Kann man stillen nach 7 wochen noch anfangen??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sarina23 08.10.10 - 11:22 Uhr

Hallo ihr,

ich hatte zu Anfang probleme mit dem stillen, es wollte nicht so richtig laufen und es kam nur die Vormilch,
im KH hat er dann Beba Nahrung bekommen und wollt emir dann nicht mehr an die brust, da ich eh flachwarzen habe :-(
Als wir dann nach hasue kamen, dachte ich dass es schon klappen wird, da wir ja jetzt alle zeit der welt haben, und ich auch eine elektrische milchoumpe zuhause hatte.
Naja dann haben mich Wochenbettdepressionen mal richtig umgehauen,
hatte probleme meinen kleinen richtig anzunehmen und auch so richtig heftige Panikattken, so dass ich erlich gesagt keine Nerven hatte mich aufs stillen zu konzentrieren, hab dann auch das rauchen wieder angefangen :-(
Jetzt bin ich wieder stabil, aber hab natürlich keine Milch mehr,
hab auch in absprache mit der Hebi Pfefferminztee getrunken zum abstillen.
Da ich jetzt aber wieder fit und stabil bin und ich es echt bereue nicht am stillen drangeblieben zu sein, ahb ich evtl hoffnung jetzt noch anfangen zu können,
vielleicht lacht ihr jetzt auch und es geht nicht aber ich dachte ich frag mal nach :-D

Liebe Grüße Sarina & #Baby Niclas 7 Wochen

Beitrag von tabi 08.10.10 - 11:33 Uhr

Doch es geht auf jeden Fall wird es anstrengend, darauf solltest du dich einstellen und was das wichtigste ist: du brauchst unbedingt eine Still- bzw. Lactationsberaterin die zu dir ins Haus kommt.
Am besten gelingt die Relaktation mit einem Brusternährungsset.
Hierfür brauchst du aber wie gesagt eine Stillberaterin die dir die Handhabung zeigt.
Ich finde das wunderbar dass du es versuchen willst!
Und wie gesagt such dir eine Stillberaterin z.Bsp über LaLecheLiga ohne wirst du es nicht hinbekommen vermute ich.
Viel Erfolg und liebe Grüße

Beitrag von sarina23 08.10.10 - 11:36 Uhr

Danke für deine schnelle antwort :-)

Hab mich schon informiert und auch eine hier in der umgebung gefunden aber grad leider nicht erreicht.
Ist des das set zum Umhängen??? #augen

Beitrag von tabi 08.10.10 - 11:48 Uhr

Ja genau. In den allermeisten Fällen gewöhnst du so dein Baby wieder an die Brust und circa nach zwei Wochen wird wieder Milch gebildet manchmal auch früher.
Du wirst dann merken, dass dein Kleiner immer weniger Zusatzmilch trinkt weil eben aus der Brust mehr kommt und wenn alles glatt läuft, kannst du es irgendwann weglassen.
Aber du brauchst jemand der dir die Handhabung zeigt, ich muss selber eines benutzen, weil ich nicht vollstillen kann, leider. Das ist bei mir anatomisch nicht möglich. Und ich will saugverwirrung vermeiden.
Was du jetzts chon machen kannst um ihn von der Flasche zu entwöhnen und an die Brust zu gewöhnen:
Lass die Flasch ganz weg. Gib ihm die Milch vom Löffel, aus dem Becher oder einer Spritze. Leg ihn einfach mal an, wenn ernicht hungrig ist oder nur ein wenig und schau was er macht Und ganz viel nackt kuscheln. Wenn du ein Targetuch hast, lass den Oberkörper frei, pack ihn dir da rein und zieh dir hemd oder Kapuzenpulli drüber, damit du nicht friest. Zusammen baden ist auch super. Jedenfalls ihn so oft es geht an der nackten Brust liegen haben, damit er sich wieder daran gewöhnt und es als schön empfindet.
Lg und wenn du noch Fragen asht, sag Bescheid
LG

Beitrag von kati24la 08.10.10 - 12:52 Uhr

Sorry, aber ich denke nicht, das dein Baby deine Launen/Probleme ausleben muss.

Damit meine ich, das es wie schon oben geschrieben nicht einfach werden würde, wieder anzufangen zu stillen. Du setzt dein Baby somit schon wieder purem Stress aus.

Lass es sein! Gib deinem Kind liebe, Körperkontakt und Geborgenheit und weiterhin die Flasche.

LG kati

Beitrag von tabi 08.10.10 - 13:20 Uhr

Eine Postnatale Depression ist weder eine Laune noch ein persönliches Problem. Das ist einfach eine Krankheit, die behandelt werden muss und wenn man auskuriert ist, ist man wieder gesund.
Warum sollte sie es nicht veruschen mit dem stillen, wenn es ihr gut geht

Beitrag von kati24la 08.10.10 - 13:29 Uhr

Weil es meiner Meinung nach Ihrem Baby nicht gut tut.

Erst gewöhnt man es an die Brust, dann an die Flasche, dann hat die Mama auch noch ein Krankheit und hat schwierigkeiten Ihr Baby anzunehmen und wenn dann mal alles läuft und das Baby endlich einen Rythmus bzw. eine "sicherheit" hat, stellen wir wieder alles auf den Kopf, weil Mama jetzt stillen möchte.

Also das finde ich abartig. Sorry.

Natürlich ist es schlimm, wenn man so eine Krankheit hat, aber das Baby kann nix dafür

Beitrag von tabi 08.10.10 - 13:42 Uhr

Ja wenn du das abartig findest, dann ist das deine Meinung.
Es gibt aber viele Mütter die das Stillen als schön und angenehm empfinden und auch ein Baby findet das besser, abgesehen davon, dass MuMi besser ist. Und eine Umgewöhnung muss kein Stress bedeuten. Ich wage zu behaupten, dass ALLE Babys dieser welt leiber gestillt werden als Plastiksauger im Mund zu haben
Lass mich raten...du stillst nicht oder?

Beitrag von muehlie 08.10.10 - 15:29 Uhr

"abartig"??? Du findest es "abartig", dass eine Mutter, nachdem sie viele Probleme durchgestanden hat, ihrem Kind jetzt endlich das Beste geben will, was sie hat? Ich glaube, du bist dir über die Bedeutung des Wortes überhaupt nicht im Klaren.

Aber was ich noch viel schlimmer finde, ist die Tatsache, dass du anscheinend zu den Leuten gehörst, die eine Depression für eine Charakterschwäche halten. Vielleicht einfach mal nachdenken vor dem nächsten Post...

Beitrag von sarina23 10.10.10 - 11:14 Uhr

Danke ihr 2,
aber vielleicht hat sie ja recht, vielleicht ist es einfach zu viel stress den kleinen umzugewöhnen.

Naja werde mich in zukunft hüten solche sachen hier zu fragen und lieber Fachleute fragen, die Ahnung haben von dem was sie sagen

Beitrag von lucaundhartmut 08.10.10 - 14:33 Uhr

Liebe Sabrina,

ja, bei manchen Frauen klappt das Relaktieren.

Eine Mutter sollte jedoch voll und ganz dahinter stehen und dies nicht halbherzig angehen.
Zudem sollte eine Mutter viel Verständnis für ihr Baby und Geduld aufbringen, da das Relaktieren sowohl der Mutter, als auch dem Kind viel abverlangen kann.

Am besten besprichst Du Dich mit Deiner Nachsorgehebamme und/oder einer Still- bzw. Laktationsberaterin.
In einem Fall wie bei Euch ist es meist ratsam, dem Kind die Brüste anzubieten und es zeitgleich per Brusternährungsset mit abgepumpter Milch oder mit Pre-Säuglingsmilchnahrung zu füttern.

Die Anwendung des Brusternährungssets bedarf einer fachkundigen Unterweisung durch eine Hebamme und/oder Still- bzw. Laktationsberaterin.

Und bitte habe Geduld: Das Relaktieren kann sehr lange dauern, und es gibt keine Garantie dafür, dass es dann mit der ausschließlichen Ernährung eines Kindes per Brust klappt.

Viel Glück und gräme Dich nicht, wenns nicht klappen sollte.
Einen Versuchs ists jedoch durchaus wert.


LG
Steffi