Am Eigenheim beteiligen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von milchkirsche 08.10.10 - 01:47 Uhr

Hallo!

Mein Ex wohnt mit seiner Freundin in unserem Eigenheim. Sie beteiligt sich an neuen Anschaffungen und wohnt ganz normal mit ihm darin.

Wir stehen beide zusammen im Grundbuch und auch in den Verträgen. Wir haben uns geeinigt, dass er das Haus alleine übernehmen will (wie er es machen will, weiß ich nicht). Ich habe damit auch kein Problem, wenn das Haus verkauft wird, mir ist das egal.

Er hat mir jetzt gesagt, dass ich mich am Haus beteiligen soll, weil ich ihn durch den Kindesunterhalt komplett ausnehmen würde (aber es ist doch gestezlich so geredet!).

Ich frage mich, wovon ich das zahlen soll! Und was ist mit seiner Freundin die im Haus lebt? Klar, wenn er alleine dort leben würde, kann ich es nachvollziehen, dass ich mich am Haus beteiligen soll, solange ich noch mit drin stehe. Aber wenn seine Freundin mit im Haus lebt und auch eine Vollverdienerin ist (Ich arbeite momentan geringfügig, warte auf die Aufstockung der Stunden in Teilzeit, habe dnennoch ein sehr niedriges Einkommen).

Kann er mir da was? Vorher war alles ok, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er Unterhalt zahlen muss. Ich habe keine Ansprüche auf Auszahlung gestellt, habe NICHTS mitgenommen au dem Haus und auch keinen Cent von ihm gesehen. Ich verlange NUR den Unterhalt der den Kindern zusteht. Nicht mehr und nicht weniger.

Muss ich mich dennoch am Haus beteiligen, obwohl seine Freundin mit im Haus wohnt?

Beitrag von windsbraut69 08.10.10 - 07:27 Uhr

Solange Du im Grundbuch und "den Verträgen" stehst, erwirbst Du doch auch stetig Eigentum am Haus oder ist es bereits voll bezahlt?

Welche Verträge meinst Du, die Finanzierung? Wenn die auf Euch beide läuft, geh davon aus, dass Du schlimmstenfalls der Bank gegenüber auch alleinschuldnerisch haftest!

Ihr solltet das Ganze schleunigst "offiziell" klären, also Euch anwaltlich beraten lassen und eine schriftliche bzw. notarielle Vereinbarung treffen.

Gruß,

W

Beitrag von milchkirsche 08.10.10 - 10:18 Uhr

Das will ich ja.
Aber er muss dafür dann die Kosten für das Grundbuch tragen und das Geld hätte er nicht. Er will bis Dezember warten.

Bislang sollte ich auch nichts zahlen. Seitdem ich aber auf den Kindesunterhalt bestehe, meint er, ich solle jetzt dann bitte zahlen.

Habe schon alles einmal in die Wege geleitet und er hat alles abgebrochen, weil er das Geld nicht hatte.

Beitrag von zwiebelchen1977 08.10.10 - 09:27 Uhr

Hallo

Ja, must du. Du stehst mit in den Verträgen, also bist du verpflichtet, dich zu beteiligen. Egal, wer darin wohnt.

Bianca

Beitrag von zwetschge007 08.10.10 - 09:59 Uhr

..beschäftige dich mal mit dem Thema
"Nutzungsentschädigung" !!

Dir steht eine Nutzungsentschädigung zu, da dein Mann auch deine Hälfte nutzt/bewohnt.

Allerdings wird z.B. Unterhalt gegengerechnet.

Gruß
Zwetschge

Beitrag von milchkirsche 08.10.10 - 10:15 Uhr

Auf den Kindesunterhalt?

Ich erhalte von ihm nur den Kindesunterhalt, mehr nicht.

Beitrag von anja676 09.10.10 - 11:53 Uhr

Nein, der Unterhalt wird nicht mit der Nutzungsentschädigung gegengerechnet. Sie hat einen Anspruch darauf, dass sich die neue Freundin an den Kosten beteiligt. Das hat nichts mit dem Unterhaltsanspruch zu tun.

Nach außen haftet sie für die Verbindlichkeiten mit ihrem Ex-Mann, im Innenverhältnis hat sie einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung.

Anja

Beitrag von milchkirsche 09.10.10 - 12:23 Uhr

Das ist sehr gut zu wissen.

Das ich für die Verträge hafte, das ist klar. Deshalb will ich ja raus. Und seine Fruendin ist eine Gutverdienerin und arbeitet in Vollzeit, hat eine gute Ausbidlung und seit über 13 Jahren im selben Betrieb.

Sie hätten also auch zwei volle Gehälter (von meinem Mann wird halt noch der Unterhalt abgezogen).

Ich hoffe, das es klappen wird.

Beitrag von zwiebelchen1977 09.10.10 - 21:37 Uhr

Was sie verdient ist völlig egal. Es wird nur sein Verdienst für den Unterhalt herangezogen.

Bianca

Beitrag von milchkirsche 09.10.10 - 21:52 Uhr

Aber wenn sie doch einen sicheren Job hat und ein geregeltes hohes EInkommen, keine kinder, dann kann die Bank doch nichts dagegen sagen oder wenig, oder?

ich habe sehr wenig einkommen + 2 Kinder...

Beitrag von zwiebelchen1977 10.10.10 - 08:00 Uhr

Hallo

Nein, wegen dem Kredit sollte sie keine Probleme bekommen. Nur wenn sie den zahlt, wil sie bestimmt auch ins Grundbuch als 2 Eigentümerin.

Denn wieso sollte sie füe etwas zahlen, was ihr dann nicht gehört.

BIanca

Beitrag von windsbraut69 10.10.10 - 08:23 Uhr

Die Bank muß dich nicht entlassen, egal, welche Alternative Du ihr bietest.

Gruß,

W

Beitrag von leopoldina1971 08.10.10 - 10:12 Uhr


Hallo!

Ich rate dir dringend, einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen. Hierfür kannst du Beratungshilfe und evtl. Verfahrenskostenhilfe beim zuständigen Amtsgericht beantragen.
Nimm es nicht auf die leichte Schulter! Fragen zu möglichen Ausgleichsansprüchen, Unterhaltsansprüchen, Nutzungsentschädigungen und Ansprüchen aus dem Hauseigentum sind viel zu wichtig, als dass du sie hier diskutieren lässt. Dein Fall ist speziell und viel zu komplex. Eine Ferndiagnose ist gar nicht möglich und könnte auch fatale Folgen haben.

LG

Beitrag von anarchie 08.10.10 - 13:26 Uhr

Öhm, ich würde dann aber im Umkehrschluss verlangen, dass seine Freundin Miete zahlt an dich, weil sie deine Haushälfte nutzt....

rechtlich musst du zahlen, solange du im Vertrag stehst - und die Bank entlässt ungern Schuldner...aber du kannst eben auch die Freundin rausschmeissen/zahlen lassen....

Zudem ist wichtig, ob schon nennenswert getilgt wurde...evtl. lohnt es sich ja, im Grundbuch zu bleiben/sich auszahlen zu lassen...

lg

Beitrag von milchkirsche 08.10.10 - 13:49 Uhr

Das würde gehen?
Also dass sie dann Miete an mich zahlen müsste? Naja, vielleicht kann ich ihm ja damit "drohen".. Aber ich weiß nicht ob mein Ex mal nachgedacht hat. Wenn ich zahlen muss, dann will ich das Haus verkaufen! Er will es aber unbedingt behalten...

Nein, es wurde noch nicht nennenswert getilgt, haben vor 2 Jahren erst gebaut.

Beitrag von anarchie 08.10.10 - 14:14 Uhr

zumindest war das vor einigen jahren noch so, wir hatten eine ähnliche konstellation...

Nur das die Exfrau meines Mannes ihn weder auszahlen wollte, noch verkaufen, noch die gesamten Kosten übernehmen...sie wollte , dass er einafch weiter zahlt, ohne dort zu wohnen....

ich persöblich würde wohl erstmal persönlich mit deinem Ex reden und ihm sagen, dass, wenn er meint ihr müsst BEIDE , ihr auch BEIDE hausrecht habt.
Die frau bewohnt deine Hälfte, auch soll sie auch deine Hälfte zahlen.

Ansonsten könntest du ja deine hälfte auch wenn anders vermieten, wenn du sie zahlen musst,...#schein

Wnn ER jemand anderen dort wohnen lassen kann, kannst du das auch...das würde ich mal durch die blume ihm mitteilen und ihn fragen, wie er sich das vorstellt.

ich meine, du zahlst und wohnst da nicht und hast nixhts davon geht ja nu nicht...

lg

melanie

Beitrag von zwiebelchen1977 08.10.10 - 17:04 Uhr

Hallo

Wenn du es nicht mehr willst, dann lass dich aus den Verträgen und dem Grundbuch rausschreiben. Somit muss er alleine abzahlen und du bist raus.

Den selbst wenn ihr verkaufen würdet, hast du sicherlich nichts davon( evtl noch Schulden).

Und ob dir, wenn sie Miete zahlen würde, nach Abzug von der Tilgung noch was bleibt, ist fraglich.
Zumal ja auch die Miete von ihr durch 2 geteilt wird( du und dein Mann)
Bianca

Beitrag von milchkirsche 08.10.10 - 18:40 Uhr

Ich will ja raus.
Hatte alles in die Wege geleitet und er hat es gestoppt.

Er hat das Geld für die Umschreibung beim Notar nicht zusammen. Er hat von mir eine Frist bis Dezember bekommen. Wenn er das Geld bisdahin nicht zusammen hat, werde ich darauf bestehen, dass das Haus verkauft wird.

Ich denke, es wird abschrecken, wenn ich ihm dann verklickere, dass ich dann Miete von seiner Freundin fordere, wenn er verlangt, dass ich zahlen muss.
Ich habe monatlich nicht viel Geld, erhalte von ihm auch nur Kindesunterhalt und mehr nicht.
Und er hat die "Idee" das ich mich beteiligen soll erst, seitdem ich den Kindesunterhalt fordere. Vorher nicht.

Ich finde es irgendwo nicht fair. Er lebt dort mit seiner Neuen, lässt sich von ihr aushalten, ich habe keinen Cent für das HAus gesehen (auch für Hausrat nicht), nichts mitgenommen etc. Bin "in Frieden" gegangen und habe auf alles verzichtet und nun sowas....

Beitrag von windsbraut69 10.10.10 - 08:25 Uhr

<aber du kannst eben auch die Freundin rausschmeissen/zahlen lassen.... <

Das ist nicht so einfach.
Ich gehe davon aus, dass sie freiwillig ausgezogen ist.

Gruß,

W

Beitrag von anarchie 10.10.10 - 09:32 Uhr

Öhm, wieso nicht?

Als Miteigentümerin kann man nicht über ihren Kopf hinweg die Nutzung gestatten oder gar vermieten.

oder irre ich da?
(bin ja lernfähig;-))

lg

melanie

Beitrag von windsbraut69 11.10.10 - 12:31 Uhr

Der Ex bewohnt das Haus, warum sollte er seine Freundin dann nicht mit einziehen lassen dürfen?

Beitrag von anarchie 11.10.10 - 15:41 Uhr


Weil sie Miteigentümerin ist und wenn sie die Hälfte zahlt, hat sie auch haus-und nutzungsrecht, d.h. ohne ihre einwilligung kann da niemand wohnen.


Das war zumindest die Anwaltsauskunft vor einigen jahren dazu...

Beitrag von kati543 08.10.10 - 14:10 Uhr

Du hast sicherlich die ganzen Verträge mit unterschrieben und musst demnach auch hälftig die ganzen Kosten für die Kredite mit zahlen. Irgendwann wird dir dann das Haus zur Hälfte gehören.
Dein Ex und seine Freundin müssen natürlich eine Art "Miete" zahlen. Davon erhältst du die Hälfte und die andere Hälfte dein Ex.
Dein Ex muß natürlich seine Hälfte für Tilgung + Zinsen zahlen UND er muß die kompletten Unterhaltskosten für das Kind tragen. Mit dem Haus hat das gar nichts zu tun.

Also mach für deinen Ex mal eine Rechnung auf, wie hoch bei euch ein vergleichbares Haus zur Miete kosten würde und verlange dafür Miete für deine Haushälfte. Im Gegenzug zahlst du die halben Kosten für Zinsen und Tilgung. Kann er sich das nicht leisten, solltet ihr verkaufen.

Beitrag von ppg 08.10.10 - 19:29 Uhr

Richtig.

Solltest Du Dir dann dennoch überlegen das Haus gegen Streichung aus den Kreditvertragen ( was extrem schwer werden wird) und Streichung aus dem Grundbuch ( Norar) das Haus Deinem Ex zu überlassen, hast auch selbstverständlich hierfür die hälftigen Kosten zu tragen

Ute

Beitrag von milchkirsche 08.10.10 - 22:20 Uhr

Mh, ist es nicht so, dass er die Kosten für das Umschreiben selber tragen muss, weil er das Haus behalten möchte?

Wie gesagt, er will es unbedingt behalten, wenn es nach mit geht, kann es verkauft werden.

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