Grosse Probleme - Vorsicht lang!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von babyluv 07.10.10 - 15:42 Uhr

Hallo ihr lieben....
Jetzt muss ich mal ein bisschen Frust rauslassen. Ich habe 2 Kinder, einer 1 und der andere 3. Mein 3-jaehriger macht uns und auch den Erziehern im Kindergarten gross zu schaffen. Er war schon ab 2 Jahren voller Energie, sehr aufgeweckt, interessiert an allem und moechte/braucht sehr viel Aufmerksamkeit. Damals hatte es uns nicht gestoert, bzw. wir machten uns damals noch keine Sorgen ueber eine evtl. Verhaltensstoerung. Mein Mann ist in der US.Army und war letztes Jahr von Juni - Dezember in Afghanistan. In dieser Zeit ist er sehr auffaellig geworden. Zu dem Zeitpunkt habe ich es mehr oder weniger auf das nicht-da-sein meines Mannes geschoben, und dass er mich nun mit seinem damaligem Neugeborenen Bruder teilen musste. Ich konnte die Tagesplanung sher gut meistern und verbrachte ungelogen bis zu 4 Std. auf dem Spielplatz nachmittags damiy er seine Energie rauslassen kann, und damit ich ein wenig Entlastung habe. Es hat so sehr gut geklappt und das abendliche zu-Bett-gehen war kein "Battle" mehr. Als mein Mann wieder hier war, fiel es mir natuerlich wieder leichter, aber nur, weil mein Mann mir einen grossen Teil der Erziehung wiede abnehmen konnte. Im Kindergarten hatte er Probleme waherend mein Mann nicht da war, und selbst nach seiner Rueckkehr wurde es im Kindergarten nicht besser. Ganz im Gegenteil, es wurde um so aelter er wird - immer schlimmer. Zu dem Zeitpunkt war er im Ganztagskindergarten von 8-15 Uhr taeglich. Es fiel ihm schwer sich an Regeln zu halten und sich an die Routine zu gewoehnen. Ich dachte, dass er einfahc bei der Eingewoehnung laenger braucht. Aber wenn es sich dann wirklich auf Monate bezieht, dann ist das doch nicht mehr normal. Er moechte immer eine einzelne Erzieherin fuer sich alleine haben. Am besten, die Erzieherin spielt den ganzen Tag nur mit ihm und ignoriert alle anderen Kinder. Bei den Gruppenaktivitaeten, wie z.B. Morgenkreis oder ein speziell-Themagebundenes Angebot nimmt er oft nicht intensiv teil. Oft steht er waehrend einer Gruppenaktivitaet auf und sucht sich was anderes, laeuft durch den Gruppenraum und schubst manchmal Spielsachen aus den Regalen oder spielt einfach mit irgendetwas anderem, obwohl er eigentlich sich bei der Gruppenaktivitaet beteiligen soll. Oft gab es Probleme nach dem Mittagessen, wo es darum ging sich die Haende zu waschen, Zaehne putzen und anschliessen Mittagschlaf zu machen. Er in dieser Zeit oft sehr wild und nicht mehr unter Kontrolle zu halten. Ich habe das damals auf den Lautpegel im Gruppenraum waehrend dieser Zeit geschoben, da entweder einige Kinder geweint hatten weil sie uebermuedet waren oder sich geweigert haben aufs Klo zu gehen oder ihre Zaehne zu putzen. Im August diesen Jahres habe ich dann entschlossen, nicht mehr zu arbeiten und einfach 1 Jahr lang zu Hause zu bleben, um rauszufinden was das beste fuer meinen Sohn ist. Somit habe ich ihn aus dem Kindergarten rausgenommen, und in die Halbtagsgruppe gebracht, von nur 8:30 - 11:30. Die Erzieherinnen sind super und die Kinder sind sehr ruhig und angenehm, und ich erhoffte mir durch diese Veraenderung, dass er es da leichter hat sich anzupuassen. Mein 1 einhalb-jaehriger ist ebenfalls in der Kindertagesstaette, und ihn lass ich jetzt sogar etwas laenger dort, damit mein grosser etwas mehr Zeit mit mir alleine hat, weil ich dachte, dass er vielleicht nach mehr Aufmerksamkeit sucht, obwohl ich und mein Mann wirklich sehr viel mit ihm machen und sehr oft Wochenendausfluege machen. Jedoch hat meine tolle Veraenderung nichts gebracht, ganz im gegenteil, ich bin noch mehr gefrusstet. Er faellt in dem Gruppenraum extrem auf wiel es sehr ruhig ist und die Kinder die Routube und Regeln befolgen, aber meiner leider nicht so. Gruppenaktivitaeten sind Herausforderungen, das Aufraeumen sind Herausforderungen, manchmal hat er sehr aggressive Tage und an manchen kann er ein totaeler Engel sein. Er provoziert jedoch oft und rennt oft von einer Sache zur anderen. Er kann seinen Namen schreiben, er kann zaehlen, er weiss alle Farben und Formen, aber auch nur, weil ich dass ihm zu Hause spielerisch beigebracht habe durch Formen und Farben memories, malen oder Gutenachtgeschichten oder einfach auf dem Spielplatz die Ameisen am Boden gezaehlt...er hat auch Spass dabei gehabt, aber im Kindergarten hat er nicht so viel Interesse dabei, und wenn ich ihm das nicht zu Hause beigebracht haette, dann wuerde er dass im Kindergarten garnicht lernen koennen weil er einfach nicht die Ruhe dafuer hat oder sich lieber mit Dingen beschaeftigt die keine Anstrengung braucht. Zu Hause muss er auch staendig beschaeftigt werden weil er sonst rumrennt, rumspringt und seinen Bruder staendig beim SPielen unterbricht. Ich gebe ihm schon so viel Aufmerksamkeit wie ich kann, aber evtl. muss ich auch mal auf die Toilette, evtl. muss ich auch mal saugen oder die Waesche in den Trockner schmeissen und evtl. muss ich auch mal das Abendessen auf den Tosch bringen, d.h. ich kann ihn nicht von 6 fruehs - 20 Uhr permanent beschaeftigen, ohne mal etwas anderes zu machen. Ich bin froh, dass er zwischen 12 - 14 Uhr Mittagsschlaf macht, damit er selbst mal ein bisschen runrwe kommt, und ich meinen Akku wieder aufladen kann. Er kann sich nicht sehr lange alleine beschaeftigen, und wenn ich ihn mal dazu bete in seinem Zimmer zu spielen, dann kommt ein "Ich will nicht" oder er geht in sein Zimmer und zerstoert seine Autos oder sonst was. Es ist meinem 1 jaehrigen ungerecht gegenueber, dass ihc ihn wegen meinem aelteren 3 Std. laenge rim Kindergarten lasse, und es ist ungerecht dass ich nie mal bisschen Zeit alleine mit ihm habe weil der grosse Bruder staendig dazwischen hupft und permanent entweder trinken moechte, einen keks oder 5 mal hintereinander aufs Klo muss und das meine Aufmerksamkeit braucht. Das abendliche zu bett gehen besteht aus 10 mal Mama und pappa rufen, 5 mal aufs Klo gehen, 10 mal zugedeckt werden, noch 3 mal nach trinken zu fragen (wir trinken VOR dem bett, und nicht mehr IM bett. das haben wir abgeschafft, weil er 20 mal nach trinken gefragt hat und es Terror gab wenn wir gesagt haben dass es genug ist), staendiges aufstehen oder lautes rumgesinge usw. Ihm faellt es schwer am Abend runter zu kommen. Das diese Dinge am Abend normal sind und der oder die jenige staendig einen Grund finden Mama oder papa ins Zimmer zu rufen, weiss ich. Aber er kann das 1 Std. lang ohne aufzugeben. Es ist momentan sehr schwer und ich bin verzweifelt. Mein Mann auch. Wir haben Verdacht auf ADHS aber wir haben etwas Angst ihn untersuchen zu lassen, da es ja nicht ist, was man im Blut oder im Urin erkennen kann. Es handelt sch um Gespraeche, Frageboden und spezielle Verhaltenstest - ueber die ich mich jetzt noch nicht so sehr informiert habe. Von Meidkamenten halte ich jedoch nichts, aber ganz ehrlich, damit er im Kindergarten und auch mal in der Schule zu einem Erfolg kommt, braeuchte er wirklich Medikamente. Ich bete und wuensche, dass ich mich taeusche, und das sich einfach ein sehr lebhaftes Kind habe dass sehr herausfordernd ist, aber ich fuehle mich schlecht dass ich nicht fuer meinen 1 jaherigen so da sein kann wie ich moechte, und dass ich und mein Mann am Abend immer so muede sind, dass wir kaum ein Wort sprechen, weil wir durch die vielen diskussionen mit unserem Sohn mundfaul werden. Wir haben Belongungssysteme mit Aufklebern eingefuehrt usw, aber dadurch wurde es auhc nicht besser. Ihn haben die Aufkleber nur de ersten 2 Wochen interessiert und jetzt nicht mehr.
Hat jemand tips, oder hoert sich das evlt. auch nach Verhaltensstoerung an, und weiss jemand vielleicht was fuer eine Stoerung das sein koennte?
Danke im vorraus

Beitrag von nakiki 07.10.10 - 15:51 Uhr

Hallo!

Ich finde es so als Außenstehende ganz schwer zu beurteilen, wo die Ursache wirklich liegt. Es könnte eine Störung vorliegen, es könnte aber auch einfach mangelnde Erziehung sein.

Seid ihr konsequent? Habt ihr Regeln zu Hause, wie haltet ihr diese ein? Ich würde den KiA kontaktieren und eventuell eine Erziehungsberatungsstelle. Diese könnte euch dann auch weiterhelfen, wenn tatsächlich eine Störung vorliegen sollte.

Gruß nakiki

Beitrag von babyluv 07.10.10 - 19:27 Uhr

hallo. ich bin jetzt swar etwas spaet mit meiner antwort, aber vielleicht bekommst du es ja doch noch.
ja wir haben genaue klare regeln. mit den spielsachen wird am boden gespielt, wir teilen unsere sachen miteinander und haben uns lieb - so nach dem motto. ich behandel beide kinder gleich, auf den kleinen nehme ich natuerlich etwas mehr ruecksicht da er viel juenger ist und die dinge wo er anstellt altersbedingt sind, aber mein grosser laesst sich damit staendig mitziehen und tut das gleiche. Ist also nicht so einfach. An mangeldner Erziehung liegt das bestimmt nicht. Im vergleich zu den anderen hier sind wir soooo viel auf Spielplatz oder im Wlad, waehrend andere zu Hause sitzen. Wir machen viel gemeinsam. Unsere Reglen teilen wir ihm klar mit. Wir sagen nicht was wir nicht tun sollen, sondern nur was wir bzw. wie wir es tun, damit er nicht das negative, sondern das positive tut. Wir achten schon sehr darauf wie wir was tun oder sagen, das ding ist aber, sehr oft ist es egal mit welcher Stimme, in welcher Laute, und auf Art und Weise ihm du was vermitteln moechtest, einen Anfall bekommt er trozdem und selbst wenn man es nur gut mit ihm meint, er moechte dann erstmal garnicht zu hoeren und laesst einen nicht ausreden, selbst wenn man ihn troesten moechte. Er macht es sich oft selbst schwer. Zu einer Solzialpaedagogin werden wir demnaechst wohl gehen, weil so kanns nicht weiter gehen. Zu Hause ist es halbwegs verkraftbrar, aber im Kindergarten bleibt er hinten wenn er jetzt nicht damit aufhoert. Bin echt richtig traurig...

Beitrag von gluecksschnecke 07.10.10 - 20:22 Uhr

Hallo,

vielleicht bist du auf eine sehr sehr liebe Mama, die sehr geduldig ist und dein Sohn braucht nicht erst nach dem 10. Mal eine klare Ansage plus Konsequenz. Ausserdem halte ich es für einen Irrtum seine Kinder permanent zu beschäftigen, was du ja ihm Zuliebe gern machst und er hat vielleicht einfach "verlernt" mit sich allein zu Recht zu kommen.

Was sagen denn die Erzieherinnen dazu? Sie haben ja täglich mit ihm zu tun und können wahrscheinlich ganz gut beurteilen, ob sich das Verhalten deines Sohns noch im "Normalbereich" befindet. Und was tun sie denn, wenn er so massiv stört?

Lg


Beitrag von xerane1982 07.10.10 - 23:38 Uhr

Hallo,

wir haben so ziehmlich das gleiche durch wie ihr. Nur dass das Geschwisterchen im Mai erst kommt und ich schon gespannt bin, welche herausforderungen mich da so erwarten.

Wir mußten einfach konsequenter sein. Außerdem haben wir einen Termin mit der Frühförderung gehabt. Ganz schnell stellte sich heraus, dass unsere kleine Maus einfach zu schlau ist. Sie hat einen IQ von 146 und im Kiga ist sie kaum zu ertragen, weilm dass ja alles Pipifax ist was die dort machen.

Sprich mal mit den Erzieherinnen und vielleicht mit der psychologischen Erziehungsberatungsstelle. Die können oft helfen.

Gruß Cerstin

P.S: Kopf hoch durchhalten und dann wird das schon