Ich kann mit ihrem Gebocke nicht umgehen..Bitte um Tipps LANG

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schnubbi83 07.10.10 - 10:54 Uhr

Hallöchen ihr Lieben

Meine Ida wird im Dezember 2 und zeigt natürlich momentan wer der Chef ist ( Also sie wäre es gerne #cool )

Ich weiß ja das Bockphasen und gezicke, Selbstfindung usw normal ist in der Entwicklung aber ich habe echt Schwierigkeiten der Situation Herr zu werden!

Beispiel : Ich war mit ihr gestern im Park...Die ersten paar Minuten alles easy..ABER dann gehts los: Es wird abgehauen, es wird nicht gehört ( sie dreht sich nich mal um wenn ich rufe ) Sie läuft genau zu den Stellen die gefährlich sind ( Treppen, Abhänge )Nehm ich sie dann an die Hand wird sich fallengelassen...

Und falls ihr jetzt sagt einfach weitergehen!! Das funktioniert nicht bei uns:-( Entweder läuft sie weiter weg ohne sich umzudrehen oder sie bleibt eben ewig auf dem kalten Boden liegen..
Hab mich Minutenlang hinter einem Baum versteckt, dass hat die nicht annähernd interessiert#zitter

Dann waren wir wieder an der Straße und dort hat sie an der Hand zu laufen...Was ist? sie reißt sich los und rennt mit einem wirklichen provozierendem BLick Richtung Strasse! Ich war wirklich verdammt sauer und habe sie im Endeffekt geschultert und Nachhause getragen ( Das ist bei 14 Kg echt Mist )

Sie ist auch einfach so verdammt unentschlossen, Buggy sitzen, laufen Buggy nicht sitzen, auf Mamas Arm....Trinken, nein doch nicht..usw..Könnt ewig ausholen.......

Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll in diesen Situationen!? Bin ziemlich impulsiv und schimpfe dann, habe es aber auch oft mit reden versucht...
Zu guter letzt hat sie mir einen Tascherechner aufs Auge gehauen so dass ich sogar heulen musste....( Da hab ich sie aus lauter Wut in Wohnzimmer gesteckt und Tür zu gemacht sonst wäre ich in die Luft gegangen )

Sie ist sonst eigenltich total lieb aber in diesen Phasen vermisse ich mein liebes Mädchen irgendwie:-(
Was soll ich tun ignorieren? Schimpfen?
Sie tritt auch gerne mal bei Wickeln oder haut und lacht dabei!! Wenn ich ihr erkläre das es wehtut macht sie trotzdem weiter bis ich schimpfe#schmoll

Naja musste mich eben auch mal auskotzen, dankefürs lesen#blume

Beitrag von tragemama 07.10.10 - 10:57 Uhr

Ich glaube, Du machst Dir zu viel Stress. Warum sind Treppen und Abhänge denn gefährlich für eine 2jährige? Ich würde sie im Park laufen lassen. Wir waren gestern im Zoo und ich bin (wieder) am besten damit gefahren, Kathrin einfach sausen zu lassen. Was soll denn passieren?

Ich hab Kathrin auch nie zum an der Hand gehen gezwungen, weil das wg. des Ellbogengelenks eine blöde Sache ist, das Radiusköpfchen ist schnell mal abgerissen. Wir haben ab Laufalter ein Spiel daraus gemacht, dass einer "stopp" ruft und der andere dann stehen bleiben muss und sich nicht mehr bewegt. Das klappt seit fast zwei Jahren super. An der Straße muss sie halt nah neben mir gehen, auch das klappt zwischenfallfrei.

Alles Gute!
Andrea

Beitrag von schnubbi83 07.10.10 - 11:07 Uhr

Danke schon mal für deine Antwort!

Das ist bei uns im Park bisschen doof, da stehen Schlossruinen und das ist so eine mega steile Betontreppe, da hab ich schon Schiss, geb ich ja zu!

Ja das mit der Hand ist so eine Sache! Ich zwinge sie ja nicht:-) Es ist nur einfach so, dass sie auf STOP oder stehen bleiben ( noch ) nicht hört...

Sie läuft ab und an ohne Hand neben mir aber es kommt imme röfter vor das sie schnell zuSeite abdriftet..aber bin auch eher der (ü ber ) ängstliche Typ..Das macht es ja nicht einfacher......

LG

Beitrag von xyz74 07.10.10 - 11:36 Uhr

Ich glaube, Du machst Dir zu viel Stress. Warum sind Treppen und Abhänge denn gefährlich für eine 2jährige?
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Es gibt Kinder, die sich überall herunter stürzen.
Vor nichts Angst haben.
Ich hab so einen Sohn. Keine Ahnung wie oft wir den schon quasi im freien Fall aufgefangen haben. Sonst wäre das richtig übel ausgegangen.

Beitrag von tragemama 07.10.10 - 16:53 Uhr

Meine Tochter ist auch so. Sie hat auch keine Hemmschwelle - aber wie soll sie die lernen, wenn ich ihr ständig hinterherrenne?

Beitrag von xyz74 07.10.10 - 19:52 Uhr

aber wie soll sie die lernen, wenn ich ihr ständig hinterherrenne?
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an sich richtig, würde aber bei uns heißen, dass mein Sohn eine steile Steintreppe herunter stürzen würde.
Und wenn es ganz schlecht läuft, passiert das exakt 1x und dann nie wieder.
Darauf lass ich es nicht ankommen.

Beitrag von pegsi 07.10.10 - 10:59 Uhr

Willkommen im Club! :-)

Meine Tochter nimmt das auch nicht ernst, wenn ich weitergehe. Wieso auch, sie weiß genau, dass ich sie nie wirklich im Stich lassen würde. ;-)

Bei uns gibt es immer nur genau eine Auswahlmöglichkeit: An großen Straßen zum Beispiel: im Buggy sitzen oder an der Hand laufen. Mehr Alternativen machen in schwierigen Phasen nur alles mühsamer. Wenn sie beides nicht will, setz ich sie gegen ihren Willen in den Buggy und gehe weiter. Dann heult sie halt (steht auch eventuell auf, so daß ich sie an der Hand halte, damit sie nicht rausfällt). Konsequenz ist superwichtig bei uns. Je konsequenter ich mich nach meinen Ansagen verhalte, umso seltener muss ich sie machen.

Wenn ich gut drauf und fit bin, dann spiele ich auch schon mal mit. Wenn sie mir dann wegläuft, mache ich eben ein Fangen-Spiel draus. Wenn sie nach mit tritt, spiele ich den sterbenden Schwan etc...

Letztendlich ist das gemeine an der Phase, dass jeder seinen eigenen Weg finden muß, weil es kein Patentrezept gibt.
Ich wünsch Dir viel Kraft! :-)

Beitrag von schnubbi83 07.10.10 - 11:10 Uhr

"Bei uns gibt es immer nur genau eine Auswahlmöglichkeit: An großen Straßen zum Beispiel: im Buggy sitzen oder an der Hand laufen. Mehr Alternativen machen in schwierigen Phasen nur alles mühsamer. Wenn sie beides nicht will, setz ich sie gegen ihren Willen in den Buggy und gehe weiter. Dann heult sie halt (steht auch eventuell auf, so daß ich sie an der Hand halte, damit sie nicht rausfällt). Konsequenz ist superwichtig bei uns. Je konsequenter ich mich nach meinen Ansagen verhalte, umso seltener muss ich sie machen."

Eigentlich handhaben wir das so auch aber manchmal will man dem KInd ja auch mehr Freiräume lassen, und wird dann enttäuscht, weil es noch nicht klappt#zitter
Da gibts wohl wirklich kein Patentrezept.


LG

Beitrag von metapher77 07.10.10 - 11:15 Uhr

Das kommt mir alles seeeeehr bekannt vor. Unser Lütter ist erst 18 Monate und schon absolut am Testen. Eigentlich halt auch ein super liebes Kerlchen, aber es gibt Phasen... bei uns ist es oftmals morgens und abends kritisch. Morgens beim Anzeihen, weil er darauf einfach keinen Bock hat. Ich plane nun extra schon immer etwas mehr Zeit ein, aber wenn es nach ihm ginge, würde er mittags wohl noch im Schlafanzug rumrennen. Nun muss ich aber auch noch arbeiten und er dadurch in die Krippe... So ne richtige Patentlösung habe ich da auch noch nicht und meistens endet das dann so, dass ich ihn mir nach mehrmaliger Aufforderung einfach schneppe und unter großem Protest versuche anzuziehen. Er lässt sich dann auch durch nichts ablenken, und wenn er richtig wütend ist, wirft er auch mit allem, was er zu greifen kriegt um sich und ab und an krieg ich dann auch schon mal nen "Hieb" ins Gesicht. Wenn es soweit kommt, setze ich ihn vom Wickeltisch runter, damit er sich erstmal "austoben" kann, bleibe aber bei ihm im Zimmer, damit er nicht denkt, dass ich ihn allein mit seiner Wut lasse. Meist kommt er dann auch kurze Zeit später angeschmust, und ab da klappt es dann auch mit dem Anziehen. Ist aber schon nervig, weil ich auf dieses ganze vorherige Theater auch gut verzichten könnte.

Abends ist er dann meist sehr übermütig und "malträtiert" unseren Hund und unsere Katzen. Das ist natürlich nicht ganz ungefährlich, aber alles Gute zureden hilft da auch nichts. Glücklicherweise sind alle Tiere sehr friedliebend und es ist noch nichts passiert. Als es unserem Hund letztens zu bunt wurde hat er zweimal geknurrt, das scheint gesessen zu habe, mit dem schmust unser Lütter nun nur noch ganz lieb. Aber die Katze... Die hat wirklich nichts zu lachen. Auch da weiß ich noch keine Patentlösung, weil ich vom "auf die Finger hauen" nichts halte.

Einen ersten Wutanfall in der Öffentlichkeit haben wir inzwischen auch hinter uns - schön peinlich! #hicks Da blieb mir auch nichts anderes übrig, als mir mein schreiendes und stampelndes Kind zu schnappen und mit ihm quer durchs gesamte Krankenhaus zu laufen. (Wir wollten den Papa besuchen, der eine OP hatte...) Ihn irgendwo stehn zu lassen wäre in dem Fall viel zu gefährlich gewesen.

Ich denke, man muss da wirklich einfach irgendwie durch, aber meiner Meinung nach bringt schimpfen (zumindest bei uns) meist gar nichts. Aber klar werde auch ich mal lauter, wenn es sich zu sehr zuspitzt, z.B. bei den Katzen. Ich denke, das macht auch nichts, weil die Kleinen ja auch lernen sollen, dass jeder seine Grenzen und Gefühle hat, und wann man die von Mama oder Papa überschreitet. Aber Dauergeschimpfe und ständiger Unmut bringen wahrscheinlich nichts.

Beitrag von bokatis 07.10.10 - 13:06 Uhr

Hallo,

meine ist 21 Monate alt und ähnlich drauf...es hält sich aber dennoch in Grenzen. Meine bekommt einmal am Tag eine schlimme Schreiattacke, wenn irgendwas nicht so geht, wie sie möchte. Und da sie noch nicht gerade perfekt sprechen kann und sagen kann, was sie möchte, verzweifelt sie gerne mal und wirft sich auf den Boden....
Sie hört auch oft nicht, probiert Sachen aus usw...

Mein Rat:
Es ist schwer, aber versuche, ruhig und gelassen zu bleiben. Immer wieder erklären, warum und wieso usw. Irgendwann macht es klick. Mein Sohn ist 3,5 Jahre alt und hat so gut wie niemals mehr Trotzattacken bzw. er hört auf mich, wenn ich ihn auf Gefahren usw. aufmerksam mache.

Außerdem glaube ich, dass es wichtig ist, das Kind auch mal laufen zu lassen (natürlich nicht, wenn es Gefahren gibt!!!). Ich meine also, so im Garten oder Spielplatz oder so, sie einfach mal autark die WElt entdecken lassen, ohne Grenzen. Ihre Neugier befriedigen, sie wild toben lassen usw...
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder, die sehr eng in Grenzen gehalten werden, mehr Frust entwickeln als die, die auch mal laufen dürfen und klettern usw....Ach ja, und Kindergarten wirkt bei uns auch Wunder (sie geht seit 4 Wochen)
Alles Gute, wird sicher besser!
K.