Faktor V-Leiden und schwanger, noch jemand?

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Beitrag von shorty1208 07.10.10 - 14:57 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin ganz frisch schwanger und habe das Faktor V-Leiden.
Ich musste die ganze Zeit blutverdünnende Tabletten (Marcumar) nehmen und seit unserem Kinderwunsch bin ich auf Heparin (Spritzen) umgestellt worden.
Jetzt in der Schwangerschaft muss ich ebenfalls spritzen und die Schwangerschaft wurde als Risiko-SS eingestuft :-(

Hat noch jemand hier im Forum das Faktor V-Leiden?
Ich wäre sehr an einem Austausch interessiert!

LG

Beitrag von belala 07.10.10 - 17:11 Uhr

Hallo,

hattest du ein thromboembolisches Ereignis, weil du noch Marcumar nehmen musstest?

Ich habe ebenfalls heterozygote Faktor V-Leiden Mutation.
Ich weiß es seit ich nach der 2.Geburt eine beidseitige Lungenembolie hatte.
Inzwischen ist mein 3.Kind geboren. Heparin spritzte ich bis etwa 8 Wochen nach Geburt und nahm bis 34.Ssw ASS, eine Thrombose hatte ich leider in der 35.Ssw und spritzte damals Höchstdosis (160mg Clexane).

LG, belala

Beitrag von br0211 07.10.10 - 17:24 Uhr

Hallo,

ich hab das auch und noch zusätzlich eine APC Resistenz!:-) Aber mein Kinderwunsch ist beendet, ich habe schon zwei Mädels,die Jüngste ist gerade 3 Jahre geworden. Klar mußte ich auch Heparin spritzen auch nach der SS, man gewöhnt sich aber daran. Ich verstehe bloß nicht, wieso Du Marcumar nehmen mußstest..#kratz. Hast Du heterozygot oder homozygot?

LG Michi

Beitrag von belala 07.10.10 - 20:24 Uhr

Hallo Michi,

bei der APC Resistenz und Faktor V-Leiden Mutation handelt es sich um dieselbe Gerinnungsstörung.

LG, belala

Beitrag von br0211 07.10.10 - 20:51 Uhr

Hallo Belala,

oh, das wußte ich gar nicht.#kratz. Auf meinen Befunden standen immer diese beiden Diagnosen, deshalb war ich der Meinung, es sind zwei verschiedene "Sachen". Aber vielen Dank für die Info, wieder etwas schlauer geworden.:-D#danke

LG Michi#winke

Beitrag von frau-elise 08.10.10 - 13:58 Uhr

Hallo,
bei mir wurde das Faktor-V-Leiden 4 Jahre nach der Geburt von meinem Großen entdeckt. Es verlief alles normal. Beim Kleinen mußte ich ab der 19. Woche spritzen. Ich glaub das hieß Fragmin? Ich denke das mit dem Marcumar liegt vllt an deinem Wert? Auf meiner Auswertung steht ne Ratio von 1,84. Habe auch noch APC-Resistenz. Wie auch immer, mach dir keine Sorgen. Das is automatisch ne Risiko-SS. Ich mußte zweimal direkt zu nem Arzt der nur Risikoschwangerschaften behandelt. Und, ich mußte die ganze SS Stützstrümpfe tragen. Das wird auf dich auch zukommen.
LG Kristin

Beitrag von belala 08.10.10 - 20:21 Uhr

Hallo Kristin,,
Faktor V-Leiden Mutation und APC resistenz ist ein und dieselbe Gerinnungsstörung.
Marcumar und Warfarin sind kontraindiziert in Schwangerschaften.

LG, belala

Beitrag von frau-elise 08.10.10 - 20:54 Uhr

oh ok, Danke :-) Das hab ich bisher nicht geschnallt

Beitrag von anique79 11.10.10 - 11:33 Uhr

Hallo,

ich nehme aus anderen Gründen Marcumar: Antiphospholipidsyndrom.

Habt Ihr alle mit dem Start der Schwangerschaft auf Spritzen umgeschwenkt oder schon bei 'Übungsbeginn'?

Meine Gerinnungsärztin hat mich nämlcih erstmal auf Coumadin eingestellt (wegen der kürzeren Halbwertszeit ggü. Marcumar), damit ich bei eintretender Schangertschaft sogleich auf Heparin umsteige. Nun mach eich mir natürlich Sorgen, ob das Babyi in seinen ersten drei Wochen bis zum positiven test schon zuviel Gerinnungshemmer abbekommt, was sich ja evtl. fehlbildend auswirkt, oder?

LG
Anique

Beitrag von belala 12.10.10 - 09:26 Uhr

Hallo Anique,

ich mußte jeweils 1 Jahr nach Ereignis (Embolie nach 2.Geburt und später Thrombose in SS des 3.Kindes) Coumadin nehmen.
Danach spritzte ich nur bei Gelegenheit Heparin (lange Autofahrt etc).
Somit war ich bei SS Eintritt Antikoagunatienfrei und abgesehen davon habe ich zwei Kinder auch ohne des Wissens meiner GST empfangen und geboren.

Warum mußt du immer noch Marcumar nehmen?

Ich persönlich würde bei SS Planung kein Marcumar und kein Coumadin nehmen.

LG, belala

Beitrag von anique79 12.10.10 - 18:01 Uhr

Hallo Belala,

beim APS muss man bei bestimmten Kriterien (bspw. Thrombose & Vorhandensein eines Mindest-Titers an bestimmten Auto-Antikörpern) lebenslang Antikoagulanzien nehmen. Daher nehme ich eigentlich lebenslang Marcumar, habe es eit ein paar Monaten durch Coumadin ersetzt. Ich nehme jetzt Coumadin, weil es schon nach ein paar Tagen im Körper abgebaut wird (im Gegensatz zur längeren Halbwertszeit bei Marcumar), sodass ich sofort nach Zeugung auf Heparin umsteigen kann.

So empfielt es meine Gerinnungsambulanz. Ich habe nur Angst, dass in den ersten (mind.) zwei Wochen vor dem frühestmöglichen positiven Schwangerschaftstest schon Missbildungen durch das Coumadin veranlasst werden könnten. Ich weiß also nicht genau, ab welcher Woche Coumadin richtig gefährlich wird. Und auf Verdacht Heparin spritzen wollte mein Gyn-Doc nicht, weil es ja ewig dauern könnte bis ich schwanger werde.

Ich bin noch nicht in der Übungsphase, aber ich werde vorher noch eifrig recherchieren und nachfragen.

LG
Anique

Beitrag von shorty1208 12.10.10 - 09:43 Uhr

Hallo,

sorry das ich erst jetzt antworte, ich war einige Tage nicht online.

Schön, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin, eure Beiträge haben mir gerade die Angst ein bisschen genommen.

Ich musste Marcumar nehmen, da das ganze bei mir erblich bedingt ist und den "Mist" darf ich auch mein Leben lang nehmen :-(

Zu der Frage wann man Marcumar abgesetzt hat:
also, meine Ärzte sagten, dass man ca. 3 Monate vor dem Hibbeln umgestellt werden soll damit auch wirklich alle Stoffe aus dem Körper ausgeschieden sind und das Risiko für eine Fehlgeburt etwas minimiert wird.
Ich habe ca. ein halbes Jahr vorher schon auf Heparin umgestellt um auf Nummer sicher zu gehen.

Cumadin wollte mir mein Arzt auch erst verschreiben, ich habe mich aber gleich für Heparin entschieden.

Eine Fehlbildung ist nur unter Marcumar-Einnahme sehr wahrscheinlich, Cumadin, Heparin etc. sind wesentlich niedriger dosiert und nicht so aggressiv wie Marcumar.

War gestern bei meinem Hausarzt und er meinte, dass ich das Heparin (3000 Einheiten pro Tag) jetzt weiter spritzen soll und Ende des dritten Monats macht er für mich einen Termin im Klinikum, dann wird nochmals alles genau kontrolliert und geschaut, ob ich eine höhere Dosis benötige oder nicht.

LG Maxi

Beitrag von belala 12.10.10 - 14:03 Uhr

Hallo Maxi,

Marcumar und Coumadin machen gleichermaßen Mißbildungen in der Embryonalphase!!!!!!!!
Leider gibt es kein mehr oder weniger.

Faktor V-Leiden Mutation ist wie die meisten Gerinnungsstörungen erblich bedingt.
Wenn von einem Elternteil vererbt spricht man von heterozygot, wenn von beiden Elternteilen vererbt spricht man von homozygot.
Welcher Typ bist du?
Und mußt du Marcumar nehmen ohne thromboembolisches Ereignis?#kratz

LG, belala