Untersuchungen bei Kinderwunsch bei privat Versicherten (+Beihilfe)

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von kathy-80 07.10.10 - 13:55 Uhr

Hallo #winke

Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.
Wir versuchen seit 1 1/2 Jahren ein Kind zu bekommen, aber es tut sich nichts. Spermiogramm ist jetzt gemacht - Partner ist gesetzlich versichert - Kosten wurden übernommen. Warten noch auf das Ergebnis. Sollte das Ergebnis in Ordnung sein, muss ich auf den Kopf gestellt werden. Wie sieht es mit diesen Behandlungskosten aus? Werden die von der privaten KV und Beihilfestelle übernommen? Ich war vorhin bei unserer Beihilfestelle und habe nachgefragt - dort hat man mir gesagt, sobald das Wort "Kinderwunsch" auf der Rechnung auftaucht, wird abgelehnt. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Sind übrigens nicht verheiratet.

LG Kathy

Beitrag von hasi59 07.10.10 - 13:59 Uhr

So ein Quatsch! Da sieht man mal wieder, dass die Beihilfestellen keine Ahnung haben. #klatsch

Alle Untersuchungskosten werden übernommen. Erst wenn es um IUI, IVF oder ICSI geht, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Alles vorher, auch GV nach Plan, muss übernommen werden!


LG
Hasi

Beitrag von katici 07.10.10 - 14:03 Uhr

ich möchte das ganze noch erweitern.
es gibt seit diesem oder letzten jahr die regelung,dass die beihilfe (zumindest in ba-wü) auch bei nichtverheirateten die iui,ivf icsi zahlen muss. nur die kassen machen theater und zahlen nichts.
mein fa hat bei den untersuchungen im vorfeld aus der diagnose "kinderwunsch" rausgelassen.so war zum beispiel "ausschluss von zysten" oder "zyklusunregelmäßigkeiten" dagestanden.#schein
in einer kiwu geht das allerdings schlecht.deshalb vielleicht die untersuchungen tatsächlich über den frauenarzt laufen lassen...

Beitrag von kathy-80 07.10.10 - 14:14 Uhr

Das hab ich mir auch so gedacht. Ich werde dann einfach meinen Arzt bitten, das Wort Kinderwunsch nicht aufzuführen. Ich finde das schon der Hammer - da entscheiden jeder Sachbearbeiter anders - echt schlimm!

Danke für die Antwort.

LG Kathy

Beitrag von babs2010 07.10.10 - 14:04 Uhr

Hallo Kathy
es kommt auch ganz oft auf die Diagnose an. Die Voruntersuchen bei KIWU sind ja auch oft Untersuchungen die andere Dinge ausschließen sollen wie z.B. Endometriose oder Zysten usw.
Bin selbst Arzthelferin und kenne mich mit den privaten Krankenkassen ein bisl aus und wir haben die Erfahrung gemacht das es ganz auf die Diagnose ankommt die drauf steht und auch auf die Private Krankenkasse, da gibt es nämlich auch Unterschiede wie Tag und Nacht #augen . Das alles von Vornerein abgelehnt wird habe ich noch nieeeee gehört.

Glg. Babs # blume

Beitrag von kathy-80 07.10.10 - 14:17 Uhr

Ich werde da einfach vorher mit dem Arzt drüber reden, dass er eine Auschlussdiagnose stellen soll. Jetzt müssen wir eh erst mal das Spermiogramm abwarten. Es werden einem immer neue Steine in den Weg gelegt - find ich wirklich besch...:-[
Als wären wir nicht schon gestraft genug.

Danke für die Antwort.

LG Kathy

Beitrag von jojo75 07.10.10 - 14:15 Uhr

Hallo Kathy #winke

ich weiß nicht, ob das tatsächlich so ist, jedoch hat meine Behilfe mir bisher immer alles erstattet - auch die Rechnungen der KiWu - Klinilk !!!
es steht aber auch anfangs sowieso noch nicht drauf, dass man wegen KiWu bei der FÄ ist, sondern meist werden Diagnosen wie "GKS" oder sowas genannt. Die meisten FÄ'e wissen mittlerweile auch schon, was sie notieren dürfen, damit auch die Patienten ihre Kohle wieder zurück bekommen ... die FÄ'e wollen ja auch ihr Geld ;-)

auch die PKV muss zahlen, sofern es sich um "ganz normale" Untersuchungen handelt. Meine zahlt sogar hormonelle Unterstützungen ... aber nur im natürlichen Zyklus. Also wenn ich für eine IUI, IVF oder ICSI hormonell stimulieren würde, müsste ich das alles beantragen ... zählt bei denen als künstliche Befruchtung.

Ich hatte bisher nur 1x ein Problem mit der PKV, weil ich schonmal vorab die Beantragungsformulare bei der PKV angefordert habe und genau in diesem Zeitpunkt eine Stimu mit Puregon durchgeführt wurde. Die SB bei der PKV hat natürlich (und für mich auch nachvollziehbar) gedacht, dass ich stimuliere, um eine IUI, IVF oder ICSI zu machen und hat erstmal die Erstattung abgelehnt ... aber das hat sich sehr schnell geklärt.

so, und wenn Du mal tatsächlich ein paar Leistungen nicht erstattet bekommst (wegen dem Mischverhältnis GKV-dein Mann- und PKV-Du-) dann schau doch mal auf die kleinputz.de - Seite ... die haben da sehr viele Infos und vorgefertige Widerspruchsschreiben ...

Grüßle

Katrin

Beitrag von kathy-80 07.10.10 - 14:21 Uhr

Vielen Dank für die Antwort und den Tip mit der Internetseite - werde ich mir bei Gelegenheit mal anschaun.
Schön zu hören, dass ihr alle keine Probleme mit der Erstattung habt. Das hellt meine Stimmung gleich wieder auf #sonne

LG Kathy

Beitrag von motmot1410 07.10.10 - 18:24 Uhr

Die Sachbearbeiter bei der Beihilfe-Stelle haben selten wirklich Ahnung von ihren eigenen Dienstvorschriften ;-)
Bei uns hat das dazu geführt, dass wir gerade 120% der ICSI-Kosten erstattet bekommen #rofl

Eine pauschale Antwort läßt sich allerdings nicht geben, da jedes BL eine eigenen Beihilfevorschrift hat. Die findet man für gewöhnlich auf der Webseite der Beihilfestelle, ansonsten fordere sie an. Solche Aussagen müssen immer an Hand der Dienstvorschrift nachgewiesen werden.
Aber prinzipiell würde ich eher dazu tendieren, dass die Diagnostik-Kosten übernommen werden. Die werden ja sogar von den GKVs übernommen und für gewöhnlich orientiert sich die Beihilfe an den Regelungen. Manchmal übernimmt die Beihilfe auch mehr. Aber dass die Beihilfe weniger übernimmt, als eine GKV halte ich für nicht rechtens.