Bei Eigentum - wie ist das mit dem Erbe?

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Beitrag von krokolady 08.10.10 - 09:02 Uhr

Bevor wir nun Notartermin machen zwecks Hauskauf will ich mich erst schlau machen um nix falsch zu machen.

Also.......ich habe 5 Kinder, aber nur die Jüngste ist von meinem Mann.
Er hat die anderen 4 aber akzeptiert und auch nie Probleme damit gehabt sie mit zu unterhalten.
OK, die beiden Ältesten sind Erwachsen und stehen mittlerweile auf eigenen Füssen.
Der 14jährige lebt seit 2 Jahren bei seinem Vater.
Die 11jährige ist bei uns, und natürlich unser gemeinsames Kind.

Wie ist das wenn wir nun gemeinsam ein Haus kaufen, und beide im Grundbuch und im Kredit stehen.........
Mal angenommen mir stösst was zu und ich sterbe......haben dann alle meine Kinder anteilig ein Recht auf das Haus????

Da mein Mann Alleinverdiener ist, und ich unser Kind pflege, möchte ich natürlich nicht unbedingt das er sich krumm legt für das Haus, und er plötzlich meine Kids, mit denen er nix zu tun hat, auszahlen müsste wenn mir was passiert.
Meine Ältesten würden das auch nie fordern.......aber mein 14jähriger wird ziemlich beeinflusst von seiner Oma und seinem Vater......und da wo die Geld riechen sitzen sie hinterher und würden ihn regelrecht dazu treiben sein Recht surchzusetzen.

Versteht mich nicht falsch......natürlich lasse ich nichts auf meine Kids kommen und tu alles für sie.......aber ich täte es meinem Mann gegenüber nicht fair finden wenn er plötzlich in den ruin rutschen würde deswegen.
Zumal wir eine behinderte tochter haben deren Pflege ja gewährleistet sein muss - und das auch nicht grad günstig wäre.

Wie schaut das also aus mit der Erbfolge........würde Alles an meinen Mann gehen, oder auch an die Kids?

Beitrag von birti 08.10.10 - 09:09 Uhr

Hallo Krokolady,

nach der gesetzlichen Erbfolge würde alles, was dir gehört, an die Erben 1. Ordnung gehen, und das sind bei dir deine Kinder.

Vorbeugen kannst du dem, indem du ein Testament verfasst. Das ist in deiner Situation sicherlich noch wichtiger als bei anderen.

b.

Beitrag von okraschote 08.10.10 - 09:18 Uhr

Hallo,

gesetzlicher Erbe ist aber auch ihr Mann. Und zwar bekommt der Mann 50% und die restlichen 50% die Kinder.

Und das im Übrigen nur vom halben Haus, wenn sie und ihr Mann beide im Grundbuch stehen. Dem Mann gehören dann also 3/4 vom Haus und den Kindern zusammen 1/4. Sie bilden zusammen eine Erbengemeinschaft.

Mein Rat an die TE: Lasst Euch vom Notar beraten, guckt Euch auch mal das Berliner Testament an, ob das was für Euch wäre.

Viele Grüße
Kerstin

Beitrag von birti 08.10.10 - 09:23 Uhr

Hi,
das habe ich zuerst auch so gedacht und zu schreiben angefangen, aber dann bei Wikipedia etwas anderes gefunden. Ehemänner werden in der gesetzlichen Erbfolge nicht erwähnt.

Viele Grüße.

b.

Beitrag von bezzi 08.10.10 - 09:30 Uhr

Genau so ist es aber richtig (zumindest bei der Zugewinngemeinschaft). Wenn Du Dich erst bei Wiki schlau machen musst, um eine Frage zu beantworten, solltest Du in Zukunft vielleicht vorher überlegen, ob das überhaupt Sinn macht.
Alternativ kannst DU ja einfach den Link zu Wiki Posten.

Beitrag von parzifal 08.10.10 - 09:53 Uhr

Ich kann mich bezzi nur anschließen.

Lies mal die §§ 1931 und 1371 BGB.

Beitrag von krokolady 08.10.10 - 09:19 Uhr

danke

da werd ich den Notar dann mal nach fragen wenn wir da sind wegen dem Hauskauf.

Beitrag von birti 08.10.10 - 09:26 Uhr



http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Erbfolge

und hier unter "Ehegattenerbrecht" gucken.

Der Ehegatte erbt - wenn Kinder da sind - 1/4 des Eigentums.

b.

Beitrag von bezzi 08.10.10 - 09:35 Uhr

Wenn Kinder da sind erbt bei der Zugewinngemeinschaft (wenn es also KEINEN Ehevertrag gibt und das ist der Normalfall) der Ehegatte die Hälfte !

Beitrag von parzifal 08.10.10 - 09:57 Uhr

Da steht doch, dass man die Hälfte erbt. Warum liest Du unter dem Stichwort "Ehegattenerbrecht" nicht bis zum Ende bevor Du Auskunft erteilst?

Beitrag von birti 08.10.10 - 10:34 Uhr

Weil ich heute morgen unbedingt wollte, dass ich von irgendjemanden gefragt werde, warum ich irgendetwas mache.

Anyway, ich hab 'ne Quelle angegeben. Andere argumentieren aus "hab ich erlebt" oder "ist Humbug".

Du musst jetzt sagen, dass wiki nicht unbedingt eine vertrauenswürdige Quelle ist und ich oberflächlich gelesen habe, ok?

Schön' Tach noch!

b.

Beitrag von bezzi 08.10.10 - 12:32 Uhr

Deinen Beitrag muss man jetzt nicht verstehen, oder ? #kratz

Ein einfaches "sorry, ich habe falsch gelesen/wiedergegeben" hätte gereicht.

Beitrag von parzifal 09.10.10 - 01:30 Uhr

Dann weise das nächste mal doch einfach nur auf den Link hin und versuche nicht ihn zu interpretieren. Dann passieren solche Fehler nicht, wenn man sich eigentlich gar nicht auskennt.

Fehler in Rechtsauskünften können teuer werden.

Beitrag von schullek 08.10.10 - 09:36 Uhr

hallo,

soweit ich das sehe, würde es praktisch wahrscheinlich so aussehen:

wenn du stirbst,
erben alle deine kinder ihren pflichttteil von dir. dein mann den rest.
vom teil deines mannes jedoch bekommt nur euer gemeinsames kind den pflichtteil oder im fall, dass ihr beide versterbt, den gesamten teil deines mannes un den pflichtteil von dir.
die einzige möglichkeit, die ihr habt, ist, dass nur er eingetragen wird als eigentümer oder du deine kinder mit ihrem 18. geburtstag eine verzichteserklärung unterschreiben lässt udn im testament verfügst, dass dein mann alleinerbe ist, sollte dir etwas zustoßen.

verstirbt dein mann zuerst, bekommt euer gemeinsamer sohn den pflichtteil seiner häfte und du den rest. verstirbst dann du, teilen sich alle kinder den rest.

korrigert mich, sollte ich falsch liegen.

lg

Beitrag von bezzi 08.10.10 - 09:41 Uhr

Ich korrigiere Dich. Es ist ziemlicher Humbug !

Einen "Pflichtteil" gibt es ja nur dann, wenn ein gesetzlicher Erbe per Testament enterbt wurde. Davon ist hier aber doch keine Rede !


Oh Mann oh Mann.

urbia live ! Halbwissen hoch 10 ! #klatsch

Beitrag von schullek 08.10.10 - 09:46 Uhr

da ich ein freundlicher mensch bin und meinen tag nicht gleich mit wut im bauch starten möchte, bleibe ich mal sachlich. humbug ist es schon mal nicht, viellicht habe ich einfach die falsche wortwahl verwendet.
da ich leider persönlich bereits in der lage war, habe ich einen gewissen einblick.
das erbrecht ist sicherlich sehr kompliziert, weshalb ich meine worte ja auch wuasi in anführungszeichen gesetzt habe udn gesagt habe, dass ich mich irren kann.
was aber dir noch lange nicht das recht gibt, derart unsachlich und unfreundlich zu reagieren.
vielleicht solltest du daran arbeiten.

Beitrag von bezzi 08.10.10 - 10:04 Uhr

OK. ich arbeite daran. Auch wenn es hier oft schwer fällt, bei dem, was alles vom Stapel gelassen wird....

Beitrag von parzifal 08.10.10 - 10:08 Uhr

Bei juristischen Fragen rät man nicht wild drauf los. Wem soll das helfen?

Ist "gutgemeint" der Grund Humbug zu erzählen. Und dass ist Deine Auskunft im juristischen Sinne. Eine dezentere Wortwahl ist bei solch krassen Falschauskünften leider nicht möglich.

Wenn ich schon lese "Pflichtteil erben" oder "Verzichtserklärung unterschreiben lassen reicht aus" schmerzt das.

Bei Rechtsfragen sollte man nicht antworten, wenn man es nicht weiß, sondern raten muss.

Beitrag von schullek 08.10.10 - 10:11 Uhr

nun, wie ich bereits sagte, habe ich persönliche erfahrungen. ich persönlich habe eine notariell beglaubigte verzichteserklärung auf das erbe meines vaters unterschrieben zu gunsten meiner mutter. und das war die einzige möglichkeit. sicherlich habe ich das wort pflichtteil zu leicht verwendet und nicht bedacht, dass es umgangssprachlich verwendet wird.
aber generell sind meine aussagen zur erbfolge nicht falsch.
auch dir: freundlichkeit ist etwas, dass man sich aneignen sollte im umgang mit anderen menschen. deine antworten lassen selten etwas davon erkennen.

Beitrag von birti 08.10.10 - 10:38 Uhr

Morgen, Schullek,

auch ich habe diese Verzichtserklärung unterschrieben. Aber ich denke, dass das damit zu tun hatte, dass meine Eltern das Berliner Testament hatten. Auch ich hätte gesagt, dass ich damit auf mein Pflichtteil verzichtet habe.

Wie pöse von uns, auf Krokos Frage zu antworten ;-)!


b.

Beitrag von parzifal 09.10.10 - 01:25 Uhr

"notariell"! Zumindest kommt jetzt ja ein Stichwort was richtig ist. Warum wurde ein so wesentlicher Punkt unterschlagen.

Und ohne diesen Hinweis ist der Rat schlichtweg unbrauchbar.

Stell Dir vor die/der TE wäre Deinem Rat gefolgt. Was meinst Du was die Verzichtserklärung wert ist, wenn dann später festgestellt wird, dass eine notarielle Beurkundung notwendig war?

Da es mir an Verständnis mangelt, warum man Rechtsauskünfte fahrlässig falsch ereilt, fehlt es mir sichr an dernotwendigen Höflichkeit diese Fehler aufzuzeigen.

In Rechtsfragen sagt man besser gar nichts als etwas falsches. Das ist eine bessere Hilfe als gut gemeinter aber falscher Rat.

Beitrag von purpur100 08.10.10 - 09:48 Uhr

Hi,

also: Wenn du sterben solltest, dann wird das Haus durch 2 geteilt; 1 Erbpartei ist dein Mann, die andere sind deine "ganzen" leiblichen Kinder.
Und diese Hälfte (die auf die Kinder entfällt) wird dann wiederum auf die Kinder verteilt.
Deine erwachsenen Kinder können eine Verzichtserklärung unterschreiben, dann erhalten sie nur den Pflichtteil.

Stirbt dein Mann, dann wird auch durch 2 geteilt: Eine Hälfte für dich und die andere Hälfte für euer gemeinsames Kind.

So jedenfalls habe ich das verstanden. Aber du weißt ja: Hier bei Urbia kannst du dir nur Anregungen und Stichpunkte zum aufschreiben holen. Korrekte Auskunft erhältst du beim Anwalt ;-)

Beitrag von bezzi 08.10.10 - 10:03 Uhr

Kleinere Korrekturen erlaubt ?

"Wenn du sterben solltest, dann wird das Haus durch 2 geteilt;"

Nein. Der Frau gehört ja nur eine Hälfte, also wird das HALBE Haus "durch 2 geteilt". Wie weiter oben schn mal völlig korrekt beschrieben, gehört dem Mann dann 3/4 und den Kindern der Frau zusammen 1/4.

"Deine erwachsenen Kinder können eine Verzichtserklärung unterschreiben, dann erhalten sie nur den Pflichtteil. "

Nein. Bei einer Verzichtserklärung verzichten sie aufs GESAMTE Erbe. Da gibt es keinen Pflichtteil.

Beitrag von purpur100 08.10.10 - 10:07 Uhr

klar kannst mich korrigieren. Warum auch nicht?

Also das Haus gehört beiden Ehepartnern je zur Hälfte.
Dann stirbt einer der Ehepartner; eine Hälfte gehört nach wie vor dem anderen Ehepartner, die andere Hälfte geht auf die Kinder über und wird dann auf die Kinder aufgeteilt.

Soweit richtig?

Beitrag von schullek 08.10.10 - 10:13 Uhr

nein, denn von der hälfte der frau erbt der mann die eine hälfte und die übrige hälfte, dann 1/4 des hauses, wird auf die kinder verteilt.
genau das habe ich in meiner antwort geschrieben ohne genau zahlen zu nennen. hat mir auch zwei rüffel eingebracht...

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