Finanzen ? Wie ist das bei euch ? Umfrage!

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von -.saskia.- 08.10.10 - 13:44 Uhr

Hey ;)

Ich habe hier schon des Öfteren gelesen, dass in einer Partnerschaft, ja sogar auch in einer Ehe, getrennte Konten herrschen.
Ich kenne das so gar nicht und frage mich daher ob meine Ehe, finanziell betrachtet, unnormal ist!?

Ich bin zwar erst 22 Jahre alt aber in meinen bisherigen Beziehungen gab es keine getrennten Kassen.
Ich bin verheiratet und seit knapp 2 1/2 Jahren mit meinem Mann zusammen. Wir haben eine Tochter.
Seit wir zusammen sind und auch zusammen wohnen konnten wir beide über unser Geld verfügen. Es gab kein: "Das ist mein Geld und das ist deins" !
Mein Mann ist arbeiten und ich kümmere mich derzeit noch um unsere Tochter bis ich im August 2011 meine Ausbildung beginne. Mein Mann bringt somit das Geld nach Hause. Ich habe sogar eine Kontokarte von seinem Konto. Kann zu jeder Zeit Geld abholen.
Ich muss dazu sagen, dass ich jegliche finanzielle Angelegnheiten regele. Das heißt Überweisungen, Rechnungen usw. Mein Mann ist auch sehr froh darüber.
Und ich bin sehr froh darüber, dass mein Mann mir nicht das Gefühl gibt ein Nichts zu sein, da ich kein Einkommen habe.
Im Gegenteil: mein Mann ist froh arbeiten zu können und das ich mich um den Haushalt und um unsere Kleine kümmer.

Aber so oft lese ich hier, dass innerhalb einer Partnerschaft oder auch Ehe Taschengeld verteilt wird.
Wenn mein Mann arbeiten geht, darf und kann er sich so viel Geld von unserem Geld (ich schreibe jetzt bewusst UNSEREM) nehme wie er brauch, denn ich weiß, dass mein Mann keine Unsummen ausgibt.
Große Sprünge können wir nicht machen aber wir müssen auch nicht hungern. Und mein Mann vertraut mir in jeglicher Hinsicht.

Mein Mann sagt sehr oft: Ich habe keine Geld, sondern wir und er könne nicht verstehen, dass es Partner gibt die ihr Geld aufteilen, denn schließlich lebe man ja zusammen.

Wie sieht das denn bei euch aus ?
Getrennte Kassen oder zusammen ?

Interessiert mich einfach mal ;)

Liebe Grüße
Saskia

Beitrag von der.maulwurf 08.10.10 - 13:56 Uhr

Tag Saskia.

Da es bei uns so ist, das mein Mann die Überweisungen regelt, hat er auch immer mehr Geld im Geldbeutel als ich. Und von dem was dann übrig bleibt machen wir dann meist "halbe-halbe"

Je nachdem wer grade in der Stadt ist, oder wer grade näher an der Bank ist, geht das Geld abheben, und dann wirds aufgeteilt usw...
Und japp, wir haben schon von Anfang an gemeinsame Konten, und ich hab kein Problem damit. ;-)

Gruß Mauli

Beitrag von dominiksmami 08.10.10 - 14:03 Uhr

Huhu,

wir haben auch nur "unser Geld", ich habe zwar noch ein eigenes Konto, aber das hauptsächlich weils in D ist und einige laufende Posten davon abgehen, ist irgendwie einfach wenns in D bleibt *lach*

Mein Mann hat zwei Konten, eins in D und eins in NL, bei beiden habe ich Kontovollmacht und eigene Karte.

Sparverträge laufen auf uns beide bzw. sind notariell festgelegt.


Wir teilen uns unser Geld zwar ein, aber nu um die Übersicht zu behalten, braucht einer mehr...geht er ebens ans Konto. Das wir das absprechen hat nichts mit "fragen müssen" zu tun, sondern damit das wir eben kein Durcheinander auf den Konten möchten.

lg

Andrea

Beitrag von sumpfdotterblume89 08.10.10 - 14:05 Uhr

Wir haben getrennte Konten (nicht verheiratet), teilen aber alle Kosten.

Versicherungen laufen (bis auf eine) alle auf mich, er ist mitversichert und überweist mir monatlich seinen Anteil.
Wohnung habe ich gemietet, Geld für NK und Miete überweist er mir monatlich anteilig, genauso GEZ, etc. ...
Vom 01.-15. des Monats gehe ich einkaufen, ab dann er (weil sein Geld am 15ten kommt und meins am ersten).

"Dein Geld" und "mein Geld" gibt es auch nicht.
Wir helfen uns aus wenn einer knapp dran ist. Aber eben zwei Konten.


Meine Eltern finden das System auch nicht gut, aber wir verdienen beide sehr wenig und helfen uns wo wir können. Bisher fahren wir damit sehr gut. Ende des Monats sind beide Konten auf 0!


Achja, sind drei Jahre zusammen und ich bin 21!

Beitrag von swety.k 08.10.10 - 14:10 Uhr

Hallo Saskia,

wir haben getrennte Konten. Jeder von uns hatte ja schon Konten, bevor wir uns kennengelernt haben, da war es einfacher, das so beizubehalten. Mein Mann überweist jeden Monat eine feste Summe auf mein Konto, von der alle festen Kosten bezahlt werden. Außerdem haben wir uns gegenseitig bevollmächtigt.

Sowas wie Taschengeld gibt's bei uns nicht. Wer sich was kaufen will, der tut es. Wir vertrauen einander und wissen, daß keiner eine große Summe ausgeben würde, ohne mit dem anderen darüber zu reden.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von frischerduft 08.10.10 - 14:11 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich sind seit Mai d. J. 10 Jahre verheiratet und arbeiten beide Vollzeit (haben keine Kinder).
Von Anfang an haben wir getrennte Konten. Das wollte ich so - eben weil ich nicht über jede Plünne, die ich mir kaufe, Rechenschaft ablegen möchte und mir meine finanzielle Selbständigkeit sehr wichtig ist.

Allerdings: ich kann über das Konto meines Mannes verfügen und er über meines. Im Notfall würden wir beide natürlich füreinander einstehen.
Bei uns ist es so, dass mein Mann Miete, Versicherungen etc. bezahlt und ich die Einkäufe bzw. Sprit zahle. Klamotten/Essen gehen, Kino, Weggehen, Urlaub wird meist geteilt. Gespart wird auf gemeinsame Sparkonten.

Wir leben damit seit 10 Jahren gut und ich möchte es nicht mehr anders haben.

Allerdings stimme ich dir in dem Punkt zu, dass die Karten neu gemischt werden müssen, so bald Frau Mutter wird und nicht berufstätig bzw. einer von beiden arbeitslos wird.

Alles Gute

Nici

Beitrag von jensecau 08.10.10 - 14:12 Uhr

Hallo,

wir sind nicht verheiratet, jeder hat seine Arbeit, jeder hat sein Geld, aber wir zahlen natürlich auch alles geteilt. Also ich kann mir nicht vorstellen mit meinem Partner ein Konto zu teilen. Ich rühr lieber selbst in meiner Suppe und weiß welche Kosten noch auf mich zukommen und was ich noch zur Verfügung habe. Wenn mein Partner sich was kaufen möchte, tut er das und ich genauso. Dafür benötigen wir kein gemeinsames Konto.

Ich verstehe sowieso nicht, wieso getrennte Konten oder ein gemeinsames Konto nicht normal sein sollte. Jeder so wie er es lieber mag. Aber als unnormal würde ich eure Ehe wegen eines gemeinsamen Kontos nicht bezeichnen.

VG
Claudine

Beitrag von zucchini78 08.10.10 - 14:15 Uhr

Wir haben getrennte Konten. Ich verdiene mein Geld und er seins. Alle laufenden Ausgaben bezahlen wir zusammen, er überweist mir am Monatsanfang einen festen Betrag und dann gehen alle Abbuchungen von meinem Konto ab.

Auch bei größeren Anschaffungen regeln wir das so. Im Moment verdiene ich mehr, also gebe ich mehr dazu als er. Wir rechnen da nichts dagegen, wer mehr hat gibt mehr. So regeln wir das auch bei unserer Tochter.

Trotzdem möchte ich nicht seine Ausgaben kontrollieren, noch möchte ich meine immer offenlegen müssen. Wenn ich mir eine Hose kaufe, dann ist es ihm egal, wie teuer die war. Und wenn es die 5. in dem Monat ist, ist das auch meine Sache (kommt aber nicht so oft vor). Ich möchte im Gegenzug nicht wissen, was so manche "PC-Zutat" gekostet hat.
Und ich möchte auch nicht nachvollziehen können, wie teuer mein Geburtstagsgeschenk ist. Diese Freiheiten sind mir wichtig.


Du hattest in allen Beziehungen gemeinsame Konten? Du hast doch mit 19 Jahren geheiratet? Wie soll das gehen? Erster Freund mit 16 Jahren und schon gemeinsames Konto?
Und ist es euer gemeinsames Konto, oder darfst du mit bei deinem Mann auf das Konto zugreifen???

Beitrag von muckel1204 08.10.10 - 14:21 Uhr

Wir sind seit 8 Jahren verheiratet (2 Kinder) und haben ein gemeinsames Konto, ich habe aber immer noch zusätzlich mein eigenes Konto, auf das mein Gehalt geht, sowie das Kindergeld. Warum das so ist?? Keine Ahnung, es ist so geblieben. Mein Mann wollte seine Bank wechseln und so haben wir ein gemeinsames Konto gemacht, von dem die Hauptkosten abgehen.
Ich kann natürlich voll darauf zugreifen, habe meine EC und meine Kreditkarte dazu und fertig. Es versteht kaum einer das es für mich auch einfach schön ist, zu sehen, was ich erarbeite und wie sich mein Konto verhält. Trotz aller nicht Versteher behalten wir das einfach so bei, weil es uns genauso recht ist.

LG

Beitrag von ug2712 08.10.10 - 14:23 Uhr

Ich bin finaziell völlig unanbhängig von meinem Mann und er auch von mir.
Und: Ich liebe meine Unabhängigkeit!
Daher haben wir auch getrennte Konten. Jeder hat sein Einkommen und jeder kümmert sich um seine Finanzen.
Wir können das zum Glück auch beide sehr gut.
Neben her haben wir ein gemeinames Konto von dem Lebenshaltung und Hausfinanzierung beglichen werden, darauf zahlt jeder die Hälte der monatlichen Kosten ein.

Taschengeld :-[? Nicht mit mir!
Ich habe aber auch immer gearbeitet.

Beitrag von nakiki 08.10.10 - 14:39 Uhr

Hallo!

Ganz wichtig bei solchen Fragen / Threads ist die Definiton der eigentlichen Schlüsselwörter!

Getrennte Konten bedeutet ja nicht unbedingt getrennte Kassen. Ihr scheint ja auch mehrere Konten zu haben.
Viele haben hier getrennte Konten jedoch eine gemeinsame Kasse. Manchmal trügt da auch das gelesene Wort.

Taschengeld zu bekommen heißt auch nicht unbedingt, Geld zugewiesen zu bekommen und nicht an sein eigenes Geld ran zu dürfen. Man kann sich auch Taschengeld zuteilen damit man einen besseren Überblick über die Finanzen hat und dadurch besser sparen kann. Wäre bei zB der Fall.

Wir haben ein Konto auf das alles Geld kommt und auch schnell wieder geht. Meins, Deins gibt es nicht, wäre mir viel zu kompliziert. Anschaffungen werden besprochen.

Gruß nakiki

Beitrag von ayshe 08.10.10 - 14:39 Uhr

Wir machen gemeinsame Kasse, aber wir haben mehrere Konten.

Beitrag von bunny2204 08.10.10 - 14:43 Uhr

also bei uns ist es ähnlcih wie bei Euch.

Wir sind 2000 zusammengezogen, da hatte jeder sein Konto und wir ein gemeinsames Konto für alle Ausgaben. DAruaf haben wir beide Geld überwiesen, aber sonstige Ausgaben wurde nicht "gerecht geteilt".

Als dann 2003 unser Sohn zur Welt kam haben wir alles zusammengeworfen.

Bei uns gibts nur UNSER Geld.

LG BUNNY #hasi mit Nr. 4 inside

Beitrag von Nie wieder 08.10.10 - 15:51 Uhr

In meiner gescheiterten Ehe, die 20 Jahre dauerte, hatten wir eine gemeinsame Kasse. Das ist gründlich schief gegangen, weil mein Göttergatte irgendwann anfing, mich finanziell zu hintergehen. So habe ich seine diversen Seitensprünge etc. mitfinanziert, für die er (uns beide) auch noch in den Schuldensumpf getrieben hat.

Jetzt lebe ich wieder in einer Partnerschaft und wir haben getrennte Konten. Auf ein gemeinsames Konto zahlt jeder hälftig seinen Anteil für die Lebensführung ein. Dies beinhaltet auch das Sparen für Urlaube, Restaurantbesuche etc.

Das was übrig bleibt, hat jeder Partner für sich. Auf ein anderes Modell würde ich mich aufgrund meiner Erfahrungen nie wieder einlassen.

Ich weiß, dass es nicht in jeder Beziehung zwangsläufig so läuft, wie es in meiner Ehe war. Jedoch ist mir das Risiko zu groß, noch einmal so gewaltig auf die Nase zu fallen.

Beitrag von qrupa 08.10.10 - 16:05 Uhr

Hallo

darf ich dazu mal was fragen? Wenn ihr gemeinsame Kasse hattet dann beudeutet das für mich, dass auch beide jederzeit Einblick auf das Konto haben. Da würde mir sofort auffallen, wenn da Geld "verschwindet" oder gar das Konto überzogen wird. Wie kann man sowas bei einer gemeinsamen Kasse nicht bemerken? Das soll kein Vorwurf oder so sein, aber es wundert mich einfach

Beitrag von ug2712 08.10.10 - 16:24 Uhr

Ich antworte mal, da ich ähnliches auch schon hinter mir habe.

Ich war für einige Monate weg von zu Hause auf einer Weiterbildung.
In der Zeit hatte ich einfach keine Zeit und keinen Nerv mich um Finanzen zu kümmern. Hatte auch selbst keine Ausgaben - sonst hätte ich mal auf das Konto geschaut.
Meinem damaligen Partner habe ich voll vertraut. Danach war das Konto gen 0.

Lehrgeld.

Beitrag von Nie wieder 08.10.10 - 17:56 Uhr

Ganz einfach. Ich habe meinem Mann vertraut. 18 Jahre lang lief auch alles gut. Nur die letzten zwei Jahre eben nicht, als er anfing mich zu betrügen.

Ich habe mich schlicht und einfach nicht um die Finanzen gekümmert. Das war sein Bereich. Wir hatten in unserer Ehe sowas wie eine Aufgabenteilung. Da wir beide berufstätig waren, hat sich jeder um bestimmte Bereiche gekümmert. Irgendwann hat sich das so ergeben und ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht. Bis zum Tag X hat das auch alles gut geklappt und gab keine Probleme.

Klar, ich war blauäugig und sicher auch zum großen Teil selbst Schuld, das ich nichts gemerkt habe. Aber sollte ich wirklich den Mann, mit dem ich so lange verheiratet war und den ich noch länger kannte, kontrollieren? Das ist mir im Traum nicht eingefallen.

Beitrag von qrupa 08.10.10 - 15:56 Uhr

Hallo

wir hatten schon vor der Hochzeit gemeinsam gewirtschaftet und hinterher erst recht. Für uns käme auch alles andere uns komisch unnötig kompliziert vor. Und auch wenn ich zur Zeit nichts verdiene (zumindest nicht regelmäßig) hab ich nicht das Gefühl dass mein Mann mich durchfüttert. Er respektiert meine Arbeit im Haushalt und in der Erziehung als absolut gleichwertig. Und er ist froh dass ich ihm den Rücken mit diesen Dingen frei halte damit er sich wirklich auf seinen Beruf konzentrieren kann (was nicht bedeutet dass er mich bei meinen Plänen nicht auch unterstützt und wenn nötig auch im Haushalt hilft). Größere Ausgaben werden eh besprochen und bei kleineren Dingen die jeder für seinen persönlichen Bedarf braucht oder sich gönnen möchte wissen wir beide wie viel im Monat für solche Sachen für jeden drin sind damit das Konto nicht im Minus landet.

LG
qrupa

Beitrag von .............. 08.10.10 - 17:07 Uhr

wir haben getrennte konten, aber eine gemeinsame kasse. mein mann hat zu meinem konto zugang, ich habe zu seinen konten zugang.

ich bin froh, mein eigenes geld zu haben und nicht angewiesen zu sein. bei uns läuft es so, er zahlt die festen ausgaben (miete, versicherungen, alle verträge) und alles was "variabel" ist (essen, weggehen, extras wie möbel, urlaub usw.) geht von meinem konto.

daneben hat jeder geld zur freien verfügung. wenn wir nur ein konto hätten, würd ich mich jedes mal befangen fühlen, wenn ich geld ausgebe oder rechtfertigen müsste. (was so gesehen quatsch ist, aber ich will einfach nicht "kontrolliert" werden.)

wenn ich ihm eine überraschung kaufe und überweise, bekommt er nichts mit. wenn es vom gemeinsamen konto ginge, würde er es an den umsätzen sehen. klar hat er zugang zu meinem onlinekonto und tätigt ebenso überweisungen von meinem wie ich von seinem. denn es ist UNSER geld.
er war neulich im urlaub pikiert, weil ich meinte, wir buchen das geld von meinem konto ab. das ging dann von wegen "seit wann haben wir deins und meins?". ende vom lied war: bei mir sind auslandsabbuchungen günstiger als von ihm, nur deshalb hab ich darauf bestanden. das geld ausgegeben hat letztendlich doch er. :-p

und da mein liebster lieber geld ausgibt als ich, sind getrennte konten super: bei mir ist immer was zu holen, weil ich wirklich nicht gern shoppen gehe (im gegensatz zu meinem mann, der total gern shoppen geht).