Wegen Tagesmutter....

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von franka.f 08.10.10 - 20:29 Uhr

Hallo,

meine Frage richtet sich an alle, die entweder ihr Kind bei einer Tagesmutter haben oder selbst Tagesmutter sind.

Ich mache gerade den Kurs zur Tagesmutter, weil ich die Arbeit mit Kindern liebe und dies als alternative Möglichkeit sehe, bei Bedarf etwas dazuzuverdienen anstatt in meinen ursprünglichen Beruf zurückzugehen, der mir lange nicht diese Freude gemacht hat. Ich hab in den letzten Jahren sehr viel schon mit Kindern gearbeitet, Spielgruppen geleitet usw., alles ehrenamtlich, und es würde mir einfach mal gut tun, auch mal eine Anerkennung in Geld zu bekommen, so dass man nicht nur das Gefühl hat, es ist für die Eltern immer selbstverständlich, dass jemand so viel Zeit und Engagement in ihre Kinder steckt, und dann heißt es am Ende, es war echt toll, vielen Dank, tschüß ade, und dann wird alles vergessen.

Was mich nun an der Ausbildung echt schockiert, sind die Bezahlungsmodalitäten. Natürlich sehe ich es auch so, dass ich als Tagesmutter nicht nur aufpasse, dass dem Kind nichts passiert und fertig. Sondern dass ich mich intensiv um das Kind kümmere, es individuell nach seinen Bedürfnissen beschäftige, mit ihm spiele, es fördere, auch bei älteren Kindern schulisch voll unterstütze. So wie ich mich eben auch bei meinen eigenen Kindern engagiere.

Ich will dafür aber auch eine gerechtfertigte Anerkennung, nicht nur ein Dankeschön, sondern auch eine gerechte Bezahlung dafür. Die 3,90 Euro pro Stunde, die das Jugendamt bezahlt, finde ich einen Witz. Ich meine, was verdient denn eine Erzieherin, Lehrerin, Köchin, Krankenschwester, Psychologin, Animationstante, .... ? Das bin ich dann ja alles in einem. Und dafür nicht mal 4 Euro? Gehe ich mit dem Kind mal ein Eis essen, lege ich schon drauf für den Job, allein die Spritkosten in die Stadt....

Nicht dass Ihr jetzt denkt, ich will das NUR wegen dem Verdienst machen, nein, sonst würde ich in meinen alten Job zurückgehen, da habe ich super verdient, ich will was tun, was mir auch Freude macht, aber ich will doch nicht draufzahlen.... und für meine Mühe mir dann mal eine kleine Belohnung außer der Reihe gönnen, mal ein schönes Essen im Restaurant mit meinem Mann, ein neues Kleidungsstück oder mal ein paar schöne neue Schuhe, ein toller Tagesausflug mit den Kindern... also sowas möchte ich mir eigentlich mit meinem Nebenverdienst dann schon mal leisten können, ohne dass ich gleich dafür weiß Gott wieviele Monate dafür arbeiten muß. Für ein neues T-Shirt...

Meine Frage an Euch: Wieviel Geld gebt Ihr Eurer Tagesmutter bzw. wieviel Geld bekommt Ihr als Tagesmutter? Werden Sonderkosten dann extra bezahlt oder wird das mit dem Gehalt abgegolten (wie z.B. Eintritt bei einem Ausflug, mal ein Eis etc.....)

Vielen Dank für Eure Antworten! Es würde mir echt helfen, mir einen persönlichen Mindestlohn festzusetzen, den ich auf jeden Fall dann verlangen möchte.

LG Franka

Beitrag von svala 08.10.10 - 20:58 Uhr

Hallo Franka,

ich finde das ist ein schwieriges Thema. Vorab, wir bekommen keine Unterstützung vom Jugendamt und bezahlen 5 € in der Stunde an unsere Tagesmütter (wir haben zwei). Bei mehr als 6 € würde sich auch bei mir die Frage stellen, ob es sich dann wirklich noch lohnt arbeiten zu gehen. Klar, es würde noch etwas übrig bleiben, da ich nicht schlecht verdiene, aber ich arbeite vor allem deswegen, damit wir uns mehr leisten können und nicht weil ich es so toll finde. Wenn es sich nicht lohnen würde, hätte ich gewartet, bis der Kleine im KiGa wäre.

Ich finde auch nicht, dass man eine Tagesmutter mit einer Lehrerin vergleichen kann. Unabhängig von den Ausbildungsunterschieden passt eine Lehrerin auf rund 30 Kinder auf. Bei einer Erzieherin in einer Krippe sind es in der Regel auch 5 Kinder. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass eine Tagesmutter ohne eigene Kinder sicher auch 4 -5 Kinder zumindest zeitweise aufnehmen kann (vor allem, wenn auch ältere Kinder dabei sind), wären das immerhin 20 - 25 € in der Stunde. Soviel dürfte eine Erzieherin in der Krippe nicht bekommen.

Für uns war wichtig, dass die Tagesmutter nicht so viele Kinder hat. Nur deswegen waren wir bereit, die 5 € zu bezahlen. Übrigens hat eine der Tagesmütter einen Sohn im gleichen Alter und sagt ganz ehrlich, dass der Tag für sie wesentlich entspannter ist, wenn unser Kleiner da ist und die Beiden zusammen spielen, als wenn ihr Sohn den ganzen Morgen alleine ist. So hat sie neben dem Geld auch noch einen eigenen Vorteil.


Viele liebe Grüße
Svala

Beitrag von franka.f 08.10.10 - 21:58 Uhr

Hallo Svala,

vielen Dank für Deine prompte und aufschlussreiche Antwort.

Klar paßt eine Tagesmutter nicht auf so viele Kinder auf wie eine Lehrerin oder Erzieherin. Aber dafür kümmert sie sich ja auch viel intensiver um das ihr anvertraute Kind und kann voll und ganz auf seine Bedürfnisse eingehen. Da ist zum Beispiel unser früherer Kindergarten meilenweit davon entfernt... dort war es echt nur ein Aufpassen-dass-nichts-passiert-und-fertig.

Klar, wenn ich so viele Kinder betreuen würde, wie eine Erzieherin im Verhältnis zum Personalschlüssel im Kindergarten betreut, dann hätte ich auch einen netten Stundenlohn, wenn ich pro Kind 3,90 Euro kriegen würde. Da würde es sich so richtig lohnen. Aber das würde meine Kräfte übersteigen. Und die Kinder müßten sich extrem aneinander anpassen, damit ich den Überblick nicht verliere. Ich weiß nicht, ob es das ist, was die Kinder dann wollen und was ich will. Ich will ja keine Massenaufbewahrungsanstalt sein, sondern den Kindern das geben, was ihre Eltern aufgrund ihrer Abwesenheit ihnen in dem Moment nicht geben können. Und das geht bei zu vielen Kindern dann nicht mehr.

Den Vorteil, den Eure Tagesmutter mit ihrem Sohn hat, kann sie ja wirklich gut nutzen, das ist ja ihr Glück. Ich weiß nicht, ob ich so einen Vorteil bei mir erwarten kann, da meine Kinder miteinander sehr ausgeglichen spielen und sich außerdem auch viel mit Freunden treffen. Meine Kinder brauchen in dem Sinne kein Tageskindgeschwister, um zufriedener und ausgeglichener zu sein.

Liebe Grüße Franka

Beitrag von marion2 08.10.10 - 20:59 Uhr

3,90 sind pro Kind?

Spritkosten kann man vermeiden, wenn man läuft. Das ist auch für die Kinder gesünder.

Tagesausflüge werden auch in der Kita extra von den Eltern gezahlt.

Erkundige dich richtig und frag dann noch Mal nach.

Gruß Marion

Beitrag von franka.f 08.10.10 - 21:42 Uhr

Ja, klar, 3,90 Euro pro Kind. Aber ich könnte momentan nur ein Kind betreuen. Hab ja auch noch meine eigenen. Und die bringen auch oft Freunde mit. Es kann ja nicht jeden Tag wie beim Kindergeburtstag zugehen.

Ich hab mich da schon richtig erkundigt.

Das mit den Spritkosten war nur ein Beispiel wegen der Eisdiele. Laufen in die Stadt wäre zu weit, das sind ein paar Kilometer. Und der Bus kostet auch allein für mich 2,50 Euro, und ein älteres Kind müßte zusätzlich bezahlen.

Gruß Franka

Beitrag von sini60 09.10.10 - 13:36 Uhr

Für das Geld wird auch nicht von dir erwartet, dass du in dieser Zeit dich nur sinnvoll mit dem Kind beschäftigst. Du kannst nebenher deinen Haushalt machen und das Kind mit einbeziehen, so wie du es auch mit deinen eigenen machst.

Gruß´
Sini

Beitrag von svala 08.10.10 - 21:01 Uhr

Achso, ich habe noch vergessen...

in den 5 € pro Stunde ist bis auf Windeln (die bringen wir mit) Alles enthalten.

Beitrag von claerchen81 08.10.10 - 21:42 Uhr

Hi,

auch der Kinderbetreuungsmarkt - wenn ich das so nennen darf - regelt sich nach Angebot und Nachfrage.

Bei uns erhält man keinen Zuschuss vom JA, es sei denn, man verdient wirklich sehr, sehr wenig. Auch dann sind es nur 2,50 EUR. Die TaMus in der Umgebung nehmen zwischen 4,00 und 5,00 EUR, würde jmd. mehr verlangen, würde sie keine Kinder erhalten - es sei denn, das Angebot wäre außerordentlich gut.
In der nächstgrößeren Stadt können TaMus 6,00-8,00 EUR verlangen - dort gibt es aber auch fast für jeden Zuschüsse von der Stadt.

Insofern musst du dich schon am örtlichen Tarif orientieren, ansonsten wirst du kaum "Kunden" erhalten. Wobei du auch damit rechnen musst, dass Eltern lieber TaMus vertrauen, die schon bekannt sind.

Wir haben z.B. unsere TaMu über eine Empfehlung damals gefunden. Wir haben 4,50 EUR bezahlt inkl. Essen, Bastelmaterialien, Getränke, kleinere Aktivitäten (z.B. mal Eisessen gehen o.ä.), sogar am Kinderturnen konnten die Zwerge kostenfrei teilnehmen, wenn die Betreuungszeit in diese Zeit fiel (sie hat das Turnen geleitet). Darüber hinaus hat sie eine Ausbildung zur Erzieherin (also mehr als nur TaMu-Kurs), ein eigenes Spiel- und Schlafzimmer für die Kinder im Haus, einen Garten voller Spielgeräte, mehrere Feiern für Kinder & Eltern im Jahr (Weihnachtsfeier, Sommerfest, Ostereiersuchen etc...). Bei den Festen zahlt jeder seinen Eintritt, aber die ganzen Kleinigkeiten, die zwischendurch gemacht werden, zahlt sie aus eigener Kasse. Allerdings hat sie auch unglaublich Talent, etwas zu organisieren und aus "Müll" tolle Dinge basteln zu lassen (aktuelle aus alten Getränkeflaschen Windlichter o.ä.).

Reich wird sie sicherlich nicht, so schlecht verdient sie jedoch auch nicht. Eine Vollzeitbetreuung bringt ihr pro Kind ca. 600 EUR, mal 5 Kinder (sie ist immer ausgebucht, weil sie eben so toll ist) sind immerhin 3000 EUR. Bleiben vielleicht 1800/2000 EUR netto nach Steuern, Kosten etc? Ist jetzt nicht sooo schlecht.

Gruß, C.





Beitrag von franka.f 08.10.10 - 22:15 Uhr

Danke für Deine aufschlußreiche Antwort.

Ja, es ist mir klar, dass eine Tagesmutter je nach Wohnort oder Region unterschiedlich verdienen kann, deshalb frage ich ja auch hier.

Ihr habt ja ein Glück mit Eurer Tagesmutter, aber das könnte ich natürlich nicht alles so bieten. Alleine von den Räumlichkeiten her könnte ich keine fünf Kinder auf einmal aufnehmen. Und da ich ja selbst auch noch ein eigenes Familien- und Privatleben habe, kann ich nicht 24 Stunden am Tag 7 Tage in der Woche meine Zeit für die Betreuung fremder Kinder zur Verfügung stellen. Bei uns gibt es auch eine Frau, die sowas macht wie Eure Tagesmutter, die verlangt allerdings einiges mehr, aber sie hat erwachsene Kinder, die ihr helfen und macht das quasi vollberuflich.

Ich wollte eigentlich nur ein, nach einer gewissen "Übungsphase" vielleicht auch zwei Kinder nehmen, für einige Stunden am Tag und maximal drei- bis viermal pro Woche, mehr geht nicht.

Ich denke halt nur, früher während meiner Schul- und Studentenzeit habe ich sehr viel nebenher und in den Ferien gearbeitet, oft auch einfach nur Putzen oder Bedienen, Zeitschriften austragen, also jetzt nichts wirklich Anspruchsvolles, und habe dabei aber teilweise mehr als das Doppelte verdient als eine Tagesmutter verdient, die wesentlich verantwortungsvollere Aufgaben hat. Und das finde ich irgendwie verdreht...

LG Franka

Beitrag von malso.malso 08.10.10 - 22:19 Uhr

Mit Verlaub und off-topic, wenn du nur 2 Kinder à 3,90 netto betreust erreichst du damit einen höheren Stundenlohn als ich.
Um also 7,80€ zu verdienen musst du einen Kurs machen und 2 Kinder hüten.
Ich musste dafür 6 Jahre Medizin studieren und (habe aus aktuellem Anlas für Juli mal durchgerechnet) etwa 360h/Monat (Juli) als Ärztin arbeiten, incl. 8 Nächten.

Versteh mich nicht falsch, ich liebe meinen Beruf, aber unter diesem Gesichtspunkt und wenn ich mir so meine Augenringe betrachte denke ich manchmal daß es wahrlich leichtere Arten gibt an sein Geld zu kommen.

Z.B. 2 Kinder hüten von zu hause aus....

Beitrag von froehlich 08.10.10 - 23:48 Uhr

Entschuldige, daß ich mich einmische, aber ich finde Deinen Beitrag total daneben!!! ARME Ärzte! #augenIch habe dieses Gejammere aus Euren Reihen so satt! Ich habe selbst genügend Arzt-Freunde und - JA! - es IST ein anspruchsvoller Job und manchmal extrem hart...aber, verdammt noch mal, SO wenig wie Du hier angibst, verdienen Ärzte nach dem Praktikum nun auch wieder nicht! Wenn Du wirklich meinst, daß es leichtere Arten gibt, an Geld zu kommen, wechsle den Job! Du hast doch vor Deinem Studium gewusst, worauf Du Dich einlässt. Aber mach nicht einfach Leute herunter, die sich Gedanken zu einer gerechten Entlohnung für's Kinder hüten machen!

Beitrag von malso.malso 09.10.10 - 09:20 Uhr

Ich bin mit meinem Job hochzufrieden, und ja, ich wusste worauf ich mich einlasse.
In der Summe verdiene ich gut, aber wenn man's runterrechnet habe ich einen lächerlichen Stundenlohn.


Warum steht es nur zukünftige Tagesmüttern zu über ihr Gehalt zu jammern und eine vermeintlich gerechtere Entlohnung einzufordern?

Beitrag von froehlich 09.10.10 - 11:40 Uhr

Nein, es steht nicht nur zukünftigen Tagesmüttern zu, eine gerechter Entlohnung einzufordern. Aber ÄRZTE und Arztinnen stehen nun weiß Gott nicht ganz oben auf der Liste schlecht bezahlter Leute in Deutschland. 6 Jahre Studium sind für die viele Berufe völlig normal, also nichts, was man besonders hoch hängen muss...ich glaube kaum, daß Du Dir wirklich Sorgen um deine Existenz machen musst - wie z. B. das Pflegepersonal, das in Deinem Krankenhaus oder wo immer Du tätig bist. Aber darum geht's ja hier auch nicht.

Beitrag von malso.malso 09.10.10 - 11:57 Uhr

Ich habe nicht von Existenzängsten gesprochen, die habe ich wahrlich nicht.

Es ging um Stundenlohn den sie ungerechtfertigt findet. Und da kannst du es mir nicht absprechen, daß ich im Direktvergleich von Aufwand (zeitlichem und intelektuellem), Ausbildungsgrad und Verantwortung Vergleiche ziehe.

Daß auch das Pflegepersonal mehr verdienen sollte war nicht Gegenstand der Debatte.

ICH kann ja nur über MEINEN Stundenlohn berichten und in der hier bestehenden Diskussion anmerken, daß ich IHREN als Tagesmutter im Direktvergleich NICHT unangemessen finde.

Beitrag von frauke131 11.10.10 - 09:59 Uhr

Du hast keine Ahnung, wieviel Assistemnzärzte arbeiten, noch dazu kommen einige mit einem Berg Schulden aus dem Studium, nicht jeder Student ist mit einem goldenem Löffel im Mund geboren.

Und ich erwarte von einer Tagesmutter nehr, als einen Kurs. Unsere Tagesmutter hatte eine Fachschulausbildung für Krippenkinder über mehrere Jahre! Dann bin ich auch bereit, mehr Geld zu zahlen.

Beitrag von catuscha 12.08.11 - 20:02 Uhr

Was bedeutet Tagesmutter????


Mutterersatz für ein nicht leibliches Kind.
Nicht mit großem pädagogischem Hintergrund.

In einem Kindergarten wird dein Kind niemals so liebevoll und speziell umsorgt. Der Bildungs und Erziehungsplan gilt nicht nur für Erzieher sondern auch für ELTERN.

Beitrag von lisasimpson 09.10.10 - 00:15 Uhr

du willst uns hier erzählen, daß du JEDE Woche im schnitt 90 stunden arbeitest und dies dir dann mit ca 2500€ vergütet wird ?

kann ich nicht glauben

lisasimpson

Beitrag von malso.malso 09.10.10 - 09:27 Uhr

Im Juli (abgerechnet wird immer 2 Monate später) waren es etwas über 2700€.
Die Stunden setzen sich zusammen aus der regulären Arbeitszeit (7.00- 15:30, dazu im Schnitt eine Stunde die ich später rauskomme), den Diensten unter der Woche (Beispiel Montag Nachtdiesnst, d.h. Montag 7:00 bis Dienstag 15:30/ 16:30, also 32.5/ 33.5h, das habe ich im Juli 5 mal gemacht) und dann noch ein Wochenenddienst von Freitag 7:00 durchgehend bis Montag 15:30/16:30, also 70.5 h)

Beitrag von karin3 09.10.10 - 19:52 Uhr

Hallo,

die 3,90 sind Brutto und nicht Netto. Tagesmütter müssen sich selber versichern.

Gruß Karin

Beitrag von lisasimpson 08.10.10 - 22:22 Uhr

ich bin weder Tagesmutter noch würde ich mein Kind zu einer solche ngeben (aber dsa ist ein anders Thema).

aber wenn du hier behauptest, daß du gleichzeitig "Erzieherin, Lehrerin, Köchin, Krankenschwester, Psychologin" wärst muß ich doch mal lachen.
mal ganz abgesehen, daß es sich hierbei um Berufe handelt, die eine mehrjährige ausbildung voraussetzen, so hat eine erzieherin, die sagt, sie könne sich nur um EIN einziges Kind kümmern wirklich keine höheren einkommenschancen als deine 4€ (außer vielleicht in einer ISE- aber ds ist ja auch weider ein anderes thema:)

eine eingiermaßen normal begabte erzieherin sollte also eine gruppe von mindestens 5 Kleinkindern (krippe) handeln können. das wäre dann für dich ein stundenlohn von knapp 20€- nicht die welt, aber du bringst ja auch keine ausbildung mit.

wen ndu es also als Job siehst- dann nehm so viele kinder, wie jemand der den job wirklich macht- dann kommste auch auf das gehalt.
wenn du aber neben deine kindern, ihren freunden, eisessen und DEINEM normalen tagesablauf einfach noch ein kind reinquetschen willst, dann wirste nicht mehr bekomme als die 4- 5€- was absolut legitm ist- da du ja in der zeit deinen ganz normalen alltag weiter leben willst.

lisasimpson

Beitrag von froehlich 08.10.10 - 22:50 Uhr

Ich muß sagen, ich staune......4 - 5 Euro Stundenlohn für eine Tagesmutter? Wow. In München zahlen wir bis zu 500 Euro im Monat. Für 3 Stunden Betreuung täglich. Macht einen Stundenlohn von ca. 8 Euro.

Aber ich versteh Dich. Ist ein echtes Dilemma - denn man möchte sich nicht ausbeuten lassen und eine Tagesmutter hängt sich ja wirklich rein. Andererseits rentiert sich für viele Mütter und Väter das Arbeiten nicht mehr, wenn's zu viel kostet. Meine Schwägerin hat mit obigem Gehalt für die Tagesmutter praktisch nur noch für die Kinderbetreuung gearbeitet. Sie hat's gemacht, um den Wiedereinstieg nicht zu verpassen. Aber unterm Strich blieb ihr nichts von ihrer Arbeit übrig. Das ist dann die Kehrseite der Medaille.

Babs

Beitrag von tauchmaus01 08.10.10 - 23:11 Uhr

Hallo,

sollte es bald mit einem Eigenheim bei uns klappen, werd ich auch als Tagesmutter anfangen. Ich würde sogar mit nur einem Tageskind glücklich sein.
3,90 € ist wenig, aber ich denke es sind bei einem 5 Tage Kind was 5 Stunden bleibt immerhin 390 €
Na, und dafür kann ich ganz viel mit meinen Kindern weggehen, kann mir sogar noch einige T-Shirts kaufen und hab noch immer was über.
Abgesehen davon bin ich da wenn meine Kinder heimkommen, kann den Alltag weiterlaufen lassen und MIT dem Tageskind kann ich ebenso was unternehmen.
Ob ein Eis in der Stadt so wichtig ist dass man dafür mit dem Auto reinfahren muß denk ich nicht.
Klar, mehr wäre toll, aber welche Eltern sollen das zahlen???
Und.....man weiß es doch bevor man sich dafür entscheidet, oder? Ich würde den Job nicht machen wenn es rein wegen des Geldes wäre (ist ja bei DIr nicht so) .

Ach, und am liebsten hätte ich dann ein gaaaaanz kleines Tageskind #baby...so ein kleines knuffliges Baby. Tagsüber ein Baby im Arm und Nachts trotzdem durchschlafen....das wär´s#schein

Mona

Beitrag von bi_di 08.10.10 - 23:33 Uhr

Ich schliesse mich Lisa an: Du bist höchstens ein klein bißchen von allem:
Erzieherin, Lehrerin, Köchin, Krankenschwester, Psychologin, Animationstante.

Und Du verdienst, wenn Du 3 Kinder betreust immerhin 10,80 € brutto. Das ist sicher nicht sooo viel, aber dafür das Du keinerlei Ausbildung in dem Bereich hast, denn doch eine ganze Menge. Denn der Kurs befähigt Dich tatsächlich nur dazu ein bißchen von allem zu sein. Und eigentlich sollte jetzt jede Erzieherin, Lehrerin, Köchin, Krankenschwester, Psychologin, Animationstante (bei Animationstante bin ich mir nicht so sicher) stinkesauer sein, wenn Du denkst, das Du all diese Berufe, die normalerweise in 3 - 6 Jahren gelernt und studiert werden, mal eben in einem Kurs abhandeln kannst.

Das ist auch der Grund, warum ich KiTas und Horte IMMER einer Tagesmutter vorziehen würde. Ich weiss, wer was gelernt hat.

Grüsse
BiDi

Beitrag von tauchmaus01 09.10.10 - 10:20 Uhr

Das sehe ich auch so.
Ich habe zwar 2 Kinder würde mich als zukünftige Tagesmutter aber nicht auf eine Stufe stellen mit einer Erzieherin. Zumal ich ja quasi "Heimarbeit" mache.
Ich würde für mich eher sagen ist dieser Job eine tolle Sache um einen kleinen Minijob sowie meine Kinder unter einen Hut zu bekommen.
Abegsehen davon liiiiebe ich einfach kleine Kinder und irgendwie könnte man sagen, möcht ich es einfach machen weil es mir Freude macht.
UND......für mein Selbstbewußtsein.

WÜrde ich das nur wegen dem Geld machen, dann würde ich es gleich von vornherein sein lassen.

Mona;-)

Beitrag von jazzbassist 09.10.10 - 13:09 Uhr

Also mir persönlich wäre eine Tagesmutter, die z.B. selbst Mutter ist und neben ihrem eigenen Kind dann zusätzlich noch meinen Sohn betreuen würde, wesentlich lieber, als bsw. eine qualifizierte Erzieherin in einem Hort o.ä., die z.B. keine eigenen Kinder groß gezogen hat. Weil nur eine von Beiden diese ganzen kleinen Wunder und Dramen, die ein Kind so magisch machen, selbst miterlebt hat; und ich diese Erlebnisse für den Umgang mit Kindern für ganz elementar und nicht erlernbar halte.

Zumal ich denke, dass die wenigstens Eltern eine Ausbildung als Erzieher, Lehrer, Koch, Krankenschwester, Psychologe und Animateur haben und trotzdem ganz ganz tolle Kinder großziehen. Vielleicht braucht also jemanden, der selbst schon ein Kind großgezogen hat, so eine Ausbildung gar nicht, wenn es (nur) darum geht, zeitweise noch ein zweites, fremdes Kind, zu betreut.

Außerdem stelle ich mir die Bindung zwischen Kind und Tagesmutter wesentlich intensiver (und natürlicher) vor, als zwischen 5 Kindern in einem Hort und einer Erzieherin (die dort m.E. schon ganz zwangsläufig auch ein wenig professionelle Distanz wahren muss). Und - für mich die zwei wichtigsten Gründe wäre, dass ich bei einer Tagesmutter sowohl das Gefühl hätte, näher an den Alltag meines Sohnes dran zu sein (weil ich mir das wesentlich kommunikativer vorstelle, als mit einem Hort); und vor allem, dass ich, wenn plötzlich um 20 Uhr das Telefon klingelt und ich erfahre, dass es beruflich gerade brennt und ich jetzt sofort los muss, ich bei einer Tagesmutter vielleicht flexibler sein kann. Das wären - zumindest für mich persönlich - alles Gründe, die ich bei weitem wichtiger finde, als, ob jemand 2-3 Jahre eine Ausbildung als Erzieherin gemacht hat, oder nicht.

Ich wäre also gerne bereit, für diese individuellere (und nähere, natürlichere und - eigentlich ist es schon so eine Art von Teilzeitersatzfamilienleben für ein Kind [das in einem Hort m.E. eher untergeht]) Betreuung (trotz mangelnder Ausbildung als Erzieherin) meines Sohnes mehr Geld zu bezahlen, als, für einen Hortplatz mit qualifizierten Erziehern. Wobei auch hier Angebot und Nachfrage den Preis stellen. Und wenn ich meinen Sohn vor der Wahl stellen würde, ob Hort oder Tagesmutter, würde - zumindest - mein Sohn sich nicht für einen Hortplatz entscheiden; auch, wenn es da mehr Kinder und mehr Spielzeuge gibt. Da ich selbst jetzt mit seinen 11 Jahren schon noch das Gefühl habe, dass er nachmittags eine Art von Familienleben braucht. Sich also mal in seinem Zimmer zurückziehen kann, mal einfach nach draußen auf die Straße zum spielen gehen kann, mal einen Erwachsenen hat, der ihm hilft (wenn er ihn braucht) und, der mit ganz unpädagogischen Konsequenzen konfrontiert wird, wenn er sich mal etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hat :-p

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