Was bedeutet für Euch familienfreundliche Kindergartenpolitik

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von isabeau123 07.10.10 - 10:16 Uhr

Hallo,

wir haben bei uns derzeit massive Probleme mit der Kindergartenplatzversorgung. Ich möchte demnächst zu unserem Oberbürgermeister und ihm die Situation darlegen.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch gerne darlegen, was familienfreundliche Kindergarten(platz)politik für uns Eltern bedeutet.

Ich wäre hier für Meinungen von Euch sehr dankbar.

Liebe Grüße

Monika

Beitrag von susa31 07.10.10 - 10:25 Uhr

familienfreundlich sind für mich alle dinge, die es den familien erlauben, ihr leben so zu gestalten, wie es für sie gut ist. also genügend betreuungsplätze mit ausreichend betreuungszeiten für alle, die das gern in anspruch nehmen wollen. niemand muss sein kind dahin schicken - aber wer es möchte, sollte das ohne probleme tun können.

Beitrag von knutchen 07.10.10 - 12:35 Uhr

Dem ist nichts hinzuzufügen!

Beitrag von celi98 07.10.10 - 12:15 Uhr

hallo,

icxh kann dir leider nur das gegenteil sagen.

in hh ist nicht familienfreundlich, dass ein platz (6h) im höchstsatz über 400€ kostest.
es ist auch nicht familienfreundlich, dass man sich bei jedem kindergarten anmelden muss und hoffen kann, das man genommen wird. und dass man dann 2 monate vor arbeitsbeginn immernoch keine sichere zusage für ein platz hat.

lg sonja

Beitrag von knutchen 07.10.10 - 12:33 Uhr

Hallo Monika,
für mich heißt familienfreundlich:

1. das ich einen Platz bekomme ab Krippenalter wenn ich es berufsbedingt möchte.

2. das es egal ist ob ich aus dem Landkreis komme oder aus der Stadt und mir eine Einrichtung auswählen kann, die ich für unsere Familie (Öffnungszeiten, Ferienbetreuung), Konzept der Einrichtung, Umgang, Tagesabauf.... am geeignetesten halte. Bei uns ist es nämlich so, dass Landkreiskinder keinen Platz in der nahegelegenen Stadt bekommen.
D.h. hier wird einem die Auswahl seitens der Gemeinde genommen.

2. Das die Öffnungszeiten so, sind dass man auch berufstätig sein kann. Das Dienstbesprechungen nicht auf einen Freitag mittag gelegt werden, so dass man als berufstätige die einen vollen Platz finanziert in arge Beteuungsschwierigkeiten kommt. Das eine Ferienbetreuung nicht nur bis mittags angeboten wird, denn da ist einem ebenfalls nicht mit geholfen, wenn man später als 12.30 noch arbeiten muss.

3. Das díe Einrichtung für alle Gruppen gleiche Öffnungszeiten hat, egal ob unter 3jährige oder Kiga Alter

4. weiterhin familienfreundlich finde ich, dass ich selbst entscheiden kann ob mein 4,5Jahre alter Sohn mittags schlafen bzw. Liegen muss. Denn für den Personalmangel können die Kinder der Einrichtung nichts.

5. Das ich einen Platz bekomme egal ob ich zum Bürgermeister gehe und vorspreche oder nicht. Das ich auch ohne das GEspräch beide Kinder gleichlange in der Einrichtung lassen kann und das für alle Kinder der Gruppe möglich sein muss, ohne das die Mama das Gespräch mit dem Bürgermeister sucht, damit der dann eine Einzelfallentscheidung daraus macht. Wir haben den Platz unserer Tochter nämlich erst bekommen als ich beim Bürgermeister war.

Mir würde noch einiges einfallen.....


LG
knutchen

Beitrag von twins 07.10.10 - 17:47 Uhr

- flexible Abholzeiten von mind. 45 mind....und zwar nicht vor verschlossener Tür stehen, und dann 15 Min Puffer haben, um die Kinder abzuholen

- nicht sooo viel ständig dazu zahlen. Getränkegeld, Bastelgeld, Geschenkegeld, immer frische Obst kaufen, etc.
In der Schule gibt es schon Obst umsonst und im Kiga, wo die erziehung mit gesundem Essen anfangen sollte, muss man immer viel selber zahlen.

- Qualifzierung der Erzieher. Nicht Erzieher einstellen, nur um die Quoten zu füllen, sondern auch auf die eltern hören, wenn was nicht paßt.

- Mehr Mitspracherecht vom Elternbeirat! Nicht nur schönes Beiwerk und für Feste, sondern auch Mitspracherecht im Allgemeinen: Spielsachen einkaufen, Jahresgestaltung, Gestaltung Spielplatz, und besonders auch ein Mitspracherecht, wenn es große Probleme gibt

- das man sich den Kiga uch innerhalb einer Gemeinde aussuchen darf, ohne das man beim Bürgermeister "betteln" muss, ob man wechseln darf oder nicht

....

P.S. Glaube versetzt Berge - hoffe das der Bürgermeister OK ist, wir haben ein Ar...loch als Bgm.....hatte Verhältnis mit Leitung vom Kiga....die sitzt auf ihren Thron und kann machen was sie will

Beitrag von isabeau123 08.10.10 - 10:37 Uhr

Danke für die vielen Beiträge. Das hilft mir schon weiter. Ich möchte aber noch kurz klarstellen, dass ich nicht nur zum Bürgermeister gehe um für meine kleine Tochter, die Geschwisterkind, einen Platz im Wunschkindergarten zu ermauscheln (natürlich will ich diesen Platz haben), sondern die Missstände (die bei uns zahlreich sind, weil die Verwaltung geschlafen hat) aufzeige, die von der Verwaltung verheimlicht und verschleiert werden.

Beitrag von twins 08.10.10 - 11:57 Uhr

Hi,
mach Dir den Bürgermeister nicht zum Feind. Keiner möchte Mißstände gemeldet bekommen. Hilfreich wäre für Dich, wenn viele Eltern mitmachen, so dass er sieht, das wirklich etwas geändert werden muss- Wenn nur eine ! etwas geändert haben möchte, sieht er eh kein Sinn dahinter.

Macht doch eine Elterninitiative.

achja, ich hoffe nicht, das Du in einem kleinen Dorf wohnst, oder Du den Bürgermeister für irgendetwas brauchst (Hausbau, etc. ) kannst Dir ein Feind fürs Leben schaffen.

Grüße
Lisa

Beitrag von knutchen 08.10.10 - 13:02 Uhr

Bei uns war es genauso, ich bin dort hin, weil es plötzlich hieß unsere Tochter die dann 1,5 Jahre alt sei, wäre zu klein und pflegeintensiv..... Aber nach außen wurde auf die unter 2 jährigen Betreuung hingewiesen und sehr stark für die Einrichtung geworben...
Ich hatte zuerst auch überlegt ob ich mir uns (unserem Großen, der bereits in die Einrichtung geht schadet), habe mir dann aber überlegt, wenn alle nichts unternehmen kann sich auch nichts ändern.
Ich hatte binnen einer halben Stunde nach unserem Gespräch einen Anruf, dass wir den Platz bekommen und mit Ausnahmeregelung die gleiche Stundenzahl wie unser Sohn hat.
Wir standen dort auf der Warteliste seit es bekannt wurde dass die Gruppe öffnet, aber man uns auf Grund des Alters einfach an die letzte Stelle geschoben. Wie auch immer uns hat es nicht geschadet und wir sind froh dass nun beide in dieselbe Einrichtung gehen. Das kommt dem Familienleben sehr zu gute, da wir nach Feierabend nicht noch durch die Lande fahren müssen um eines der Kinder in einem anderen Ort abzuholen.

LG und viel Erfolg
knutchen