Weg vom Amt

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von lollilou 07.10.10 - 14:35 Uhr

Hallo!
Und zwar hatte mich eben eine gute Freundin angerufen und mir mitgeteilt das sie mit ihrem Partner zusammenziehen mòchte. Sie hat eine Tochter die 1 Jahr alt ist und ihr Partner ist der Vater ihrer Tochter. Zur Zeit leben die beiden getrennt und sie bekommt ALG2. Anscheinend haben sie jetzt eine schòne Wohnung gefunden die allerdings um die 900 Euro im Monat Warmmiete kostet. Der Vater der kleinen bekommt ca.2000 Euro Nettogehalt. Natùrlich mòchte sie vom Amt weg und hier wùrde sich die Mòglichkeit ja ergeben nur finde ich das es finanziell vielleicht wenn man noch Strom, Einkàufe, Lebensmittel, Krankenversicherung ect. dazurechnet knapp mit dem Geld werden. Wisst ihr vielleicht wo und ob sie Unterstùtzung bekommen kònnte? Ich hatte Wohngeld angedacht kenne mich da aber nicht mit den Einkommensgrenzen aus. Oder vielleicht gibt es Beratungsstellen in Dùsseldorf wo man sich diesbezùglich erkundigen kònnte? Ich wùrde ihr gern helfen aber ich habe von diesen Sachen ùberhaupt keine Ahnung.
L.G.

Beitrag von night_wish 07.10.10 - 14:46 Uhr

Hallo,

2000 Euro netto + Kindergeld für 2 Erwachsene und 1 Kind von einem Jahr halte ich für guten Durchschnitt. Aber eine Warmmiete von 900 Euro halte ich diesbezüglich etwas sehr hoch, dafür werden sie kein extra Geld bekommen.

LG

Beitrag von ganya02 07.10.10 - 14:46 Uhr


Hi,

wenn das Geld für eine so teure Wohnung nicht reicht, würde ich evtl. eine billigere vorschlagen, bevor ich wegen der teuren Wohnung Geld beantragen muss.

lg

Beitrag von windsbraut69 07.10.10 - 14:46 Uhr

Gibt es KEINE Wohnung, die die beiden von ihren ca. 2200 Euro Einkommen SELBST finanzieren können?

Gruß,

W

Beitrag von connykati 07.10.10 - 15:04 Uhr

Hallo,

also bei einem Haushaltsnettoeinkommen von ca. 2.000 Euro find ich eine 900 Euro teure Miete viel zuviel #gruebel

Grundregel: die Warm-Kosten einer Wohnung/Haus sollten MAXIMAL 1/3 des Haushaltsnettoeinkommen betragen.

Mein Mann verdient 2.800 Euro netto (ich fange erst ein ein paar Wochen wieder an zu arbeiten, bin noch in Elternzeit) und wir haben nun lange nach einer neuen Wohnung im Münchner Raum gesucht, aber unser Maximum bei der Warmmiete war und ist 700 Euro. Mehr ist aufgrund anderer Ausgaben (Autos, Versicherungen, Altersvorsorge, ein alter Kredit meines Mannes, Lebenshaltungskosten) nicht drin.
Wir haben nun eine sehr schöne 3 Zimmer DG-Wohnung mit 90 qm ca. 25 km entfernt von München gefunden und bezahlen nur 640 Euro warm.

Wenn man ausgiebig sucht, findet man also auch in teuren Gebieten etwas kostengünstiges und trotzdem schönes.

Unterstützung werden sie bei dem Einkommen des Mannes mit Sicherheit keine bekommen, er liegt weit über allen Grenzen.

Sie sollten sich lieber eine angemessene Wohnung nehmen, oder deine Freundin fängt dann wieder an zu arbeiten, damit das Gesamteinkommen der Familie ausreichend genug für eine solch teure Wohnung ist.

Viele liebe Grüße,
Konstanze mit Richard *22.11.2008

Beitrag von lollilou 07.10.10 - 15:04 Uhr

Hi!

Ich weiss ja nicht wo ihr herkommt aber in Dùsseldorf-Innenstadt sind 900 Euro Warmmiete ein ganz normaler Preis. Gùnstigere Wohnungen gibt es sicher aber es ist eine andere Frage ob man mit Kleinkind in einer Assigegend leben mòchte....

Beitrag von connykati 07.10.10 - 15:10 Uhr

Na glaubst du in oder um München ist es günstiger???

Ich halte es für SEHR riskant, bei NUR 2.000 Euro Nettoeinkommen fast die Hälfte davon nur für eine Wohnung zu "verballern". Dafür muss an allen anderen Ecken und Enden gespart werden, und das halte ich für eine Familie mit Kleinkind nicht für lange vertretbar.
Am Ende wird es spätestens dann extrem eng, falls der alleinige Verdiener mal durch Unfall, Kurzarbeit oder oder oder ausfallen sollte (was keiner hofft). Deine Freundin allein kann nie im Leben eine solche Wohnung vom ALG II bestreiten.

Viele liebe Grüße,
Konstanze

Beitrag von lollilou 07.10.10 - 15:20 Uhr

Hallo!

Nein ich denke das Mietniveau in Mùnchen wird ahnlich sein. Ansich bin ich auch deiner Meinung allerdings kriege ich ja immer wieder mit welche Wohnungen sie sich angesehen haben z.B. eine Wohnung in einer "Assigegend" gegenùber vom Bordell fùr 750 Euro Warmmiete zudem auch stark renovierungsbedùrftig. Die 3 mùssen in Innenstadtnàhe wohnen da sie fùr den Fall das sie sich ein Auto leisten gehùpft wie gesprungen dasselbe an Miete/Fahrtkosten/Versicherung usw. ausgeben werden. Naja- schade hàtte meiner Freudin gern weiter geholfen....weiss selbst das hier bei Urbia das Thema "Amt" nicht gern gesehen wird.

L.G.

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 15:11 Uhr

Hallo!

Wenn man in einer guten Gegend leben möchte, dann sollte man sich dies leisten können. Finanzielle Unterstützung werden sie kaum bekommen bei dem Einkommen. Außerdem schreibst du doch selbst, dass sie vom Amt weg wollen, das bedeutet keinerlei Gelder vom Staat.

Würden sie Wohngeld bekommen, käme das Geld nur von einem anderen Amt aber immernoch vom Amt.

Wo wohnt deine Freundin denn jetzt? In der Gegend scheint es ja angemessene Wohnungen zu geben.

Gruß nakiki

Beitrag von night_wish 07.10.10 - 15:32 Uhr

Dann muss man sich die Gegend wo man hinziehen möchte auch leisten können. Wenn dem nicht der Fall ist, sollte man für seinen Luxus arbeiten gehen.

LG

Beitrag von windsbraut69 07.10.10 - 15:40 Uhr

Stimmt. Bevor man in einer "Asi-Gegend" wohnt, beantragt man lieber Wohngeld, auch, um "vom Amt weg zu kommen".

Beitrag von king.with.deckchair 07.10.10 - 19:21 Uhr

Für Düsseldorf Schickimickgegend zahlt denen aber keiner Wohngeld!

Außerdem könnte man ja auch aus der Innenstadt wegziehen, nicht wahr?

Beitrag von kendra.26 07.10.10 - 19:42 Uhr

Wenn man nicht in einer Assigegend wohnen möchte, sollte man arbeiten gehen, wenn deine Freundin auf 400 Euro arbeiten geht, kann sie sich die Wohnung leisten.

Schau mal aus Deutschland heraus, in die Länder wo es keine Sozialleistungen gibt, ich kann dir ja mal erzählen, wie Menschen leben müssen, die keine Arbeit haben und keine Sozialleistungen erhalten, ich habe es gesehen.

Assozial sind für mich Menschen, die den Staat ausnutzen, ohne wirklich auf ihn angewiesen zu sein, nur weil sie nicht in einer Assigegend wohnen möchten #aerger

Beitrag von elli2803 07.10.10 - 19:48 Uhr

Auto muss sie doch auch so zahlen, also zusätzlich. Und so weit ist es doch von zB Eller nicht in die Innenstadt dass der Sprit den Preisunterschied ausmacht. #kratz

Ich kenn nicht viel von Düsseldorf, aber müsste ich aus irgendwelchen Gründen dahinziehen wüsste ich wenigstens das es da günstige und schöne Wohnungen gibt UND man flott in der Innenstadt ist.

Bervor man den Kitt aus den Fenster frisst sollte man schauen was man sich leisten kann.

Beitrag von goldtaube 07.10.10 - 15:22 Uhr

Die 900 Euro Warmmiete wird die ARGE nicht übernehmen und die Wohnung als nicht angemessen ansehen. Sie sind doch nur zu Dritt oder?

In Düsseldorf gilt z. B. eine Miete inklusive Nebenkosten zzgl. Heizkosten bis zu 593 Euro bei Neuanmietung. Die Wohnung darf 77 qm groß sein.

Bei Bestandsfällen maximal 670 Euro inklusive Nebenkosten zzgl. Heizkosten.

http://www.zwd.de/zwd/pdf/B4KdU.pdf

In anderen Städten gelten natürlich andere Grenzen was die KdU und Größe angeht.


Natürlich können sie ALG II beantragen. Ob sie das dann bekommen ist fraglich.

Mal ein Beispiel, anhand deiner angegebenen Daten:
Sagen wir mal im besten Fall haben sie eine Wohnung die 670 Euro + 120 Euro Heizkosten. Und sagen wir im besten Fall ist diese angemessen. Dann haben sie einen Bedarf in Höhe von 2x 323 Euro + 215 Euro + 670 Euro + 120 Euro = 1651 Euro.

Auf sein Einkommen hat er den Höchstfreibetrag von 310 Euro. Von den 2000 Euro Netto abgezogen, sind das 1690 Euro die angerechnet werden.
Damit würden sie schon ihren Bedarf übersteigen. Kindergeld wird auch noch angerechnet, ebenso weiteres anzurechnendes Einkommen.

Ob sie Wohngeld bekommen werden ist auch fraglich.
Müssten sie beantragen und dann schauen was draus wird.
Erkundigen können sie sich beim Wohnungsamt in Düsseldorf.
http://www.duesseldorf.de/wohnen/dienste/leist09.shtml

Es gibt Wohngeldrechner im Netz:
http://wohngeldrechner.nrw.de/wogp/cgi/call-TSO.rexx?d2443.WEBP.exec%28wrdeprod%29;NW

Die sind aber nicht immer genau und berücksichtigen nicht alles. Aber zur groben Abschätzung sind die ok.

Beitrag von lollilou 07.10.10 - 15:47 Uhr

Danke Goldtaube fùr deine konstruktiven Anregungen.
Das sie von der ARGE sicher nichts bekommen ist allen klar, dachte nur ich hàtte mal was von einem Kinderzuschlag und Wohngeld hier gelesen.
Zu den anderen Kommentaren...es ist nicht die Supergegend in der besagte Wohnung liegt es ist ZENTRAL und aufgrund dessen teurer als ausserhalb oder in einer schlechten Gegend.
Ich finde es ziemlich vermessen was hier teilweise fùr Kommentare abgegeben werden. In meinen Augen ist es lobenswert das die 3 von der ARGE weg wollen und sie suchen schon lange nach einer geeigneten Wohnung!

Beitrag von goldtaube 07.10.10 - 16:00 Uhr

Gern geschehen.

Informationen zum Kinderzuschlag gibt es hier:
http://www.arbeitsagentur.de/nn_26548/zentraler-Content/A09-Kindergeld/A091-steuerrechtliche-Leistungen/Allgemein/Kinderzuschlag.html

Im Merkblatt steht auch was zum Höchsteinkommen etc. Aber auch hier werden nur die angemessenen KdU berücksichtigt. Berechnungsbeispiele gibt es dort auch.
http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/Merkblatt-Kinderzuschlag.pdf

Aber auch hier kann ich nur wenig Hoffnung machen.

Beitrag von windsbraut69 07.10.10 - 16:03 Uhr

Vermessen ist es, einen Beitrag zu eröffnen mit dem Betreff "weg vom Amt" und im zweiten Satz nach Unterstützungen von ÄMTERN zu fragen!

Warum ist es lobenswert, dass die beiden als Familie zusammen leben und somit nur eine Miete zahlen müssen? Ist das nicht selbstverständlich, wenn man zusammen Kinder in die Welt setzt?

Beitrag von lollilou 07.10.10 - 16:14 Uhr

Es ist nicht selbstverstàndlich zusammen Kinder zu haben und gemeinsam zu leben. Oh Weia....wie engstirnig....
Gut! Vielleicht hàtte ich deiner Meinung nach besser die Headline "vom einen Amt zum anderen" gewàhlt dennoch bestàrke ich meine Freundin weiterhin darin von der ARGE weg zu kommen und vielleicht keins oder wenig Geld vom Amt zu bekommen. Da werd ich ja wohl mal danach fragen dùrfen welche Mòglichkeiten bestehen und wo man sich diesbezùglich beraten lassen kann!
Aber leb du weiter in deiner verqueren Welt und verschliess die Augen vor der Welt in der wir leben denn hier gibt es Arbeitslose & Alleinerziehende....

Beitrag von windsbraut69 07.10.10 - 16:25 Uhr

Engstirnig?
Ja klar, es ist engstirnig, zu schauen, für sein Leben selbst aufzukommen....
Als Paar getrennt zu leben, wenn man es sich vom Staat finanzieren läßt, finde ich unsozial.

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 17:14 Uhr

Hallo!

Wenn ein Paar gemeinsam beschließt ein Kind in die Welt zu setzen, sollte es sich vorher über die möglichen finanziellen Folgen im Klaren sein. Wenn man der Meinung ist, weiterhin getrennt leben zu wollen, müsste man dies sich leisten können.
Hat der Partner eigentlich der Kindsmutter Unterhalt gezahlt? Ansonsten wird wohl noch eine Forderung von der ARGE auf ihn zukommen.

Du möchtest deiner Freundin helfen kein Geld vom Amt zu bekommen? Dann such mit ihr gemeinsam eine Wohnung die sie sich leisten kann oder gehe mit ihr zum Arbeitsamt bzw. durchsuche die Stellenanzeigen mit ihr nach einem Job. DAS wäre wirklich Hilfe, die ihr auch langfristig hilft und sie wirklich "weg vom Amt" bringt!

Gruß nakiki

Beitrag von king.with.deckchair 07.10.10 - 19:26 Uhr

"und vielleicht keins oder wenig Geld vom Amt zu bekommen"


Du musst sie nicht "bestärken". Bei dem Einkommen wird sie NICHTS, NOTHING, NADA bekommen. Kein Wohngeld (es gibt Mietobergrenzen, Werteste), kein ALG II, keinen Zuschuss zur Krankenkasse über die ARGE. Sie ist schlicht nicht: Bedürftig. Und mit diesem Einkommen lebt die Familie nicht am Existenzminimum!

Deine Ansichten werden immer ärgerlicher!

"Es ist nicht selbstverstàndlich zusammen Kinder zu haben und gemeinsam zu leben"

Stimmt, in euren feinen Kreisen ist es offenbar selbstverständlich vor der ARGE einen auf allein erziehend zu machen, obwohl es einen Kindsvater gibt, mit dem man zusammen ist und der eine Familie LOCKER ohne Almosen vom Staat ernähren könnte.

Im meinen Augen ist das genauso Schmarotzertum wie der berümt-berüchtigte Arno Dübel es betreibt!

Beitrag von hedda.gabler 07.10.10 - 18:23 Uhr

>>> In meinen Augen ist es lobenswert das die 3 von der ARGE weg wollen und sie suchen schon lange nach einer geeigneten Wohnung! <<<

Ja, aber doch nicht zu dem Preis, dass sie wegen einer Wohnung, die sie sich eigentlich nicht leisten können, andere Sozialleistungen beziehen müssen ... in dem Fall ist es doch völlig wurscht, wie die Leistung vom Staat nun heißt. Fakt ist, dass sie sich eine teure Wohnung von der Allgemeinheit finanzieren lassen wollen.

Beitrag von vwpassat 07.10.10 - 15:50 Uhr

Es gibt genau 2 Möglichkeiten:


1. Sie geht endlich auch arbeiten

2. Billigere Wohnung suchen


Alles andere ist indiskutabel.

Beitrag von kathrincat 07.10.10 - 16:44 Uhr

das einkommen ist doch normal, 2 erwachse, 1 kind, die miete ist auch normal. also dass man da unterstützung bekommt bezweifle ich, sie könnten ja heiraten, da kann er mehr rausbekommen und sie kann sich fam. versichern, dann nach 2 jahren sind sie einen eheähnliche gemeinschauft udn sie würde eh kein geld mehr bekommen udn müsste sich selber kv versichern.

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