Krippen Eingewöhnung - es klappt einfach nicht....Was tun ?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von mamiskleinermann 08.10.10 - 13:04 Uhr

Hallo,

ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.Wir versuchen nun seit 2 Wochen unseren Sohn in die Krippe einzugewöhnen aber es klappt einfach nicht. Er spielt wunderschön aber kaum verlasse ich den Raum schreit er wie am Spieß und lässt sich von niemandem und mit nix ablenken und beruhigen.

Haben nun schon so viel versucht. Er lässt sich von der Betreuerin wickeln, füttern usw. Aber auf den Arm nehmen....Nein keine Chance.

Was sollen wir nur machen ? Kann doch nicht ewig mit in die Krippe.
Wie war das bei euch ? Hatte auch jemand diese Probleme ? Und wie habt ihr es trotzdem geschafft ?

LG

Beitrag von maschm2579 08.10.10 - 13:33 Uhr

Hallo,

in der Krippe meiner Tochter ist auch gerade so ein hartnäckiger Fall von Mini Zwerg.
Die Mama saß jetzt ungelogen 3 Wochen mit im Raum und der Kleine schrie wie am Spieß wenn Sie nur Händewaschen war.

Am Montag war die Mama wieder mit und am Di wurde ernst gemacht. Sie ist gegangen. Er hat geschrien aber es wurde weniger und weniger und nach kurzer Zeit saß er und hat ganz toll gespielt.

Heute früh dann das Highligt. Papa hat ihn gebracht, 2 Kullertränen und Papa war weg und er hat gespielt #freu
Alle waren erleichert und wir konnten ein Wort mit den Erzieherinnen wechseln ;-)

Halte durch.. 2 Wochen sind noch nichts.

lg und viel Glück

Beitrag von mamasepnullsieben 08.10.10 - 13:37 Uhr

hallo,
also 2 wochen bei einem krippenkind ist doch nicht lange...was haben die erzieherinnen denn gesagt wie lange es normalerweise dauert?

ich denke mal bei so kleinen kann man sich schon so 4-6 wochen zeit nehmen,wenn nicht sogar noch länger.

lg

Beitrag von anne4711 08.10.10 - 13:40 Uhr

Ja jetzt kann ich dir einen Rat geben.
Bei meinem Sohn hab ich keine Probleme. Aber die kleine meiner Freundin weint jedesmal ganz bitterlich sobald sie im Kiga ankommt. Aber sobal die Mama weg ist beruhigt sie sich langsam und bleibt dann auch den ganzen morgen allein und spielt mit den anderen.
Ich glaube das Gehenlassen ist oft ein Problem. ICh glaube mir würde das schwerfallen wenn Ben weinen würde wenn ich gehe.

Lg Anne

Beitrag von muckel1204 08.10.10 - 13:58 Uhr

Verabschiedest du dich denn von ihm bevor du gehst? Und wie lange bleibst du mit ihm da?
Ich habe bei beiden Kindern (sie waren 14 Monate alt, als sie in die Kita gingen) 4-6 Wochen mit der Eingewöhnung gebraucht. Es war ne lange Zeit, aber danach war Ruhe und es gab keine weinenden Kinder mehr.
Was sagen den die Erzieher dazu?
Gehst du gleich wieder rein wenn er weint?

So viele Fragen ich weiß, aber ich weiß auch das es lange dauern kann und jedes Kind sein eigenes Tempo hat #liebdrueck

Beitrag von rmwib 08.10.10 - 14:00 Uhr

Oh ja das war schlimm und zäh. 2 Monate hat es gedauert #schwitz
Und jetzt geht er sooooooooooooooooooooo gerne hin. #schwitz

Beitrag von marjatta 08.10.10 - 14:01 Uhr

Ich hatte das Problem am Anfang nicht, aber häufig in der Sportclubbetreuung. In der Kita war es recht simpel.

Eine Betreuerin sagte mir dann im Sportclub, ich sollte am besten die Übergabe ganz kurz und 'schmerzlos' sprich knapp gestalten. Damit hatten wir dann auch guten Erfolg. Er brüllte kurz, wenn ich ging und nach 1-2 Minuten hatte er sich beruhigt, hing dann noch 20-30 Minuten an der Betreuerin und im Anschluss spielte er immer schön, auch alleine.

Es ist aber einfach so, dass einige Kinder länger brauchen, um sich an diese Situation zu gewöhnen als andere. 2 Wochen sind noch keine Zeit und ich würde das auch nicht überdramatisieren. Es ist eben eine Umstellung. Vielleicht versucht es mal der Papa mit Hinbringen?

Lass Dich nicht verunsichern, denn das überträgt sich dann auch auf's Kind und es ist schwieriger, es an die neue Situation zu gewöhnen. Horch mal in Dich rein, wie es Dir selbst dabei geht, wenn Du den Raum verlässt. Ist da etwas, das nicht loslassen will/kann? Das spürt Dein Kind. Daran musst Du dann auch arbeiten.

Mir ging es am Anfang gut, weil ich viel mit den Erziehern reden konnte, vor allem dem direkten Betreuer. Das hat mir die Spannung schnell genommen und ich bin halt auch eher ein sachlicher Typ in solchen Angelegenheiten. Das hat mein Sohn auch schnell gemerkt. Wir hatten jetzt eine längere Klammerphase. 4#schock Wochen lang hat er an mir geklettet. Und heute morgen ist er zum ersten Mal nicht auf dem Arm sondern an der Hand zur Betreuerin gegangen.

Du wirst auch erleben, dass sich solche 'Heul'phasen mit unproblematischen Phasen abwechseln. Also, nur nicht den Kopf hängen lassen. Es wird schon.

Gruß
marjatta

Beitrag von amanda82 08.10.10 - 14:09 Uhr

Hallo!

Ich glaube ganz ehrlich, dass sich das nicht ändern wird, solange du immer mit dort bist. Manchen Kindern fällt es einfach leichter, sich einzugewöhnen, wenn Mama wirklich nicht da ist.

Natürlich ist es deine Sache; wenn dir das nix ist, dann nicht, aber ich wusste bei Noah auch, das klappt nie und nimmer, wenn ich bleibe ... also bin ich gegangen. Telefonisch war ich jederzeit zu erreichen und auch nur 5 Autominuten entfernt und auf einmal ging es ganz schnell ... nach 4 Tagen hat er schon nicht mehr geweint, nur ne Schnute gezogen und am 5. Tag ging er einfach mit :-)

LG Mandy

Beitrag von babylove05 08.10.10 - 15:10 Uhr

Hallo

Bei meiner Schwester in der Krippe gibt es oft so fälle .... was sie dann machen ist die Kinder erstmal nicht aufnehmen um den Kindern einfach noch zeit zu geben ... es gibt eben Kinder die sind noch nicht bereit für eine Krippe..... den so blöd es sich anhört , aber es ist nicht nur für dich und vorallem deine Lude stress , sondern für die Komplette Kinderkrippen gruppe.

Wobei ich 2 Wochen noch garnicht soviel finde.

Lg Martina

Beitrag von casssiopaia 08.10.10 - 20:28 Uhr

Magdalena (wird im Dezember 2) geht seit 01.09. in die Kleinkindergruppe unseres Kindergartens. Die Eingewöhnung hat bei uns der Papa gemacht, weil ich vormittags in der Arbeit bin. Letztlich hat es drei Wochen gedauert. In den ersten beiden Wochen war mein Mann die 3 Stunden komplett dabei (er war schon voll der Kindergartenpapa ;-)), in der 3. Woche konnte er dann mal ein paar Minuten rausgehen und erst Anfang der 4. Woche hats plötzlich klick gemacht und seitdem geht Magdalena mit Freude in den Kindergarten - allein.

Jedes Kind ist unterschiedlich, jedes Kind braucht seine eigene Zeit für die Eingewöhnung. Und ich bin der Meinung, man soll jedem Kind die Zeit geben, die es braucht (sofern man die Zeit dazu hat, was ich hoffe).

Dein Sohn geht jetzt gerade mal zwei Wochen in die Krippe. Gib ihm noch Zeit, er ist wohl auch ein Kind, das länger braucht, um so viel Vertrauen in die Erzieherinnen und in die anderen Kinder zu gewinnen, dass er sich dort ohne Mama/Papa wohlfühlt.

LG
Claudia #sonne

Beitrag von rina1982 08.10.10 - 22:13 Uhr

O ja, dass kenne ich. Allerings bin ich Erzieherin und sitzte somit ein bisschen auf der anderen Seite.

Zuerst einmal:Ich finde 2 Wochen eine lange Zeit, die du täglich dabei bist. (So habe ich es verstanden.) Es ist zwar normal das nach 2 Wochen noch weint bei der Trennung, aber ich habe keine Eltern 2 ganze Wochen mit drin sitzten lassen.
Was sagt denn die Erzieherin dazu?

Ich habe zwar kein Patentrezept für dich und so aus der Ferne ist es schwer was zu raten aber ich würde sagen:

1. Überlege dir mal ganz ehrlich, wie du zur Krippe/Fremdbetreuung stehst. Viele Kinder spüren wenn ihre Eltern unsicher sind, der Erzieherin nicht 100% vertrauen oder das Kind eigentlich gar nicht abgeben wollen.
Wenn du für dich klar bist, spich dahinterstehst, der Erzieherin vertraust und absolut gelassen bist, spürt das dein Sohn und kann auch leichter vertrauen fassen.

2. Es ist absolut gesund, wenn dein Sohn Trennungsschmerz empfindet und das durch weinen zeigt. Auch das er Körperkontakt (auf den Arm nehmen) erstmal ablehnt ist ok. Wenn er sonst eine Beziehung zur Erzieherin aufgebaut hat, was ich jetzt vermute, da er sich wickeln und füttern lässt.

3. Gestaltet einen kurzen Abschied. Ich habe gemerkt, dass es Kinder gibt, die schwerer damit umgehen können, wenn die Eltern noch mal mit reinkommen (z. Bsp. um noch ein Buch vorzulesen). Geht rein, drücke deinen Schatz ganz doll, sag im das du ihn ganz doll lieb hast, jetzt aber arbeiten gehen musst und ihn nacher abholst. Das ganze so gelassen und locker wie möglich und mit einem lächeln. Dann dreh dich um und gehe raus. Ich weis, das das absolut hart ist aber so ist es für deinen Sohn wahrscheinlich am leichtesten. (Draußen kannst du dich ja dann gegen die Wand lehnen, wo er dich nicht sieht, und ganz tief durchatmen).
Bleib dann wirklich mal eine Weile weg (erst 15, dann 25, dann 35,...)
Gib ihm was vertraute mit, Spieluhr, Schnulli, Kuscheltier,... was auch immer, irgendetwas woran er sich zu anfang festhalten kann und ihm somit ersteinmal halt gibt.

4. Sollte alles nichts bringen und dein Kind nach 4-6 Wochen immer noch länger als (ca.) 20min durchweg schreien und weinen, ziehe die Möglichkeit in betracht, dass dein Sohn noch nicht bereit ist für die Krippe.

Aber ganz ehrlich, das habe ich noch nie erlebt (in den letzten 12 Monaten 12 Kinder #schwitz) !!! (Was sicher nichts heißen muss aber es ist doch ein Lichtblick!) :-)

Ich weiss, dass es hart ist und ich habe schon viele Mamatränen getrocknet aber alle Mamas wurden nach spätestens 3 Monaten mit einem absolut glücklichen und ausgeglichenen Kind belohnt.

Ich wünsche dir starke Nerven und eine gute Portion Selbstvertrauen!!! #sonne

Liebe Grüße Rina

P.S.: Ich hab grad noch mal nach gelesen: Das er "schön spielt", ist ein gutes Zeichen, er löst sich also von dir.