Überstunden oder unbezahlter Urlaub?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von dark-kitty 07.10.10 - 12:45 Uhr

Ich wüsste gerne mal eure Meinung, ich grübel nämlich noch... #kratz

Ich werde wegen dem KS vermutlich 3-4 Tage im KH liegen (ohne Entbindungstag und Wochenende gerechnet), an dem ich mein erstes Kind nicht betreuen kann. Also bleibt mein Mann zuhause und passt auf ihn auf (soviel steht schon mal fest). Die Frage für uns ist jetzt nur, wie wir das dann abrechnen lassen.

Möglichkeit 1: Mein Mann bekommt vom AG unbezahlten Urlaub, dafür zahlt ihm die KK den Verdienstausfall bis zu einem Maximalsatz. Würde für uns heissen: für 4 freie Tage 64.-€ weniger in diesem Monat, weil mein Mann mit seinem Stundenlohn über dem Maximalsatz liegt.

Möglichkeit 2: Mein Mann nimmt voll bezahlte Überstunden von seinem Konto. Er hat noch mehr, als er braucht, und es werden sich bis zur Geburt sicherlich noch mehr ansammeln. Dann bekäme er das selbe Gehalt, obwohl er nicht arbeiten geht und wir hätten keine Einbußen.

Zu berücksichtigen: Mein Mann hat im Anschluß an diese oben genannte Zeit nochmal zwei Wochen regulären Urlaub. Ob er noch mehr nehmen kann, wenn er sich die Überstunden aufspart, ist ungewiss. Mehr als drei Wochen (+ die 3 oder 4 benötigten Betreuungstage) bekommt er aber um diese Zeit im Arbeitsjahr nicht genehmigt. #nanana Wirklich angewiesen sind wir auf das Geld zum Glück nicht. Die Frage ist nur: was ist besser, lohnt sich mehr, kommt unterm Strich am besten weg.

Welche Variante würdet ihr wählen und warum? #danke

Beitrag von sunmelon 07.10.10 - 13:44 Uhr

Du hast etwas nicht berücksichtigt. Dein Mann bekommt einen Tag Sonderurlaub zur Geburt seines Kindes. :-)

Ansonsten würde ich Variante 2 nehmen, weil wenn er sich die Ü-Std ausbezahlen lässt, hat er vll auch nur soviel Kohle wie wenn er sich unbezahlten Urlaub bzw. Betreuungsgeld von der KK ausbezahlen lässt. Dann soll er die doch lieber abfeiern.

Zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass man genau in den ersten Wochen wo der Krümel da ist auf Mehrgeld angewiesen ist als das man eigentlich geplant hat und dann doch froh ist, wenn man nicht auch noch einbusen hat. Mein Mann hat z.Bsp sich 3 Strafzettel eingeheimst in Höhe von 50 € gesamt, wo ich im KH lag. ;-) Manchmal sind Männer halt total neben der Spur. #rofl

Grüße Steffi

Beitrag von dark-kitty 07.10.10 - 13:53 Uhr

Doch, den Sonderurlaub hatte ich schon im Kopf - nut nicht hingeschrieben. ;-)

Auszahlen lässt er sich die Überstaunden allerdings nicht, die bleiben dann einfach so stehen und werden später eben abgefeiert. Da hast du recht, auszahlen lohnt sich gar nicht... #nanana

Angewiesen sind wir deswegen nicht, weil ich ja auch noch Mutterschaftsgeld, später Elterngeld und auch Kindergeld fürs zweite Kind. Das alles hatten wir vorher ja nicht und liegen daher schon ganz gut im Plus. Bin ich auch froh drüber, eine Sorge weniger. ;-)

Ich grübel nochmal weiter... #kratz

Beitrag von lachris 07.10.10 - 14:17 Uhr

Hi,

unbezahlten Urlaub würde ich meiden wo es nur geht.

Irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass das später bei der Rente Probleme geben kann. Sorry aber mein Unterricht in Personalwesen liegt schon ettliche Jahre zurück. Aber irgendwas war da...

Dann also lieber die Überstunden.

Oder noch besser 2 Monate Elternzeit für den Vater.

Mein Freund z.B. hat den ersten und 13. Monat eingereicht. Und das war einfach toll. Er hat einfach an dem Tag der Geburt den AG angerufen, das er ab jetzt einen Monat zu Hause bleibt.

Muss man halt ein paar Wochen vorher schriftlich mit dem AG abklären. Wenn der mitspielt und Euch das finanziell langt würde ich es so lösen.

VG lachris

Beitrag von dark-kitty 07.10.10 - 14:20 Uhr

Ist das echt so schlimm mit dem unbezahlten Urlaub? Ich meine, wir hätten ja gute Gründe... #kratz Aber ich mache mich nochmal schlau, vielen Dank! :-)

Elternzeit für den Vater ist in der Position meines Mannes leider völlig unrealistisch, egal ob nun am Stück oder gesplittet. Trotzdem Danke für den Tip.

Beitrag von dark-kitty 07.10.10 - 14:23 Uhr

Vergessen:

Außerdem wäre die finanziellen Einbußen in der Zeit dann doch zu hoch. Für ein paar Tage geht es, aber wochenlang... nein, so gut geht es uns dann doch noch nicht. Trotzdem #danke

Beitrag von lachris 07.10.10 - 15:41 Uhr

Er bekäme ja während der 2 Monate immerhin 65 % seines Gehaltes weiter.

Eigentlich darf der AG es nicht verweigern.

Aber wenn man dann mit entsprechenden Konsequenzen rechnen muss, wäre das unschön.

Allerdings darf man während der Elternmonate auch in gewissem Umfang arbeiten. Finanziell rechnet sich das zwar kaum (da es zum Großteil beim Elterngeld angerechnet wird) Aber er hätte ein paar freie Tage mehr zu Verfügung.

Vielleicht kann er die Elternzeit seinem AG schmackhaft machen, wenn er während der zwei Monate Elternzeit z.B. zwei Tage die Woche arbeiten geht?

Vielleicht wäre das ja eine Alternative?

VG lachris

Beitrag von dark-kitty 07.10.10 - 20:16 Uhr

Nee, so meinte ich das nicht. ;-)

Ich glaube nicht, dass es der AG direkt verweigern würde - weil er es ja auch rein rechtlich nicht kann. Der ist eigentlich sehr kulant, deswegen gäbe es zum Beispiel auch kein Problem mit 3, 4 Tagen unbezahlten Urlaub wegen meinen KH-Aufenthalts. :-)

Es kommen da viele Dinge zusammen, die es nicht durchführbar machen. Für uns kommen nur die oben genannten Varianten in Frage. Trotzdem danke für deine vielen Gedanken, die du dir gemacht hat. #liebdrueck