Finanzamt ausnahmsweise, wenn sie die Fahrzeit spürbar verkürzt, zum Beispiel durch eine weitere Fahrt auf der Autobahn anstelle einer kürzeren Landstraßenverbindung oder wie bei Dir der Fall mit dem Umweg über das Industriegebiet. Bei mir wurde auch eine 10% längere Strecke akzeptiert, weil diese eindeutig schneller ist.

Gruß
BB

Beitrag von fraukef 07.10.10 - 10:11 Uhr

KANN AKZEPTIERT WERDEN - nicht WIRD AKZEPTIERT.

und eine 10% längere Strecke ist was anderes als eine doppelt so lange Strecke....

Beitrag von brummel-baer 07.10.10 - 10:12 Uhr

Bitte alle meine Beiträge lesen, danke!

Beitrag von lady_chainsaw 07.10.10 - 09:31 Uhr

Hallöchen,

also ich kenne auch die Regelegung, dass entweder die kürzeste oder die schnellste Route zu Grunde gelegt werden darf.

Ich mache das auch - und bei mir ist es ein Unterschied von gut 15km!!

Ich habe auf die Schnelle jetzt nur das hier im Netz gefunden:

2. Die Entfernungspauschale
2.4 Maßgebende Entfernung
2.4.1 Allgemeine Grundsätze
Der gesetzliche Kilometerpauschbetrag (die Entfernungspauschale) ist grundsätzlich mit der einfachen Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu multiplizieren. Damit sind Hin- und Rückfahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abgegolten. Angefangene Kilometer der Fahrtstrecke werden nicht berücksichtigt. Legt der Arbeitnehmer mit seinem Kraftfahrzeug nur eine Fahrt (Hin- oder Rückfahrt) zurück, ist nur die halbe Entfernungspauschale anzuwenden [45]. Benutzt der Arbeitnehmer für die andere Strecke öffentliche Verkehrsmittel, kann er die Kosten hierfür zusätzlich als Werbungskosten absetzen.

Für die Bemessung der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist grundsätzlich die kürzeste benutzbare Straßenverbindung maßgebend. Das ist die Fahrtstrecke, deren Nutzung dem Steuerpflichtigen nach den gesamten Umständen des Einzelfalls zuzumuten ist. Bei der Frage, was zumutbar ist, sind insbesondere die allgemeinen Verkehrsverhältnisse der Region und die städtebaulichen Planungen im Interesse der Vermeidung von innerstädtischen Verkehrsstaus zu berücksichtigen.

Bestehen entfernungsmäßig längere, zeitlich jedoch günstigere Verkehrsbedingungen durch Schnell- und Ringstraßen, ist für die Bemessung der Entfernung von der offensichtlich verkehrsgünstigeren Fahrtstrecke auszugehen [46]. Offensichtlich verkehrsgünstiger ist eine Strecke nicht nur, wenn der Arbeitnehmer trotz des Umwegs deutlich an Zeit spart, sondern auch, wenn die andere Strecke im Hinblick auf Verkehrsdichte und Straßenzustand als verkehrssicherer zu gelten hat. Steht jedoch der Umweg im Hinblick auf die Länge der Gesamtfahrtstrecke und den ersparten Zeitaufwand in einem Missverhältnis zur kürzesten benutzbaren Wegstrecke, sind die Mehraufwendungen für die Umwegstrecke als Kosten der privaten Lebensführung nicht zu berücksichtigen [47].

Eine verkehrsgünstigere, aber längere Strecke ist nur dann als maßgebende Entfernung anzusehen, wenn diese Fahrtstrecke tatsächlich regelmäßig benutzt wird (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 Satz 4 Halbsatz 2 EStG).


Ich würde da an Deiner Stelle nochmal genauer googlen und Widerspruch einlegen.

LG

Karen

Beitrag von brummel-baer 07.10.10 - 09:39 Uhr

Da Du scheinbar nicht in der Lage bist, sämtliche Diskussionsbeiträge zu lesen, muss ich hier leider nochmals posten.

Wer mit dem Pkw zur Arbeit fährt, kann aber auch eine längere Entfernung als die kürzeste Straßenverbindung ansetzen, wenn diese Fahrstrecke offensichtlich verkehrsgünstiger ist und von Ihnen regelmäßig genutzt wird (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 Satz 4 EStG).

Wann aber ist eine Fahrstrecke »offensichtlich verkehrsgünstiger«?

Der Bundesfinanzhof hat in seinem Grundsatzurteil ausgeführt, dass eine andere als die kürzeste Straßenverbindung dann offensichtlich verkehrsgünstiger ist, wenn der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen in der Regel schneller und pünktlicher erreicht. Im konkreten Fall reichte deshalb eine tägliche Zeitersparnis von 20 bis 30 Minuten aus. Dabei belief sich die kürzeste Straßenverbindung (Innenstadt) auf 13km, die anerkannte verkehrsgünstigere Strecke zur Umgehung der Innenstadt hingegen auf 20km (BFH-Urteil vom 10.10.1975, BStBl. 1975 II S. 852).

Beitrag von windsbraut69 07.10.10 - 10:13 Uhr

Wo Du tatsächlich lang fährst, ist Dein Privatvergnügen, da hättest Du Dir gar nicht die Mühe machen müssen, Skizzen usw. beizulegen.
Berechnet wird immer die kürzeste Verbindung.

Gruß,

W

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