allergiegefährdete Kinder- Wann habt ihr mit Beikost angefangen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von ra2006 08.10.10 - 11:15 Uhr

Hallo,

ich habe noch eine Frage.....

Bei den Kinder wo man sagt sie sind allergiegefährdet (Bruder hat Allergien) - Wann habt Ihr mit Beikost angefangen oder zu Zufüttern (Flasche)?

Vlg
Alexa

Beitrag von littlelight 08.10.10 - 11:34 Uhr

Huhu Alexa!

Ich habe durch die Reihe weg alles mitgenommen: Allergien, Asthma, Neurodermitis. Mein Mann hat zwar nichts davon, aber in seiner Familie kommen auch Allergien vor. Mein Sohn ist damit auch allergiegefährdet.

Mein Sohn ist jetzt 7 1/2 Monate alt und ich stille mehr oder weniger voll. Nebenbei bekommt er Fingerfood, er isst aber noch nicht wirklich viel. Ich finde das Prinzip keinen Brei zu füttern für alle Kinder sinnvoll, aber für allergiegefährdete ganz besonders. Die Kinder bekommen vom Familientisch, wobei ich Kuhmilch pur, Salz und Zucker meide. (Honig und Nüsse sowieso) Wir würzen unser Essen nach, wenn es sein muss. (Obwohl ich sagen kann, dass man sich an weniger Salz und Zucker gewöhnt.) Man geht davon aus, dass Kinder instinktiv Dinge meiden, die sie nicht vertragen. (ich kenne persönlich sogar ein Beispiel) Man muss sie nur selber wählen lassen. Davon ab landet bei dieser Art der Beikosteinführung nur wenig im Babymagen. Sodass der Körper immer nur mit geringen Mengen konfrontiert wird, dafür aber mit allem möglichen. Nebenbei stillt man weiter nach Bedarf. So lange, bis das Kind von selbst soviel isst, dass es Stillmahlzeiten auslässt. Für die Allergieprävention ist entscheidend, dass man während der Beikosteinführung weiterhin stillt. (nicht ausschließlich -wie oft angenommen- die Vollstillzeit von 4 oder 6 Monaten) Wenn du nicht jahrelang stillen willst, ist das natürlich dein gutes Recht, ich würde dann aber mindestens ein Jahr stillen. Die Flaschennahrung würde ich gar nicht füttern.

LG littlelight

Beitrag von zweiunddreissig-32 08.10.10 - 12:49 Uhr

Mein Sohn ist durch mich sehr allergiegefährdet (schwere Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen). Habe 4,5 Monate voll gestillt und dann Beikost eingeführt. Er hat gar keine Probleme damit, isst alles sehr gerne. Jetzt mist 6,5 Monaten hab ich abgestillt und er bekommt 1-er Milch.
Für mich scheint die ganze Sache mit Allergieschutz durch längeres Stillen bzw. Nicht-Gabe von bestimmten Lebensmitteln nicht eindeutig bewiesen, deswegen versteife ich mich nicht darauf. Falls das Kind dazu veranlagt ist, kriegt er Allergie sowieso, später oder früher.

Beitrag von mini-wini 08.10.10 - 12:54 Uhr

Hallo,

meine Maus ist durch mich und meine Familie auch allergiegefährdet. Habe viel darüber gelesen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass das ganze meiden von bestimmten nahrungsmitteln die Sache auch nicht besser macht. Trotz dem heutigen Wissen über Allergene und den Ratschlägen wie allergiegefährdete Babys ernährt werden sollen und trotz HA-Milch nimmt die Zahl der Allergiker immer weiter zu. Ich habe deshalb für mich beschlossen meinem Kind einfach alles anzubieten, als Fingerfood (eigentlich wie meine Vorschreiberin). Ich vertraue auch darauf, dass mein Kind instinktiv nur Dinge ist, die es auch verträgt. Wie im Tierreich eben auch. Ich denke, dass wir Menschen durch unsere Konsumgewohnheiten einfach verlernt haben, welche Lebensmittel und gut tun und welche eben nicht.
Also meine Maus darf immer alles probieren, auch Lebensmittel die angeblich Allergien auslösen. Nebenher stille ich weiter.
LG

Beitrag von kati24la 08.10.10 - 12:59 Uhr

Hallo!

Meine Söhne sind auch stark Allergiegefährdet hauptsächlich durch meinen Mann (so ziemlich alles auf was man allergisch sein kann. Tierhaare, Nüsse, Früchte, Pollen etc.pp) und durch mich auch, wir sind beide Asthmatiker.

Bei meinem ersten Sohn (bereits 7 Jahre alt) habe ich nach 3 Monaten zugefüttert und vorher HA Nahrung (er hat Gott sei Dank, keine Spur von irgendwelchen Allergien) und jetzt beim kleinen werde ich es wahrscheinlich nicht anders machen.

Wie oben schon geschrieben, ist es nicht nachgewiesen.....

LG Kati

Beitrag von lucaundhartmut 08.10.10 - 14:37 Uhr

Hi Alexa,

für eine etwaige Allergieprävention "reicht" es neuesten Erkenntnissen zu Folge, 4 Monate ausschließlich per Brust oder hypoallergene Pre-Säuglingsmilchnahrung zu füttern.



LG
Steffi