Ab wann sollten Babys / Kinder zur Tagesmutter oder in die Krippe ?

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von hebamme24 07.10.10 - 10:03 Uhr

Das Geheimnis guter Bildung - Sozialer Auftsieg - Eine feste und gute Bindung der Kinder zu den Eltern.

Was wird den Eltern von Bildungsforschern, Pädagogen, Ratgebern, Kitaunternehmen und Politikern suggeriert, wie förderlich es für Kinder ist, früh zur Tagesmutter oder in die Krippe zu kommen. Verschwíegen wird der Druck der Wirtschaft auf die Eltern schnell ins Berufsleben einzusteigen, da sonst die berufliche Entwicklung gefärdet ist. Die Löhne und Gehälter sind für viele arbeitende Eltern so niedrig, dass ein Ausfall von einem Gehalt über die Zeit des Elterngeldes hinaus nicht verkraftbar ist. Die Eltern, die sich noch trauen Kinder zu bekommen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen, tragen schwer an den Folgen einer frühen Bindungsstörung ihrer Kinder durch frühe Fremdunterbringung. Sehr gute Eingewöhnungsmodelle und die Fremdbetreuung können nicht den Verlust der Eltern für das Kind kompensieren.

Unabhängige Entwicklungspsychologen, Wolfgang Bergmann (siehe dazu Videobeitrag auf www.familie-ist-zukunft.de), und Kinderärzte, Remo H. Largo (Kinderjahre), sehen in einer verlässlichen und einfühlsamen Entwicklung der Kinder bei den Eltern in den ersten 3 Jahren den Baustein für den späteren beruflichen Erfolg der heranwachsenden Generation. Eine Reihe von Forschungsuntersuchungen zeigen einen Zusammenhang zwischen einer festen und guten Bindung der Kinder zu den Eltern und den sozialen beruflichen Aufstieg der neuen Generation.

Vor 10 Jahren wurde die Krippenbetreuung in der DDR von westdeutschen Politikern und Wissenschaftlern noch verteufelt. Heute findet sich kaum noch jemand, der Zweifel anmeldet. Dabei gab es bereits in der DDR Ende der 50er Jahre sehr kritische Stimmen gegen eine frühe Fremdbetreuung. Vergleichende Untersuchungen zwischen Kindern die die ersten 3 Jahre zu Hause, in der Tages- oder Wochenkrippe und in Heimen aufwuchsen, wurden von freien Forschungsteams (z.B. in Halle, Leipzig oder Berlin) in den einzelnen Kompetenzbereichen (z. B. Motorik, Sprachentwicklung) und in der körperlichen Reifung (z.B. Körperlänge, Gewicht) untersucht. Eindeutiges Ergebnis: In allen Entwicklungsbereichen entwickelten sich die Kinder in den Familien am Besten. Diese Forschungsergebnisse verschwanden mit den Mauerbau 1961 in den Archiven des Gesundheitsministerium der DDR und wurden nie mehr veröffentlicht.

Heute vermeiden sowohl das Bundesministerium für Familie als auch das Bildungsministerium vergleichende Untersuchungen. Sie haben wohl ihre guten Gründe. Heutige, vergleichende Untersuchungen in den USA untermauern die Untersuchungsergebnisse der Forscher/innen aus der DDR.

Das Geheimnis guter Bildung und sozialer Aufstieg liegt in einer festen und guten Bindung der Kinder zu ihren Eltern.

***

Beitrag von goldie99999 07.10.10 - 10:09 Uhr

#bla

Beitrag von no-monk 07.10.10 - 10:33 Uhr

Weißt du das alles schon oder hältst du den Beitrag für Geschwafel?

Beitrag von bensu1 07.10.10 - 10:20 Uhr

den thread finde ich sehr interessant!

aber es stimmt schon, dass man als mutter, die die ersten 3 lebensjahre mit ihrem kind zu hause verbringen will (bzw. kann!), eher zur minderheit gehört. in meiner kindheit war es umgekehrt.

#winke
karin


Beitrag von sinope 07.10.10 - 10:41 Uhr

studie hin oder her - ich bin der meinung das man nichts pauschalisieren kann.
es gibt immer solche und solche.

eine gute bindung ist auf jeden fall ein wichtiger beitrag zur bildung und solzialen kompetenz. aber nicht zwangsläufig abhängig wie lange man mit seinem kind zu hause bleibt.
ich war als kind auch nicht 3 jahr zu hause bei meiner mutter und habe mein abitur, eine ausbildung und einen job.
mein mann seine mutter ist ärztin und war alleine deshalb schon nicht viel zu hause - er hat trotzdem erfolgreich studiert und ist sozial sehr kompetent.
und was die entwicklungsphase angeht - ich glaube im kindergarten wurde ich nicht davon beeinflusst was meine körperliche reife angeht - körpergröße und gewicht waren stehts "durchschnittlich". stattdessen wurde die motorik, sprachentwicklung und sozialkompetenz stehts geschult.

es gibt mütter die lassen ihre kinder 3 jahre (und noch mehr) zu hause und diese kinder haben probleme im "sozialen" aufstieg und auch im beruflichen erfolg.

es gibt halt vor und nachteile. jedem das seine.

und die ddr musste diese studien vorenthalten und die kinder früh in den kindergarten/-grippe bekommen - schließlich war es ein arbeiterstaat. wenn sie die möglichtkeit gegeben hätte das die eltern hätten frei entscheiden können, wäre das nicht das gewesen was sie wollten.
ist leider so.

ciao
sinope

Beitrag von no-monk 07.10.10 - 10:43 Uhr

>>Diese Forschungsergebnisse verschwanden mit den Mauerbau 1961 in den Archiven des Gesundheitsministerium der DDR und wurden nie mehr veröffentlicht.<<

>>Heute vermeiden sowohl das Bundesministerium für Familie als auch das Bildungsministerium vergleichende Untersuchungen. Sie haben wohl ihre guten Gründe. Heutige, vergleichende Untersuchungen in den USA untermauern die Untersuchungsergebnisse der Forscher/innen aus der DDR. <<

Dazu bitte eine Quellenangabe! Woher nimmst du dieses "Wissen"?

Ansonsten finde ich deinen Beitrag sehr interessant. Aber mal aus persönlichem Interesse gefragt, was versuchst du hier zu starten? Reine Aufklärungsarbeit oder Werbung für bestimmte Internetseiten?

Für mich persönlich, als jemand, der Pädagogik studiert, klingt alles Angeführte plausibel und anhand mehrerer Praktika in Einrichtungen für Frühförderung kann ich bestätigen, dass die Anzahl der Kinder, die vor dem 3. Lebensjahr in einen Kindergarten/ in eine Tagesstätte etc. kamen in den Praxen überwogen.
Nur entdecke ich nicht zwangsläufig deine Beweggründe das hier zu veröffentlichen.

LG
no-monk

Beitrag von bruchetta 07.10.10 - 10:43 Uhr

Jepp!!!

Ich war nie ein Freund von Fremdbetreuung kleiner Kinder.

Beitrag von berry26 07.10.10 - 10:56 Uhr

Ich finde das ganze überhaupt nicht aussagekräftig.

*Dabei gab es bereits in der DDR Ende der 50er Jahre sehr kritische Stimmen gegen eine frühe Fremdbetreuung. Vergleichende Untersuchungen zwischen Kindern die die ersten 3 Jahre zu Hause, in der Tages- oder Wochenkrippe und in Heimen aufwuchsen, wurden von freien Forschungsteams (z.B. in Halle, Leipzig oder Berlin) in den einzelnen Kompetenzbereichen (z. B. Motorik, Sprachentwicklung) und in der körperlichen Reifung (z.B. Körperlänge, Gewicht) untersucht. Eindeutiges Ergebnis: In allen Entwicklungsbereichen entwickelten sich die Kinder in den Familien am Besten. Diese Forschungsergebnisse verschwanden mit den Mauerbau 1961 in den Archiven des Gesundheitsministerium der DDR und wurden nie mehr veröffentlicht.*

Was sagen Forschungsergebnisse aus den 50er Jahren aus??? Wie war die Fremdbetreuung damals gestaltet???

Ich denke nicht das man das mit einer modernen Kinderkrippe vergleichen kann. Früher waren diese Einrichtungen doch eher dazu da die Kinder zu verwahren und zu beaufsichtigen. Aktives Fördern gehörte damals nicht zu den vorrangigen Zielsetzungen einer solchen Einrichtung. Diese Entwicklung kann man auch gut an Kindergärten sehen. Wie waren sie vor 30 Jahren gestaltet und wie jetzt? Wenn ich an meine Kindergartenzeit denke so ist da schon ein gewaltiger Unterschied zu den Kindergärten heute.

Zudem halte ich es für absoluten Blödsinn, die Eltern-Kind-Bindung von der Summe der gemeinsam verbrachten Zeit abhängig zu machen. Viel mehr ist es wohl eher die Qualität der verbrachten Zeit die die Bindung stärkt bzw. schwächt. Eine unter-oder auch überforderte Mutter bzw. Vater mit zu wenig Geld werden sicher keine besser Eltern-Kind-Bindung aufbauen können als berufstätige zufriedene Eltern, die ihr Kind in einer guten Kita oder bei einer Tagesmutter betreuuen lassen.

Dieser ganze Thread ist schon sehr Schwarz-Weiß! So einfach kann man dieses Thema nicht abhandeln...

*Das Geheimnis guter Bildung und sozialer Aufstieg liegt in einer festen und guten Bindung der Kinder zu ihren Eltern.*

Das ist der einzige Satz in diesem Thread den man ohne Kommentar voll und ganz unterschreiben kann!

LG

Judith

Beitrag von nele27 07.10.10 - 12:58 Uhr

***Ich denke nicht das man das mit einer modernen Kinderkrippe vergleichen kann. Früher waren diese Einrichtungen doch eher dazu da die Kinder zu verwahren und zu beaufsichtigen. Aktives Fördern gehörte damals nicht zu den vorrangigen Zielsetzungen einer solchen Einrichtung.***

So ist es!

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 11:06 Uhr

Hallo!

Wenn eine Betreuung der Kind in ihren Familien wirklich das Beste ist, dann frage ich mich, warum es eine 3-jährige Elternzeit nur in Deutschland gibt? Wieso wird dies in den anderen Industriestaaten nicht so gehandhabt?

Abgesehen davon fehlen die Quellenangaben! Woher stammt dein "Wissen"?
Außerdem sind Studien aus den 60iger Jahren doch keine Grundlage mehr für das heutige Leben. In den letzten 50 Jahren hat sich so einiges verändert und darauf muss man reagieren!

Eine gute Bindung zu den Eltern ist wichtig, aber das ist doch nicht abhängig davon, wieviel Zeit man mit den Kinder verbringt, geschweige denn davon ob beide Eltern berufstätig sind oder nicht!

Auch dies hier: "Unabhängige Entwicklungspsychologen, Wolfgang Bergmann (siehe dazu Videobeitrag auf www.familie-ist-zukunft.de), und Kinderärzte, Remo H. Largo (Kinderjahre), sehen in einer verlässlichen und einfühlsamen Entwicklung der Kinder bei den Eltern in den ersten 3 Jahren den Baustein für den späteren beruflichen Erfolg der heranwachsenden Generation." - bedeutet nicht, dass ein Kind nicht fremdbetreut werden sollte. Denn eine verlässliche und einfühlsame Entwicklung der Kinder ist auch bei einer Fremdbetreuung möglich!

Ein Kind, das 3 Jahre lang nur Mama bzw. Papa um sich hat (zur Fremdbetreuung gehört nämlich auch die Oma) trägt sicher auch Schäden davon.

Gruß nakiki

Beitrag von dominiksmami 07.10.10 - 11:17 Uhr

>>Wenn eine Betreuung der Kind in ihren Familien wirklich das Beste ist, dann frage ich mich, warum es eine 3-jährige Elternzeit nur in Deutschland gibt? Wieso wird dies in den anderen Industriestaaten nicht so gehandhabt? <<

Huhu,

die Frage hinkt, denn die anderen Staaten handhaben das nicht etwas nicht so weil es für die Kinder soviel besser wäre in die Krippe zu kommen, sondern weil sie es sich anders nicht leisten können.

Bei uns z.B. ist das komplette Leben darauf ausgerichtet das beide Elternteile arbeiten gehen...Zuchtprämien, hohes Kindergeld etc. pp gibt es einfach nicht, vor allem weil der Staat sich das gar nicht leisten könnte.

Dennoch gibt es auch hier sehr, sehr Fachleute die durchaus sagen das es für viele Kinder besser wäre eine längere Zeit zu Hause zu bleiben ( ein Großteil der Kinder kommt hier mit 9 Wochen in die Ganztagsbetreuung).

lg

Andrea

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 11:31 Uhr

Hallo!

Deutschland kann es sich auch nicht leisten. Fachkräfte fehlen überall! Der Staat kann es sich gar nicht leisten, gut ausgebildete Frauen hinter den Herd zu stellen.
Die Politiker wollen es jedoch nicht sehen.

9 Wochen ist wirklich sehr früh für eine Fremdbetreuung, aber 3 Jahre müssen es auch nicht sein. Ich denke die ersten 12 Monate zu Hause reichen aus. Danach verkraften die Kinder eine Fremdbetreuung schon.

Und auch wenn viele Kinder in Westdeutschland keine Krippe bzw. Tagesmutter besuchen, werden sie dennoch fremdbetreuut. Viele lassen ihre Kinder durch die Großeltern betreuuen und arbeiten bereits nach einem Jahr wieder. Dies wird durch die statistischen Zahlen jedoch meist nicht wieder gegeben.

Die reinen Vollzeithausfrauen sind selten geworden.

Gruß nakiki

Beitrag von dominiksmami 07.10.10 - 11:38 Uhr

>>Deutschland kann es sich auch nicht leisten.<<

da muß ich dir uneingeschränkt rechtgeben...aber sag das mal denen die Elterngeld beziehen.

Gut, ich bekomme auch den Sockelbetrag..weil meiN Mann ja in D arbeitet, aber wäre das nicht so, wäre es für uns auch ok.

Ich weiß auch gar nicht ob die Politiker das nicht sehen wollen...oder ob sie es nur deshalb ignorieren weil man mit dieser Zuchtpräme ( ich find das so #rofl#rofl, die Niederländen das Elterngeld so *lach*) eben gut auf Wählerfang gehen kann.

Die Wahrheit wird mal wieder irgendwo auf dem berühmten, goldenen Mittelweg liegen.

Meine Kleine bleibt jedenfalls 2 Jahre bei mir und geht dann in den Teilzeitkindergarten...das sind hier dann 4 mal 3 Stunden die Woche, ich denke damit ist beidem genüge getan....der "häuslichen Bindung" und dem Wunsch ihr soziale Kontakte ihres Alter zu ermöglichen etc.

>>Die reinen Vollzeithausfrauen sind selten geworden.<<

Ja das ist wahr...ich bin , vor allem hier in NL, sowas wie ein Alien...aber wir fühlen uns wohl so.


lg

Andrea

Beitrag von hebamme24 07.10.10 - 14:20 Uhr

Eine stundenweise behütete Betreuung z.B. bei den Großeltern ist damit nicht ausgeschlossen. Eine gute Tagesmutter kann vieles abfedern. Ebenso sollen die Eltern auch nicht an eine 3jährige Kette gelegt werden. Jedes Elternteil braucht Abstand und Freiheiten außerhalb seiner elterlichen Pflichten. Natürlich werden auch Kinder bei sehr früher Fremdbetreuung (unter 3 Jahren) ihren Weg im Leben gehen.

Das Bedürfnis des Kindes nach Bindung und Exploration (das bei jedem Kind unterschiedlich ausgeprägt ist) sollte dabei aber nicht aus den Augen verloren gehen.

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 17:38 Uhr

Erstmal die Frage: Wieso ist eine stundenweise Betreuung durch die Großeltern in Ordnung in einer Krippe aber nicht? Meinst du der Säugling merkt diesen Unterschied? Wann ist eine Betreuung fremd und wann nicht?

Immer wenn das Kind nicht von den Eltern betreuut wird, ist es eine Fremdbetreuung, denn Kleinkinder kennen da keinen Unterschied, ob es Familie ist oder nicht!

Und nochmals zu deinem Text: Er bezieht sich auf die 50iger Jahre! Das kann man doch gar nicht mehr mit heute vergleichen!
Und auch die DDR hat aus diesen Untersuchungen gelernt und andere Konzepte entwickelt: http://www.kindergartenpaedagogik.de/1966.html

Die Welt dreht sich weiter, es bringt doch gar nichts über total veraltete Studien zu diskutieren!

Hast du keine aktuellen Studien?

Gruß nakiki

Beitrag von hebamme24 07.10.10 - 17:57 Uhr

Hallo Nakiki,

ja wir können wirklich froh sein, dass in der DDR sich aufgrund dieser Ergebnisse vieles besserte. Ja, wir können froh sein, dass heute die Krippen viel besser als damals sind. Dennoch Tagesmütter und Krippen müssen wirtschaftlich arbeiten. Die Regel sind oft 5, 6, 7 oder mehr Kinder in der Gruppe. Hand auf´s Herz: Welche Supernany soll das Tag für Tag verlässlich und mit hoher Qualität schaffen?

Die im Forum erwähnten Studien aus der DDR zeigen deutlich auf, dass gerade die Fremdbetreuung zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat besonders risikovoll ist. Die seelische Entwicklung des Menschen ist sehr komplex (siehe bitte die aktuelle Bindungsforschung) und läuft nicht immer so einfach wie es wünschenswert wäre.

PS: Ein sehenswerter Filmtrailer zum Thema findest Du auf youtube.com "Kinder ohne Liebe" und Kinderkrippen zerstören ihre Kinder".

Gruß

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 21:05 Uhr

Hallo!

Ich weiß ja nicht an was für eine katholische Sekte du da geraten bist, aber mal ein Tip: Wir leben im Jahr 2010!

Das was die Frau Steuer da macht, ist reine Verarschung und schneidet sich alles so zu recht, wie es ihr passt.

Es gibt Wissenschaftler, die der Meinung sind, dass 7 - 8 Kinder auf eine Erzieherin in Ordnung ist! Außerdem betüttere ich mein Kind auch nicht den ganzen Tag, sondern lasse Zeit für Freispiel. Und wenn ich eine Geschichte vorlese bzw. ein Buch angucke, macht es keinen Unterschied, ob ich dieses mit einem oder 5 Kindern mache.

Öffne mal deinen Horizont und komme in die Gegenwart zurück. Du wirst sehen, was es doch für tolle neue Erkenntnisse gibt.

Wenn man deinen Zitaten Glauben schenken darf, ist der Großteil der Weltbevölkerung gestört!

Zum Film "Kinder ohne Liebe": Der ist echt witzig! Die Kinder sind häufig krank!? Das liegt also an der Krippe? Und nur allein daran? Wenn die Kinder also nicht in der Krippe wären, wären sie auch nicht so oft krank? Die Thematik wird auch in meinem Link beschrieben. Die Kinder wären auch häufiger krank, wenn sie erst mit 3 Jahren in die Betreuung kämen. Hat einfach damit zu tun, dass sie noch kein ausgereiftes Immunsystem haben. Ja, da staunst du, aber das sind die Erkenntnisse aus der heutigen Zeit!
Ebenfalls aus dem Film "die Kinder sind aggressiv"? Das war also damals die Beschreibung für die Trotzphase. Nee, das wäre natürlich nicht passiert, wenn die Kinder zu Hause betreut gewesen wären.
Man, man, man was für ein dämliches Geschwätz!

Gruß nakiki

Beitrag von hebamme24 08.10.10 - 08:18 Uhr

Hallo Nakiki,

Danke für Deine Rückmeldung.

Ist es wirklich so, dass es Wissenschaftler/innen gibt, die 7 - 8 Baby´s oder Kleinstkinder bei einer Tagesmutter oder Krippenerzieherin gut finden? Welche sind das? Da erweitere ich gerne meinen Horizont!!!

Ich ziehe vor jeder Tagesmutter und Erzieherin den Hut, die es mit 2 oder 3 Kleinstkindern gleichzeitig schafft. Sie leisten unglaubliches.

Ich wünschte mir eine große Vergleichsuntersuchung des Bundes, ob die Betreuung von Baby´s und Kleinkindern bei Tagesmüttern oder in der Krippe wirklich ein erfolgreiches Modell sein können. Vielleicht wären diese Formen der Fremdbetreuungen ja wirklich die bessere Möglichkeit und jeder Zweifel wäre ausgeräumt.

Ein kurzer Nachtrag zu Deiner Antwort von Gestern:

Pädiater und Sozialhygieniker aus der DDR wie G. Jun, W. Kiehl, H.-D. Petermann, I. Korff, G. Niebsch, E. Schmidt-Kolmer, C. v. Bothmer u.v.a.m. veröffentlichten in der Zeitschrift für ärztliche Fortbildung ihre brisanten Forschungsergebnisse. Die Veröffentlichungen wurden ab 1961 gestoppt. Die freien Forschungsteams wurden aufgelöst. 1966 wird in Berlin das zentrale Institut für Hygiene des Kindes- und Jugendalters unter der Leitung von Fr. Eva Schmidt-Kolmer gegründet. Per Gesetz wurden 1965 die Kleinkindeinrichtungen als 1. Stufe des Bildungssystems festgelegt.

In der Folgezeit hat die DDR sehr große Anstrengungen unternommen, die Qualität der Ausbildung für Erzieherinnen und die programmatische Arbeit in den Einrichtungen zu verbessern. 1968 erschien sogar schon ein Entwurf für ein programmatisches Erziehungsprogramm (heute sagt man Bildungsprogramm).

Trotz aller Bemühungen vermied die DDR eine Vergleichsuntersuchung zwischen den Familienkindern und den Krippenkindern. Herr Dr. Dr. Zwiener (leitender Mitarbeiter in dem o.g. Institut) äußerte Hr. Plückhahn gegenüber, dass eine vergleichende Untersuchung Ende der 70er Jahre wohl gegeben haben könnte. Eine Auswertung und Publikation gab es aber nicht. Diese Darstellung konnte Hr. Plückhahn bei seinen Recherchen im Bundesarchiv für seine Diplomarbeit zu den Dauerheimen der DDR nicht untermauern. Zu diesem Zeitpunkt war erst die Hälfte der Dokumente und Unterlagen des zuständigen Fachministerium für die Krippen zugänglich.

Gruß

PS: Bitte sende mir die Namen der Wissenschaftler von denen Du geschrieben hast. D A N K E !

Beitrag von raena 07.10.10 - 11:11 Uhr

Ich hätte auch gerne mal Quellenangaben für deine Studien! Darüber hinaus würde mich interessieren was du hier versuchst? Du postest ganz bewußt nicht als Privatperson, sondern mit Vor- und Nachnamen und Beruf und Webseite!

Willst du damit die Professionalität deiner Aussagen untermauern oder bist du auf Kundenfang denen du mit deiner Meinung schmeicheln willst?

Ich frage mich wie Generationen von Mensch groß geworden (und sich weiter entwickelt haben) wenn das klassische Rollenmodell einer Mutter zuhause bei den Kindern das du hier so probagierst aus den 50iger und 60 iger Jahre stammt? Die Kinder armer Leute hatten keine Mutter die sie ständig betreute weil sie selbst schuften musste damit die Familie was zu essen hat (und alle Kinder über 4 Jahre gleicht mit) und die reichen Leute waren sich zu fein ihre Kinder selbst zu betreuen, die hatten Kindermädchen und sogar Ammen die die Kinder auch noch Fremdgestillt haben. Da frag ich mich wie es da funktioniert hat das die Menschheit in den letzten Jahrhunderten so viele bahnbrechende Erfindungen machen konnte wo doch die wenigsten davon in den ersten drei Jahren nur von der Mama betreuut wurden .....

Ich finde deine Aussagen interessant (was nicht unbedingt richtig heißt), unbelegt (da keine Quellen genannt sind) und von der Intension äußerst zweifelhaft.

Beitrag von hebamme24 07.10.10 - 14:32 Uhr

Bitte die Angaben im Bundesarchiv Berlin unter Gesundheitsminiterium der DDR einsehen (für jeden Bürger nach vorheriger Anmeldung möglich).

In der Diplomarbeit von Herr Plückhahn FH Potsdam "Dauerheime für Säuglinge und Kleinkinder in der DDR aus dem Blickwinkel der Bindungstheorie" sind einige Forschungsergebnisse zusammen getragen.

PS:
Eine stundenweise behütete Betreuung z.B. bei den Großeltern ist damit nicht ausgeschlossen. Eine gute Tagesmutter kann vieles abfedern. Ebenso sollen die Eltern auch nicht an eine 3jährige Kette gelegt werden. Jedes Elternteil braucht Abstand und Freiheiten außerhalb seiner elterlichen Pflichten. Natürlich werden auch Kinder bei sehr früher Fremdbetreuung (unter 3 Jahren) ihren Weg im Leben gehen.

Das Bedürfnis des Kindes nach Bindung und Exploration (das bei jedem Kind unterschiedlich ausgeprägt ist) sollte dabei aber nicht aus den Augen verloren gehen.

Eine frühe Fremdbetreuung ist für die weitere Lebensentwicklung des Kindes kritisch.

Beitrag von hebamme24 07.10.10 - 19:57 Uhr

Hallo,

ich hoffe, Sie sehen nicht die schwarz - weiß Diskussionen "Frauen zurück an den Herd" vor sich, wenn Sie an den Beitrag denken. In der Tat haben die armen Leute vor dem Industriezeitalter (besonders die Mütter) gewaltiges leisten müssen (in der Regel immer mit dem Kind). Fremdbetreuung kam für die breite Masse mit der Industrialisierung auf und wurde ein Thema. Gottlob hat sich in den Jahrzehnten vieles verbessert.

Die Ammen für die Reichen, das ist ein tragisches Beispiel. Die kleinen Hoheiten hatten das Glück, ihre Amme oft ein Leben lang behalten zu können (siehe Julia von Shakespeare) und verloren diese nicht nach 2 oder 3 Jahren wie heute die Kinder ihre Tagesmutter oder ihre Krippenerzieherin. Oft sprangen mindesten 1 - 2 weitere Bedienstete um die Hoheiten herum, die diese vielleicht nur mit einem Geschwisterchen teilen mußten. Das Drama und das Risiko lag bei der Amme, sie mußte ihr eigenes Kind im Dorf zurücklassen. Das Glück der kleinen Hoheiten baute sich auf dem Unglück der Ammenkinder auf. Nur sehr sehr selten konnte und durfte die Amme (wie bei Annette von Droste Hülshoff) durchsetzen und ihr eigenes Kind mitnehmen.

Gruß

Beitrag von hebamme24 09.10.10 - 19:01 Uhr

Hallo Raena,

in der Tat hat die Menschheit bahnbrechende Leistungen vollbracht. Segen und Fluch liegen manchmal dicht beisammen. Raketen ins All, Landungen auf dem Mond, Atomenergie usw., usw..

Kannst Du mir einen Forscher von Rang und Namen sagen, der tatsächlich eine Krippenbetreuung hatte.

Bei den Quellen siehe bitte meine Beiträge im Forum.

Gruß

Beitrag von kessita 07.10.10 - 11:20 Uhr

Ich habe selten solch hohles, pauschalisierendes und frauenfeindliches Gelaber gelesen ( von den Rechtschreibfehlern mal ganz abgesehen).

Da wir uns hier anscheinend auf dem Niveau von "Hören-Sagen" bewegen, sowie auf der Basis von Statistiken ( Grundsatz: "Traue niemals einer Statistik die du nicht selber gefälscht hast") die knapp 50 Jahre alt sind, werde ich mich ausnahmsweise auf diesen "Niveau-Limbo" einlassen und mittanzen.

Die Kinder in der KRIPPE ( bitte - es handelt sich hier nicht um die ähnlich klingende "GRIPPE") die meine Tochter besucht hat und mein Sohn besuchen wird, waren durch die Bank weg motorisch, sowohl grob - als auch feinmotorisch, sprachlich und in den sozialen Kompetenzen besser entwickelt als viele (man beachte bitte: NICHT alle) Gleichaltrigen die KEINE Fremdbetreuung vor dem dritten Lebensjahr erhalten haben.

Neuartige Konzepte ( ja seit 50 Jahren soll sich da tatsächlich was getan haben) fördern das Kind sowohl als Individuum, als auch als Mitglied einer Gruppe. Regelmäßige Elternabende, sowie Enwicklungsportfolien sorgen für eine optimale Förderung und Forderung des Einzelnen.

Gleichzeitig machten Kinder, die vor der Fremdbetreuung unter motorische Verzögerungen litten und unter anderem zur Krankengymnastik mussten, solch große Fortschritte das diese Fördermaßnahmen entfallen konnte. Auch die positive Auswirkung des Gruppenlebens in Bezug auf z.B. die Benutzung einer Toillette zeigten sich - diese Krippe haben bislang alle Kinder "trocken" verlassen.

Und das ohne Druck der Erwachsenen.

Hinzu kommt eine liebevolle Ausgestaltung der Räume ( unter Mithilfe, Mitwirkung und Mitbestimmung der Eltern) pädagogisch wertvolles Spielzeug, eine große Bewegungshalle, eine eigene Küche in der frisch und lecker gekocht wurde, Obstmahlzeiten über den Vor - und Nachmittag verteilt und ein, sehr heimelig und kuschelig eingerichteter, Schlafraum.

So genug gefaselt. Ein letzter Kommentar noch zum Schluss:

Altersarmut ist besonders bei Frauen ein Problem - längeres Ausscheiden aus dem Beruf ( wie oben gefordert ja dann bei zwei Kinder mal eben bis zu sechs Jahre) führt zu Schwierigkeiten im Berufsleben.

Übrigens kenne ich wenige Kinder die bereit sind, wenn ihre Mütter aufgrund der Kindererziehung Einschränkungen bei der Rente haben - bzw. auf die Grundsicherung zurückfallen, diese finanziell zu unterstützen.

Wusstet ihr eigentlich, dass wenn ihr im Alter in diese Grundsicherung fallt eure Kinder vom Amt ( ich weiß grad nicht welches dafür zuständig ist), verpflichtet werden können ( je nach Einkommenshöhe) für euch aufzukommen????

PS: Dieser Text soll zum Nachdenken anregen - und ist hundertprozentig mein geistiges Eigentum.

Beitrag von funkekind 07.10.10 - 19:17 Uhr

DANKE! Du sprichst mir aus der Seele!

Gruß, funki.

Beitrag von hebamme24 09.10.10 - 19:08 Uhr

Hallo Kessita,

ich habe unter folgenden Link einen intressanten Beitrag zur Altersarmut - Kinder - Rente gefunden. Er ist von Prof. Dr. Adrian und vielleicht interessant für Sie. Ja, dass mit der Altersarmut der vieler Mütter ist eine der größten sozialen Ungerechtigkeiten in Deutschland. Ich kann die Mütter verstehen, dass sie dies um jeden Preis umgehen möchten.

http://www.familyfair.de/familyfair.tv/das-eva-prinzip/prof-dr-hermann-adrian-uber-das-sozialversicherungssystem.html

Gruß

  • 1
  • 2