ungewollt Einzelkind- Wie geht ihr damit um??

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von neuschnee 08.10.10 - 15:11 Uhr

Hallo, mein Krümel ist jetzt 2, 5 Jahre und ich wünsche mir nichts mehr als ein Geschwisterkind! Nach langem Üben wissen wir jetzt, dass es nur mit einer künstl. Befruchtung klappen wird. (EL verschl. durch KS!) Ich habe große Angst, dass es nicht klappt.

Gibt es jemand der mir von seiner Art hiermit umzugehen berichten kann. Warum kann auch ein Einzelkind "o.k." sein. Wie geht ihr damit um? Oder warum habt ihr euch z.B. bewusst für 1 Kind entschieden?

Ich würde mich über Antworten freuen, denn ich hab echt nen "Karusell" im Kopf, dass das Leben mit 1 Kind nicht schön sehen will.

Lg von neuschnee

Beitrag von marjatta 08.10.10 - 15:23 Uhr

Kommt denn für euch keine künstliche Befruchtung in Frage? Bei meinem Cousin und seiner Freundin hat es auch nur so geklappt - für überhaupt ein Kind zu bekommen.

Klar, das ist kein Spaziergang. Aber was hält Dich davon ab? Wenn Dein Wunsch nach einem 2. Kind so groß ist.

Ich habe im Moment auch nur ein Kind und wünsche mir ein zweites. Ich bin fast 39 und für mich wird die Zeit knapp. Es könnte auch nicht klappen, dann stehe ich vor dem gleichen Problem, wie Du. Was ich tun würde, weiß ich nicht. Aber wenn ihr eine Alternative - sprich künstliche Befruchtung habt - würde ich - wenn beide es wirklich wollen - diese in Anspruch nehmen.

Gruß
marjatta

Beitrag von maylu28 08.10.10 - 15:34 Uhr

Hallo Neuschnee,

ich bin selber ein Einzelkind und hab einen ganz glückliche und wunderschöne Kindheit gehabt. Ich hab konsequente und ganz liebevolle Eltern, bin mit einer Horde Kinder aus der Nachbarschaft aufgewachsen und bin bis heute ein absoluter Sozialmensch. Alle angeblichen Nachteile, die sich durch eine Einzelkindsituation ergeben, treffen auf mich und auch viele die ich kenne nicht zu... Es ist im Bekanntenkreis eher anders herum, dass ich so viele Geschwister kenne, die sich selbst im Erwachsenenalter noch so zoffen und sehr egoitisch sind. Kaum teilen können, weil sie immer um alles kämpfen mussten. Ich nicht. Ich wurde jetzt auch nur mit Liebe verwöhnt, weil meine Eltern als ich klein war, nicht viel Geld hatten, aber davon hab ich nie etwas gespürt und ich würde für meine Eltern und Familie meine Hände geben....
Somit kann ich Dir aus der "Kindsicht" sagen, dass es kein Nachteil ist ohne Geschwister aufzuwachsen.
Als Mutter jetzt haben wir uns nur wegen uns für ein zweites Kind entschlossen, nicht wegen unserem Sohn, der wird ein tolle Junge bzw. Mann werden, mit Geschwister oder ohne.
Wir haben gesagt, dass wir halt, dass mit den Kinder ganz gut hinbekommen und daher wir unser Liebe gerne auch noch einem anderen Kind geben wollten, aber hätte es nicht geklappt, wäre es nicht tragisch gewesen, wie gesagt, wir haben schon ein tolles Kind.

Für mich war immer wichtig, dass ich die Liebe, die ich bekommen habe, gerne an meine Kinder weitergeben kann, sei es nur eins oder zwei oder noch mehr....

Bei mir ist es bald soweit und wenn ich mir meinen Sohn jetzt manchmal anschaue, bin ich auch etwas traurig, denn er wird bald leider nicht mehr meine volle Aufmerksamkeit haben, so wie er es eigentlich verdient, aber ich hoffe, ich werde ihm gerecht werden und habe mir vorgenommen, mir immer noch viel Zeit für ihn zu nehmen.....Der Papa ist ja auch noch da..

Das Leben ist so schön, wie man es auch für sich zu läßt. Wichtig ist, dass Du glücklich bist und nicht nur weil Du Kinder hast.

Kinder sind nicht da um uns glücklich zu machen, wir sind da um unsere Kinder glücklich zu machen. Das ist ein Unterschied.

Liebe Grüße

Beitrag von meetic 08.10.10 - 20:39 Uhr

Hallo Maylu28.

Du weisst ja gar nicht, wie gut mir Dein Beitrag tut. Mein Mann und ich haben uns eigentlich auch immer vorgestellt mal 2 Kinder zu haben. Aber leider kam dann beim "Babymachen" raus, dass mein Mann sehr schlechtes Sperma hat. Somit war es eigentlich schon fast ein Wunder, dass es bei unserem Sohn Nico endlich geklappt hat.

Nach langem Hin und Her haben wir uns eigentlich entschlossen, dass wir mit Nico glücklich genug sind und mit dem Babywunsch abschliessen. Aber leider hat man dann halt doch ein schlechtes Gewissen. Ich meine unserem Kind gegenüber. Und dann kommen dann auch immer noch diese doofen Bemerkungen von den andern Mitmenschen. "Och, das geht doch nicht. Dieser arme Junge ist dann ja immer alleine. Ihr seit ganz schön egoistisch." Ich werde dann immer wieder nachdenklich und jedem auf die Nase binden, dass es bei uns eben nicht so einfach geht schwanger zu werden mag ich auch nicht. Das geht ja auch nicht jeden was an.

Somit tut es einem richtig gut, wenn man von Einzelkindern hört, dass sie damit nie ein Problem hatten. Und das sagen eigentlich alle Einzelkinder die ich kenne.

Also nochmals vielen Dank und alles Gute.
Evelyne.

Beitrag von maylu28 08.10.10 - 23:06 Uhr

Hallo Evelyne,

auch ich kenne diese Vorwürfe und auch Vorurteile und ich kann einfach nicht verstehen woher das kommt. Ich musste es mir als Kind immer anhören und ich musste es mir jetzt anhören, weil wir niemandem gesagt haben, dass wir noch ein zweites Kind wollen, daher haben schon einige gesagt: Ja, aber für Liam ist das doch besser usw...

Ich bin es leid, immer wieder als das "verzogene, verwöhnte und unsoziale" Einzelkind bezeichnet zu werden. Es ist einfach nicht war.....

Und für Liam ist es nicht zwangsläufig besser, nur anders...das ist alles.

Zumal es nicht einfach ist mit zwei Kindern, da wird einem nichts geschenkt, vorallem wenn man noch arbeiten will und Betreuungsplätze für gleich zwei Kinder finden und dann auch finanzieren muss.

Manchmal denke ich verrückte Welt, alle wollen Kinder und keiner tut was dafür.
Steh einfach zu Deiner Entscheidung, Dein Kind wird glücklich sein, wenn ihr glücklich seid. Das ist das wichtigste was Du Deinem Sohn mitgeben kannst....

Liebe Grüße,
Maylu

Beitrag von xysunfloweryx 08.10.10 - 15:55 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist im Dezember auch 2.5 Jahre alt und ich wünsche mir auch soo sehr ein Geschwisterchen.....am liebsten wäre ich schon schwanger. Wollte einen max. Altersabstand v. 3 Jahren haben.
Ich habe Endometriose, das ist der 1. Grund, warum es schwer werden könnte, nochmal ss zu werden. Das Hauptproblem ist bei mir aber, dass wir gar nicht mal üben, ss zu werden,, da mein Mann kein Kind mehr möchte. Auf KEINEN Fall! Und das macht mich SEHR traurig, denn ich wollte auch nie ein Einzelkind haben. Ab und an finde ich mich schon etw. damit ab und denke, so habe ich mehr Zeit f. meinen kleinen jetzigen Schatz u. kann ihm viel mehr Zeit widmen und später auch viel mehr reisen, wovon er auch profitiert. Finanziell ist es somit ja sicher auch besser.
Mein Kleiner hat viel Kont. zu and. Kindern und liebt Kinder über alles. Auch aus diesem Grund wäre es f. ihn toll, eine Schwester o. einen Bruder zu haben...aber was soll ich tun??? Ich denke, das Wichtigste ist, dass ein Einzelkind sehr gut das Miteinander lernt und viel m. and. Kids zusammen ist....ich denk, uns Mamas fällt das schwerer, als den Kids selbst....ich bin schon traurig. Grad auch wg der Schwangersch. Die 1. konnte ich gar nicht genießen. Und ich möchte es so gern noch einmal erleben. Aber ich kann meinem Mann ja auch kein Kind "andrehen". Ich denke, selbst, wenn es ein Unfall wäre, würde er es mir fast nicht glauben, da er weiss, dass ich alles daran setze, ihn zu überzeugen, dass ein 2. Kind nicht so schwer ist ... (bei ihm ist die Hauptangst: finanziell u. dass wir es psych . nicht schaffen, da Mika fast ein Schreikind war u. auch jetzt noch sehr wenig schläft... )

Ich wünsch Dir alles Gute, viell. klappt es ja doch noch . Und wenn Ihr beide es wollt, lass Dich doch befruchten . Einen Versuch ist es wert!!

LG

Beitrag von littlecat 08.10.10 - 16:14 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich: Wäge ab, wie groß der Wunsch nach einem zweiten Kind ist und handle danach.

Unsere Tochter ist ebenfalls gut 2,5 Jahre alt und wurde per ICSI gezeugt. Zwischen Absetzen der Pille und dem Eintritt der Schwangerschaft lagen bei uns 4 Jahre, mit vielen Schwierigkeiten und jeder Menge Tiefpunkte.

Als es endlich an die Behandlung ging, war es zu jedem Zeitpunkt ok für mich. Die Nebenwirkungen der Medis hielten sich in Grenzen und wir hatten ziemliches Glück, dass es im ersten Versuch gleich geklappt hat. Unter'm Strich habe ich es zwar rückblickend schon als etwas anstrengend empfunden, aber ich wusste wofür ich es durchgestanden habe.

Eigentlich möchten wir auch gerne ein Geschwisterchen und stehen jetzt wieder vor der Entscheidung, was wir tun. Wir haben es erstmal etwas vorsichtiger angehen lassen und es per Insemination versucht. Wir wussten zwar von Anfang an, dass unsere Chancen damit nicht so gut sind, wollten aber nicht sofort wieder schwere Geschütze auffahren. Wir sind damit auch nicht ans Ziel gekommen und mein Doc rät uns von weiteren Versuchen ab. Insofern ist jetzt die nächste Möglichkeit wieder das ICSI-Verfahren.

Wenn ich die Situation damals und heute vergleiche, dann bin ich mir absolut sicher, dass ich es auf jeden Fall versuchen möchte, noch ein Kind zu bekommen. Auf der anderen Seite glaube ich aber nicht, dass ich die vollen drei Versuche mit möglicherweise noch einem Kryozyklus zwischendurch machen würde. Ich denke, dass ich maximal zwei Versuche mache. Sollte es dann nicht geklappt haben, belassen wir es bei einem Kind.

Der Wunsch nach einem zweiten Kind ist genauso da, wie damals beim ersten. Aber ich denke, es ist etwas leichter, sich mit der Situation zu arrangieren, wenn man bereits ein Kind hat. Auch mit einem Kind kann das Leben sehr schön sein. Und jetzt mit gut 2 1/2 kann man eben auch schon mal mit ins Restaurant oder ins Konzert kommen, wenn die Uhrzeit stimmt. Die Nächte sind nicht mehr im 2-Stunden-Rhythmus unterbrochen und man hat es schon geschafft, ganz alleine ohne Mama bei Oma zu schlafen und wir marschieren mit großen Schritten auf Windel- und Schnullifrei zu!

Letztlich kann Dir niemand die Entscheidung abnehmen. Aber ich denke nicht, dass eine künstliche Befruchtung generell gegen ein zweites Kind spricht. Sicherlich fällt man die Entscheidung bewusster, ist ja auch mit ziemlichen Kosten verbunden.

Sorry, ist recht lang geworden, aber ich hoffe, ich konnte Dir noch ein paar andere Gedankengänge aufzeigen.

LG
Littlecat

Beitrag von mukmukk 08.10.10 - 16:20 Uhr

Hallo!

Mein Mann und ich sind beide (glückliche) Einzelkinder, die wunderbar sozialisiert sind und ebenfalls nicht über die "typischen" Merkmale verfügen - das wird uns von allen Freunden, die selbst Geschwister haben, so gesagt. Natürlich haben wir uns das eine oder andere Mal Geschwister gewünscht, genau wie sich Geschwisterkinder manchmal wünschen, allein zu sein. Für uns stand eigentlich immer fest, dass wir aber zwei Kinder möchten. Nachdem wir erfahren haben, dass es bei uns wohl nur mit einer künstlichen Befruchtung überhaupt zu Nachwuchs kommen kann (sind beide in dieser Hinsicht "eingeschränkt"), haben wir den Versuch gestartet und gleich die 1. ICSI war erfolgreich. Wir haben noch diverse "Eisbären" (eingefrorene befruchtete Eizellen) eingelagert aber ich bin inzwischen soweit, dass ich eigentlich nicht nochmals das Schicksal herausfordern möchte. Wir haben einmal Glück gehabt und dafür bin ich sehr dankbar. Ich finde den Gedanken an ein Einzelkind inzwischen gar nicht mehr so schlecht. Im Freundeskreis sehe ich, wie anstrengend zwei Kinder sein können - natürlich auch, wie schön Geschwister zum Teil miteinander spielen. Neulich hatten wir Besuch von Freunden, deren Sohn gerade 3 Monate alt ist... Schön wäre ein zweites Baby schon... Ich bin manchmal sehr hin- und hergerissen. Wir lassen jetzt das Schicksal entscheiden, vielleicht klappt es bei uns ja doch noch auf natürlichem Wege, dann freuen wir uns! :-)

Ich würde Euch raten, Euch mal über die diversen Varianten der künstlichen Befruchtung zu informieren und Euch dann zu überlegen, ob Ihr diesen Weg gehen wollt. Ich würde es jedem raten, für uns war das die Entscheidung überhaupt. Wir haben auch nicht lange gefackelt, nachdem wir die Diagnose hatten und uns sehr schnell für eine ICSI entschieden. Wir denken, dass wir uns so viel Frustration erspart haben wie wenn man es Monat für Monat "nur so" versucht und immer wieder enttäuscht wird.

Alles Gute für Euch,
Steffi mit Finja (16 Monate)

Beitrag von dino3 08.10.10 - 16:23 Uhr

Hallo Neuschnee,
wir werden Eltern eines Einzelkindes bleiben. Da ich bei der Geburt unseres Sohnes bereits 45 Jahre alt war... Das Risiko einer weiteren späten SS für Mutter und Kind erscheint uns unverhältnismäßig hoch.
Auch wenn wir gerne noch weitere Kinder lieben und begleiten würden.
So wird unser kleiner Mann in einer Kleinfamilie aufwachsen und die Zuwendung seiner Eltern ungeteilt genießen können. Sozialkontakte zu anderen Kindern werden durch Freundschaften, Kindergarten, Schule, Sportverein vorhanden sein. Schon jetzt hat er 2 "gute Kumpels" in der direkten Nachbarschaft...
Und wie Kinder sich entwickeln hängt zum großen Teil von den Eltern ab: welche Werte und Umgangsformen werden vermittelt.
Unser Sohn "lernt" bereits jetzt zu teilen, abzugeben und "Rücksicht" auf andere zu nehmen (natürlich nur in Anfängen).
Und vor allem: wir lieben unseren Sohn und das Leben mit ihm allein ist schon deshalb schön!!!! Um dieses Leben genießen zu können, braucht es keine weiteren Kinder (auch wenn das auch schön gewesen wäre).
Alles hat seine Zeit, alles hat seine Berechtigung und alles ist so schön, wie wir es uns machen.
Kopf hoch und genieße die Dreisamkeit und schenk deinem Krümel alle Liebe die du hast. Dann kommt sicher auch Liebe und Zufriedenheit bei dir an.
LG Dino3

Beitrag von doreensch 08.10.10 - 20:42 Uhr

Mensch schön über Eltern zu stolpern denen es genauso geht wie mir, ich ziehe zwar mein 2. Kind auf aber das sind 2 Einzelkinder und eigentlich wollte ich immer Geschwisterchern aber mein Ü-Ei ist überhaupt ein Wunder.

In meinen nächstem Lebnen möchte ich eine Großfamilie gg

LG
Doreen

Beitrag von bea-christa 08.10.10 - 17:35 Uhr

Hallo Neuschnee,

zu "ungewollt" Einzelkind kann ich jetzt nix sagen, unsere Maus ist und bleibt bewußt ein Einzelkind. Erstens waren wir bei Geburt unserer Tochter (die für uns ein "Ü-Ei" war, also nicht geplant) bereits 42 Jahre bzw. 45 Jahre alt. Ich hatte mich gegen eine FWU entschieden, nur eine genetische Untersuchung gemacht (mit Ergebnis 1:2500 statt 1:85 vom Alter her).
Und das Risiko, ob es beim zweiten Mal wieder gut gehen würde, ist uns jetzt - ja wieder paar Jahre älter - zu hoch.
Zweitens haben wir ein sehr intelligentes, aber auch sehr forderndes und hibbeliges Kind. Wir konzentrieren uns daher lieber auf das eine gut, als auf zwei oder mehrere durchschnittlich. Das Prinzip scheint aufzugehen: Nina geht seit 3 Wochen für paar Stunden in der Woche in einen privaten KiGa und die Erzieherinnen sind von ihrem Entwicklungsstand total begeistert ;-), sowohl was die Motorik als auch das geistige Feedback betrifft.
Und zuletzt: ich war Einzelkind und habe nichts vermisst, habe auch keine typischen Einzelkindallüren. Der Papa wiederum hat 5 Geschwister, die bis heute als Erwachsene nicht als Familie zu erkennen sind und sich auch nicht so verhalten.

Lieben Gruß - Bea

Beitrag von massai 08.10.10 - 19:53 Uhr

Wir wollten schon immer nur 1 Kind und wollen auch jetzt nach 14 Monaten noch kein 2.

ich bin mir 100% sicher, dass mir mein Sohn reicht. ich freue mich auf die Zeit wenn wir noch mehr mit ihm unternehmen können und wenn auch ich wieder mehr machen kann...alles noch mal von vorne??? Ne wollen wir nicht.

Zudem merken wir schon jetzt - 1 Kind kostet Geld :-D und ich möchte ihm sehr vieles ermöglichen und nicht immer jeden Cent umdrehen müssen.

Dass Einzelkinder verwöhnt sind und kein gutes Sozialverhalten stimmt nicht, falls dir das Sorgen macht! Wir haben 11 Freunde im Alter meines Sohnes, alle zwischen 12 Monaten und 2 Jahren. 5 davon haben große Geschwister, die zwischen 1,5 und 2,5 Jahren älter sind:
- die Mütter sind echt fertig durch den kleinen Altersunterschied
-die kleinen machen den gleichen Unsinn wie die großen
-es gibt täglich mehrmals Streit
was mir auffällt: die 5 mit Geschwister sind alles Kinder die gerne hauen, Sachen wegnehmen und nie miteinander spielen es geht nur um Eroberung von Spielsachen.
während die Einzelkinder sogar schon jetzt miteinander spielen sich aber nie hauen.

NICHT dass das auf alle Kinder zutrifft, ist nur meine persönliche Erfahrung die ich mit dir teile.

ansonsten ist meine Einstellung, dass wenn es nicht sein soll, man es hinnehmen muss, wie so viele andere Sachen im Leben auch.

lg

Beitrag von neuschnee 08.10.10 - 21:05 Uhr

Ihr Lieben, vielen, vielen Dank für die tollen Antworten. Sie haben mich echt ein bisschen beruhigt und neue Denkansätze gegeben! Danke!!
Zu dem Hinweis auf künstl. Befr.: Wir sind bereits in der KIWU Praxis und haben -wenn Krankenk. O.K. gibt- bald eine IVF. Aber ich haabe soo Angst, dass es nicht klappt. Bin schon 38 Jahre und die Chancen sind ja nicht so wahnsinng groß. Bei unserm Sohn hat es sofort geklappt und nun üben wir 1,5 Jahre, da verliere ich langsam den Glauben dadran.

Aber noch mal vielen lieben Dank für eure tollen Antworten!!!

LG neuschnee#liebdrueck

Beitrag von la1973 08.10.10 - 21:08 Uhr

Hallo, ich bin erst mit 37 Mutter geworden und das nach 4 Versuchen der künstlichen Befruchtung (ICSI).
Aufgrund unseres Alters und der finanziellen und vorallem psychischen Belastung, die eine Kinderwunschbehandlung leider mit sich bringen, ist Lucy unser einzigstes Kind und wird es auch bleiben.
An ein "Wunder", dass es auf natürlichem Weg plötzlich auch noch klappt, glaube ich nicht.

Wir haben kein Problem damit, dass Lucy ein Einzelkind ist und bleibt. Ich treffe mich fast täglich mit einer Freundin, deren Sohn im selben Alter ist, gehe einmal die Woche zur Krabbelgruppe, bin viel auf dem Spielplatz und Lucy sieht ihren Cousin und ihre Cousine (3,5 und 1,5 Jahre) sehr oft.

Da wir finanziell ohnehin nicht so doll dastehen, seit mein Elterngeld ausgelaufen ist und ich bisher erfolglos auf Jobsuche bin (bin zwar in Elternzeit, kann und will aber aus div. Gründen nicht mehr an meine alte Stelle zurück), ist es für uns auch nicht schwer, nicht noch ein weiteres Kind zu bekommen.

Wir sind einfach nur glücklich, dass wir unsere Tochter haben.