Was kann ich gegen diese ständige Angst tun?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von eumele76 08.10.10 - 21:05 Uhr

Hallo zusammen,

ich hoffe mal ich bin in dieser Rubrik richtig.

Ich habe zwei Kinder, 3 1/4 Jahre und 7,5 Monate alt. Und ich habe ständig Angst das sich die beiden (vor allem der Grosse) irgendeine Krankheit einfangen können.

Er geht einmal die Woche in eine Spielgruppe und hat heute nach dem Heimkommen erzählt das ein Kind im Bus gespuckt hätte. Ich hab die Spielgruppenleiterin angerufen, die das bestätigt hat, aber vermutet das die Kleine nur zuviel gegessen hat. Ich hab daraufhin eine Freundin angerufen, die mit der Mutter des Mädchens befreundet ist, ob sie mal fragen könnte wie es der Kleinen geht und ob sie krank ist. Es kam raus, das sie wohl wirklich zuviel gegessen hatte und zudem auch öfter reisekrank im Auto wird.

Ich kann nichts dagegen machen, sobald ich so eine Nachricht bekomme geht es mir total schlecht und ich warte förmlich darauf, das der Kleine auch loslegt. Gerade Magen-Darm-Geschichten machen mich fix und alle. Er hatte es im Juni so schlimm, das er dreimal ins Spital musste und sogar Infusionen gebraucht hat.

Wir wohnen hier in der Schweiz, gut 380 km von unseren Familien weg und sehen sie nicht so oft. Und wenn dann mal Besuch ansteht, wie jetzt nächste Woche, mach ich mich ewig vorher verrückt und hoffe das er nicht aufgrund einer Krankheit unsererseits ins Wasser fällt.

Ich denke nicht, das sowas normal ist und wollte mal um Tipps bitten wie ich da lockerer werden kann. Die Kinder werden ja noch oft krank sein, vor allem wenns dann mit Kindergarten, Schule etc. losgeht.

Danke und LG,
eumele76

Beitrag von zahnweh 09.10.10 - 00:04 Uhr

Hallo,

kommt die Angst überwiegend dann, wenn Besuch ansteht und ist sonst deutlich weniger? Oder ist sie immer so stark?

So ein Flaues Gefühl oder "Bitte, bitte nicht jetzt krank werden" wenn Besuch ansteht, kenne ich auch. Meine ist fast nie krank, aber wenn, dann erwischt es meistens mich in vollen Zügen.
Von daher bibbere ich dann auch oder vermeide eher mal den Kontakt mit kranken Kindern, als wenn nichts besonderes ansteht. Wenn nichts los ist, as soll's... (meine hatte zwar schon Magen-Darm aber es ging jedes mal gut. Trotz Notaufnahme im KH oder einmal beinahe-Infusion. Aber dadurch, dass es jedesmal so gut ging, bin ich inzwischen gelassener als vorher)

Ist deine Angst seit dem Spital-Aufenthalt gekommen oder war sie vorher schon da, nur weniger stark?
Gab es bei dir als Kind irgendein Ereignis, das du mit Magen-Darm in schrecklicher Erinnerung hast?

Mir hilft dann jemand am besten, wenn mich die Person zum Reden in all meinen Gefühlen ernst nimmt, mit mir die Eventualitäten durchgeht und mir vor allem (wieder) bewusst macht, dass es viele, viele harmlose Möglichkeiten/Varianten gibt. Aber ohne mich dabei als "übertrieben" hinzustellen. Sondern eben ganz ruhig mit mir meine Sorgen durchgeht und sie als das nimmt, was sie in dem Moment sind: erst mal Angst. Und dann ohne den Oberton/Belehrungston mir immer wieder die (guten/harmlosen)Fakten vor Augen führt.

Beitrag von mizz-montez 09.10.10 - 20:53 Uhr

schau mal unter emetophobie nach... dazu gibt es auch einen club hier bei urbia.... bist herzlichst eingeladen ^^

Beitrag von eumel77 09.10.10 - 20:56 Uhr

hallo eumele 76 (ist ja witzig, wir haben fast den selben namen),

ich kann dir zwar keine tipps geben, ich kann dir nur sagen, dass es mir ganz genau so geht wie dir.

ich habe auch zwei kinder (6 jahre und 2,5 jahre) und ich habe auch immer angst, dass die beiden krank werden. auch bei mir ist es die magen-darm-geschichte. mein großer war deswegen auch schon mal 2 tage im krankenhaus. ich hätte auch angerufen und mich nach dem kind erkundigt, dass gespuckt hat.

bei mir ist diese angst schon richtig ausgeartet, ich bin schon in psychologischer behandlung deswegen. leider hat das noch nicht sehr viel gebracht.

du siehst, helfen kann ich dir leider nicht, aber vielleicht beruhigt es dich ein wenig, dass du nicht alleine mit diesem problem bist.

lg
eumel77