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Forum: Medienwelt

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Beitrag von daddy69 07.10.10 - 13:38 Uhr

Ach, ich wünschte mir, der Mob würde nur 10% der Zeit darauf verschwenden, sich ernsthafte Gedanken über die Prävention solcher Taten zu machen.

Und nein: Zwangskastration der Täter ist keine Prävention.

Ihr könnt ja hier mal anfangen.

Beitrag von purpur100 07.10.10 - 13:42 Uhr

ich wünsche mit dir

Beitrag von medina26 07.10.10 - 13:46 Uhr

Hast du dir denn Gedanken über eine sinvolle Prävention gemacht?
Und wenn ja, zu welchem Entschluss bist du gekommen? #cool

Beitrag von daddy69 07.10.10 - 13:49 Uhr

Es spricht für die hiesige Diskussionskultur, dass Du als erstes mit einer Gegenfrage antwortest.

Beitrag von medina26 07.10.10 - 14:02 Uhr

Ich weiß nicht warum du mich angreifst.

Ich habe interessehalber gefragt. Wenn du dir allerdings nicht selber darüber Gedanken machst was du dir von anderen wünscht, können wir die Diskussion auch gerne wieder beenden.

Beitrag von daddy69 07.10.10 - 14:28 Uhr

Da hast Du recht, entschuldige bitte.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2840830&pid=17973189&bid=42

Das und meine Antwort trifft es ganz gut.

Beitrag von medina26 07.10.10 - 14:54 Uhr

Na siehst du.......Dann sind wir ja garnicht weit auseinander ;-)

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2840247&pid=17973056&bid=42

Beitrag von gunillina 07.10.10 - 13:51 Uhr

wir werden sehen, daddy.

Beitrag von liki 07.10.10 - 13:53 Uhr

ich auch.

also: ich probiers hier noch Mal.

Meine Strategie:

a) zuallerserst Mal, das geht schon bei ganz kleinen Kindern: die Kinder selbstbewusst erziehen, ihre Grenze respektieren, sie zu starken Persönlichkeiten erziehen

b) sensibel sein und hingucken (ist leider sehr wischi-waschi...)

c) es gibt sehr gute Selbstbehauptungskurse bei der Kripo! Dort erlernenSchulkinder, wie sie sich in kritischen Situationen (das kann auch der Erpressungsversuch des 9.-Klässlers vor der Schulecke sein, aber auch alles andere) verhalten können, um das ganze gar nicht erst eskalieren zu lassen, um sich nicht als klassisches Opfer darzustellen, oder welche verbalen Äußerungen andere Menschen zum Helfen animieren und den Täter abschrecken

d) für die Kinder, die es mögen: Kampfsport.

e) schaut, was Eure Kinder im Netz machen. Macht Eure Kinder sensibel dafür, dass sie nicht zuviel im Netz von sich preisgeben. Auch hier gibt es Kurse, was zu beachten ist. Wenn ich bei meinen Kindern ins SChülerVZ die Profile der Klassenkameradinnen sehe, wird mir schlecht! Da sind deutliche Fotos in Bikinis etc. drin, mit Hobbies und so viel Infos, die kann jeder, der will ganz leicht zurückverfolgen.

f) interessiert Euch für Eure Kinder und deren Freunde

g) macht Euren Kinder keine Angst vor dem bösen schwarzen Mann. Angst ist ein schelchter Begleiter. Aufmerksamkeit und Wachsamkeit gepaart mit Mut und ruhig auch Frechheit - das ist besser.

Gruß, liki

Beitrag von daddy69 07.10.10 - 14:00 Uhr

Hallo,

ja, schön geschrieben. Wenn es um sexuellen Missbrauch geht, geschieht dieser ja größtenteils im Familienkreis. Da würde ich den Punkt f) besonders herausstellen.

Schauen, wen Kinder wann besuchen. Wie sie reagieren, wenn man die eine oder andere Person erwähnt. Respektieren, wenn das Kind keinen Kontakt zum Onkel haben will.

Beitrag von ayshe 08.10.10 - 09:06 Uhr

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Schauen, wen Kinder wann besuchen. Wie sie reagieren, wenn man die eine oder andere Person erwähnt. Respektieren, wenn das Kind keinen Kontakt zum Onkel haben will.
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#pro

Und auch respektieren, wenn ein Kind Grenzen aufzeigt, ganz egal bei wem, auch bei den Eltern.
Man sollte versuchen, dem Kind klarzumachen, daß es ein Recht auf seine Grenzen hat, daß es ganz falsch ist, wenn jemand diese übertritt.
Und wenn meine Tochter gerade nicht von mir geherzt werden will, dann habe ich das auch zu respektieren.
Es soll zeigen, daß bei diesen Kontaktfragen das Kind jedem gegenüber entscheiden darf, damit es auch sensibel wird, wenn es jemand übetritt.

Beitrag von allyl 07.10.10 - 13:57 Uhr

Hi,

Prävention ist aber auch wirklich ein schwieriges Thema, meinst Du, dass das hier tatsächlich erörtert werden kann#kratz?

Tatsächlich halte ich persönlich für wichtig, die Kinder zu starken Menschen zu machen, die wissen, wo die Grenzen sind, die sich wehren können, die ihren Mund aufmachen. Die wissen, dass sie mit Problemen zu ihren Eltern kommen können, egal was es ist. Die lernen, "Anzeichen" zu deuten und sich Eltern oder auch Freunden anvertrauen. Hinsichtlich Internet halte ich es ebenfalls für wichtig, den Kinder beizubringen, nicht zu vertrauensselig zu sein. Nicht alles über sich preiszugeben, keine Fotos zu schicken, keine Adressen etc. pp. (alles Dinge, die scheinbar selbst Erwachsene oft nicht verstehen, wenn man sich die hübschen Milupa-Webs etc. so anschaut#kratz).

Was Strafen für die Täter angeht, so glaube ich schon, dass es Therapiemöglichkeiten gibt (geben muss!). Aber ich finde es schwierig zu sagen, wie lange ein Täter ins Gefängnis muss, wie lange ggfs. in Sicherheitsverwahrung, wie man danach mit ihm umgehen sollte. Ich bin keine Juristin und überlasse diese Dinge dann doch lieber den Profis. Wichtig fände ich, dass es mehr Möglichkeiten für Pädophile gäbe, sich frühzeitig in Therapie zu begeben, ohne sofort ein Stigma zu erhalten, ein potentieller Kindermörder zu sein. Ich persönlich finde die Vorstellung, sich an Kindern zu erregen, wirklich widerlich, aber es spielt sich nun einmal nicht in meinem Kopf ab. Es gibt so viele Dinge auf der Welt, die ich nicht verstehe und nicht nachvollziehen kann, aber deshalb kann ich nicht alle Menschen, die anders "ticken", pauschal verurteilen. Bei allem Ekel, den ich vielleicht empfinde, darf man eben pädophil nicht mit "Kinderschänder" gleichsetzen.

Ich weiss nicht, ob ich es mal hier bei Urbia oder woanders gelesen habe: Das Gerede von "Schwanz ab", "lebenslang wegsperren" etc. ist teilweise extrem widersprüchlich. Wird ein Kind missbraucht, bekommt es alles Mitleid der "Gemeinde" (zu Recht natürlich), es wird geschrieben, dass das arme Kind ein Leben lang traumatisiert ist und unter dem Geschehenen leidet. Wird aber jemand später als Erwachsener straffällig, und es stellt sich heraus, dass er als Kind selber missbraucht wurde, heisst es plötzlich: "Na und? Immer diese Ausrede mit der schweren Kindheit"... Aber ist es nicht wirklich so? Viele Straftäter wurden als Kinder selber missbraucht. Insofern halte ich auch Opferschutz bzw. frühzeitige Therapien für die Missbrauchsopfer für absolut notwendig, damit aus den Opfern von heute nicht die Täter von morgen werden.

LG Ally#klee

Beitrag von pupsismum 07.10.10 - 14:05 Uhr

>>Ich weiss nicht, ob ich es mal hier bei Urbia oder woanders gelesen habe: Das Gerede von "Schwanz ab", "lebenslang wegsperren" etc. ist teilweise extrem widersprüchlich. Wird ein Kind missbraucht, bekommt es alles Mitleid der "Gemeinde" (zu Recht natürlich), es wird geschrieben, dass das arme Kind ein Leben lang traumatisiert ist und unter dem Geschehenen leidet. Wird aber jemand später als Erwachsener straffällig, und es stellt sich heraus, dass er als Kind selber missbraucht wurde, heisst es plötzlich: "Na und? Immer diese Ausrede mit der schweren Kindheit"... <<

Ja genau, das war hier bei Urbia. War es liki oder boncas... oder noch jemand anderes... hm... ich weiß es nicht mehr, ich müsste erst suchen. #schwitz

Beitrag von mansojo 07.10.10 - 14:07 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2827812&pid=17899922&bid=42

boncas war es

und sie hatte sowas von recht

Beitrag von allyl 07.10.10 - 14:11 Uhr

Ah, #danke.

Ja, sie hat vollkommen Recht#pro#pro.

LG Ally#klee

Beitrag von allyl 07.10.10 - 14:09 Uhr

#danke, ich bin ja immer froh, zu diesem Thema auch mal ein paar sachliche Beiträge zu lesen, die kupfer ich dann auch schamlos ab#schein.

Ansonsten sitze ich wirklich oft hier, und mir wird Angst und Bange, wenn ich denke, dass Urbia "ein Spiegel unserer Gesellschaft" ist...sein könnte...hoffentlich nicht#zitter.

LG Ally#klee

Beitrag von pupsismum 07.10.10 - 14:00 Uhr

Ich bin zu faul, es noch mal zu schreiben, also kopiere ich einfach den Link. #hicks

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2840247&pid=17972680&bid=42

Oh und für die Täterseite:

Mehr Einrichtungen für betroffene Männer, wie an der Charite in Berlin gibt.

http://www.kein-taeter-werden.de/

Und weitere Forschung, warum ein Mensch zum Täter wird, wie man vielleicht noch Einfluss darauf nehmen kann, wie wir anderen potentielle Täter erkennen können (ja klar, eine letzte Gewissheit hat man nicht, aber anhand welcher erfüllten Kriterien eine Tendenz zu erkennen ist o.Ä.).

So wären wir, denke ich, auf einem ganz guten Weg.

Männer, die bereits Täter geworden sind, müssten natürlich nach Entlassung in die Freiheit viel engmaschiger betreut und kontrolliert werden.

Grüßle
p

P.S. Ich schreibe immer "Männer" weil es meistens Männer sind, die derartige Taten begehen. Mein Denken gilt aber für Täterinnen genauso.

Beitrag von purpur100 07.10.10 - 14:27 Uhr

"Und weitere Forschung, warum ein Mensch zum Täter wird, wie man vielleicht noch Einfluss darauf nehmen kann, wie wir anderen potentielle Täter erkennen können (ja klar, eine letzte Gewissheit hat man nicht, aber anhand welcher erfüllten Kriterien eine Tendenz zu erkennen ist o.Ä.). "

oha. Wenn ich mir die Antworten im Ursprungsthread so durchlese, dann sind da sehr viele potentielle Täter, also Gewaltanwender, dabei.

Beitrag von medina26 07.10.10 - 14:29 Uhr

Danke hierfür #pro #pro #pro

Genau das habe ich mir auch gedacht.

Beitrag von purpur100 07.10.10 - 14:37 Uhr

du bedankst dich dafür, daß du eines Tages, wenn es denn möglich ist, als potentieller Täter entlarvt werden würdest/könntest?#kratz

Beitrag von medina26 07.10.10 - 14:49 Uhr

#rofl#heul#rofl

Das war ironisch gemeint. Sorry, ich wollte dich nicht überfordern.

Beitrag von purpur100 07.10.10 - 14:52 Uhr

bei diesem Thema Ironie?

Wenn du meinst. Ich halte es für nicht angebracht.

Beitrag von medina26 07.10.10 - 14:57 Uhr

Was du meinst und was nicht.......

Beitrag von purpur100 07.10.10 - 15:12 Uhr

ui, diese Antwort kenne ich von meiner Mum. Als ich Teenie war gabs oft große Diskussionen.
Und wenn meine MUM dann nicht mehr weiter zu argumentieren wußte (oder keinen Bock mehr hatte, wasweißich), dann kam genau dieser Satz :-p

Beitrag von medina26 07.10.10 - 15:17 Uhr

Echt? Dann ist deine "Mum" ja eine sehr intelligente Frau ;-)

Was willst du denn darauf noch argumentieren? Ich habe nur was reingeworfen und habe nicht den Anfang einer Diskussion gesehen.

Wenn du allerdings gerne Diskutieren möchtest habe ich kein Problem damit. Wir müssten uns nur beeilen da ich in einer viertel Stunde meinen Sohn abholen fahre um die restliche und wertvolle Zeit des Tages mit ihm zu verbringen.