2 Hunde aneinander gewöhnen...

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von karo_austria 08.10.10 - 22:57 Uhr

Hallo!

Gestern ist unsere Kleine bei uns eingezogen.

Sie ist ein Bichon frise heißt Candy und ist bereits 3 Jahre alt.
Wir hatten sie schon im Sommer für 3 Wochen als Ferienbetreung und kennen sie daher auch schon recht gut.

Nun ist es so, dass wir recht häufig bei meinem Schwager sind und der hat eine Schäferhündin, welche im Prinzip nur Hühner gewohnt ist. Geht ein Hund oder gar eine Katze beim Gartenzaun vorbei wird sie zur Furie - beim Spazieren hingegen ist sie sehr brav und auch ansonsten von extrem ruhigem Gemüt. Auch an meine Kinder hat sie sich damals sehr rasch gewöhnt und liebt sie heíß. Sie ist übrigens schon 9 Jahre alt.

Candy ist eine ganz liebe. Sie hatte bis jetzt auch immer Kontakt zu Hunden. Sie ist angeblich bei Schäferhunden aufgewachsen, war dann kurze Zeit ein Einzelhund und bei meinem Arbeitskollegen wurde sie seit 1 Jahr gemeinsam mit einem Shar Pei (Faltenhund) gehalten. Unser Nachbar hat zB einen Bernhardiner-Berner Sennen-Mischling (= außergewöhnlich geduldig) mit welchem sie sich auch sehr gut verträgt. Allerdings ist sie beim Spazieren anderen Hunden gegenüber sehr....wie soll ich sagen....frech!? (bellt sofort hin und möchte auch hin - lasse ich aber lieber nicht zu) Ich würde ihr nicht wirklich vertrauen, dass sie nicht hinzwickt - Leine ist also absolute Pflicht.

Es wäre halt schön, wenn sich die beiden Hunde vertragen (oder zumindest ignorieren) würden, da wir eben sehr engen Kontakt zum Schwager pflegen und Besuche sonst zeitlich ziemlich begrenzt wären. Wir haben zwar eine große Wohnung und gehen 4xtäglich mit ihr raus - aber ein Garten ist halt doch was anderes.

Über Tipps wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße

Petra

Beitrag von aussiegirl600 09.10.10 - 08:50 Uhr

Also dass ein Hund bellt und zu anderen Hunden hinwill, ist absolut normal und heißt definitiv nicht, dass dein Hund dazu neigen würde zu zwicken - oder hast du solches Verhalten mal beobachtet? Wenn du da Befüchtungen hast, dann wäre es für dich vielleicht gut mal von einem guten Hundetrainer überwachte, kontrollierte Hundebegegnungen zu organisieren, dann gewinnst DU Sicherheit und Vertrauen in deinen Hund. Das wäre ein erster Schritt.

Dann zum Schäferhund: Was man verstehen muss - Schäferhunde sind recht territorial; der Garten ist ihr Revier und wird gegen Artgenossen verteidigt. Deswegen sollte man gerade bei einem solchen Hund erste Begegnungen unbedingt auf neutralem Terrain stattfinden lassen; also auch nicht auf typischen Spazierwegen, falls der Hund recht extrem ist und auch diese als Revier betrachtet.

Du sagt, der andere Hund ist draußen ganz ruhig - das ist gut. Also schaut doch, dass ihr euch mal draußen in neutralem Gebiet trefft, damit sich die beiden Hunde kennenlernen können. Allerdings solltest du zu dem Zeitpunkt sicher wissen ob dein Hund nur aufgeregt bellt und spielen will oder den anderen Hund anpöbelt, was der andere als Provokation verstehen kann.
Und wenn ein paar solche Begegnungen gut geklappt haben, dann könnt ihr ja mal zusammen heimgehen.

Beitrag von karo_austria 09.10.10 - 20:19 Uhr

Hallo!

Danke für deine ausführliche Antwort!

Der Schäfer verteidigt sein Revier wirklich - sie bellt sogar wenn meine Kinder draußen sind und dabei kuscheln sie sonst ganz lieb miteinander.
Ich denke, bei den Kindern ist das so eine Art Beschützerinstinkt.

Spazieren geht der Schäfer sehr selten (hat einen sehr großen Garten und ist nicht sehr bewegungsfreudig) - von daher fällt das Territoriumdenken auf den Spazierwegen schon mal weg. Zusätzlich würde ich die beiden nur mit Maulkorb aufeinander los lassen.

Bei der Kleinen war es so, dass ein anderer Spaziergänger (mit noch kleinerem Hund) auch mal meinte, man sollte sich die Hunde beschnuppern lassen. Und unsere Kleine ist nach dem 1. Beschnuppern dann kurz auf den Kleinen losgegangen worauf ich sie sofort weggezogen habe. Ob sie auch zwicken würde oder ob das eine Art Abwehrreaktion war weiß ich eben nicht.

Auf der anderen Seite mag sie den Berhardiner-Mischling unseres Nachbarn sehr gerne, springt an ihm hoch, etc. und ist auch generell an Hunde gewöhnt.

Mal schauen: im Moment haben wir sie ja für 3 Tage. Ich werde noch ein bisschen beobachten, wie sie sich beim Spazierengehen so verhält, auf Kommandos brav hört, etc. und dann sehen wir weiter.

Danke noch mal und liebe Grüße

Petra