Hat mein Mann Anrecht auf "Betreuungsurlaub"

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von giftzwerg01 09.10.10 - 00:24 Uhr

Hallo,

ich muss wahrscheinlich demnächst für ca. 1 - 2 Wochen ins Krankenhaus. Wir haben eine 11-jährige Tochter.

Mein Mann arbeitet z.Zt. in 12-Stunden-Schichten (er ist incl. Übergabe und Fahrtzeit ca. 14 Stunden außer Haus, manchmal auch länger), abwechselnd Tag- und Nachtschicht. Er hat massig Überstunden und auch noch Urlaubstage, darf aber momentan nicht frei nehmen, weil sie Personalmangel haben. Wenn er tatsächlich mal einen Tag frei hat, klingelt garantiert das Telefon und sie holen ihn doch!

Jetzt mache ich mir schon die ganze Zeit Gedanken und mag die OP gar nicht ruhigen Gewissens planen. Hat er Anrecht darauf, in der Zeit, in der ich im Krankenhaus liege, frei zu bekommen oder wenigstens nur zu normalen Zeiten (8 Stunden tagsüber) zu arbeiten? Gibt es da irgendeinen Gesetzestext zu?

Die einzige andere Möglichkeit, die ich sehe, wäre, er ließe sich selbst für die Zeit krankschreiben, was aber ja eigentlich nicht korrekt wäre...

Aber unsere Tochter kann ja schlecht die ganzen Nächte alleine bleiben, und unsere einzige Oma (78) ist selbst hilfsbedürftig, da kann sie auch nicht hin.

Wisst Ihr was zu der Rechtslage (am besten wäre mit Link)?

Danke euch im Voraus!

LG

Beitrag von myimmortal1977 09.10.10 - 01:17 Uhr

http://www.akademie.de/arbeit-leben/familie-kinder-partnerschaft/tipps/familie-kinder-partnerschaft/kind-krank-eltern-krankmeldung.html

Wenn die Mutter krank ist: Haushaltshilfe
Der Anspruch auf Kinderkrankengeld besteht nur, wenn das Kind selbst krank ist. Falls die Mutter krank ist und der Vater zur Betreuung des Kindes der Arbeit fernbleiben will (oder umgekehrt), kann aber Anspruch auf Haushaltshilfe nach § 38 SGB V bestehen.

Bedingung ist, dass der das Kind sonst betreuende Elternteil im Krankenhaus oder auf Kur ist; manche Krankenkassen bieten diese Leistung auch in anderen Krankheitsfällen an.

"Haushaltshilfe" bedeutet, dass die Kasse die Kosten für eine professionelle Hilfe übernimmt, zum Beispiel für eine Familienpflegerin von einem Wohlfahrtsverband. Wenn der Vater oder ein anderer Angehöriger die Betreuung selbst übernehmen will, kann die Krankenkasse den Verdienstausfall ganz oder teilweise ersetzen. In diesem Fall sollte man vorher nachfragen, bis zu welcher Höhe die Kosten übernommen werden. Anders als bei einer Erkrankung des Kindes ist der Arbeitgeber in diesem Fall nicht gesetzlich verpflichtet, unbezahlten Urlaub zu genehmigen.

Beitrag von giftzwerg01 09.10.10 - 09:05 Uhr

"Anders als bei einer Erkrankung des Kindes ist der Arbeitgeber in diesem Fall nicht gesetzlich verpflichtet, unbezahlten Urlaub zu genehmigen."

Das ist doch echt ne Sauerei, da wird man ja somit gezwungen zu lügen und sich nen gelben Schein zu holen! Eigentlich mag ich sowas überhaupt nicht, aber anders geht es ja nicht.

Eine fremde Haushaltshilfe kommt nachts für mich nicht in Frage, mal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass man da jemanden findet.

Danke dir für deine Mühe!

LG

Beitrag von king.with.deckchair 09.10.10 - 10:30 Uhr

Sorry, aber offenbar hast du NULL kapiert, was die Vorposterin geschrieben hat! Kein Grund für das Gemaule!

Dein MANN kann die Haushaltshilfe sein!

Beitrag von giftzwerg01 09.10.10 - 11:57 Uhr

Hallo?!

Es geht nicht darum, ob die Krankenkasse meinen Mann als Haushaltshilfe bezahlt, sondern darum, ob der AG ihn dafür freistellen MUSS. Und das ist, lt. dem zitierten Satz anscheinend nicht der Fall!

Wer hat jetzt wo was nicht verstanden??

Beitrag von berta.in.schwarz 09.10.10 - 12:04 Uhr

Dein MANN kann die Haushaltshilfe sein!


Ja, sicher, aber nur, wenn sein AG ihn freistellt. #aha

Hast du etwa null kapiert, worum es geht?

Beitrag von marysa1705 09.10.10 - 17:08 Uhr

"Anders als bei einer Erkrankung des Kindes ist der Arbeitgeber in diesem Fall nicht gesetzlich verpflichtet, unbezahlten Urlaub zu genehmigen."

http://bundesrecht.juris.de/sgb_5/__45.html

Siehe Absatz III:

(3) Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 haben für die Dauer dieses Anspruchs gegen ihren Arbeitgeber Anspruch #aha auf unbezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung, soweit nicht aus dem gleichen Grund Anspruch auf bezahlte Freistellung besteht.

Beitrag von susannea 09.10.10 - 08:47 Uhr

Der Mann hat beim AG Anrecht auf eine Freistellung, evtl. sogar auf bezahlte.
Allerdings ist der Paragraph für den Sonderurlaub etwas schwammig formuliert, ich würde das evtl. im Vorfeld mit dem AG schon abklären.

Beitrag von giftzwerg01 09.10.10 - 09:08 Uhr

Hallo,

wir bräuchten da schon was Hieb- und Stichfestes. Wenn der AG sonst ablehnt haben wir die "Pappnase".

Danke trotzdem.

LG

Beitrag von kati543 09.10.10 - 11:24 Uhr

Da du jeden bisherigen Kommentar - die alle übrigens stimmten - abgeschmettert hast, weil dir ein Link fehlt...
Die gesetzliche Grundlage steht in SGB V § 38.

Beitrag von kati543 09.10.10 - 11:26 Uhr

Und solange du, dein Mann und dein Kind gesetzlich versichert sind, ist das hieb- und stichfest. Das Ganze nennt sich Haushaltshilfe, wie ja schon vorher gesagt wurde. Hättest du da mal selber gegooglet, hättest du das auch gefunden.

Beitrag von giftzwerg01 09.10.10 - 12:03 Uhr

Geht`s auch in freundlich? In dem Paragraphen steht lediglich, dass mir eine Haushaltshilfe zusteht, nicht, dass der AG meinen Mann freistellen muss. Googeln kann ich auch, wenn mir das weitergeholfen hätte, hätte ich hier nicht gefragt. Mann, Mann!

Beitrag von susannea 09.10.10 - 12:25 Uhr

Na wenn du das alels selbst kannst und nur rumpöbeln statt danke zu sagen, dann beantwortet dir diene Fragen doch selber!

Beitrag von giftzwerg01 09.10.10 - 13:06 Uhr

Wie es in den Wald hineinschallt...

Ich habe mich bei dir übrigens bedankt.

Beitrag von susannea 09.10.10 - 13:09 Uhr

Es ging auch cniht alleine um meine Antwort und auch da hast du gleich mit aber dann draufgelegt.

Sondern deine Antworten hier insgesamt und die sind mehr als unverschämt!

Beitrag von giftzwerg01 09.10.10 - 13:16 Uhr

Ich weiß nicht, wo ich grundlos unverschämt geworden bin, ist aber auch egal, ich habe keine Kraft mehr, mich anpöbeln zu lassen und habe das urbia-Team gebeten, die Diskussion zu schließen.

Beitrag von susannea 09.10.10 - 13:24 Uhr

BIsher pöbelst hier nur du und dann zu schließen weil dir die Antworten nciht passen ist auch klar.

Wie wäre es einfach hinzunehmen, dass sie nciht das sind, was dir gefällt oder das du sie nicht verstehst?

Beitrag von kati543 09.10.10 - 12:26 Uhr

Genau das ist aber alles, was euch zusteht. Mehr nicht. Wenn dein Kind keine Pflegestufe hat, oder im Sterben liegt, dann gibt es nun mal nicht mehr. Das sind die beiden Gründe, wo dein Mann ein RECHT hätte zu Hause zu bleiben.

Beitrag von berta.in.schwarz 09.10.10 - 16:30 Uhr

>In dem Paragraphen steht lediglich, dass mir eine Haushaltshilfe zusteht, nicht, dass der AG meinen Mann freistellen muss.>

Ich kann gar nicht nachvollziehen, warum das hier kaum jemand kapiert, war doch eine einfache Frage.

Beitrag von marysa1705 09.10.10 - 16:56 Uhr

Hallo,

vielleicht hilft Dir das weiter:
http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/leistungen-gesetzliche-krankenkassen/gesetzliche-krankenkassen-besondere-leistungen/haushaltshilfe/

Schade, dass Dich hier manche mit "null kapiert" etc. anpöbeln müssen, wenn sie selbst nichts kapiert haben.
Aber leider gibt es immer viele, die einfach ÜBERALL ihren Senf dazu geben müssen, auch wenn sie nichts kapieren.

Da würde mir an Deiner Stelle auch irgendwann mal der Kragen platzen...

LG Sabrina

Beitrag von marysa1705 09.10.10 - 17:00 Uhr

Sorry, hab noch was vergessen:

"Für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad werden keine Kosten erstattet. Die Kassen übernehmen in diesen Fällen aber erforderliche Fahrtkosten und einen eventuellen Verdienstausfall, z. B. bei unbezahltem Urlaub des Partners, dies ist in der Praxis die häufigste Art der Haushaltshilfe. Die Kostenerstattung in diesen Fällen regelt die Satzung der Krankenkasse, meist ist die Erstattung auf den Höchstbetrag der Kosten für eine gestellte Kraft (64,- Euro pro Tag) begrenzt."
http://de.wikipedia.org/wiki/Haushaltshilfe_%28Sozialleistung%29

Also einfach bei der Krankenkasse nachfragen...

LG Sabrina

Beitrag von susannea 10.10.10 - 00:36 Uhr

DA liegt doch aber genau das Problem, die KK bewilligt ihr die sicherlich, aber der AG ist nciht wirklich verpflichtet den Mann freizustellen.
Was hilft ihr da eine Auskunft der KK?

Beitrag von dschaja 09.10.10 - 21:45 Uhr

Hallo!
Ich war letztes Jahr und in diesem Jahr eine Woche im Kh. Mein Mann war dann vom Arbeitsgeber freigestellt-Sonderurlaub- und die Krankenkasse hat den Verdienstausfall bis auf einen minimalen Betrag übernommen (Zuzahlung-die fällt aber auch weg, wenn man generell befreit ist). Er war also meine Haushaltshilfe. Wenn der Ag deines Mannes ihn nicht freistellt, wird dir die Krankenkasse eine Haushaltshilfe zur Verfügung stellen.
LG Sandra

Beitrag von ks83 10.10.10 - 00:58 Uhr

Hallo,
ich lag im Juli auch im Krankenhaus und mein Mann ist von seinem Arbeitgeber freigestellt worden. Bei ihnen ist es vertraglich geregelt,dass sie in solchen Fällen bis zu 5 Tage im Jahr unbezahlten Sonderurlaub bekommen müssen.Alles,was darüber hinaus geht,muss individuell mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden.
Den Verdienstausfall hat die Krankenkasse getragen.

Also am besten ist es,wenn dein Mann direkt nächste Woche mit seinem Arbeitgeber spricht und ihm die Situation erklärt - vielleicht gibt es bei ihnen auch eine Sonderregelung und wenn nicht dann kann man sowas in der Regel auch in Ruhe klären - die meisten Chefs sind da nämlich echt kulant und mit viel Glück kann er dann ja auch seine Überstunden abbummeln. Aber das wird wohl nicht klappen,wenn er genauso aufbrausend ist,wie du ;-)

Alles Gute für euch

Lene