Schüler verlassen Schule

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von sora76 08.10.10 - 14:16 Uhr

Hallo!

Ich hatte ja vor etwas längerer Zeit berichtet das es bei uns in der Klasse unruhig vorgeht.
Meine Tochter (7 Jahre) geht in die 2. Klasse einer katholischen Grundschule. Die einzige 2. Klasse in der Schule.

Es gab einen Elternabend wo uns die neue Lehrerin (jung, ihre erste Klasse) vorgestellt wurde. Auch wurde über das Konzept gesprochen und über die Sorgen der Eltern.
Nach dem Elternabend war ich persönlich zufrieden. Die neue Lehrerin macht einen kompetenten und netten Eindruck und sie hat ein - meiner Meinung nach - gutes Konzept.
Allerdings wurde von Eltern bemängelt die Kinder würden zu wenig aufbekommen. Ich muß dazu sagen, das die Kinder einen Wochenplan in der Schule abarbeiten und dann auch hin und wieder Hausaufgaben aufbekommen. Das Konzept der Schule hat sich etwas geändert. Es wird jetzt mehr Wert auf Selbstverantwortung gelegt, was ich nicht übel finde.
Manche Eltern finden das wohl nicht so gut. Sie wollen das die Kinder mehr aufbekommen, weils ja wohl später auch alles mehr wird.
Im Grunde sagt das Konzept das die Eltern sich weitgehend heraushalten sollen.

Die Unruhe in der Klasse ist auch besser geworden. Die Maßnahmen die getroffen werden zeigen langsam Wirkung. Die Lehrerin ist erst seit den Sommerferien da und ich finde man kann nicht erwarten das es sofort alles super wird. Die Klasse war vorher wirklich sehr laut.
An den Kindern wird also aktiv gearbeitet.

Manche Kinder in der Klasse haben wohl ihren Eltern erzählt das es sehr Unruhig sei und sie nicht lernen können. Meine Tochter sagt allerdings, das es okay sei. Sie fühlt sich allerdings auch nicht so schnell gestört.
Eines der Kinder meinte auch zu den Eltern, es würde sich nicht wohl fühlen. In der Schule macht das Kind allerdings einen anderen Eindruck (lebensfroh, aufgeweckt, glücklich). Das glauben die Eltern allerdings nicht.

Dann sind manche Eltern der Meinung die Kinder seien mit dem Stoff hinterher. Bei einer Mutter ging das älter Kind eben auch in die Schule und war wohl zu dem Zeitpunkt weiter(sowas wird dann in den Büchern nachgeschlagen)........aber das war ja auch noch das andere Konzept......
Ich kann da nicht viel zu sagen, da ich damit überhaupt keine Erfahrungen habe. Ich selber gehe schon seit Jahren nicht mehr in die Schule.

Nuja, vor ca. 3 Wochen ist das erste Kind von der Schule gegangen und heute hatten weitere 2 Kinder die Schule verlassen.

Ich habe das Gefühl das sich die Eltern da in etwas reinsteigern. Die haben soweit alle untereinander Kontakt und ich denke die puschen sich da selber gegenseitig auf.

Sicherlich wird man dadurch unsicher und so wirklich weiß ich nicht was ich davon halten soll.
Meiner Tochter macht es da Spaß, die Lehrer sind nett. Aber wegen dem Stoff weiß ich auch nicht so Recht. Das ist eigentlich der Punkt der mich Nachdenken lässt. Die Lehrer sagen die Kinder sind sehr gut dabei, denen vertraue ich natürlich. Aber trotzdem ist das komisch.

Sie haben die ersten Kurzdiktakte, Blitzdiktate, Lernkontrollen geschrieben. Machen so auch sehr viel in der Schule. Ich schau mir ja immer die Bücher an und da gehts auch zügig vorran.

Wir haben uns entschlossen erstmal zu sehen wie es weitergeht.
Aber mir tut echt die junge Lehrerin Leid, da sie sich wirklich Mühe gibt.

Was würdet ihr machen?!
Wie denkt ihr darüber?!

LG Sonja

Beitrag von itsmyday 08.10.10 - 14:21 Uhr

Hi Sonja!

Wenn Du das Konzept an sich gut findest und Deine Tochter sich wohl fühlt, würde ich mich einfach über die verringerte Schülerzahl freuen. #cool

LG Itsy #kuss

Beitrag von sora76 08.10.10 - 14:46 Uhr

Hallo!

Ja, das ist das Positive dabei. Sind bisher auch nur Jungs gegangen. Es waren vorher 14 Jungs und 5 Mädchen.

So wirklich groß war die Klasse vorher ja auch nicht. :-)

LG Sonja

Beitrag von lena10 08.10.10 - 14:24 Uhr

Was ich darüber denke???

Bei solchen Eltern, wie du sie beschreibst, kriege ich einen Hals bis Bagdad!!! Für die Eltern (nicht für die Kinder!) hoffe ich, dass an den neuen Schulen alles schwieriger wird!

Für ein solches Verhalten habe ich null Verständnis!

Gruß, Lena

P.S. Du machst das schon richtig!

Beitrag von sora76 08.10.10 - 14:50 Uhr

Hallo!

Ich denk auch das die das übertreiben.
Soweit mir bekannt ist, haben die dieses Konzept auch in der anderen Schule (ich kenne da Eltern). Soviel Unterschied wird es also nicht sein.

LG Sonja

Beitrag von leahhh 08.10.10 - 14:58 Uhr

Hallo Sonja,
solche Eltern kenne ich vom Kindergarten her. Die meinen, sie sind die besten Pädagogen überhaupt und müssen den Erzieherinnen oder LehrerInnen genau sagen, wie es zu laufen hat. Ich denke, dass ein solches Verhalten der Eltern den Kindern eher schadet als nützt. Und das mit den wenigen Hausaufgaben finde ich nicht verkehrt. Bei uns in der Schule gilt auch - nur ca. 1/2 Stunde Hausaufgaben- . Der Lehrer hat uns ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, dass Kinder nachmittags noch spielen, sich bewegen etc. Weißt Du, da wird immer über den Druck gejammert, den die Kinder in der Schule haben, aber oftmals sind es die Eltern, die so Druck machen. Lasst die Kinder doch Kinder sein.
Vertraue auf Dein Bauchgefühl und wenn Deine Tochter mit Freude in die Schule geht, dann ist doch alles in Ordnung.
Weißt Du, ich hatte wirklich eine Grundschullehrerin, die schrecklich war. Sie hatte ihre Lieblinge, die wurden bevorzugt, ich gehörte leider nicht dazu. Ich ging 4 Jahre meines Lebens mit Bauchschmerzen in die Schule. Meine Mutter hat das natürlich mitbekommen und hat nach der 3. Klasse auch überlegt, ob ich wechseln soll. Aber damals haben die Eltern halt nicht so viel mitgeredet, die Kinder mussten da durch. Was damals vielleicht etwas zu wenig Mitsprache war, ist aber jetzt eindeutig zu viel Mitsprache bei den Eltern. Mir hat es jedenfalls nicht zu sehr geschadet. Ich hab trotzdem Abitur gemacht und studiert.
Viele Grüße Leah

Beitrag von sora76 08.10.10 - 20:31 Uhr

Hallo Leah!

Da geb ich dir Recht.

Die Eltern machen sich selber Druck dadurch. Das sie alte Hefte/Bücher von ihren älteren Kindern rauskramen. Das find ich schon merkwürdig.

Das blöde ist halt, das andere dadurch auch verunsichert werden. So wie ich.

Danke für deine Antwort. :-)

LG Sonja

Beitrag von maxi03 08.10.10 - 16:01 Uhr

Wenn ihr zufrieden seid, dann gibt es keinen Anlass die Schule zu wechseln.

Unsere Große kam jetzt zur Schule. Wir haben uns für die wohnortnahe (10 Min. Fußweg) entschieden. In dieser Schule wird Klasse 1 - 4 zusammen unterrichtet, wobei jede Klasse natürlich noch einzelstunden hat.

Viele unserer Kigaeltern haben ihre Kinder auf der anderen Schule, wo Klasse 1 - 4 getrennt unterrichtet werden, angemeldet und die Kinder müssen jeden Morgen gefahren werden.

Ich stehe mit wenigen Eltern hinter unserem Konzept und bisher kann ich nicht klagen. Es wird total gut auf die Kinder eingegangen. Ein Junge der 1. Klasse löst beispielsweise schon Matheaufgaben aus der 2. Klasse.

Unsere Große geht nun seit 6 Wochen zur Schule, sie kann schon ganz super lesen und schreiben. Es wird nach der "ich schreibe wie ich höre" (kenne den Fachbegriff dafür nicht) Methode gelehrt.

Bei uns ist alles supi. In der anderen Schule werden wohl angeblich (vom Hörensagen) schon die 1. Klässer abgezogen und es gibt sehr viele Schlägereien auf dem Schulhof, die dann auch angeblich mit Handys gefilmt werden.

Es ist nicht alles Gold was glänzt, wichtiger ist, dass ihr bzw. deine Tochter zufrieden ist, es Fortschritte gibt und sie lernen selbstständig (DAS wird nämlich in den weiterführenden Schulen verlangt) zu arbeiten.

Für mich gäbe es an deiner Stelle keinen Grund dein Kind aus der Schule zu nehmen.

LG Maxi

Beitrag von sora76 08.10.10 - 20:34 Uhr

Hallo Maxi!

Ja, das denk ich auch.
Aber durch dieses Gerede wird man schon unsicher. Habe auch noch keine Erfahrungen sammeln können. Habe ja nur eine Tochter.

Ich war echt überrascht das heute 2 Kinder gegangen sind.

Danke für deine Antwort. :-)

LG Sonja

Beitrag von delfinchen 08.10.10 - 19:08 Uhr

Hallo Sonja,

wenn du das Konzept gut findest und deine Maus gern zur Schule geht, lass es, wie es ist und freu dich, dass es eine kleine Klasse ist/ wird.

Du schreibst, es sei die erste KLasse der Lehrerin. Das bedeutet entweder, dass sie gerade im zweiten Jahr der zweiten Phase der Lehrerausbildung ist, die vom Seminarleiter streng überwacht wird, auch, was das Einhalten des Lehrplans angeht. Oder aber sie ist gerade fertig geworden und wartet auf ihre baldige Verbeamtung. Auch dann wird sie sich reinknien, dass das alles klappt. Du musst dir da sicher keine Sorgen machen. Man kann eine Klasse nicht mit der anderen Vergleichen. Bei einem Thema braucht man länger, als man dachte und als man in anderen Klassen gebraucht hat, dafür ist man bei anderen Themen schneller als geplant und in anderen Klassen vorher. Da nachzusehen, wie das bei den älteren Geschwisterkindern war, halte ich für schwachsinnig.
Du kannst ja auch an den Büchern erkennen, dass es zügig voran geht.

Das Konzept, dass mehr Wert auf Selbstständigkeit gelegt wird und Wochenpälne abgearbeitet werden, ist an Montessori angelehnt, die ja das Motto hat(te) "Hilf mir es selbst zu tun" - mit der Methode wird die Selbstständigkeit der Schüler unterstützt. Das wird irgendwann eh vorausgesetzt, dass die Kinder sich was selbstständig erarbeiten können und ist eine Art "Lernen lernen"- je eher die Kinder da rangeführt werden, desto besser. Kinder, die das nicht gelernt haben, weil ja Mama immer alles zu Hause mitgemacht hat, werden später wahrscheinlich mal Probleme haben, wenn Mama nicht mehr helfen kann (Mathe, Chemie, Fremdsprachen, was auch immer).

Das Konzept ist toll, die Lernatmosphäre scheint zu stimmen, deine Tochter geht gerne - freu dich drüber und mach dir keine Sorgen :-)

Liebe Grüße und ein Kind, das weiterhin Freude an der Schule hat,

Sabine

Beitrag von sora76 08.10.10 - 20:37 Uhr

Hallo Sabine!

Ich glaub sie ist fertig mit der Ausbildung. Ich mein das hätte sie beim Elternabend gesagt. Es war ihr erster Elternabend und sie war mächtig aufgeregt. :-) Ich mag sie.

Ich denk auch das sie in der Schule bleiben wird.
Wir fühlen uns da gut aufgehoben. Durch das Gerede wird man aber schon unsicher. Da weiß man dann nicht mehr, was man denken soll.

Leider ist auch ein Junge gegangen den meine Tochter gern mochte. Sie waren 'Verliebt'. :-) Ich find das Schade das sie wegen sowas getrennt werden.

LG Sonja

Beitrag von zanadu01 08.10.10 - 20:30 Uhr

Hallo, es gib keine Schule die jedem Past. Auf unsere Schule sind einige Kinder von privat Schulen zurückgekommen. Anderer Kinder haben unsere Schule Klasse verlassen. Jedes Kind ist anderes und viele Eltern haben verschiedene Vorstellungen.Viel mir grade an dem letzten Elternabend auf. Die einen klagten über zuviele Hausaufgaben, die anderen beschwerten sich über zu wenig Übungen. Da gab es sehr viele Eltern die vollkommen gegensätzliche Vorstellungen haben.

Wenn es für deine Tochter das richtig ist freue dich.

Beitrag von sora76 08.10.10 - 20:45 Uhr

Hallo!

Ja, das ist mir an dem Elternabend auch aufgefallen.
Viele verschiedene Meinungen sind da aufeinandergeprallt.

Wenn man so will hab ich auch noch die alte Ansicht, aber ich hab mich überzeugen lassen das es so gar nicht mal so schlecht ist.
Meine Ansichten beruhten ja auf meine Schulzeit. Was anderes kannte ich vorher nicht.

LG Sonja



Beitrag von scotland 08.10.10 - 21:39 Uhr

Mach dir mal wegen der Hausaufgaben keine Sorgen. Wir haben auch solche Eltern in der Klasse und unsere Schule hat den Ruf, konservativ zu sein. Wir haben immer zwischen 60 und 120 Minuten Hausaufgaben (dritte Klasse) ABER oft hat man das Gefühl, dass sich die Lehrer irgendwas aus den Fingern saugen, damit es genug Hausis sind. Effektiv ist das auch nicht, da das Kind eh nach spätestens einer Stunde keine Lust mehr hat, durch den Rest quält man sich so durch.

LG
Scotland

Beitrag von luka22 08.10.10 - 23:52 Uhr

Ist ein schwieriges Thema.
Ansich finde ich es nicht verwerflich, dass die Eltern ihre Kinder von der Schule abmelden. Wenn sie sich das nicht für ihr Kind vorstellen können, bzw. die Angst haben, ihr Kind könne es SO niemals aufs Gymnasium schaffen :-), dann finde ich es konsequent die Kinder abzumelden. Schlimmer wäre es, wenn es ständig neue Diskussionen gäbe.

"Im Grunde sagt das Konzept das die Eltern sich weitgehend heraushalten sollen."

Weißt du früher, ja früher, als ich noch kein Schulkind hatte, hätte ich diesen Satz dreimal unterschrieben und 6 Ausrufezeichen dahinter gesetzt. Heutzutage sehe ich es dann doch realistischer. Ich würde mich sehr gerne heraushalten, wenn meine Kinder in der Schule lernen würden, was sie können müssen. Mein Sohn hatte/ hat sehr große Probleme beim Lesenlernen. Es hilft dir wenig zu sagen, er habe noch Zeit, wenn er seine Hausaufgaben nicht erledigen kann und wenn er in der Schule nicht mitkommt. Was bleibt einem übrig?
Da hätte auch ich als Mutter bei einem freieren Konzept so meine Bauchschmerzen. Die Defizite würde wahrscheinlich nicht sofort und nicht in dem Maße auffallen, wie im gleichschrittigen Unterricht...aber WENN es soweit wäre, wäre das Kind in den Brunnen gefallen.
Nicht desto trotz würde ich mein Kind nie abmelden, wenn mein Kind eine motivierte, kompetente und liebevolle Lehrerin hätte. Das ist doch für den Lernerfolg mindestens genauso wichtig, wie die richtigen Methoden. Aber ich weiß nicht, ob ich das Vertrauen hätte, mich tatsächlich komplett zurückzuziehen und darauf zu hoffen, dass mein Kind die Grundfertigkeiten schon irgendwie beherrschen wird. (D.h. ich würde zu Hause auch weiterhin lesen üben/ die Lesefertigkeit "überprüfen") Wenn etwas schief geht, ist nämlich nicht die Lehrerin diejenige, die es ausbaden muss.

Grüße
Luka

Beitrag von sora76 09.10.10 - 11:16 Uhr

Hallo!

Na, ich hab immer ein Auge darauf und helfe natürlich meiner Tochter wenn sie Probleme hat. Sie ist bisher gut in der Schule und lernt gern. Es ist auch nicht verboten zu helfen.
Wenn sie aber der Meinung ist, sie müsse die HA nicht machen, dann bekommt sie nicht von mir Ärger, sondern von der Schule/Lehrerin......
Bisher hat sie die HA immer gemacht, wenn es welche gab.

Hausaufgaben halten diese Eltern für sehr wichtig. Sie sind der Meinung das es später ja in den anderen Schulen eben auch viel ist und sie haben Sorge das die Kinder das dann nicht schaffen. Aber es wird wohl vergessen das die Kinder erst in der 2. Klasse sind und die HA ja auch mehr werden. Aber das ist eben nicht der Schwerpunkt der Schule.

Wichtiger ist es wohl, den Kindern beizubringen das es in ihrer Verantwortung liegt. Das die Eltern das eben nicht übernehmen. Sind Aufgaben also nicht gemacht worden, bekommen sie Konsequenzen von der Schule, nicht von den Eltern.
Ebenso wird es mit Unruhigen Kindern gemacht. Erst werden sie auf Geld gesetzt, dann auf Rot und dann bekommen sie eine Zeiträuberkarte. Diese müssen sie unterschreiben lassen. Ärger von den Eltern sollen sie aber nicht bekommen. Sie sollen sich dann etwas einfallen lassen, die Zeit wieder gut zu machen, die sie gestohlen haben. Das passiert meist duch ein Bild oder ähnliches.
Dinge die die Schule betreffen werden auch von der Schule 'gelöst'. Eltern sollen die Kinder nicht auch noch bestrafen, wenn sie sich in der Schule nicht benommen haben.

Wenn es ernstzunehmende Probleme gibt, werden die Eltern darüber Informiert. Das ist ja klar.

Im Grunde ist das auch schon alles. Der Lernstoff ist vorgeben. Im Letzten Schuljahr waren die Bücher durchgearbeitet. Daher verstehe ich die Aufregung mancher Eltern nicht. Mehr als bis zum Schluß kann man ja nicht arbeiten.

Ein gutes Beispiel habe ich jetzt beim Elternabend gemerkt. Die Kinder haben in der Klasse eigene Fächer für ihre Bücher und Hefte.
Was machen manche Mütter?! Sie fangen an die Fächer ihrer Kinder auszuräumen........das sollen sie aber nicht. Die Lehrerin hat die Eltern darauf hingewiesen das diese Fächer den Kindern gehören und sie da die Finger von lassen sollen.
Die Klasse ist für Eltern einfach Tabu. Das verstehen manche Eltern nicht. Aus sowas sollte man sich eben raushalten.

Klar, wenn ich denken würde, mein Kind lernt da nichts, dann würde ich sagen: Okay, dann wechsel ich lieber die Schule.
Ich selber empfinde das aber nicht. Mache mir aber meine Gedanken, da ich damit eben auch keine Erfahrung habe. Andere Eltern hatten ja schon ein Kind in der Schule gehabt und die handeln dann so......
Will ja auch das mein Kind es später nicht so schwer hat und optimal vorbereitet ist.


LG Sonja

Beitrag von anja1968bonn 09.10.10 - 11:31 Uhr

Klar möchte man für sein Kind das beste und macht sich vielleicht Sorgen, aber ich halte es für vollkommen überzogen, sich in der zweiten Klasse darüber Gedanken zu machen, ob das eigene Kind es vielleicht später mal schwer im Leben haben könnte.

So wie ich Dich verstanden habe, habt ihr eine junge Lehrerin, die vielleicht manche Dinge einfach noch lernt, aber die sich um die Kinder kümmert und sich bemüht. Dass andere Eltern im Vergleich zu anderen Erfahrungen mit anderen Lehrern schon so früh meinen, dass ihr Kind an einer anderen Schule besser aufgehoben wäre, halte ich für vermessen.

Mal abgesehen davon ist jedes Kind anders und eben auch jeder Lehrer. Mein Sohn hat eine echt strenge, auch manchmal unsensible Lehrerin erwischt (steht kurz vor der Rente). Innerhalb eines Jahres haben drei Kinder wegen Differenzen mit dieser Lehrerin (oder besser gesagt: wegen Differenzen zwischen Lehrerin und Eltern) die Schule verlassen. Auch ich bin über manche Eigenarten dieser Lehrerin nicht glücklich, aber mein Sohn hat sich mit ihr arrangiert , so dass es mir überhaupt nicht in den Sinn käme, ihn von der Schule zu nehmen.

Hör auf Dein Herz und nicht auf die "wichtigen Mütter"

LG
Anja

Beitrag von anja676 09.10.10 - 11:17 Uhr

Hallo,

solange Du zufrieden bist mit der Schule und Dein Kind zufrieden ist gern dort hingeht, gibt es nicht im Geringsten einen Anlass für einen Schulwechsel. Es gibt immer Eltern, die der Meinung sind, alle anderen machen alles falsch. Es gibt auch immer Eltern, die sich über zu wenig Hausaufgaben beschweren. Dieselben Eltern werden sich auch beschweren, wenn es mehr Hausaufgaben aufgibt. Mach Dir keine Gedanken. Ein ähnliches Spielchen haben wir in der Klasse meiner Tochter auch durch. Erst sind die Eltern zu Schule hingerannt, dass es zu wenig Hausaufgaben gibt. Die gleichen Eltern beschweren sich jetzt, dass sie zu viel aufhaben und die Kinder den Stoff - neben ihren gesamten Hobbies - natürlich nicht auf die Reihe bekommen.

LG Anja

Beitrag von kassiopeia1979 09.10.10 - 17:00 Uhr

Ahhhh ja, solche Eltern kenne ich als Lehrerin auch....#rofl

Dazu kann ich nur sagen: Gehe ich als Lehrerin zum Arzt und sage ihm, wie er besser operieren kann? Gehe ich als Lehrerin zum Maler und sage ihm, wie er besser tapezieren und streichen kann? Oder gehe ich als Lehrerin zum Kriminalbeamten und sage ihm, wie ein Verhör besser laufen kann????#kratz

NEIN! Denn ich habe diese Berufe nicht gelernt!!#nanana#klatsch
So, meine Meinung...
Du machst das richtig, lass dich nicht verunsichern!
LG,
Kassi

Beitrag von luka22 09.10.10 - 18:03 Uhr

Na ja, so einfach ist es dann auch nicht #kratz, wenn man den speziellen Fall außer Acht lässt, wo ich auch das Gefühl habe, dass überreagiert wird.

Ich habe Ärzte gewechselt, weil ich nicht zufrieden war, ich habe verschiedene Angebote eingeholt, bevor ich mir einen Handwerker ausgesucht habe (der Elektriker war trotzdem ein Griff ins Klo) und auch der Polizei muss man im Fall eines Verbrechens mit Hinweisen zur Hand gehen.

Ich habe nur einen Beruf gelernt, aber ich habe einen gesunden Menschenverstand und kann mich gut auf mein Gefühl verlassen, wenn es mir sagt, dass etwas nicht gut läuft. Ich bin auch Lehrerin und manche Kollegen, es sind wenige, sind wirklich nicht mehr ganz bei Trost. Da bin ich sogar als Kollegin froh, wenn Eltern sich beschweren. Nur, wenn das passiert, ändert sich nämlich was. FÜr mich ist es selbstverständlich, dass Eltern ein Mitspracherecht haben, wenn es um die Belange ihrer Kinder geht. Am fruchtbarsten ist es natürlich, wenn sich Eltern und Lehrer als Verbündete sehen, die zum Wohl des Kindes handeln. Dass es Eltern gibt, die über das Ziel hinausschießen, das mag wohl sein. Die meisten tun dies aber nicht und ich als Lehrerin bin froh über ihre Mithilfe. Ich bin weder allwissend noch allmächtig und auch mir entgeht manchmal etwas meiner Aufmerksamkeit. Und oft beobachte ich, dass sich Eltern über bestimmte Themen wie Legasthenie oder Dyskalkulie so gut eingelesen haben, dass sie mehr wissen, als ich.

Grüße
Luka