Feindiagnostik Ja oder Nein?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von danat 07.10.10 - 13:38 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich bin seit heute in der 17. Woche und wir überlegen, ob wir die Untersuchung machen wollen oder nicht. Eigentlich sind wir gegen zu viel Pränataldiagnostik. Die meisten Ergebnisse sind ja nur statistische Schätzwerte und es gibt viele falsch-positive Ergebnisse. Wir hatten bisher keinerlei Probleme in der Schwangerschaft und es geht uns sehr gut. Wir haben keine Nackenfaltenmessung machen lassen. Bei der FD schwanken wir jetzt hin und her. Es besteht bisher keine medizinische Notwendigkeit dafür. Gab es bei euch kritische Ergebnisse, wo die Mediziner frühzeitig Erkrankungen oder Auffälligkeiten behandeln konnten? Nur dann, würde die Untersuchung für uns Sinn machen.

Würde mich gern über dieses Thema mit euch austauschen.

Liebe Grüße, Dana.

Beitrag von maries-mami 07.10.10 - 13:43 Uhr

Also meiner Meinung nach lohnt es sich wirklich.

Wollte zu Beginn auch nicht dorthin, aus Angst dass
irgendwas schlimmes rauskommt. Aber mein FA bestand
darauf.

Allein die Bilder und Eindrücke die Du dort bekommst sind
so herrlich und nicht mit einem normalen FA-Besuch zu
unterscheiden (Habe 4D-Bilder bekommen, s. VK).

Heraus kam, dass unsere "Kleine" wohl recht groß und schwer
wird & eventuell eine Doppelniere haben könnte, was ja ber nicht
schlimm ist solange kein Reflux entsteht. Ich habe auch eine
Doppelniere und hatte damit nie Probleme.

Nackenfaltenmessung haben wir nicht machen lassen. Laut FA
ist das in meinem Alter nicht notwendig.

LG

Beitrag von schneckchen161284 07.10.10 - 13:45 Uhr

natürlich gibt es schon erkrankungen die schon im mutterleib behandelt werden können. es ist aber jedem selbst überlAssen die untersuchung zu machen. ich bin zum 4ten mal schwanger und war immer hin weil ich ehlich gesagt nicht mit einem schwer behinderten kind leben könnte. :-(

Beitrag von simplejenny 07.10.10 - 13:47 Uhr

Also das ist ja ein Organultraschall und hat mit statistischen Werten nur ganz wenig zu tun. Anders als diese blöde Nackenfalte und den ganzen anderen Quatsch. Es wird nach den Organen geschaut, ob diese eben das tun was sie sollen.

Ist das Herz richtig rum angeschlossen? Sind zwei Nieren da. Das merkt man ja sonst nicht, oder? Sollte dort nämlich ein Fehler vorliegen, dann kann man nur in einem Krankenhaus entbinden in dem es auch eine Säuglingsintensiv gibt und somit wird das Baby gleich nach der Entbindung operiert oder was sonst gemacht werden muss.

Von diesem genetischen Tamtam halte ich auch nicht viel, aber Argumente gegen einen Organultraschall fallen mir ehrlich gesagt keine ein. Es sei denn man stellt sich eben ganz gegen Fortschritt. In diesem Fall kann dann auch nicht mehr helfen
Jenny

Beitrag von fraudings 07.10.10 - 13:55 Uhr

Hallo Dana,

diese Frage haben wir uns jetzt auch gestellt. Und uns für den Organ-Ultraschall entschieden.
Da eine Chromosomen Anomalie für uns kein Grund wäre, das Kind nicht zu bekommen, fallen Untersuchungen wie Nackenfaltenmessung, Fruchtwasseruntersuchung etc. weg.
Auf früh entdeckte und operable Organschäden allerdings kann man sich ja gut vorbereiten - wenn es denn sein muss.
Deswegen werden wir die Feindiagnostik auf jeden Fall machen lassen.

Viele Grüße,

FrauDings

Beitrag von andy307 07.10.10 - 13:55 Uhr

Hallo,
also ich war heute zu dieser Nackenfaltenmessung.
Hat mich bisher nur verunsichert. Die Messung liegt an der Grenze, und ich muß jetzt eine woche auf die Blutergebnisse warten.
Obwohl das Kind zeitgerecht entwickelt ist und sich gut bewegt fühle ich mich jetzt ziemlich sch....
allerdings bin ich 35, aber ich möchte auf keinen Fall ein behindertes Kind !
Wenn man mit einem Behinderten Kind leben könnte, und die Ultraschuntersuchungen OK sind, würde ich keine weiteren Diagnostiken machen lassen lg andy+13#ei

Beitrag von tabea669 07.10.10 - 13:56 Uhr

Hi,

ich kann dich sehr gut verstehen und wir hatten die gleichen Überlegungen. Habe weder Nackenfaltenmessung machen lassen noch Fruchtwasseruntersuchung.

Zur FD hat mich meine FÄ überwiesen. Es ging um die Überprüfung, ob die Organe richtig angelegt sind und korrekt arbeiten. Für den Fall, dass z.b. ein Herzfehler vorliegt, könne man in einer speziellen Klinik entbinden. Dem Argument konnte ich mich nicht erwehren.

Bei der FD war ich nun gestern. Der Arzt hat eine halbe Stunde lang geschallt und Herz, Lunge, Nieren usw. überprüft, die Anlage des Gehirns, die Gliedmaßen, den Kopf, das Gesicht (einmalig !!! der erste Blick in 3D aufs Kind), die Gebärmuttergefäße, einfach alles.

Klar hat man immer Angst, dass der Arzt was finden könnte. Aber wenn es um die Funktionstüchtigkeit der Organe geht, macht das ja auch Sinn. Hier gibt es keine Wahrscheinlichkeiten, sondern klare Ergebnisse.

Wenn man sich die Angst davor wegdenkt, ist das an sich eine sehr schöne Untersuchung. Und die Gewissheit hinterher lässt sich nicht so leicht aufwiegen.

Ich hatte wirklich auch meine Zweifel, aber ein vernünftiges Argument gegen die Untersuchung ist mir nicht eingefallen.

Lg, Tabea

Beitrag von asharah 07.10.10 - 13:57 Uhr

Für mich definitiv immer wieder JA!
Nackenfalte hab ich auch nicht machen lassen, davon halte ich nix und es hätte keine Konsequenzen für mich. Aber bei der FD wurde in meiner 1. SS eine schlechte Plazentadurchblutung festgestellt, obwohl ich vorher auch keine Probleme hatte. Ich musste dann regelmässig hin und nur so konnte ich rechtzeitig ins KH eingewiesen werden, meine Präeklampsie wurde rechtzeitig erkannt und mein Sohn geholt bevor noch Schlimmeres passieren konnte. Diesmal bin ich Risiko-SS und gehe regelmässig zur FD/Doppler.
LG, Ash

Beitrag von danat 07.10.10 - 14:06 Uhr

Ich danke euch für eure Erfahrungen, dass klingt schonmal sehr ermutigend.

Gibt es hier jemanden, bei dem Auffälligkeiten festgestellt wurden, die sich später als haltlos erwiesen haben? Wobei solche Ergebnisse wahrscheinlich viel häufiger bei den genetischen Untersuchungen vorkommen und nicht beim Organscreening oder?

Ich möchte nicht in die Lage kommen, die Schwangerschaft nicht mehr genießen zu können und mir monatelang Sorgen zu machen - wenn dann doch nichts ist.

Sollte allerdings direkt nach der Geburt eine OP notwendig sein, würde es uns ganz sicher helfen, das vorher zu wissen und uns auf diesen dann schwierigen Weg einzustellen.

Ja, es spricht schon einiges für die Feindiagnostik.

Dana.