Jung Sterben

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Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von keikidira 08.10.10 - 18:07 Uhr

Las gerade dass der Bruder der "Juli"-Sängerin im Mai mit 34 an einem Herzödem gestorben ist. Auch schon vorher habe ich in den Medien und in meinem Umkreis von Leuten gehört, die relativ jung an einer Krankheit (also nicht bei einem Unfall!) gestorben sind.

Ich krieg dann immer Angst weil ja keiner weiß was man selbst so in sich trägt und ob ich nicht auch früh sterbe :-( Vielleicht ist das auch ein bisschen der Medizin-Studenten-Effekt, aber jeder kennt ja einen Menschen der tragisch an etwas gestorben ist, also passiert es im wirklichen Leben! #schock Und damit meine ich jetzt wirklich nicht einen Unfall, das kann immer passieren, sondern etwas das wir geerbt oder erworben haben.

Also ich kalkuliere sowas schon in meiner Lebensplanung irgendwie immer ein, z.B. haben wir vor kurzem überlegt ob wir uns ein Eigenheim zulegen wollen, aber was wäre wenn einer von uns früh stirbt weil es einfach unvermeidlich ist? #gruebel

Vielleicht muss man wirklich jeden Tag leben als ob es der letzte wäre und nicht so sehr an die Zukunft denken... Wenn ich wüsste dass ich früh sterbe würde ich nämlich viel mehr in Urlaub fahren, nicht so hart arbeiten, nicht abzahlen usw.

Vielleicht ist dies ja ein Sinnlos-Posting, aber solche Nachrichten machen mich immer traurig und nachdenklich :-(

Beitrag von vogelscheuche 08.10.10 - 18:19 Uhr

Ich weiß was du meinst.

Habe auch Angst vor "DEN" ganzen Krankheiten. Momentan bekomme ich viele Leberflecken und habe Angst vor Hautkrebs.

Leider bin ich Feige und gehe nicht zum Arzt. Völlig bekloppt!

Beitrag von kendra.26 08.10.10 - 18:34 Uhr

Hallo,

ich verstehe wie du fühlst, ich hatte vor knapp 2 Jahren fürchterliche Angst um meinen Mann , er ist an der FH zusammengebrochen , und wurde ins Krankenhaus gebracht, dort wurde festgestellt das er einen viel zu niedrigen Puls hat , er ist gerade mal 28.

Er hat eine Bradykardie, kommt oft bei Leistungssportlern vor, er spielt zwar schon seit Jahren Fussball, aber wir haben drei kleine Mädchen, und nur der Gedanke daran, ihn zu verlieren, so plötzlich macht mich fertig.

Oder wenn ich meine Nachbarin sehe, werde ich auch immer nachenklich, sie verlor vor 6 Jahren plötzlich, ohne Vorwarnung ihren geliebten Mann, ihre Kinder warten zu dem Zeitpunkt 12, und 10 Jahre alt :-(, sie erst 34, ihr Mann war 36.....er starb an einer geplatzten Ader im Kopf, ohne Vorwarnung.

Ich glaube es gibt nichts schlimmeres im Leben, als jemanden den man liebt zu verlieren, in jungen Jahren, ob das nun die Kinder sind, oder einen anderen geliebten Menschen.

Aber zuviel darfst du auch nicht darüber nachdenken, wenn ihr euch überlegt ein Haus zu kaufen, gibt es doch sicherlich Absicherungen die man treffen kann, im Falle eines Todesfalls.

VG

Beitrag von gh1954 08.10.10 - 18:38 Uhr

>>>Wenn ich wüsste dass ich früh sterbe würde ich nämlich viel mehr in Urlaub fahren, nicht so hart arbeiten, nicht abzahlen usw. <<<

Warum nur, wenn du wüsstest, das früh sterben wirst?

Beitrag von snailshell 08.10.10 - 19:31 Uhr

Naja, weil man das meiste davon (abbezahlen, hart arbeiten) macht, damit man im Alter einigermaßen gut und ohne Sorgen leben kann.

Beitrag von gh1954 08.10.10 - 19:48 Uhr

Das könnte man vielleicht auch, wenn man nicht so hohe Ansprüche hätte.

Beitrag von alkesh 08.10.10 - 19:30 Uhr

< z.B. haben wir vor kurzem überlegt ob wir uns ein Eigenheim zulegen wollen, aber was wäre wenn einer von uns früh stirbt weil es einfach unvermeidlich ist? >

Dafür gibt es Risikolebensversicherungen!

Also wir LEBEN und das schon immer!

LG

Beitrag von kann-nicht-sein 08.10.10 - 19:43 Uhr

Na bei dir macht sich wohl langsam eine Panikstörung breit, bei meiner Freundin fing der Mist auch so an.

Schnell zum Psychiater#liebdrueck

Beitrag von truli 08.10.10 - 20:06 Uhr

Hallo,kann Dich sehr gut verstehen.Im Moment ist das bei mir auch alles sooo schlimm,ich denke immer nur daran,der hat Krebs,der ist gestorben,da ist ein Busunglück,die hat Ihr Baby verloren es wird bei mir auch immer schlimmer,ich mache mir immer grössere Sorgen.Schon bei Kopfschmerzen,denke ich ich habe ein Tumor im Kopf und seit paar Tagen,bilde ich mir ein,das ich Hezschmerzen habe.Dann manchmal denke ich mir,fahre lieber kein Auto mit anderen mit,da kann viel passieren.Wenn es danach geht,kannüberall was passieren!Aber zur Zeit ist das bei mir auch sooo extrem schlimm.Habe auch total Panik vorm Alt werden#heul ich denke ich sollte auch mal zum Arzt gehen.Obwohl in letzter Zeit Privat alles Super läuft,denke ich,irgendwas wird kommen und alles wird kaputt gehn#heul

Sorry fürs #bla aber es geht mir echt auch so.
Lg Sandra#klee

Beitrag von emeri 08.10.10 - 20:13 Uhr

hey,

verstehe was du meinst. allerdings: wo liegt der unterschied in der lebensplanung, ob man mit einer krankheit rechnet oder darauf spekuliert, dass ein unfall immer passieren kann?

in meiner familie gab es bereits 2 fälle von brustkrebs - einer mit tödlichem verlauf. in der familie meines freundes gab es einen fall von lungenkrebs - ebenfalls tödlicher verlauf und in allen drei fällen relativ jung erkrankt. aber soll ich deswegen die gesamte zukunftsplanung aufgeben, mich nicht auf ein eigenes haus freuen, weil ja einer früh sterben könnte? naja, wie schon gesagt, ich kann auch morgen von ner dachziegel erschlagen werden. da dürfte man ja gar nichts mehr planen.

ich freue mich auf mein leben und die zukunft. :-)

lg

Beitrag von blackorchid 08.10.10 - 21:12 Uhr

Hallo keikidira,

natürlich macht man sich Sorgen oder ist nachdenklich gestimmt, wenn man von solch traurigen Fällen liest oder hört. Das wird wohl den meisten von uns so gehen.
Doch wenn es schon so weit ist, dass man derart eingeschränkt wird, wie es bei Dir der Fall zu sein scheint, dann ist es wirklich Zeit, sich Hilfe zu holen.
Und das ist ganz ernst und vor allem gut gemeint.

Ich möchte Dir nur noch kurz etwas zu meiner persönlichen Situation sagen; vor fünf Monaten haben wir die Nachricht bekommen, dass mein Partner an Krebs erkrankt ist. Die Krankheit ist unheilbar, aber therapierbar.
Wir haben ein Kind und ein Eigenheim.
Niemals hätten wir uns vorstellen können, dass auch uns diese Krankheit treffen könnte.
Aber jetzt ist es so, und wir müssen einfach damit fertig werden - ob es uns passt oder nicht. Und wir schaffen das.
Unser Leben geht weiter, jetzt eben mit dem Krebs.

Damit will ich Dir nur sagen, dass Du eh nie wissen wirst, was in der Zukunft auf Dich wartet.
Also genieße und erlebe jeden Tag mit all seinen schönen - und auch nicht so schönen - Momenten.
Wenn eine schwierige Situation eintrifft, ist immer noch genug Zeit, sich damit auseinanderzusetzen - und sie zu meistern.
Und auch erst dann wirst Du merken, wie viel Kraft und Stärke Du wirklich in Dir trägst.

Wahrscheinlich war ich nicht gerade hilfreich für Dich, trotzdem war es mir ein Bedürfnis, Dir ein paar Worte zu schreiben.
Ich wünsche Dir alles Gute,
blackorchid

Beitrag von gingerbun 09.10.10 - 21:05 Uhr

Hallo,
da ich irgendwie als Glückspilz auf die Welt gekommen bin, bin ich mir sicher dass mir soetwas nie passieren wird. Nein ich rechne rein gar nicht damit. Und selbst wenn mir was passieren sollte - deswegen plane ich doch mein Leben nicht nach irgendwelchen Eventualitäten.
Gruß, Britta