Möchte gerne abstillen, aber wie???

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von snoopymausi 08.10.10 - 17:24 Uhr

Hallo!

Kann mir jemand einen Rat geben?
Mein Kleiner ist nun 24 Wochen alt und ich habe mehrer persönliche Gründe warum ich abstillen möchte.
Wie mache ich das denn so sanft wie möglich?
Ich versuche ihn nun bei jeder Mahlzeit die Flaschennahrung anzubieten, die nimmt er aber nur ganz selten....
Meist weint er bitterlich (was mir natürlich das Herz zereisst).....
Dann bekommt er natürlich sofort die Brust.Ich möchte ja nicht dass er unglücklich ist.
Aber er macht mir die Brustwarzen richtig kaputt.
Er beißt und zieht daran-sie sind schon ganz entzündet.
Dann fühle ich mich extrem eingeengt(hoffe ich werde nicht gesteinigt, weil ich das hier schreibe??!!!)
Ich möchte auch mal wieder allein irgentwo hin.
Habe sonst immer nach Bedarf gestillt und dass war so unbeständig, da konnte ich ihn nicht bei jemanden lassen.
Ich fühle mich nicht mehr wohl mit dem Stillen- und habe gleichzeitig extreme Gewissensbisse.....
Manchmal denke ich, es wäre besser gewesen, ich hätte gar nicht erst angefangen.
Dann hätte er ganz normal die Flasche und alles wäre gut.....#schmoll

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Danke#schwitz

Beitrag von mutschki 08.10.10 - 18:07 Uhr

hi

mir ging es damals auch so wie dir,allerdings hab ich nach 6 wochen schon aufgehört bzw abgestillt,und neben den gewissensbissen war die erleichterung aber grösser ,ich war gleich viel entspannter...
du hast doch super lange durchgehalten #pro
romeo hat damals aber brust und flasche gleich gut angenommen,er hatte keine probleme dazwischen zu wechseln.
ich hab viel salbeitee und pfefferminztee getrunken,hab mir auch globulis aus der apo geholt,irgendwas mit p...weiss nicht mehr genau.
ich hab alle 2 tage eine mahlzeit durch die flasche erstetzt.oft wenn die brust zu sehr spannte,ihn vor der flasche 2-3 min angelegt bis der druck weg war,oder in der dusche ausgestrichen,was aber nicht so gut klappte.nachts hab ich dann noch ca 1 woche gestillt und dann auch nur noch flasche.

lg carolin

Beitrag von lansajodat 08.10.10 - 18:08 Uhr

Hallo snoopymausi,

ich kann dich gut verstehen und du brauchst dich wirklich nicht schämen.

Meine Kleine ist knapp sechs Monate alt. Ich stille sie und eigentlich mache ich das auch gerne. Aber leider trinkt meine Maus gar nicht aus der Flasche. Weder abgepumpt, noch etwas anderes. Daher kann ich mir auch nicht wirklich eine Auszeit nehmen.
Ich habe allerdings mit 5 Monaten den ersten Brei angefangen und seitdem das Gefühl, dass sie die Brust immer uninteressanter findet. Auch Trinklernflaschen sind nun interessanter. Nicht, dass sie daraus trinkt, aber sie verzieht das Gesicht schonmal nicht mehr. Ich bin eigentlich überzeugt, dass es nun mit dem Abstillen nicht mehr soooo lange dauert, weil sie sich abstillen wird. Und dann bin ich wahrscheinlich traurig:-(
Vielleicht kann der Beginn von Beikost auch für dich ein Weg sein. So kann man zumindest schon mal über Mittag weg;-)

LG lansajodat

Beitrag von tacosi 08.10.10 - 19:30 Uhr

Hi,

ich habe das mit dem traurig sein gelesen wegen dem selbst Abstillen. Mein Kleiner wird nächste Woche ein halbes Jahr alt und isst Beikost seitdem er 4,5 Monate ist. Heute Abend wollte er zum ersten Mal nicht mehr richtig an die Brust vor dem Zubettgehen (ich lege ihn immer noch kurz an, so als Schmuserunde quasi). Heute war er total unruhig, zog die Warze hin und her, ließ sie Schnalzen, dann wieder ran, dann wieder weg. Ja und dann hab ich ihn weggenommen. :-( Ich stille ihn eigentlich auch gerne, es ist eine unglaublich schöne Nähe, die man zu den Minis hat, gell? #verliebt

Naja, was wollte ich eigentlich sagen?? Ach ja, bin auch traurig. #schmoll

Grüßle
Tanja mit Felix

Beitrag von snoopymausi 08.10.10 - 20:12 Uhr

Ich bin ja auch irgendwie traurig,....
Aber es ist auch schön mal wieder ganz für mich zu sein.....
Hach ist das schwer....
Hätte ich NIE gedacht.#schmoll

Beitrag von snoopymausi 08.10.10 - 18:54 Uhr

Danke für die lieben Antworten!

Ich bin froh, dass das was ich dazu empfinde nicht "unnormal" ist....#hicks#schmoll
Ich bin wirklich hin und hergerissen.
Das mit der Beikost haben wir auch schon probiert-er isst es, aber nicht unbedingt gerne.
Dannach braucht er auf jeden fall noch Milch, weil er nicht genug Brei isst.#schmoll
Ich möchte ihn auch nicht drängen, aber ich möchte meinen Körper nach einer FG und einer anschließenden SS und der 6 monatigen Stillzeit wieder für mich....

Abpumpen geht ja bei uns auch nicht, weil er eben gar keine Flasche nimmt.
Naja, ich hoffe, dass es sich bald für beide zufriedenstellend entwickelt....

Liebe Grüße und euch auch alles Gute!#herzlich

Beitrag von taubesbambi 08.10.10 - 23:05 Uhr

Trink regelmäßig die Pfefferminz und die Salbeitee! Wie die Vorschreiberinnen geschrieben hat, geht es um das Ausstreichen.

Das Abpumpen kommt es nicht infrage, dass es die Muttermilch noch mehr produzieren sein wird.

Sag ihm immer wieder: "Die Milch ist alle." Und dein Mann bringt ihm regelmäßig zum Bett und liest ihm vor und tröstet ihm. Das wird er sich langsam gewöhnen.

Beitrag von lucaundhartmut 09.10.10 - 00:08 Uhr

Liebe snoopymausi,

Du brauchst absolut kein schlechtes Gewissen zu haben oder Dich gar zu schämen.
Du hast lange durchgehalten, sogar die empfohlenen 4 bis 6 Monate.
Das ist sehr, sehr schön. Vielen Frauen/Babys ist das nicht vergönnt, Du kannst also sehr stolz sein. #herzlich

Abstilltipps könntest Du versuchen über Deine Nachsorgehebamme zu erhalten.

Ansonsten: Trinke Salbei- bzw. Pfefferminztee, pumpe auf keinen Fall ab (wirkt sonst milchbildungsfördernd!), trage enge BH's, streiche überschüssige Milch aus, biete Eurem Kind die gekaufte Milch per Löffel, Spritze/Fingerfeeder (bitte von Hebamme oder Stillberaterin zeigen lassen), Medela Softcup (schaue mal im Internet nach) oder Tinklernbecher an.
Immer wieder liebevoll versuchen.
Mit gaaanz viel Geduld, Liebe und Verständnis klappt dies meist auch.

Ebenso kannst Du verstärkt an der Beikostgewöhnung arbeiten.
Auch hier "gewinnt" man meist mit viel Geduld, Liebe und Verständnis.


LG
Steffi