Schwanger und arbeite in Krippe

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kleinruh 09.10.10 - 18:39 Uhr

Hallo,
ich arbeite in einer Kinderkrippe und habe nun festgestellt das ich Schwanger bin. Eine Freundin hat mir nun erzählt ich dürfte da nicht mehr arbeiten wegen evl Ansteckungsgefahr. Daraufhin habe ich hier nun gesucht und auch einige Postings dazu gefunden. Ich weiss nicht gegen welche Krankheiten ich immun bin.
Jetzt wüsste ich gern ab wann soll ich zum Frauenarzt gehen, wegen feststellung der Schwangerschaft und einem Bluttest. Oder kann ich das auch beim Hausarzt machen lassen, den Bluttest meine ich.
Laut Kalender bin ich heute 4+3 Woche.
Ich hatte eigentlich vor in der siebten bis achten Woche zum FA zu gehen, weil man vorher ja noch nichts sieht.

Nun bin ich verunsichert und auch ein bischen ängstlich.
Ich hoffe ihr könnt mir einen Rat geben was ich nun machen soll.

LG kleinruh

Beitrag von merry29 09.10.10 - 18:42 Uhr

Also ich bin in der 27 ssw und arbeite auch in einer Krabelsstube (Kinder von 1-3).

Gruß Merry

Beitrag von katrin_i 09.10.10 - 18:45 Uhr

Ich glaube nicht, dass du dir das Sorgen machen musst. Überlege mal, Arzthelferinnen sind auch nicht automatisch wenn sie schwanger sind arbeitsunfähig. Ich denke du solltest bei Facharzt gucken lassen, ob du gegen Röteln immun bist, der Rest ist doch ganz harmlos.
Meine Kleine ist 3 und bringt mir jetzt ich bin in der 18 Woche auch alles mit Heim. In einen Sterilen Käfig kannst du dich eben nicht setzen.


Liebe Grüße und Herzlichen Glückwunsch !!

Beitrag von maeusekrieger 09.10.10 - 18:46 Uhr

Hi!
Ich arbeite in 3 Kindergärten als Englisch Lehrerin und komme so jede Woche mit ca. 250 Kindern in Kontakt, die mich anrotzen, Läuse haben, etc. Mein FA sieht kein Problem darin; ich hab außerdem schon selbst zwei Kindergartenkinder zuhause, die können ja auch jederzeit was heimbringen. Falls wirklich irgendeine Epidemie ausbricht, hab ich gebeten mir Bescheid zu sagen, dann geh ich nicht (arbeite auf Honorarbasis) zur Arbeit. Schafblattern hatte ich als Kind, gegen Röteln ist man geimpft. Wenn du unsicher bist, kann man div. Bluttest glaub ich machen. Ich auf jeden Fall seh kein Problem dabei weiter zu arbeiten und mach das auch bis zum Mutterschutz.
lg maeusekrieger

Beitrag von sanella.muc 09.10.10 - 18:51 Uhr

Melde dich bitte umgehend bei deinem Arbeitgeber. Wenn du in der Krippe arbeitest fällt es unter die Biostoffverrdnung (kein Witz). Dein Arbeitgeber ist verpflichtet dich zum Betriebsarzt zu schicken, der dich test (impfstatus etc). Die meisten bekommen ein BV da sie nicht immun sind gegen Zytomegalie.

Normalerweise muss dein AG dich bis zu dem Untersuchungstermin freistellen.

LG sanella

Beitrag von julimond28 09.10.10 - 18:53 Uhr

Hallo,
also ich würde Montag anrufen und mir einen Termin holen! Ich wusste sehr früh von meiner Schwangerschaft und habe es auch sehr früh meinem Arbeitgeber gesagt! Arbeite mit DNA-schädigenden Chemikalien!
Meine kiwu-Ärztin hat mir geraten nicht zu warten!
Was sehen kann man in ein paar Tagen (ich war 5+2 beim ersten US).

In deiner situation sollte schon nach bestimmten titern geschaut werden!
Röteln (auf jeden fall), Ringelröteln, CMV z.B.
Und ja, gegebenenfalls bekommst du ein BV!

Gerade die frühschwangerschaft ist doch am entscheidensten!!!!!
lg
LG

Beitrag von kleinruh 09.10.10 - 18:55 Uhr

Danke für eure Antworten. ich war auch ganz erstaunt als meine Feundin es mir erzählt hat. Ihre Freundin hat ein BV bekommen. Vieleicht ist es auch weil sie noch keine eigenen Kinder hat.
Ich werde einfach mal meinen Arzt fragen.

LG

Beitrag von julimond28 09.10.10 - 19:02 Uhr

Nein, das leigt nicht daran weil sie noch keine eigenen hat, das ist das Mutterschutzgesetz!!
Dein Arbeitgeber darf dich dem nicht aussetzen wenn er davon weiß!!
LG

Beitrag von maeusekrieger 09.10.10 - 19:26 Uhr

Was heißt bitte "darf dich dem nicht aussetzen??" Das sind Kinder, keine Schadstoffe ??!!! Geht bei euch in D jede Kindergärtnerin und Lehrerin automatisch in Frühkarenz (also BV) weil sie Kontakt zu Kindern hat, die Krankheiten haben KÖNNTEN? Da dürfte man ja nicht mehr außer Haus gehen, denn anstecken kann man sich überall. Versteh ich nicht. Bei uns gibt's das nicht.
lg

Beitrag von mainecoonie 09.10.10 - 19:49 Uhr

Also ich arbeite auch in einer KiTa mit Krippe, Tagesstätte etc. Wir werden alle 3 Jahre bei einer Biostoffuntersuchung auf unseren Impfschutz u.ä. überprüft.

Leider kommt es auch in den ländlichen KiTas öfter vor, dass kranke Kinder wissentlich! von ihren Eltern in die Kita kommen. Daher würde ich das Risiko nicht eingehen und mich untersuchen lassen!

Beitrag von rina1982 10.10.10 - 09:49 Uhr

Es geht dabei ja auch nicht um "normale" Infekte wie Husten, Schnupfen, Magen-Darm, u.s.w. sondern um Krankheiten die besonders das Ungeborene schädigen können und gehäuft bei Kindern /Kleinkindern auftreten.
Zum Beispiel Ringelröteln: Dagegen kann man sich nicht Impfen lassen, sie sind stark ansteckend und treten häufig im Vorschulalter auf. Wenn sich die Symptome bei den Kindern zeigen (die Eltern also zum Arzt gehen und die Erzieherin danach bescheid weis und zu Hause bleiben könnte) kann sie sich schon längst angesteckt haben, da die Ansteckungsgefahr davor am höchsten ist. Meistens verläuft die Krankheit auch ohne Symptome, so das die Krankheit oft nicht erkannt wird. Für das erkrankte Kind ist es meistens auch nicht schlimm aber für das ungeborene der Erzieherin. Na ja und da eine Erzieherin mehreren "Ansteckungsquellen" ausgesetzt ist als eine Frau die im Büro arbeitet oder an der Kasse, bekommt sie ein Beschäftigungsverbot wenn sie nicht Imun ist. Damit das Ungeborene geschützt ist.

Und so verhält es sich noch mit mehreren Krankheiten, wegen denen eine Erzieherin ein Beschäftigungsverbot bekommt, wenn sie nicht gegen diese Imun ist.

Lieben Gruß von einer Erzieherin die über diesen Schutz sehr froh ist.